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Migrationsprobleme in Deutschland und mögliche Folgen für das internationale Personalmanagement

Migrationsprobleme in Deutschland und mögliche Folgen für das internationale Personalmanagement
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Claas Riemer
  • Abgabedatum: Mai 2003
  • Umfang: 87 Seiten
  • Dateigröße: 647,1 KB
  • Note: 2,7
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Osnabrück Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-7091-3
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-7091-3 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-7091-3 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Riemer, Claas Mai 2003: Migrationsprobleme in Deutschland und mögliche Folgen für das internationale Personalmanagement, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Expatriates, Diversity Management, Rekrutierung, Auswahl, Personalentwicklung

Diplomarbeit von Claas Riemer

Einleitung:

Aufgrund der beschlossenen Osterweiterung der Europäischen Union kommt es zu bedeutenden Liberalisierungsschritten bezüglich Waren, Dienstleistungs- und Kapitalverkehr.

Die damit einhergehende internationale Wanderung von Arbeitskräften begegnet großer Skepsis in der Öffentlichkeit. Angesichts schwerwiegender Arbeitsmarktprobleme in den Immigrationsländern, zu denen Deutschland zählt, wird diese Skepsis im Wesentlichen durch die Sorge um die Sicherheit der einheimischen Arbeitsplätze verursacht.

Diese Arbeit beleuchtet die durch Migration verursachten Probleme aus deutscher Sicht und klärt, wie das internationale Personalmanagement den kulturellen und wirtschaftlichen Integrationsproblemen von Migranten in Deutschland begegnen kann. Es wird geprüft, ob und inwieweit der aus dem Amerikanischen stammende Begriff „Diversity Management“ bei den wesentlichen Bereichen des Internationalen Personalmanagements vor dem Hintergrund einer Multinationalen Belegschaft eine Rolle spielt und als personalpolitisches Instrument eingesetzt werden kann.

Zunächst werden grundlegende Begrifflichkeiten definiert, um sich dem Thema der Migration anzunähern. Da die Gruppe der Spätaussiedler einen grossen Teil der Migranten in Deutschland bildet, wird hierauf explizit eingegangen.

Anschließend wird eine kurze chronologische Zusammenfassung über das Migrationsgeschehen in der Bundesrepublik Deutschland seit ihrer Gründung dargestellt.

In zweiten Teil werden die Migrationsprobleme in Deutschland behandelt, die in formale, wirtschaftliche und soziokulturelle Probleme aufgegliedert werden. Zusätzlich wird die Gefahr der Abwanderung von Fachwissen durch Migration erörtert.

Im dritten Teil werden die besonderen Unterschiede des Internationalen Personalmanagements im Vergleich zum Nationalen Personalmanagement beleuchtet. Der damit eng verbundene Kulturbegriff wird spezifiziert und die aus meiner Sicht wichtigsten Kulturvergleichsstudien werden dargestellt.

Anschliessend wird der aus dem Amerikanischen stammende Begriff „Managing Diversity“ thematisiert, um zu prüfen, inwieweit sich dieses Konzept auf die Bereiche Rekrutierung und Auswahl von Mitarbeitern und auf die Personalführung anwenden lässt.

Einen weiteren Schwerpunkt stellt der Bereich Personalentwicklung und die damit verbundene Problematik von Auslandseinsätzen und anschliessender Rückkehr dar.

Inhaltsverzeichnis:

1. EINLEITUNG 1
1.1 Einführung in die Thematik und Zielsetzung 1
1.2 Aufbau der ArbeitundVorgehensweise 4
1.3 Begriffsabgrenzungen 6
1.4 Migrationsbewegungen seit Bestehen der Bundesrepublik Deutschland 9
1.5 Neue Migration aufgrund neuer Ökonomie 12
2. MIGRATIONSPROBLEME IN DEUTSCHLAND 13
2.1 Formale Probleme 13
2.1.1 Aufenthaltsstatus 13
2.1.2 Arbeitserlaubnis 16
2.1.3 Bildungsabschlüsse 17
2.2 Wirtschaftliche Probleme 19
2.2.1 Arbeitslosigkeit 19
2.2.2 Einkommensunterschiede 22
2.3 Soziokulturelle Probleme 23
2.3.1 Sprachliche Probleme 23
2.3.2 Integrationsprobleme in die Aufnahmegesellschaft 25
2.4 Probleme durch Abwanderung für den Nationalstaat aus deutscher Sicht 28
3. MÖGLICHE FOLGEN FÜR DES INTERNATIONALE PERSONALMANAGEMENT 29
3.1 Besonderheiten des Internationalen Personalmanagements im Vergleich zum Nationalen Personalmanagement 30
3.2 Kultur als Einflussfaktor von Personalentscheidungen im internationalen Kontext 33
3.2.1 Der Kulturbegriff 33
3.2.2 Kulturvergleichsstudien 34
3.3 Bedeutung von“Managing Diversity“ 38
3.4 Besonderheiten der Rekrutierung und Auswahl von Mitarbeitern 41
3.4.1 Bedeutung der richtigen Personalentscheidung 41
3.4.2 Rekrutierungsmöglichkeiten 43
3.4.3 Auswahlmöglichkeiten 44
3.4.4 Unternehmensinterne und unternehmensexterne Stellenbesetzung 45
3.4.5 Empfehlung von Managing Diversity 49
3.5 Interkulturelle Personalführung 50
3.6 Internationale Personalentwicklung 53
3.7 Re-Integration von Auslandsmitarbeitern 54
3.7.1 Probleme während des Auslandseinsatzes 54
3.7.2 Lösungsansätze zur Minimierung dieser Probleme 57
3.7.3 Probleme der Wiedereingliederung aus Sicht des Rückkehrers 60
3.7.4 Probleme der Wiedereingliederung aus Sicht des Unternehmens 63
3.7.5 Lösungsansätze für eine erfolgreiche Reintegration 65
3.7.6 Strategien zur Vermeidung der Reintegrationsproblematik 67
4. RESÜMEE UND ABSCHLIESSENDE BETRACHTUNG 70
LITERATURVERZEICHNIS 72
ANHANG 76

Automatisiert erstellter Textauszug:

Personalbeschaffung von den meisten Unternehmen grundsätzlich bevorzugt. Sie bietet gegenüber der externen Rekrutierung den Vorteil einer bereits mittel- bis langfristigen Beobachtungsund Beurteilungsphase und damit ein relativ gesichertes Urteil über die Fähigkeiten und die Persönlichkeit des Bewerbers. Hierzu ist eine konsequente Personalentwicklungsplanung erforderlich, die auch einen erheblichen Motivationsfaktor darstellen kann. Nach der Cranfield-Studie82 erfolgt besonders im mittleren Management mit 75,8 Prozent eine überwiegend interne Personalbeschaffung für die Stellenbesetzung von Auslandspositionen. Im Top-Management betrug der Anteil 53,1 Prozent. Im unteren Management wurden 64 Prozent der Stellen intern besetzt. In der Personalmanagementliteratur werden grundsätzlich drei alternative Strategien in Anlehnung an Perlmutter unterschieden. Sie sind in hohem Masse durch die strategische Einstellung des Top-Managements in der Unternehmenszentrale bestimmt wird, und auf bedeutsam andere für die Strategie Bereiche des des Internationalen Internationalen Personalmanagements im Hinblick auf die Rekrutierung83 und, wie später deutlich auch wesentliche Personalmanagements. Perlmutter unterscheidet folgende drei Ansätze: Beim ethnozentrischen Ansatz werden Schlüsselpositionen ausschliesslich mit Führungskräften des Stammhauses besetzt. Grundannahme ist, dass Führungsgrundsätze, Managementtechniken, Produktionsverfahren, [...]

Führungskräften an, die für einen Auslandseinsatz vorgesehen sind, wenn eine fachliche Qualifikation bereits ausser Frage steht und geprüft werden soll, inwieweit soziale und interkulturelle Fähigkeiten ausgeprägt sind. Im Gegensatz zu anderen Auswahlverfahren kann ein interkulturelles Assessment-Center die Möglichkeit bieten, realistische Arbeitssituationen der Kultur des Ziellandes zu simulieren.80 Bei sorgfältiger Durchführug und korrekter Kosten-Nutzen-Abwägung stellt das AC ein geeignetes Instrument zur Beurteilung und Auswahl von Mitarbeitern dar, welches gegenüber konventionellen Methoden einiges an Vorteilen bietet und einen hohen betrieblichen Nutzen aufweist. Der Erkenntniswert steigt, sofern ein grösserer Zeitrahmen zur Verfügung steht. Auch ist es hilfreich, die Kandidaten in unterschiedlich zusammengesetzten Gruppen zu erleben. Allerdings wird der Einsatz eines konventionellen und insbesondere eines multikulturellen Assessmentcenters in der Literatur sehr kontrovers diskutiert. So ist ein Assessmentcenter meist mit einem hohen zeitlichen und organisatorischen Aufwand verbunden. Dadurch ergibt sich die Gefahr einer Standardisierung, d.h. es werden Situationen simuliert, die vielleicht nur für einen Teil der Kandidaten repräsentativ für den künftigen Berufsalltag sind und deshalb realitätsfern sind. Die Informationsverarbeitungskapazität der Moderatoren ist beschränkt, so dass es fraglich ist, ob das Assessment Center dem Kriterium der Validität durchgehend standhalten kann.81 [...]

In der Praxis werden häufig alle vier Instrumente miteinander kombiniert. Kulturelle Unterschiede sind aber kaum anhand von schriftlichen Unterlagen und standardisierten Tests messbar. Um einen speziellen kulturellen Hintergrund des Kandidaten zu erfassen, seien das Vorstellungsgespräch und das Assessmentcenter hier besonders hervorgehoben. Das Vorstellungsgespräch bietet die Chance, dem Bewerber die Unternehmenskultur und damit verbundene kulturelle Erwartungen an die Mitarbeiter darzustellen. Ausserdem können kulturelle Grundeinstellungen des Bewerbers, z.B. anhand der Unternehmenskultur seines bisherigen Arbeitgebers, seines Werdeganges und möglichst auch persönlicher Wertvorstellungen, Karriereplanung und Freizeitgestaltung deutlich werden. Das Vorstellungsgespräch kann im Rahmen eines sogenannten „multimodalen Interviews“ stattfinden. In einem Multimodalen Interview werden dem Bewerber realistische Situationen aus dem Berufsalltag simuliert. Anhand von entwickelten Lösungen wird dann auf einer Skala bewertet, inwieweit der Kandidat für die Stelle geeignet erscheint. [...]

Arbeit zitieren:
Riemer, Claas Mai 2003: Migrationsprobleme in Deutschland und mögliche Folgen für das internationale Personalmanagement, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Expatriates, Diversity Management, Rekrutierung, Auswahl, Personalentwicklung

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