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Methoden und Instrumente des Supply Chain Mapping

Methoden und Instrumente des Supply Chain Mapping
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Jan-Marcus Rüger
  • Abgabedatum: September 2004
  • Umfang: 111 Seiten
  • Dateigröße: 11,6 MB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Georg-Simon-Ohm-Fachhochschule Nürnberg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-4069-5
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-4069-5 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-4069-5 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Rüger, Jan-Marcus September 2004: Methoden und Instrumente des Supply Chain Mapping, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Supply Chain Management, Logistik, Referenzmodell, SCOR, SCM

Diplomarbeit von Jan-Marcus Rüger

Einleitung:

Die vorliegende Diplomarbeit betrachtet das „Supply Chain Mapping“. Zielsetzung der Arbeit ist die systematische Ausarbeitung der wichtigsten Facetten, darunter die Methoden und Instrumente, dieses aktuellen Themas sowie die Vorstellung eines Praxisbeispiels von DaimlerChrysler.

Das Supply Chain Mapping gehört zum Supply Chain Management und daher ist es notwendig, die aktuellen Rahmenbedingungen und Anforderungen an das Supply Chain Management und an die Logistik vorzustellen, dies geschieht im 2. Kapitel. Daraus lassen sich dann die Bedeutung und die Notwendigkeit der Optimierung der Logistischen Kette ableiten.

Im 3. Kapitel erfolgt die Betrachtung des Supply Chain Managements und der Logistik sowie deren Entwicklung. Um die Wurzeln der aktuellen Entwicklungen zum Supply Chain Management zu verstehen und um das Supply Chain Mapping aus seinem chronologischen Ablauf herauszulösen ist dies an dieser Stelle erforderlich.

Zum besseren Verständnis werden im 4. Kapitel die Eckpfeiler des Supply Chain Managements ausführlich betrachtet. Darunter fällt unter anderem der Peitscheneffekt, der recht deutlich die Problematik in Supply Chain’s erklärt. Lösungen zum Peitscheneffekt werden an dieser Stelle zwar genannt, es wird aber nicht näher darauf eingegangen. Das Supply Chain Mapping ist schließlich selber eine umfassende Möglichkeit, um dem Peitscheneffekt entgegenzutreten. Ein weiterer Punkt ist die Definition der Supply Chain als ein spezifisches Netz, wobei eine Betrachtung der möglichen Netzwerktypologien sowie der Einordnung der Supply Chain in diese Typologien nicht erfolgt. Das Kapitel wird dann mit den drei tragenden Säulen des Supply Chain Managements, darunter auch der wichtige Aspekt der Partnerschaft, abgeschlossen.

Im 5. Kapitel werden Modelle zum Supply Chain Management vorgestellt, deren Bedeutung für das Supply Chain Mapping mittlerweile offensichtlich ist. Die Modelle von Bowersox und Metz sind in ihrer Bedeutung für das Supply Chain Mapping eher zweitrangig zu sehen, liefern aber liefern interessante Aspekte zum Supply Chain Mapping.

Die Methoden und Instrumente des Supply Chain Mapping treten sehr stark im Modell von Cooper / Lambert / Pagh und in den Ausprägungen der Logistischen Partnerschaft sowie im SCOR-Modell hervor.

Verzichtet habe ich bei dieser Arbeit auf eine detaillierten Betrachtung der Ausprägungsformen der IT / EDV (informationstechnische und internetbasierende Tools) an den verschiedenen Stellen der Supply Chain, um einen optimalen Informations- und Materialfluss zu realisieren.

Zum Abschluss der Arbeit wird dann die Umsetzungsansätze von DaimlerChrysler vorgestellt. Eine ausführliche Betrachtung der der SCM-Software von ICON erfolgt ebenso.

Die Arbeit in einem kompakteren Rahmen zu halten waren an jeder Stelle mein Bestreben und das vorliegende Ergebnis stellt ein in sich schlüssiges, abgeschlossenes und (aber auch) ausführliches Werk zum Supply Chain Mapping dar.

Inhaltsverzeichnis:

1. Vorgehensweise und Abgrenzung 4
2. Einführung - Umbruch in der Logistik 6
3. Supply Chain Management und Logistik 9
3.1 Definitionen 10
3.1.1 Supply Chain Management 10
3.1.2 Logistics Management 10
3.1.3 Eine kurze pragmatische Definition von Supply Chain Management 11
3.2 Historie 12
4. Eckpfeiler des Supply Chain Managements 14
4.1 Der Peitscheneffekt 14
4.1.1 Nachfrageverstärkung durch verzögerten Informationsfluss 16
4.1.2 Nachfrageverstärkung durch Sicherheitsdenken und Losgrößen 17
4.1.3 Nachfrageverstärkung durch unterschiedliche Bestellperioden 18
4.1.4 Auswirkungen der Nachfrageverstärkungen 19
4.1.5 Ansätze zur Reduzierung des Peitscheneffektes 19
4.2 Supply Chain als ein spezifisches Netz 21
4.3 Die Säulen des Supply Chain Managements 23
4.3.1 Partnerschaftliches, Prozessorientiertes Kooperationsmanagement 24
4.3.1.1 Der Paradigmenwechsel in der Kunden-Lieferanten-Beziehung 24
4.3.1.2 Das Konzept der Partnerschaft 25
4.3.1.3 Entwicklung eines gemeinsamen Zielsystems 25
4.3.1.4 Machtkämpfe und Denkgewohnheiten 25
4.3.2 Re-Design von Kernprozessen 27
4.3.2.1 Mit den Augen des Kunden auf die Prozesse sehen 27
4.3.2.2 Kernprozesse definieren 27
4.3.2.3 Abgestimmt robuste Kernprozesse schaffen 27
4.3.3 IT als Enabler für Supply Chain Prozesse 28
5. Modelle zum Supply Chain Mapping 30
5.1 Referenzmodelle 31
5.1.1 Modell von Bowersox 31
5.1.1.1 Bezugsrahmen 32
5.1.1.2 Gestaltungsrichtlinien 34
5.1.2 Modell von Metz 36
5.1.2.1 Distributionsmanagement 36
5.1.2.2 Logistikmanagement 36
5.1.2.3 Integriertes Supply Chain Management 37
5.1.3 Modell von Cooper / Lambert / Pagh 41
5.1.3.1 Geschäftsprozesse 42
5.1.3.1.1 Typen der Geschäftsprozessverbindungen 46
5.1.3.1.2 Die Geschäftsprozessketten 49
5.1.3.2 Managementkomponenten 51
5.1.3.3 Supply Chain Netzwerk Struktur 54
5.1.3.3.1 Identifizierung der Supply Chain Partner 57
5.1.3.3.2 Die strukturellen Dimensionen des Netzwerkes 58
5.2 Logistische Partnerschaften 60
5.2.1 Just in Time (JiT) 60
5.2.2 Quick Response (QR) 61
5.2.3 Continuous Replenishment (CR) 61
5.2.4 Vendor Managed Inventory (VMI) 62
5.2.5 Efficient Consumer Response (ECR) 64
5.2.6 Collaborative Planning, Forecasting and Replenishment (CPFR) 65
5.3 Supply Chain Operations Reference-Modell (SCOR) 67
5.3.1 Ebenen des SCOR-Modells 68
5.3.1.1 Ebene 1: Prozessarten 70
5.3.1.2 Ebene 2: Prozesskategorien 71
5.3.1.3 Ebene 3: Prozesselemente 74
5.3.1.4 Ebene 4: Implementierungsebene 77
6. Praxisbeispiel: DaimlerChrysler 78
6.1 Das Unternehmen DaimlerChrysler 79
6.2 Standardisierte einstufige Beschaffungsprozesse 80
6.2.1 Just-in-Sequence (JiS) 81
6.2.2 Just in Time (JiT) 81
6.2.3 Supplier Managed Inventory (SMI) 81
6.3 Integrierter Gesamtansatz Supply Chain Management 82
6.3.1 Bedarfs-Kapazitäts-Management (BKM) 83
6.3.2 Bedarfs-Bestands-Management (BBM) 90
6.3.3 Information Control Tool (IC-Tool) 90
6.3.4 ICON-SCM 94
6.3.4.1 Das Unternehmen ICON 94
6.3.4.2 ICON-SCC (Supply Chain Collaboration) 95
6.3.4.2.1 ICON-DCP-Demand Capacity Planning 95
6.3.4.2.2 ICON-VMI-Vendor Managed Inventory 96
6.3.4.2.3 ICON-SCMo-Supply Chain Monitoring 96
7. Fazit: IT macht’s möglich 103
8. Anhang 106
8.1 Literaturverzeichnis 106
8.1.1 Primär – Literatur 106
8.1.2 Artikel, andere Unterlagen und Internetreferenzen 107
8.1.3 Sekundär – Literatur 108

Automatisiert erstellter Textauszug:

«Successful Supply Chain Management requires a change from managing individual functions to integrating activities into key Supply Chain business processes»102 In einigen Unternehmen wird eine funktionale Struktur, in anderen eine prozessuale Struktur und wiederum in anderen eine Kombination aus beiden Strukturen bevorzugt. Die Unternehmen mit einer prozessualen Struktur haben eine unterschiedliche Anzahl von Prozessen definiert, die wiederum aus verschiedenen Aktivitäten und Verbindungen zwischen verschiedenen Aktivitäten bestehen. Dabei werden verschiedene Namen für gleiche Prozesse und gleiche Namen für unterschiedliche Prozesse verwendet. Diese Lücke der fehlenden unternehmensübergreifenden Abstimmung führ zu signifikanten Reibereien und zur fehlenden Effektivität der Supply Chain. Die folgende Abbildung stellt diesen Sachverhalt vereinfacht dar. [...]

5.1.3.1.2. Die Geschäftsprozessketten99 Um zu verstehen was Geschäftsprozessketten sind, erscheint es notwendig, Prozess erstmal allgemein zu definieren. Ein Prozess nach Davenport (1993) ist demnach100: «A structured and measured set of activities designed to produce a specific output for a particular customer or market.» In der Literatur ist auch eine gute deutschsprachige Definition von Prozess und Schlüsselund Hilfsprozess zu finden101: «Als Prozess (engl.: process, activity) wird eine Reihe aufeinander folgender Aktivitäten und Handlungen definiert, die durch Ereignisse im Zeitablauf angestoßen und zu einem Ergebnis führen. Prozesse werden in Teilprozesse gegliedert.» «Ein Schlüsselprozess (engl.: key process) umfasst wesentliche Prozesse oder Teilprozesse und trägt unmittelbar zur Zweckerfüllung im Kerngeschäft bei. Unter dem Bergriff Hilfsprozesse (engl.: support process) werden zusammenhängende Aktivitäten zur Unterstützung der Schlüsselprozesse zusammengefasst.» Ein Prozess können also strukturierte Aktivitäten sein, die den Kunden im Blickfeld haben und für das dynamische Flussmanagement von Produkten, Gütern, Geld, Wissen und / oder Ideen geschaffen sind. In jedem Unternehmen gibt es immens viele ausgeführte und koordinierte Aktivitäten und jedes dieser Unternehmen der Supply Chain ist natürlich in irgendeiner Weise mit anderen Unternehmen im Sinne des Supply Chain Managements verbunden. Wird die Entscheidung getroffen, dass zwei Unternehmen eine Geschäftsprozessverbindung aufbauen, dann werden natürlich auch ihre internen Aktivitäten miteinander verbunden und gesteuert. Wenn beide Unternehmen noch einige anderen interne Aktivitäten mit anderen Supply Chain Partnern verbunden haben, so wird diese Verbindung zu einem Teil eines Supply Chain Netzwerkes und beeinflusst somit auch die anderen Verbindungen unter den Supply Chain Partnern. Das Ergebnis einer empirischen Studie von Håkansson und Snehota (1995) ergab, dass die Struktur der Aktivitäten in und zwischen Unternehmen einer der kritischen Eckpunkte sind, die bei der Erschaffung einer einzigartigen und überlegenen Supply Chain Performance (Leistung) eine wesentliche Rolle spielen. Die Betreiber der Studie waren der Ansicht, dass die Wettbewerbsfähigkeit und Rentabilität steigen, wenn die internen Schlüsselaktivitäten und Geschäftsprozesse mit vielen Unternehmen verbunden und gesteuert werden. [...]

Die nicht gesteuerte Geschäftsprozessverbindungen96 Das betrachtete Unternehmen ist bei diesen Verbindungen nicht aktiv beteiligt und sie sind nicht von derart kritischer Bedeutung, dass für deren Monitoring Managementkapazitäten verwendet werden sollten. Mit anderen Worten, das betrachtet Unternehmen vertraut den Partnern der Supply Chain, dass sie diese Verbindungen steuern und integrieren. Die Nicht-Partner Geschäftsprozessverbindungen97 Fallstudien haben ergeben, dass sich die Manager darüber im Klaren sind, dass ihre eigene Supply Chain auch von Entscheidungen, die in anderen Supply Chain’s getroffen werden, beeinflusst werden. z.B.: Ein Lieferant beliefert sowohl das eigene Unternehmen als auch den Hauptwettbewerber, was natürlich auch Auswirkungen auf die Verteilung der Kapazitäten des Lieferanten hat. Die Nicht-Partner Geschäftsprozessverbindungen sind Verbindungen von Partnern des betrachteten Unternehmens bzw. dessen Supply Chain mit Nicht-Partnern der Supply Chain. Nicht-Partner Verbindungen sind keine Verbindung des betrachteten Unternehmens in dessen Supply Chain Struktur, können aber diese beeinflussen. Die Abbildung zeigt die verschiedenen Geschäftsprozessverbindungen innerhalb einer Supply Chain. Die Geschäftsprozessketten, die dann im Einzelnen zum tragen kommen, werden im Anschluss erläutert. [...]

Arbeit zitieren:
Rüger, Jan-Marcus September 2004: Methoden und Instrumente des Supply Chain Mapping, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Supply Chain Management, Logistik, Referenzmodell, SCOR, SCM

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