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Methoden der Fuhrparkkostenrechnung im Hinblick auf die Ermittlung der optimalen Fuhrparkstruktur und -größe

Methoden der Fuhrparkkostenrechnung im Hinblick auf die Ermittlung der optimalen Fuhrparkstruktur und -größe
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Karsten Hoffmann
  • Abgabedatum: April 1989
  • Umfang: 192 Seiten
  • Dateigröße: 6,8 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Technische Universität Dortmund Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-4259-0
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-4259-0 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-4259-0 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Hoffmann, Karsten April 1989: Methoden der Fuhrparkkostenrechnung im Hinblick auf die Ermittlung der optimalen Fuhrparkstruktur und -größe, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte:

Diplomarbeit von Karsten Hoffmann

Einleitung:

„Bedeutung und Leistung des Fuhrparks für das gesamte Unternehmen werden in der Praxis häufig unterschätzt. Teilweise unbemerkt hat der Fuhrpark als Teil der Logistik längst seine Funktion als „reiner Fahrdienst verloren“; die Organisation der Transportabläufe entscheidet nicht selten über die Effizienz und den Absatzerfolg des gesamten Unternehmens. Die arbeitsteilige Wirtschaft sowie das Fortschreiten der Produktionstechnologie stellen ständig wachsende Anforderungen an die Logistik und den Warenfluß.

Die Wahrnehmung von Wettbewerbsvorteilen und Rationalisierungsvorteilen bei der Transportabwicklung - insbesondere im Fuhrparkeinsatz -setzt eine gründliche Bestandsaufnahme und Kontrolle der erbrachten Fuhrparkleistungen voraus. Ohne exakte Kenntnisse des Leistungsumfangs sind Analysen und Aussagen zum wirtschaftlichen Einsatz der Fahrzeuge (und zur optimalen Fuhrparkstruktur) ausgeschlossen. Dabei spielen weniger die reinen Fahrleistungen eine ausschlaggebende Rolle, sondern vielmehr die effiziente Lösung komplexer Transportaufgaben.“.

Zur Lösung dieser komplexen Fuhrparkmanagementaufgaben bedarf es der Bereitstellung und Aufbereitung entscheidungsrelevanter Informationen. Die wichtigste innerbetriebliche Informationsbasis ist das betriebliche Rechnungswesen, das jedoch in zahlreichen, Transportleistungen erbringenden Unternehmen bzw. Unternehmensteilbereichen überhaupt nicht oder nur rudimentär ausgebaut ist.

Insbesondere über Art und Höhe der Kosten des Werkverkehrfuhrparks haben zahlreiche Unternehmen nur eine ungenaue Vorstellung.

Daneben fehlen zielbezogene und entscheidungsebenenbezogene Führungsinformationen in Form von Kennzahlen, „die der systemgestützten Informationsbeschaffung und Informationsverarbeitung zur Planerstellung, Koordination und Kontrolle dienen.“ Schließlich ist festzustellen, daß in zahlreichen Unternehmen Kompetenzüberschreitungen zwischen dem Verantwortungsbereich des Fuhrparkleiters und anderen betrieblichen Funktionsbereichen bestehen, die auch dazu beitragen eine effiziente Planung, Steuerung und Kontrolle zu erschweren.

Auf diese Problembereiche, insbesondere auf das mangelhafte innerbetriebliche Rechnungswesen, wurde auch von Verbänden des deutschen Transportgewerbes, z. B. dem Bundesverband Spedition und Lagerei (BSL) und dem Bundesverband des deutschen Güterfernverkehrs (BDF) oftmals hingewiesen. Die empirische Relevanz dieser Probleme wurde in einer Untersuchung des Groß- und Außenhandelsverbandes Baden-Württembergs für den Fuhrpark des Großhandels und in einer vom Bundesministerium für Verkehr in Auftrag gegebenen Untersuchung nachgewiesen.

Unter historischem Gesichtspunkt wurde der Aufbau einer Kosten- und Leistungsrechnung im gewerblichen Güterfernverkehr spätestens 1961 mit der Einführung des Margentarifsystems aktuell. Der gestiegene Preissetzungsspielraum und der damit verbundene, zunehmende Wettbewerbsdruck, zwang die Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft zur verstärkten Auseinandersetzung mit Problemen der Kostenerfassung, Kostenverursachung und Kalkulation.

Zu dieser Zeit begannen auch die Verbände der gewerblichen Transportwirtschaft, insbesondere der Betriebsberatungsdienst der Bundes-Zentralgenossenschaft Straßenverkehr (BZG), mit der Entwicklung und der beratenden, betrieblichen Einführung von Fahrzeugkostenrechnungssystemen.

Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die Bedeutung und Eignung verschiedener Kosten- und Leistungsrechnungssysteme für ein entscheidungsorientiertes, logistikgerechtes Fuhrparkmanagement darzustellen und darauf aufbauend, ausgewählte Optimalitätskriterien im Hinblick auf die kosten- und leistungsgestützte Ermittlung einer logistikgerechten Fuhrparkstruktur und -größe zu untersuchen.

Inhaltsverzeichnis:

ABBILDUNGSVERZEICHNIS VIII
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS XI
A. EINLEITUNG 14
I. Problemstellung 14
Il. Ziel der Arbeit 16
B. BEGRIFFSABGRENZUNGEN 17
I. Der Fuhrpark und seine Stellung im Rahmen des Logistikkonzepts 17
1. Verkehrsleistung und Transportleistung 17
2. Das Logistikkonzept 19
3. Güterverkehrssysteme 21
II. Die Fuhrparkkosten als Bestandteil der Logistikkosten 23
III. Rahmenbedingungen der Fuhrparkkostenrechnung 25
1. Fuhrparkkostenrechnung im Werkverkehr und gewerblichen Güterfernverkehr 25
2. Systeme der Kosten- und Leistungsrechnung 29
3. Prinzipien der Kostenrechnung 33
4. Das Controlling-Konzept 34
IV. Optimale Fuhrparkstruktur und –größe 35
C. RAHMENBEDINGUNGEN BEI DER ERBRINGUNG VON GÜTERTRANSPORTLEISTUNGEN MIT KRAFTFAHRZEUGEN 37
I. Rechtliche Rahmenbedingungen 37
II. Politisch-administrative Rahmenbedingungen 41
III. Volkswirtschaftliche Rahmenbedingungen 43
IV. Betriebswirtschaftliche Rahmenbedingungen 45
1. Besonderheiten der Transportleistung 45
a) Der Dienstleistungscharakter 45
b) Die abgeleitete Nachfrage 46
c) Die Unpaarigkeit der Verkehrströme 46
d) Anmerkungen zur gemeinsamen, kostenrechnerischen Behandlung von Werkverkehr und gewerblichem Güterfernverkehr 47
2. Maßgrößen der Leistungsfähigkeit und Produktivitätskennzahlen der Fuhrparkeinheit „Fahrzeug“ 48
a) Kapazität, Bereitschaft und Beschäftigung von Kraftfahrzeugen 48
b) Nutzung der Kapazitätskomponenten 51
ba) Die Fahrzeuggröße 51
bb) Die Zeitkomponente 53
bc) Die Geschwindigkeitskomponente 54
3. Leistungen des Fuhrparks i. w. S. 56
D. FUHRPARKKOSTENRECHNUNG AUF VOLLKOSTENBASIS 58
I. Kostenartenrechnung 58
1. Basisdaten der Fuhrparkkostenrechnung 60
a) Technische Daten 62
b) Kalkulationsdaten 62
c) Kapitalwerte 63
d) Leistungsdaten 64
2. Beschreibung, Erfassungsmöglichkeiten und Systematisierung der Fuhrparkkostenarten 65
a) Fahrzeugkosten 67
b) Personalkosten 73
c) Sonstige Fuhrparkkosten 76
II. Kostenstellenrechnung 77
1. Gestaltungsmöglichkeiten der Kostenstellen im Fuhrpark i. w. S. 78
2. Kontrolle und Planung der Fuhrparkkosten 80
III. Kostenträgerrechnung 81
1. Kostenträgerzeit- und kurzfristige Erfolgsrechnung im Fuhrpark i. w. S. 81
2. Kalkulation im Fuhrpark i. w. S. 83
IV. Mängel der Fuhrparkkostenrechnung auf Vollkostenbasis 85
E. FUHRPARKKOSTENRECHNUNG AUF TEILKOSTENBASIS 89
I. Direct Costing und Fixkostendeckungsrechnung 89
II. Kostenartenrechnung 90
III. Kostenstellenrechung 92
IV. Kostenträgerrechnung 100
1. Ermittlung von Auftragsdeckungsbeiträgen 100
2. Kurzfristige Erfolgsrechnung im Fuhrpark i. w. S. 102
3. Zurechnungsprobleme bei verbundener Auftragsabwicklung und beim Nebeneinander gleichartiger Fahrzeuge 104
4. Kontrolle der Fuhrparkkosten durch Deckungsbudgetvorgabe 105
F. KRITERIEN EINER OPTIMALEN FUHRPARKSTRUKTUR UND-GRÖSSE 108
I. Situative Optimalität 108
1. Optimale Auftragspolitik 108
a) Auftragspolitik bei Unterbeschäftigung 108
b) Auftragspolitik bei Vollbeschäftigung 109
ba) Ein Engpaß 109
bb) Grenzen der engpaßbezogenen Deckungsbeitragsrechnung 110
2. Optimale Tourenplanung 112
a) Beschreibung und Abgrenzung der Tourenplanungsprobleme 112
b) Lösungsmöglichkeiten der Tourenplanungsprobleme 113
ba) Das Auswahlproblem 113
bb) Das Zuordnungs- und Reihenfolgeproblem 115
3. Auswirkungen auf Fuhrparkstruktur und –größe 117
II. Konstitutive Optimalität 119
1. Investitionsentscheidungen im Fuhrpark i. e. S. 121
a) Erweiterungsinvestitionen im Fuhrpark i. e. S. 121
aa) Bestimmungsgrößen von Fahrzeugart, -größe und -anzahl 121
ab) Investitionsrechenverfahren bei deterministischer Fuhrparkbestandsplanung 124
b) Ersatzinvestitionen im Fuhrpark i. e. S. 125
ba) Die optimale Nutzungsdauer 126
bb) Der optimale Ersatzzeitpunkt 130
c) Desinvestitionen im Fuhrpark i. e. S. 130
2. Eigen- oder Fremdtransport 132
a) Qualitative Kriterien 134
b) Quantitative Kriterien 137
ba) Erfolgvergleichsrechnungen 137
bb) Kostenvergleichsrechnungen 138
3. Leasing von Kraftfahrzeugen 143
a) Rechtliche Grundlagen 143
b) Steuerliche Grundlagen 147
c) Betriebswirtschaftliche Grundlagen 149
4. Entscheidungsmodelle zur Bestimmung der optimalen Größe des Fuhrparks i. w. S. im Werkverkehr und gewerblichen Güterfernverkehr 151
5. Auswirkungen auf Fuhrparkstruktur und –größe 155
G. RATIONALISIERUNGSPOTENTIALE IM FUHRPARK I. W. S. 160
I. Beschreibung und Abgrenzung der Fuhrparkrationalisierung 160
II. Anforderungen der Fuhrparkrationalisierung an die Kosten und Leistungsrechnung 161
III. Ausgewählte betriebswirtschaftliche Einzelstrategien zur Fuhrparkrationalisierung 170
H. SCHLUSSBETRACHTUNG 172
LITERATURVERZEICHNIS 176
SONSTIGE QUELLEN 186
PERSÖNLICHE GESPRÄCHE 187

Arbeit zitieren:
Hoffmann, Karsten April 1989: Methoden der Fuhrparkkostenrechnung im Hinblick auf die Ermittlung der optimalen Fuhrparkstruktur und -größe, Hamburg: Diplomica Verlag

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