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Mitarbeiter-Events als neuer Weg einer modernen Unternehmenskommunikation

Eine empirische Untersuchung am Beispiel der AUDI AG

Mitarbeiter-Events als neuer Weg einer modernen Unternehmenskommunikation
Über dieses Buch
  • Art: Magisterarbeit
  • Autor: Anne-Marie Ecard
  • Abgabedatum: April 2005
  • Umfang: 145 Seiten
  • Dateigröße: 1,1 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Universität Augsburg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-9268-7
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-9268-7 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-9268-7 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Ecard, Anne-Marie April 2005: Mitarbeiter-Events als neuer Weg einer modernen Unternehmenskommunikation, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Public Relations, Incentive, Kommunikation, Aktion, interne Kommunikation

Magisterarbeit von Anne-Marie Ecard

Einleitung:

Innovatives Unternehmertum stützt sich bei Großunternehmen auch auf ein erfolgreiches Beziehungs- und Kommunikationsmanagement zu den Mitarbeitern. Die gesamte Kommunikationsstrategie ist dazu ganzheitlich und durchgehend an wichtigen Werten der Unternehmensstrategie ausgerichtet.

Der neue Kommunikationsmix ist Motor für unternehmerisch denkende und handelnde Mitarbeiter. Die Entwicklungen der Märkte und der Gesellschaft zeigen, dass die Gefühlswelt der Menschen immer mehr eine zentrale Rolle spielt. Moderne Mitarbeiterkommunikation muss daher, um erfolgreich zu sein, diese Tendenzen in den gesellschaftspsychologischen Entwicklungen vorempfinden und berücksichtigen.

Die Dialog-Kommunikation übernimmt in der Neuausrichtung einer solchen Mitarbeiterkommunikation von Großunternehmen eine entscheidende Komplementärfunktion zu den eher unpersönlichen Kommunikationskanälen des Informations-Contents. Denn das Bedürfnis nach menschlicher Anerkennung und Mitwirkung erfordert gerade wegen dessen Mächtigkeit und Intensität eine Interne Kommunikation, die den Mitarbeitern auch auf der emotionalen Ebene den Eindruck vermittelt, ernst genommen und geachtet zu werden.

Mitarbeiter-Events sind also nicht nur Zauberwort für eine moderne Mitarbeiterkommunikation, sondern auch psychologisch, soziologisch und ökonomisch wichtiger Baustein für die Existenzsicherung von Großunternehmen in der Zukunft – durch motivierte, flexible, sich engagierende und im Sinne des Unternehmens denkende und handelnde Mitarbeiter.

Der bestehende Kommunikationsmix der Mitarbeiterkommunikation in Großunternehmen wird dagegen diesen in Kapitel 1 aufgezeigten notwendigen Herausforderungen und Ansprüchen bisher nur gelegentlich gerecht, da nach wie vor das Gros der Unternehmen den absoluten Schwerpunkt ihrer nach innen gerichteten Kommunikation auf die Mitarbeiterinformation mittels bestehender und bewährter Kanäle wie Mitarbeiterzeitung u.a. legen.

Die rasante Entwicklung der technischen Möglichkeiten rund um das Internet hat zwar in den vergangenen Jahren dazu beigetragen, zum einen die Mitarbeiterinformation via eines Intranets zum Beispiel zu beschleunigen und zum anderen auch Facetten einer Mitarbeiterkommunikation in die interne Unternehmenskommunikation zu implementieren. Jedoch lassen auch weiterhin scheinbar maßgebende Faktoren wie begrenztes Budget oder knappe Personalressourcen die Kommunikationsverantwortlichen in Unternehmen zögern, mit emotionalen Erlebniswelten zukunfts- und erfolgsorientiert die Mitarbeiter zum festen und eigenverantwortlich handelnden Bestandteil des Unternehmens zu machen – und sie zu unternehmerischem Handeln, Flexibilität und Engagement zu bewegen.

Problemstellung:

Die vorliegende Magisterarbeit hat sich zum Ziel gesetzt, moderner Mitarbeiterkommunikation mittels Mitarbeiter-Events den Raum für deren tatsächliche Bedeutung zu geben und diese durch das Aufzeigen der aktuellen wissenschaftlichen Inhalte und Zusammenhänge zu untermauern. Nachdem die Erkenntnis beim Leser dieser Arbeit fest verankert ist, dass Mitarbeiter-Events unabdingbar zum Kerngerüst moderner, mitarbeiter- und erfolgsorientierter interner Unternehmenskommunikation gehören, wird ihm ein idealtypisches und empirisch überprüftes Basiskonzept aufgezeigt, mit dessen Hilfe zu verstehen ist, wie erfolgreiche Mitarbeiter-Events gestaltet und konzipiert sein müssen.

Gang der Untersuchung:

Mitarbeiter-Events nehmen künftig in einer modernen und erfolgsorientierten Unternehmenskommunikation eine zunehmend wichtige Rolle ein, um die Mitarbeiter eines Großunternehmens wertzuschätzen und ihnen das Gefühl der Akzeptanz und Wichtigkeit für das Unternehmen und dessen wirtschaftlichen Erfolg zu geben.

Die vorliegende Magisterarbeit stellt zunächst diese bedeutsame Einzelkommunikationsmaßnahme hinten an, um die wissenschaftlichen Grundlagen zu schaffen. Die moderne Form einer Unternehmenskommunikation wird aufbereitet und in den Gesamtkontext von Unternehmenspersönlichkeit und -politik eingebettet. Aus diesem Verständnis leitet sich eine umfassende Darstellung einer zukunftsorientierten internen Unternehmenskommunikation ab.

Darauf baut die Beschreibung der bestehenden und bewährten sowie der in den vergangenen Jahren neu hinzugekommenen Kommunikationskanäle auf – gegliedert in Mitarbeiterinformation und Mitarbeiterkommunikation. In diesem wissenschaftlichen Kontext wird dann auf Mitarbeiter-Events eingegangen. Aus den bisher aufgezeigten Inhalten und der Betrachtungsweise von Mitarbeiter-Events aus psychologischer, soziologischer und kommunikativer Sicht wird deren Notwendigkeit, Bedeutung und grundsätzliches Aussehen erarbeitet.

Auf diesem Kontext und Verständnis aufbauend wird im nächsten Teil die Hypothesenbildung betrieben, indem ein idealtypisches Basiskonzept für Mitarbeiteraktionen als erfolgreicher Baustein moderner interner Unternehmenskommunikation beschrieben wird.

Dieses wird dann anhand einer empirischen Untersuchung am Beispiel der Mitarbeiter-Events der AUDI AG untersucht. Die Auswertung und Interpretation der Ergebnisse werden in den Zusammenhang mit dem idealtypischen Basiskonzept gestellt. Daraus ergibt sich ein allgemein-gültiges Minimalkonzept für Mitarbeiter-Events und deren Erfolgsfaktoren.

Inhaltsverzeichnis:

TEIL A. Theoretische Grundlagen 1
1. Einführung: Mitarbeiter-Events - ein neues Zauberwort in der modernen Mitarbeiterkommunikation von Großunternehmen? 1
2. Problemstellung und Zielsetzung 2
3. Aufbau der Arbeit 3
4. Unternehmenskommunikation 4
4.1 Ausgangsbasis 4
4.2 Begriff der Unternehmenskommunikation 5
4.3 Kommunikation statt Information 6
4.4 Kommunikation: Arten und Instrumente 6
4.4.1 Arten 6
4.4.2 Instrumente 7
4.5 Bezugsgruppen 8
5. Unternehmenskommunikation als Teil der Unternehmenspolitik 10
5.1 Unternehmenspolitik 10
5.2 Unternehmenspersönlichkeit 11
5.3 Die Bedeutung von Unternehmenskommunikation 13
6. Ziele der Unternehmenskommunikation 17
6.1 Ziele der Externen Kommunikation 17
6.2 Ziele der Internen Kommunikation 18
7. Interne Kommunikation als Teil der Unternehmenskommunikation 20
7.1 Bedeutung der Internen Kommunikation 20
7.2 Aufgaben der Internen Kommunikation 22
7.3 Richtungen und Kanäle 23
7.3.1 Formale Kommunikation 23
7.3.2 Informelle Kommunikation 24
8. Erscheinungsformen der Mitarbeiterinformation 25
8.1 Die Mitarbeiterzeitung 25
8.2 Schwarzes Brett 26
8.3 Schnell-Informationen 27
8.4 (Betriebs-)Versammlungen 28
9. Erscheinungsformen der Mitarbeiterkommunikation 29
9.1 Elektronische Medien 29
9.1.1 Intranet 30
9.1.2 Mitarbeiter-TV 31
9.1.3 E-Mail 32
9.2 Dialog-orientierte Maßnahmen 33
9.2.1 Mitarbeitergespräche 33
9.2.2 Mitarbeiter-Events 34
10. Mitarbeiter-Events - moderne Kommunikationsform mit Potenzial 36
10.1 Definition von Events 36
11. Psychologische Ziele von Mitarbeiter-Events 38
11.1 Motivation durch Identifikation und Engagement 38
11.2 Das Individuum und seine Bedürfnisse 39
1.3 Emotionales Erleben 42
12. Soziologische Ziele von Mitarbeiter-Events 43
12.1 Vom Versorgungs- zum Erlebniskonsum 43
12.2 Mitarbeitergruppen 44
13. Kommunikationsziele von Mitarbeiter-Events 46
TEIL B. Empirische Untersuchung am Beispiel der AUDI AG 48
1. Hypothese der "allgemeingültigen Basisfaktoren" 48
2. Das idealtypische Basiskonzept für erfolgreiche Mitarbeiter-Events 49
2.1 Persönlicher Mehrwert 49
2.2 Organisation 49
2.3 Motivation 50
2.4 Identifikation 50
2.5 Engagement 50
2.6 Nutzung 51
2.7 Kompetenz 51
3. Der Untersuchungsgegenstand AUDI AG 52
3.1 Das Unternehmen 52
3.2 Die Mitarbeiterstruktur 52
3.3 Die Interne Kommunikation 52
3.4 Mitarbeiter-Events 54
3.4.1 Allgemeine Beschreibung 55
3.4.2 Konzeption 55
4. Theoretische Grundlagen der empirischen Untersuchung 57
4.1 Untersuchungskonzept 57
4.2 Operationalisierung 59
4.3 Die Stichprobe 61
4.4 Pre-Test 62
4.5 Durchführung der Befragung 63
4.6 Auswertung 63
5. Darstellung der Ergebnisse 64
5.1 Beschreibung der Untersuchungsgruppen 64
5.2 Darstellung der Auswertungsergebnisse 66
5.2.1 Allgemeine Beurteilung 66
5.2.2 Kategorie Persönlicher Mehrwert 68
5.2.3 Kategorie Durchführung 73
5.2.4 Kategorie Identifikation 86
5.2.5 Kategorie Motivation 91
5.2.6 Kategorie Engagement 97
5.2.7 Kategorie Nutzung 102
5.2.8 Kategorie Kompetenz 111
TEIL C. Die Bedeutung der Untersuchungsergebnisse für die Mitarbeiter-Events 121
1. Interpretation der Untersuchungsergebnisse 121
2. Die Bedeutung der Ergebnisse für das idealtypische Basiskonzept 125
Literatur 129
Anhang 134

Automatisiert erstellter Textauszug:

12. 1 Vom Versorgungs- zum Erlebniskonsum Der Erlebnisbegriff erfährt seit etwa 1980 eine Renaissance, nachdem der „Boom erlebnispädagogischer Methoden in der Praxis der Erziehung“197 vorbei war. „Erlebnis gilt heute als Schlüsselwort der Freizeitforschung, seitdem sich die Freizeitindustrie zur Erlebnisindustrie gewandelt hat. … Die Freizeitwissenschaft hat diesen grundlegenden Wandel von der Arbeits- zur Erlebnisgesellschaft frühzeitig diagnostiziert und prognostiziert.“198 Die Erlebnisgesellschaft des 20. Jahrhunderts hat ihre geistigen Wurzeln bereits im 18. Jahrhundert bei Jean-Jacques Rousseau. Dieser meinte schon damals: „Erlebe dein Leben – oder stirb!“199 Dieser Wandel vom Versorgungs- zum Erlebniskonsum kündigt sich schon seit Jahrzehnten an200, besonders stark zeichnet sich diese Entwicklung seit den 40-er Jahren ab: Ø In den 40er Jahren hatten die Konsumenten nur eines im Sinn: Essen und Kleidung. Dafür gaben sie rund drei Viertel ihres Einkommens aus. Ø In den 50er Jahren begannen die Konsumenten nach einer Phase der materiellen Entbehrung ihre Grundbedürfnisse zu befriedigen. Die so genannte Fresswelle setzte ein. Ø Die 60er Jahre erlebten eine erste Konsumwelle – vom Staubsauger über den Kühlschrank bis zum Fernseher und Auto. Ø In den 70er Jahren entwickelte sich eine neue Nachfrageautomatik: wachsende Bevölkerung plus wachsende Kaufkraft plus wachsende Freizeit. Eine gewaltige Freizeitindustrie entstand. Ø In den 80er Jahren rückte der Wertewandel, genährt vom Zeitgeist des so genannten Postmaterialismus, in den Mittelpunkt der Konsumszene. „No-Name“-Produkte kamen auf dem Markt. Ø Anfang der 90er Jahre wurden die Konsumgewohnheiten vom Schlagwort „Lifestyle“ beherrscht, und die private Nachfrage wurde von neuen Trendgruppen bestimmt: Junge Doppelverdiener, berufstätige Frauen mit qualifizierter Ausbildung, vermögende Etablierte und Senioren mit überdurchschnittlichen Einkommen gaben den Ton an. Ø Die letzten Jahre zeigen eine grundlegende Änderung in der Berdürfnisstruktur der Konsumenten: die Polarisierung von Versorgungskonsum und Erlebniskonsum. Der Mensch von heute will sein Leben intensiv und bewusst leben, sein Leben erleben. Ein Wandel in den Wertevorstellungen und Lebensorientierung der Menschen hat stattgefunden. „Die Attraktivität eines Angebots bestimmt sich zunehmend nach seinem Erlebnischarakter.“201 Die Menschen wollen eine Vielfalt von Erlebnisdimensionen angeboten bekommen. Nur so kann das persönliche und soziale Wohlbefinden angesprochen und erreicht werden. Mit der Ausbreitung des Wohlstands wollen immer mehr Menschen das Paradies auf [...]

die bei einem modernen Menschen so einen außerordentlich hohen Stellenwert besitzt.“192 Auch in diesem Bereich ist der Austausch mit Kollegen und Vorgesetzten von Bedeutung. „Je mehr die niedrigeren Bedürfnisse am Arbeitsplatz befriedigt wurden, desto mehr streben Arbeitnehmer nach Selbstverwirklichung, denn sie umfasst die Hauptinteressengebiete des Erwachsenenlebens.“193 11.3 Emotionales Erleben Emotionen gelten als grundlegende Antriebsfaktoren des menschlichen Handels. Die Informationsverarbeitung wird mehr oder weniger stark von emotionalen Prozessen begleitet. „Der erhebliche Einfluss von Emotionen auf kognitive Prozesse, wie Informationsaufnahme, Informationsverarbeitung und Informationsspeicherung, wurde von Sozialpsychologen… in empirischen Studien untersucht und nachgewiesen. Insbesondere die emotionalen Vorgänge des Menschen lenken seine Aufmerksamkeit und seine Informationsaufnahme.“194 So beeinflussen emotionale Vorgänge auch die Beurteilung von Angeboten und das Verhalten gegenüber diesen. Die Entwicklungen der Märkte und der Gesellschaft zeigen, dass heutzutage die Gefühlswelt der Menschen eine zentrale Rolle spielt. Mitarbeiter wollen im Unternehmer als Individuen erkannt und akzeptiert werden. Sie erwarten, dass die Unternehmensleitung Rücksicht auf ihre Bedürfnisse nimmt und diese befriedigt. Events können im Rahmen der Mitarbeiterbindung eine ganz besondere Stellung einnehmen, bzw. die Verbindung zwischen Unternehmen und Mitarbeitern emotional verstärken. Mitarbeiter-Events sollten deshalb in die Interne Kommunikation integriert werden. Ihr Ziel ist es dabei, bei den Teilnehmern Erlebnisse im Rahmen der Kommunikation zu vermitteln, bzw. Emotionen auszulösen. Denn ihre herausragende Wirkung gründet in der emotionalen Ansprache aller Sinne: visuelle Reize (Bilder, Inszenierungen), akustische Reize (Musik, Geräusche, Sprache), haptische Reize (Oberflächen, Böden), gustatorische Reize (Geschmack). Das persönliche Erleben des Events verankert das Unternehmen stark in der Psyche der Mitarbeiter. Durch Interaktivität wird das Unternehmen authentischer und glaubwürdiger erlebt. Events appellieren an Erlebniswerte, die in der Gefühls- und Erfahrungswelt der Mitarbeiter verankert sind, wie zum Beispiel Gesundheit, Genuss, Luxus, Nostalgie und Ästhetik.195 Die emotionale Ansprache ist der Schlüssel zu Motivation der Mitarbeiter.196 Mitarbeiter, die merken, dass das Unternehmen sie als Menschen akzeptiert, setzen sich mehr für das Unternehmen ein, haben eine positivere Meinung vom Unternehmen und tragen diese auch nach außen. Deshalb muss die Interne Kommunikation gerade auf die emotionale Ansprache achten. [...]

angelegt. Die Grundhypothese lautet: Eine Bedürfnisebene wird erst dann verhaltenssteuernd, wenn die jeweils darunter liegende vom Mitarbeiter als weitgehend erfüllt bzw. befriedigt eingeschätzt wird.187 Somit sind die unteren Motivgruppen zunächst die dominanten. Speziell für diese Arbeit ist es nicht relevant, alle Grundannahmen Maslows im Detail darzustellen, deshalb werden im Folgenden nur die Bedürfnisebenen angesprochen, die auf die Arbeitsmotivation Einfluss haben. Auf der Ebene der Grundbedürfnisse kann das Unternehmen insoweit Einfluss nehmen, dass es dafür sorgt, dass zum Beispiel die Kantine zur Zufriedenheit der Mitarbeiter ist, gut temperierte und lärmfreie Büros zur Verfügung stehen, Sportangebote vorhanden sind und Ruhemöglichkeiten angeboten werden. Was für Mitarbeiter besonders von Bedeutung ist, ist das Bedürfnis nach Sicherheit. Und hier in erster Linie nach Sicherheit des Arbeitsplatzes. Deshalb will der Mitarbeiter auch ausreichend über die wirtschaftliche Situation des Unternehmens informiert werden. „Der Mitarbeiter braucht dabei mehr als nur ein paar beruhigende Worte, er will Näheres wissen, je nach wirtschaftlicher Bildung sogar die aktuellen betriebswirtschaftlichen Kennziffern zur Entwicklung seines Unternehmens für sich allein und im Vergleich mit ähnlichen Unternehmen, mit der Branche im In- und Ausland. Erst wenn solche Betrachtungen aus seiner Sicht positiv ausfallen, fühlt er sich sicher.“188 Mitarbeiter-Events fördern in erster Linie den Dialog in einem Unternehmen. Sie haben jedoch auch eine informative Funktion, sie transportieren Informationen. Die Mitarbeiter erhalten neue Informationen über das Unternehmen, sei es in Form von Informationsveranstaltungen, die neue Kenntnisse über den Betrieb weitergeben, oder aber durch Events, die für den privaten Bereich der Mitarbeiter eine Rolle spielen. So können Mitarbeiter z.B. bei einem Vortrag mehr über Personalentwicklung erfahren und bei einem Pannenhilfekurs hilfreiche Tipps erhalten, die auch außerhalb des Arbeitsplatzes wichtig sind. Zu dieser Bedürfnisebene zählen u.a. auch Unfallschutz am Arbeitsplatz, langfristige Arbeitsverträge, finanzielle Sicherung bei Krankheit, Unfall und im Alter.189 Besonders die sozialen Motive der Mitarbeiter können im Unternehmen befriedigt werden. Das Bedürfnis nach menschlichen Kontakten, nach sozialer Zugehörigkeit, Akzeptanz und Geborgenheit spielen dabei eine große Rolle.190 Der Mitarbeiter will sich mit anderen Mitarbeitern austauschen und von ihnen akzeptiert werden. Denn „menschliches Leistungsverhalten kann auch durch Befriedigung sozialer Bedürfnisse in der Arbeitsgruppe selbst gefördert werden. Der einzelne Mensch, das Individuum, will in der Mitarbeiterkommunikation angesprochen werden…“.191 Gerade hier können Mitarbeiter-Events ansetzen, sie fördern den Austausch der Mitarbeiter untereinander. Das Bedürfnis nach Selbstverwirklichung, nach Individualität spielt am Arbeitsplatz auch eine zentrale Rolle. „Solche Bedürfnisse sind zwar auch im privaten Bereich zu erfüllen, aber vor allem wohl am Arbeitsplatz, bei der Berufstätigkeit, [...]

Arbeit zitieren:
Ecard, Anne-Marie April 2005: Mitarbeiter-Events als neuer Weg einer modernen Unternehmenskommunikation, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Public Relations, Incentive, Kommunikation, Aktion, interne Kommunikation

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