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Messmethoden elektrischer Variablen bei trägersignalbasierter sensorloser Lageauswertung in permanenterregten Synchronmotoren

Messmethoden elektrischer Variablen bei trägersignalbasierter sensorloser Lageauswertung in permanenterregten Synchronmotoren
Über dieses Buch
  • Art: Studienarbeit
  • Autor: Martin Henger
  • Abgabedatum: März 2008
  • Umfang: 66 Seiten
  • Dateigröße: 3,2 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Technische Universität Darmstadt Deutschland
  • Bibliografie: ca. 5
  • ISBN (eBook): 978-3-8366-2892-1
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Henger, Martin März 2008: Messmethoden elektrischer Variablen bei trägersignalbasierter sensorloser Lageauswertung in permanenterregten Synchronmotoren, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Positionserfassung, Sensorlose, Trägersignal, Lageauswertung, Synchronmaschine

Studienarbeit von Martin Henger

Einleitung:

Der Unterschied zwischen einem Linearmotor und einem rotierenden Motor besteht in ihrer Wirkungsweise. Während herkömmliche, rotierende Motoren eine Drehbewegung an einer Welle hervorrufen erzeugt der Linearmotor eine geradlinige Bewegung.

Eine geradlinige Bewegung wird häufig aber auch über eine rotierende Welle erzeugt. Typisches Beispiel hierfür wäre etwa die Zugmaschine der Eisenbahn. Dort wird über ein Getriebe die Drehbewegung der Welle auf die Räder umgeleitet und eine Vorschubkraft erzeugt. Neuere Überlegungen gehen dahin, die Eisenbahn direkt über Langstator-Synchronmotoren anzutreiben, wie es z.B. beim Transrapid der Fall ist.

In Synchronmotoren kann das Rotorfeld elektrisch oder über Permanentmagnete erzeugt werden. Letzteres wird aufgrund seiner höheren Effektivität und Energiedichte immer häufiger eingesetzt.

Die Regelung von Synchronmotoren erfordert genaue Kenntnis der Läuferposition. In rotierenden Maschinen kann diese über einen einzelnen Sensor erfasst werden.

Bei Linearantrieben hingegen wird die Position über eine Vielzahl von Sensoren erfasst. Da die Kosten hierfür mit der Länge des Linearmotors steigen, ist das Interesse an sensorlosen Methoden groß.

In dieser Arbeit wird der Aufbau eines permanenterregten Langstator- Synchronmotors mit einem kurzen Läufer untersucht. Der Stator ist in mehrere Segmente unterteilt; diese sind in einem Kreis angeordnet. Der Läufer ist an einer Welle befestigt und erzeugt an dieser eine Drehbewegung. Die tatsächliche Position kann somit über einen einzelnen optischen Encoder erfasst werden.

Mehrere Verfahren der sensorlosen Positionserfassung wurden bereits untersucht. Für langsame Läufergeschwindigkeiten erwies es sich am prakitkabelsten eine positionsabhängige Induktivität zu erfassen.

Bei Schenkelpolmaschinen variiert die Induktivität aufgrund des veränderten Luftspalts. Bei permanenterregten Vollpolmaschinen hingegen variiert sie auch aufgrund von Sättigung im Stator, welche durch den Rotorfluss hervorgerufen wird.

Bei diesen Verfahren wird ein Trägersignal, welches der Statorspannung überlagert wird, verwendet, um die Position zu erfassen. Bei linearmotoren wurde bisher das Signal anhand einer Strommessung ausgewertet. Dieses Verfahren hat den Nachteil, dass die Amplitude des Antwortsignals umgekehrt proportional zur Trägerfrequenz ist.

In dieser Arbeit soll ein weiteres Verfahren untersucht werden. Das Trägersignal wird, wie bisher, in die d-Achse eines frei drehbaren Koordinatensystems eingeprägt. Gemessen wird allerdings wie in die Spannung am Sternpunkt.

Die Messungen werden an einem Linearmotor durchgeführt. Dieser hat bzgl. der sensorlosen Positionserfassung gegenüber dem rotierenden Synchronmotor einige Nachteile. So muss beispielsweise eine Randinduktivität berücksichtigt werden. Weiterhin ist die Polbedeckung mit nur 23 % sehr gering.

Zunächst wird eine analytische Lösung für eine rotierende Synchronmaschine gesucht. Diese wird anschließend für Linearantriebe erweitert.

Verschiedene Methoden werden angewandt um die Signalqualität zu verbessern. Sie sind in den Kapiteln 3 bis 5 dargestellt. Nachdem die Signalgüte eine Demodulation möglich macht werden in Kapitel 6 verschiedene Parameter verändert und das demodulierte Signal aufgezeichnet. In Kapitel 8 sind die Ergebnisse der Arbeit nochmals zusammengefasst, bevor in Kapitel 9 ein Ausblick auf mögliche Analyseverfahren zur Positionsauswertung gegeben wird.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 1
2. Berechnungen 2
2.1 Erstellen der Transformationsmatrix 2
2.1.1 Die Clarke-Transformation 3
2.1.2 Die Park-Transformation 3
2.2 Berechnung für rotierende Synchronmaschinen 5
2.2.1 Formulierung der Induktivität je Strang und Transformation ins d,q,0-System 5
2.2.2 Allgemeine Spannungsgleichung für die Statorspannung 6
2.3 Einprägung des Trägersignals 6
2.3.1 Auswahl der Trägerfrequenz 6
2.3.2 Berechnung des elektrischen Läuferwinkels mithilfe der Induktivität 7
2.4 Demodulation der Nullsequenzspannung 8
2.5 Berechnung für lineare Synchronmaschinen 9
2.5.1 Formulierung der Induktivität je Strang und Transformation ins d,q,0-System 9
2.6 Fazit 11
3. Messungen 13
3.1 Verwendeter Motor 13
3.2 Aufbau des Versuchsstands 14
3.3 Wechselrichter und Signalgenerator 14
3.3.1 Trägersignal des Wechselrichters 15
3.3.2 Trägersignal des Signalgenerators 16
3.4 Messungen ohne Filter 17
3.4.1 Wechselrichter, keine Filter 17
3.4.2 Signalgenerator, keine Filter 17
3.5 Messungen mit aktivem Filter nach dem Tastkopf 20
3.5.1 Übertragungsfunktion 20
3.5.2 Wechselrichter, aktiver Filter 20
3.5.3 Signalgenerator, aktiver Filter 22
3.6 Verwendung eines 1000 Hz Software-Tiefpassfilters im Echtzeitmodul 22
4. Überblick über die bisherigen Ergebnisse 22
4.1 Nullsequenzspannung in Abhängigkeit des mechanischen und elektrischen Läuferwinkels 23
4.1.1 Aufbau und Durchführung der Messung 23
4.1.2 Ergebnis der Messung 23
4.2 Fazit 25
5. Einsatz passiver Filter 1. und 2. Ordnung 26
5.1 Aufbau und Übertragungsfunktion eines passiven Tiefpassfilters 1. Ordung 26
5.2 Nullsequenzspannung bei Verwendung eines passiven Tiefpassfilters 1. Ordnung 27
5.3 Anwendung der Demodulation 29
5.3.1 Bestimmung der Phasenverschiebung 29
5.3.2 Auswirkung einer fehlerhaften Phasenverschiebung und eines Offsets in der Nullsequenzspannung auf das Demodulationsverfahren 30
5.3.3 Demodulierte Spannung 30
5.4 Aufbau und Übertragungsfunktion eines passiven Tiefpassfilters 2. Ordung 32
5.4.1 Demodulierte Spannung 33
6. Experimente mit einer demodulierten Sternpunktspannung 34
6.1 Vergleich der Nullsequenzspannung bei verändertem Carriersignal 35
6.1.1 Nullsequenzspannung 35
6.1.2 Vergleich der Nullsequenzspannung 36
6.1.3 Fazit 37
6.2 Veränderung des Carriersignals bei konstanter Läuferposition 38
6.2.1 Nullsequenzspannung für einen elektrischen Läuferwinkel von 0° 38
6.2.2 Wiederholung der Messung aus 6.2 für einen weiteren Läuferwinkel° 39
6.2.3 Fazit 39
7 Bestimmung der Parameter L0, L1 , L2 40
7.1 L0 40
7.2 Auswirkungen einer nicht homogenen Induktivität 41
7.2.1 Analytische Herleitung, Läufer außerhalb des betrachteten Segments 41
7.2.2 Messung, Läufer außerhalb des betrachteten Segments 42
7.2.3 Analytische Herleitung, Läufer innerhalb des betrachteten Segments 43
7.2.4 Fazit 44
7.3 L1 und L2 44
7.4 Fazit 45
8. Ergebnis 46
8.1 Ergebnis der Signalverarbeitung 46
8.2 Ergebnis der Parameterbestimmung 46
8.3 Vergleich des analytischen Ergebnisses mit den Messwerten 47
8.4 Fazit der Arbeit 48
9. Ausblick 49
9.1 Methode 1: Vernachllässigung des kleineren Terms 50
9.1.1 Annahme 50
9.1.2 Bewertung 50
9.1.3 Fazit 50
9.2 Methode 2: Korrektur der Sternpunktspannung 51
9.2.1 Annahme 52
9.2.2 Umsetzung der Korrektur 52
9.2.3 Fazit 53
9.3 Erweiterung von Methode 2 53
9.3.1 Umsetzung der Korrektur 53
9.3.2 Fazit 54
Anhang A Aufbau des verwendeten aktiven Bandpassfilters 55
Anhang B Vollständige Tabelle zur Parameterbestimmung in 7.3 55
Literatur 58

Textprobe:

Auf Anfrage können Sie eine Textprobe dieser Arbeit erhalten. Schreiben Sie hierzu gerne mit Angabe der ISBN-Nummer eine Mail an info@diplom.de

Arbeit zitieren:
Henger, Martin März 2008: Messmethoden elektrischer Variablen bei trägersignalbasierter sensorloser Lageauswertung in permanenterregten Synchronmotoren, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Positionserfassung, Sensorlose, Trägersignal, Lageauswertung, Synchronmaschine

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