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Messung der Effizienz in Banken mittels der Data Envelopment Analysis (DEA)

Eine praxisorientierte Einführung veranschaulicht am Beispiel einer mittelgroßen Sparkasse

Messung der Effizienz in Banken mittels der Data Envelopment Analysis (DEA)
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Christian Bock
  • Abgabedatum: Mai 2003
  • Umfang: 95 Seiten
  • Dateigröße: 734,3 KB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Kiel Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-6902-3
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-6902-3 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-6902-3 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Bock, Christian Mai 2003: Messung der Effizienz in Banken mittels der Data Envelopment Analysis (DEA), Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Produktivität, Effizienzanalyse, Produktivitätsanalyse, Effizienzmessung, Produktivitätsmessung

Diplomarbeit von Christian Bock

Zusammenfassung:

Durch die knapper werdenden Margen und kontinuierlich steigenden Kosten im Bankensektor hat die Verbesserung der Performance für Banken zunehmend an Bedeutung gewonnen. Dabei spielt die Produktivität/Effizienz neben monetären Größen wie Gewinn, Umsatz, Bilanzsumme oder Return on Investment (ROI) eine immer größere Rolle. Doch die häufig in der Praxis zur Messung der Produktivität genutzten Kennzahlen, wie bspw. Girokonten je Mitarbeiter, erlauben keine Gesamtbetrachtung der Realität und können leicht zu Fehlentscheidungen führen. Zur umfassenden Effizienzanalyse bedarf es deshalb einer Methode, die sämtliche Inputs (Ressourcen z. B. Personal) und Outputs (Produkte und Dienstleistungen) umfasst.

In dieser Arbeit wird die Data Envelopment Analysis (DEA) vorgestellt, die eine solche umfassende Analyse der Effizienz ermöglicht. Dieses mathematische Verfahren basiert auf produktionstheoretischen Überlegungen und nutzt die lineare Programmierung zur Berechnung von Effizienzwerten. Ein großer Vorteil der DEA ist, dass es problemlos mehrere Inputs und Outputs in die Effizienzanalyse einbeziehen kann und vorab keine Gewichtung der einzelnen Input- und Outputfaktoren erfolgen muss, da diese im Rahmen des Verfahrens objektiv ermittelt werden. Die DEA hat sich in den letzten Jahren immer mehr etabliert und wurde bereits erfolgreich für zahlreiche Effizienzanalysen in den unterschiedlichsten Branchen eingesetzt.

Die Arbeit wurde in Zusammenarbeit mit einer mittelgroßen Sparkasse geschrieben und geht auf die Messung der Effizienz in Banken mittels der DEA ein. In der Praxisstudie wird speziell auf die Effizienzmessung der Sparkassenfilialen der betrachteten Sparkasse eingegangen. Die Arbeit ist für Praktiker (nicht für Mathematiker!) geschrieben und soll den Controllern und Entscheidungsträgern einer Bank einen einfachen Einstieg in die DEA ermöglichen. Aus diesem Grund werden die grundlegenden mathematischen Modelle und Annahmen nur so tiefgehend erklärt, wie es für das Verständnis und die Akzeptanz des Verfahrens erforderlich scheint. Auf mathematische Beweise und Weiterentwicklungen der grundlegenden DEA-Modelle wird ganz verzichtet. Neben dem theoretischen Verständnis sollen Anhaltspunkte für die Interpretation der ermittelten Effizienzwerte gegeben werden.

Die in der Arbeit dargestellten Grundlagen, Eigenschaften und Schwächen des Verfahrens, lassen sich aber auch problemlos auf andere Branchen übertragen. Daher eignet sich die Arbeit generell als Einstiegsliteratur in den Bereich Effizienzmessung mittels der DEA.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis III
Modellverzeichnis III
Tabellenverzeichnis IV
Abkürzungsverzeichnis V
1. Einführung in die Effizienzmessung 1
1.1 Notwendigkeit der Effizienzmessung in Banken 1
1.2 DEA - Ein Instrument des Effizienzcontrollings 2
1.3 Vorgehensweise und Aufbau dieser Arbeit 3
2. Grundbegriffe der Effizienzmessung 4
2.1 DMUs, Inputs und Outputs 4
2.2 Produktivität und Effizienz 6
2.3 DEA-Technologiemengen 7
2.4 Effizienzmaß 10
2.5 Bestandteile der Gesamteffizienz 11
2.6 Technische Effizienz 14
3. Alternative Methoden zur Effizienzmessung 15
3.1 Einfache Produktivitätskennzahlen 15
3.2 Parametrische Verfahren 18
4. Grundlagen der Data Envelopment Analysis 23
4.1 DEA Einführung mittels grafischer Darstellung 23
4.1.1 Ein-Input/Zwei-Outputs-Fall 23
4.1.2 Zwei-Inputs/Ein-Output-Fall 28
4.2 Die grundlegenden DEA-Modelle 31
4.2.1 Der Ursprung der DEA 31
4.2.2 Das CCR-Modell - Konstante Skalenerträge 34
4.2.3 Das BCC-Modell - Variable Skalenerträge 39
4.2.4 Vergleich konstanter und variabler Skalenerträge 41
4.3 Eigenschaften und Schwächen der DEA 44
4.4 Erfolgsfaktoren der DEA 46
4.4.1 Vorbereitung der DEA 46
4.4.1.1 Festlegung des Untersuchungsziels 46
4.4.1.2 Wahl der Input- und Outputfaktoren 47
4.4.1.3 Berücksichtigung von Umweltbedingungen 49
4.4.2 Effizienz und Profitabilität 51
4.4.3 DEA-Software 52
4.4.4 Wahl der DEA-Optionen 53
4.4.4.1 Inputminimierung vs. Outputmaximierung 53
4.4.4.2 Konstante vs. variable Skalenerträge 54
4.4.4.3 Festlegung von Gewichtungen 54
4.4.5 Kennzahlenanalyse zur Unterstützung der DEA 55
4.4.6 Vorgehensweise nach der Effizienzmessung 56
4.5 Inputs und Outputs der Bankenproduktion 58
4.5.1 Festlegung der Inputs und Outputs 58
4.5.1.1 Anlageansatz 58
4.5.1.2 Benutzerkostenansatz 59
4.5.1.3 Wertschöpfungsansatz 59
4.5.2 Messung der Inputs und Outputs 60
4.5.2.1 Produktionsansatz 60
4.5.2.2 Intermediationsansatz 60
4.5.3 Zusammenfassung 61
5. Effizienzanalyse der Filialen einer Sparkasse 64
5.1 Hintergrundinformationen - Ziele der Sparkasse 64
5.2 Auswahl der Beurteilungskriterien 66
5.3 Wahl des DEA-Modells 70
5.3.1 Inputorientiert oder outputorientiert 70
5.3.2 Konstante oder variable Skalenerträge 70
5.4 DEA-Ergebnisse der Sparkassenfilialen 71
5.5 Potenzielle Gründe für die ermittelten Effizienzwerte 76
5.6 Weitere Vorgehensweise und Ausblick 79
6. Zusammenfassung und Ausblick 81
Literaturverzeichnis 83
Anhang I: Beurteilungskriterien für Bankfilialen 87
Anhang II: Vorgänge - Ventuno.Marktservice 88

Automatisiert erstellter Textauszug:

x = f ( β , y1 , y 2 ... y s ) + ν + u Im Gegensatz zur Gleichung 3.2 wird η nun in die beiden Komponenten ν = normalverteilter Zufallsfehler und u ≥ 0, der die Ineffizienz einer DMU ausdrückt, aufgeteilt. Für u wird eine statistische Verteilung angenommen (z. B. halb-normalverteilt oder exponential verteilt). Dann können die Parameter β des Modells mit Hilfe einer Variante der Regressionsanalyse oder einer Maximum-Likelihood-Schätzung geschätzt werden.21 Die Effizienz einer DMU wird dann als der erwartete Wert von u geschätzt, der sich aus dem beobachteten Wert von ν + u ergibt. Die beiden vorgestellten Methoden können anhand von Abbildung 3.2 mit nur einem Input und einem Output verdeutlicht werden. [...]

Die Technologiemenge ist die kleinste Menge, die alle beobachteten DMUs enthält und die nachfolgend genannten Bedingungen erfüllt. Kein Output ist möglich, ohne dazu Input einzusetzen. Eine Technologiemenge weist konstante Skalenerträge auf, wenn eine Veränderung der Inputs zu einer proportionalen Änderung der Outputs in die selbe Richtung (entweder Erhöhung oder Senkung) führt. Eine Technologiemenge weist variable Skalenerträge auf, wenn eine Veränderung der Inputs nicht notwendiger Weise in einer proportionalen Änderung der Outputs resultiert. Wenn eine DMU größer wird, kann ihre Effizienz entweder steigen oder fallen. Dementsprechend kann die Technologiemenge „lokal“ steigende, fallende oder konstante Skalenerträge aufweisen. Jede Input-Output-Transformation, die anteilig aus zwei DMUs gebildet werden kann, ist auch realisierbar (siehe 4.1.1. Seite 26, 2. Absatz).10 Es ist möglich, bei gleich bleibenden Outputs einzelne oder alle Inputs zu erhöhen oder bei gleich bleibenden Inputs einzelne oder alle Outputs zu reduzieren. [...]

Diese Arbeit entstand in Zusammenarbeit mit einer mittelgroßen Sparkasse, die den Autor damit beauftragte herauszufinden, wie die Effizienz ihrer Geschäftsstellen gemessen werden kann. Im Rahmen seiner Recherche stieß der Autor schnell auf die DEA, die auch Gegenstand dieser Arbeit ist. Es zeigte sich, dass viel DEA-Literatur in englischer Sprache und/oder sehr mathematisch verfasst und nur selten für Praktiker geschrieben wurde. Aus diesem Grund ist diese Arbeit so konzipiert, dass sie den Controllern und Entscheidungsträgern einer Bank einen einfachen Einstieg in die DEA ermöglichen soll. Die grundlegenden mathematischen Modelle und Annahmen werden nur so tiefgehend erklärt, wie es für das Verständnis und die Akzeptanz des Verfahrens erforderlich scheint. Auf mathematische Beweise und Weiterentwicklungen der grundlegenden DEA-Modelle wird in dieser Arbeit ganz verzichtet. Neben dem theoretischen Verständnis sollen Anhaltspunkte für die Interpretation der mit Hilfe der DEA ermittelten Effizienzwerte gegeben werden. Nach dieser Einführung in die DEA werden im 2. Kapitel zunächst grundlegende Definitionen geklärt. Außerdem werden im 3. Kapitel alternative Verfahren zur DEA kurz vorgestellt, damit die Eigenschaften und Vorteile der DEA deutlicher werden. Im 4. Kapitel wird die DEA im ersten Teil anhand grafischer Darstellungen erläutert, um das Grundprinzip der Methode verständlich zu machen. Anschließend werden die grundlegenden DEA-Modelle vorgestellt und die damit verbundene Mathematik veranschaulicht. Zusätzlich werden im letzten Teil dieses Kapitels die Eigenschaften und Schwächen des Verfahrens geklärt und praktische Hinweise für die Durchführung der DEA gegeben. Dabei wird insbesondere auf die Wahl der Input- und Outputfaktoren der Bankenproduktion eingegangen. Das 5. Kapitel befasst sich dann mit der Einführung der DEA bei der Sparkasse und zeigt die Umsetzung einer DEA in der Praxis. Im letzten Kapitel wird schließlich eine Zusammenfassung und ein kurzer allgemeiner Ausblick zum Thema gegeben. [...]

Arbeit zitieren:
Bock, Christian Mai 2003: Messung der Effizienz in Banken mittels der Data Envelopment Analysis (DEA), Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Produktivität, Effizienzanalyse, Produktivitätsanalyse, Effizienzmessung, Produktivitätsmessung

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