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Messung und computergestützte kartographische Darstellung niederfrequenter magnetischer Felder der öffentlichen Stromversorgung in Hamburg

Messung und computergestützte kartographische Darstellung niederfrequenter magnetischer Felder der öffentlichen Stromversorgung in Hamburg
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Fred Koch
  • Abgabedatum: November 1998
  • Umfang: 93 Seiten
  • Dateigröße: 5,6 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Hamburg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-2034-5
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-2034-5 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-2034-5 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Koch, Fred November 1998: Messung und computergestützte kartographische Darstellung niederfrequenter magnetischer Felder der öffentlichen Stromversorgung in Hamburg, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Energieversorgung, Freileitung, Magnetfeldmessung, Elektrosmog, magnetische Felder

Diplomarbeit von Fred Koch

Einleitung:

Die elektrische Energie hat in das gewerbliche und private Leben in intensivster Weise Einzug gehalten und steht dem Verbraucher jederzeit faktisch unlimitiert zur Verfügung. Ihre zur Selbstverständlichkeit gewordene Nutzung in fast allen Bereichen des Alltags bedingt bei vorwiegend zentralen Versorgungskonzepten mit großen Kraftwerkseinheiten den Energietransport über weite Strecken vom Erzeuger zum Verbraucher. Technisch gesehen ist dies besonders für elektrische Energie verhältnismäßig gut und einfach zu handhaben. Elektrisch leitfähige Materialien stehen in ausreichendem Maße zur Verfügung und bedürfen bis zur betriebsfertig verlegten elektrischen Leitung für heutige Verhältnisse keiner besonders aufwendigen Verarbeitung. Der Transport von anderen Energieformen über weite Strecken in entsprechenden Rohrleitungen ist vom technischen und finanziellen Aufwand diesbezüglich vergleichend weitaus höher zu bewerten. Material- und Montagekosten sowie Wartungsaufwand fallen bei gleicher transportierter Energie zugunsten der Elektrizität aus. Der Energietransport auf Hochspannungsebene in Wechselstromtechnik hat es ermöglicht, den materiellen und betriebstechnischen Aufwand zu optimieren. Dieser eindeutige Vorteil der elektrischen Energie paart sich mit der Tatsache, daß der Verbraucher diese Energieform sehr vielfältig nutzen kann. Mit wiederum verhältnismäßig geringem Aufwand läßt sich jede Energieform aus der elektrischen Energie umwandeln.

Folge des elektrischen Stroms ist ein magnetisches Feld, welches sich um den stromführenden Leiter ausbildet. Als physikalische Folgeerscheinung des elektrischen Stroms wird der Elektromagnetismus technisch genutzt. Elektromotoren und Transformatoren sind wesentlicher Bestandteil elektrotechnischer Anlagen, die in jedem modernen Produktionsbetrieb und privaten Haushalt vorhanden sind. Neben dieser offensichtlichen und direkten Nutzung magnetischer Felder ergeben sich aber auch dort elektromagnetische Felder, wo sie keinen technischen Nutzen haben, jedoch aufgrund physikalischer Zusammenhänge zwangsläufig auftreten. Elektrische Geräte und Leitungen des 50 Hz-Netzes befinden sich im direkten Lebensumfeld des Menschen und setzen ihn magnetischen Feldern von zwar vorwiegend verhältnismäßig geringer, jedoch andauernder Intensität aus.

Der Nutzen einer jeden Technologie muß in einem günstigen Verhältnis zu den eventuell einhergehenden nachteiligen Auswirkungen stehen. Nur dann macht die langfristige Nutzung einer Technologie einen wirklichen Vorteil gegenüber ihrer Nichtnutzung aus. Die von Menschenhand durch technische Innovationen hervorgerufenen Einflüsse auf die Umwelt müssen in diesem Sinne beurteilt werden. Das erfordert zunächst das Erkennen und anschließend eine konsequente, systematische Erfassung relevanter Daten. Umweltauswirkungen und medizinische Beobachtungen über gesundheitliche Auffälligkeiten wie Allergien, unspezifisches Unwohlsein und definierte Krankheitsbilder müssen mit physikalischen Meßgrößen in einen nachvollziehbaren Zusammenhang gebracht werden. Nur so kann nach heutigen Akzeptanz-Kriterien eine erfolgreiche Ursache-Wirkung-Argumentation angeführt werden. Die vielfältigen und regional variierenden Umwelteinflüsse und die Lebensgewohnheiten der potentiell betroffenen Personenkreise erschweren es hierbei, einer erkannten Unregelmäßigkeit eine spezifische Ursache zuzuordnen.

Problemstellung:

Untersuchungen über die Wirkung von magnetischen Feldern auf biologische Lebewesen sind bisher vorwiegend mit kurzzeitigen und hohen Feldstärken durchgeführt worden. Diese Erhebungen dienten zur Definition von maximalen Grenzwerten, denen ein Mensch ausgesetzt werden kann, ohne daß nach heutiger Sicht eine Beeinträchtigung seiner Gesundheit eintritt. Diese wissenschaftlichen Untersuchungen sind Grundlage für heute geltende Richtlinien, Verordnungen und Gesetze. Da gesicherte Erkenntnisse aus langfristigen Auswirkungen geringer magnetischer Feldstärken nach allgemeiner Aussage noch nicht in ausreichendem Maße vorliegen, gibt es diesbezüglich einen Handlungsbedarf mit ausdrücklich vorbeugendem Anspruch. Es ist nicht erwiesen, daß langfristig keine schädigende Wirkung von schwachen magnetischen Feldern ausgeht. Aus dieser Tatsache allein ergibt sich der grundsätzliche Ansatz zu dem speziellen Thema dieser Arbeit.

Den magnetischen Feldern, denen die Bevölkerung im Alltag mit oder ohne ihr Wissen ausgesetzt ist, gilt die Aufmerksamkeit dieser Ausführungen. Dabei beschränken sich hier sämtliche Betrachtungen auf die niederfrequenten Felder des 50-Hertz-Netzes der öffentlichen Stromversorgung. In den Hamburger Wohngebieten Mümmelmannsberg und Neuallermöhe sollen entsprechende Punktmessungen durchgeführt werden. Die Ergebnisse der Messungen sollen tabellarisch erfaßt und anschließend für eine Beurteilung und eine kartographische Darstellung mit Hilfe einer geeigneten Software aufbereitet werden.

Die in der Studie erwähnte Diskette ist nicht im Lieferumfang enthalten, da sie für das Verständnis der Studie nicht notwendig ist.

Inhaltsverzeichnis:

Einleitung und Problemstellung 3
1. Grundlagen 5
1.1 Felder 5
1.2 Felder elektrischer Vorgänge 6
1.2.1 Definition der Feldgrößen 8
1.2.2 Das elektrische Feld 10
1.2.3 Das magnetische Feld 12
1.2.4 Wechselwirkungen von elektrischen und magnetischen Feldern 16
1.2.5 Elektromagnetische Wellen 19
1.2.6 Der Zusammenhang von Frequenz und Energie 21
1.3 Elektromagnetische Felder im Alltag 22
1.3.1 Natürliche Felder 22
1.3.2 Technische Felder 22
2. Magnetische Felder in der Stromversorgung 24
2.1 Freileitungen 25
2.2 Unterirdische Kabel 27
2.3 Abspann- und Verteilungswerke 30
2.4 Schienenverkehr 32
2.5 Geräte und Installation im häuslichen Bereich 33
2.6 Energieverteilung im Netz der HEW 35
3. Auswirkungen magnetischer Felder 39
3.1 Wirkung auf biologische Lebewesen und Substanzen 39
3.2 Stand der medizinischen Forschung 41
3.2.1 Epidemiologische Untersuchungen 43
3.3 Bestehende Grenz- und Richtwerte 44
3.3.1 BImSchV und BImschG 46
3.3.2 Bedeutung der gesetzlichen Grenzwerte 47
4. Messung magnetischer Felder 48
4.1 Ziel und Ansatz der Messungen 48
4.2 Beschreibung der Meßmethode 49
4.2.1 Meßgerät 49
4.2.2 Meßbedingungen 50
4.2.3 Überprüfung angezeigter Meßwerte 50
4.3 Verteilung der Meßpunkte auf Hamburger Gebiet 52
4.4 Dokumentation der Meßwerte 55
5. Meßwerte 57
5.1 Eigene Messungen 57
5.1.1 Mümmelmannsberg Tabellarisch 57
5.1.2 Mümmelmannsberg Kartographisch 59
5.1.3 Neuallermöhe Tabellarisch 62
5.1.4 Neuallermöhe Kartographisch 63
5.1.5 Querprofil einer Freileitung in Neuallermöhe 65
5.2 Meßwerte aus der Diplomarbeit von T. Voot (Mai1996) 66
5.2.1 Tabellarisch 66
5.2.2 Kartographisch 69
5.3 Fehlerabschätzung 71
6. Auswertung der Messungen 72
6.1 Grundlegende Erkenntnisse 72
6.1.1 Flußdichteverteilung 72
6.1.2 Einfluß von Freileitungen 72
6.2 Relation der Meßwerte 74
6.3 Diskussion & Verbesserungsmöglichkeiten der Meßmethode 76
6.4 Statistische Kurzbetrachtung 79
6.4.1 Begriffe 79
6.4.2 Streuung der Gesamtdaten 80
6.4.3 Kumulative Verteilung der Gesamtdaten 80
6.4.4 Histogramm der Meßwerte aus Mümmelmannsberg und Neuallermöhe 81
6.4.5 Gesamte kumulative Häufigkeitsverteilung der eigenen Meßwerte 83
7. Schlußbetrachtung 84
8. Literatur- und Bildnachweis 85

Arbeit zitieren:
Koch, Fred November 1998: Messung und computergestützte kartographische Darstellung niederfrequenter magnetischer Felder der öffentlichen Stromversorgung in Hamburg, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Energieversorgung, Freileitung, Magnetfeldmessung, Elektrosmog, magnetische Felder

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