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Mentoring und die Auswirkungen auf weibliche Karrieren im Management

Mentoring und die Auswirkungen auf weibliche Karrieren im Management
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Marion Weinberger
  • Abgabedatum: August 2003
  • Umfang: 98 Seiten
  • Dateigröße: 978,9 KB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Wirtschaftsuniversität Wien Österreich
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-7153-8
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-7153-8 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-7153-8 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Weinberger, Marion August 2003: Mentoring und die Auswirkungen auf weibliche Karrieren im Management, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Karriere, Glass Ceiling, Mentoring, Karrierebarrieren

Diplomarbeit von Marion Weinberger

Einleitung:

„Frauen stehen ihren Mann”, und das nicht erst seit kurzem, sondern schon seit Jahren, wenn auch die Zahl der im Top-Management vertretenen weiblichen Führungskräfte immer noch gering ist. Woran liegt es nun, dass Frauen mit guten fachlichen und persönlichen Fähigkeiten und guter Ausbildung trotzdem nur auf den unteren bis mittleren, und lediglich vereinzelt in den oberen Chefetagen anzutreffen sind?

Hier soll die vorliegende Arbeit ansetzen, denn es stellt sich die Frage, ob Mentoring eine geeignete Strategie ist, langfristig den Anteil von Frauen in Führungspositionen zu erhöhen.

Gang der Untersuchung:

Ausgangspunkt ist Kapitel 2 mit einer Einführung in das weite Themengebiet Mentoring. Ziel von Kapitel 3 ist es, den Begriff Karriere mit seinen unterschiedlichen Formen, die Karriereplanung und den Zusammenhang zwischen Karriere und Geschlecht, darzustellen. In Kapitel 4 wird der Fokus auf die Aufstiegsbarrieren der Frau und die „Gläserne Decke“ (Glass Ceiling) gelegt. Ausgehend vom Grundgedanken, dass Mentoring eine wertvolle Unterstützung hinsichtlich persönlicher und beruflicher Entwicklung sein kann, werden im Kapitel 5 Hypothesen aufgestellt werden, die diskutiert werden sollen.

Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass Mentoring durchaus eine geeignete Maßnahme sein könnte, um Frauen den Karriereaufstieg zu erleichtern. Es wird deutlich, dass sich einige Unternehmen mit dem Thema Chancengleichheit befassen, zumindest aus Prestigegründen, dass aber dieser Ansatz noch nicht überall aktiv gelebt wird.

Leider muss man jedoch betonen, dass Mentoring bestimmt nicht „der Weisheit letzter Schluss“ ist, denn Mentoring könnte als ein widersprüchliches Konzept gesehen werden, weil sowohl weibliche Mentoren immer noch in der Minderheit sind, als auch angesprochene Arten von Mentoring (Same-Gender-Mentoring, Cross-Gender-Mentoring) gewisse Probleme mit sich bringen können.

Inhaltsverzeichnis:

1. EINLEITUNG 4
1.1 PROBLEMSTELLUNG 4
1.2 ZIELSETZUNG 6
2. MENTORING 8
2.1 DER BEGRIFF MENTORING 8
2.1.1 Die geschichtliche Herkunft des Begriffs - von der Antike bis zur Gegenwart 10
2.1.2 Abgrenzung zum Coaching 11
2.2 MENTORING ALS FÖRDERMAßNAHME 12
2.3 BETEILIGTE 13
2.3.1 Mentor 14
2.3.1.1 Anforderungen 15
2.3.1.2 Aufgaben 16
2.3.2 Mentee 16
2.3.2.1 Anforderungen 17
2.3.2.2 Aufgaben 17
2.3.3 Vorgesetzter des Mentees 18
2.3.4 Beziehung zwischen den Beteiligten 18
2.3.5 Erwartungen der Hauptbeteiligten 19
2.4 FUNKTIONEN DES MENTORING 20
2.5 ARTEN DES MENTORING 22
2.5.1 Mentoring für Frauen 22
2.5.2 Mentoring für Männer und Frauen 23
2.5.3 Same- Gender und Cross- Gender Mentoring 24
2.5.4 Internes und externes Mentoring 25
2.5.5 Informelles und formelles Mentoring 26
2.6 PHASEN EINER MENTORINGBEZIEHUNG 27
2.7 DAS TRADITIONELLE UND DAS MODERNE MENTORINGKONZEPT 29
3. KARRIERE 31
3.1 DER BEGRIFF KARRIERE 31
3.2 KARRIEREFORMEN 32
3.3 KARRIEREPLANUNG 33
3.3.1 Individuelle Karriereplanung 33
3.3.1.1 Individuelles Karriereverhalten 33
3.3.2 Betriebliche Karriereplanung 39
3.3.2.1 Betriebliche Karriereziele 39
3.3.2.2 Struktur des Karrieresystems 41
3.3.3 Abstimmung betrieblicher und individueller Karriereziele 42
3.4 KARRIERE UND GESCHLECHT 43
3.4.1 Verständnis 43
3.4.2 Karrierebild - Neu 46
3.4.3 Karriere versus Familie 48
3.4.4 Geschlechtsspezifische Betrachtung der individuellen Karriereplanung 49
3.4.5 Geschlechtsspezifische Betrachtung der betrieblichen Karriereplanung 50
3.5 DIE UNTERREPRÄSENTANZ VON FRAUEN IN FÜHRUNGSPOSITIONEN 52
3.5.1 Angebots- bzw. personenzentrierte Ansätze 52
3.5.2 Nachfrage- bzw. unternehmenszentrierte Ansätze 53
3.5.3 Umweltbezogene Erklärungen 54
4. AUFSTIEGSBARRIEREN FÜR FRAUEN: „GLASS CEILING“ 56
4.1 DEFINITION „GLASS CEILING“ 56
4.2 ARTEN VON AUFSTIEGSBARRIEREN 58
4.3 INTRINSISCHE BARRIEREN 58
4.3.1 Definition intrinsischer Barrieren 58
4.3.2 Frühe Sozialisierung 58
4.3.3 Erfolgs/Leistungsdruck 61
4.3.4 Rollenerwartungen 63
4.3.5 Rollenkonflikt 63
4.3.6 Doppelbelastung 65
4.4 EXTRINSISCHE BARRIEREN 67
4.4.1 Definition extrinsischer Barrieren 67
4.4.2 Mangelnde Top Management Unterstützung 67
4.4.3 Sexuelle Belästigung 68
4.4.4 Old Boys Networks 69
4.4.5 Gehaltsunterschied 70
4.4.6 MENTORING UND DIE AUSWIRKUNGEN BZW. EFFEKTE AUF DIE MANAGEMENTKARRIERE 72
4.5 KARRIEREFUNKTION 72
4.5.1 Karriereentwicklung 73
4.5.2 Sichtbarkeit bzw. Bekanntheitsgrad des Mentees 76
4.5.3 Zugang zu Netzwerken 77
4.5.4 Berufliche Perspektiven 79
4.6 PSYCHOSOZIALE FUNKTION 79
4.6.1 Persönliche Entwicklung 80
4.6.2 Weitere Entwicklungsmöglichkeiten 82
4.7 ZUSAMMENFASSUNG 83
5. CONCLUSION 85
6. LITERATUR 87
7. ABBILDUNGSVERZEICHNIS 95

Automatisiert erstellter Textauszug:

erleichtert die Laufbahnplanung, unterstützt die Persönlichkeitsentwicklung und öffnet Tore, speziell für Frauen, die sonst unmöglich zu öffnen gewesen wären. Das traditionelle Mentoringmodell ist das Lernen von einem Meister. Im Industriezeitalter hat sich Mentoring auf Karriereentwicklung innerhalb von Hierarchien in Organisationen verstanden. Gegenwärtig, im sogenannten Informationszeitalter, soll Mentoring nicht nur auf den Job bezogen sein, sondern auch die zwischenmenschlichen Beziehungen fördern, um ein sinnvolles Leben zu leben.78 Kram und Hall sehen das traditionelle Mentoringkonzept als eine relativ homogene Beziehung zwischen Mentor und Mentee, da sie meistens gleicher Herkunft, Kultur, Hautfarbe und oft auch gleichen Geschlechts waren.79 Im heutigen Wirtschaftsleben, geprägt von multinationalen Unternehmen und der Globalisierung, kommen Menschen unterschiedlicher Herkunft, darunter nach und nach immer mehr Frauen in Führungspositionen, was zu einer Human-ResourceBasis führt, die zunehmend von Diversität und Verschiedenartigkeit geprägt wird.80 Durch diese Veränderung der Human-Resource-Basis ist aber auch eine Neuerung in den Personalentwicklungsmaßnahmen vonnöten, besonders in denjenigen, die durch die zwischenmenschlichen Beziehungen gekennzeichnet sind.81 Ausgehend von einem modernen Mentoringkonzept ist festzustellen, dass der Mentor nicht nur mehr die Berater- und Lehrerfunktion innehat, sondern immer mehr zum Co-Learner wird, und so ebenfalls aus der Beziehung profitieren kann, da er sich einem ständigen Lernprozess hingibt.82 Der Horizont des Mentors wird erweitert, indem der Mentee seine Ideen und Sichtweisen einbringt und so auch auf den Führungsstil des Mentors Einfluss nehmen kann.83 [...]

Nach Greenberg/Baron72 könnte diese Phase durch ein nicht mehr Nachkommen der Aufgaben von Seiten des Mentors hervorgerufen werden, beispielsweise wenn dieser krank wird. „You have to make it through the hard times to experience the exceptional rewards.“73 Nach dieser emotionsbeladenen Phase sollte es zur „Redefinition“ kommen, die typischen Aktivitäten der Mentoring–Beziehung werden reduziert, die Beziehung transformiert sich in eine freundschaftliche, kollegiale Richtung im Sinne wechselseitiger Unterstützung.74 „They come to treat one another as equals, and the roles of mentor and protégé fade away. However the mentor may continue to take pride in the accomplishments of her or his former protégé. Likewise, the protégé may continue to feel gratitude toward the former mentor.”75 Diese vier Phasen können auch als eine Art natürlicher Kreislauf, der sich fortwährend weiterentwickelt, gesehen werden. Damit dieser Kreislauf reibungslos abläuft, bedarf es aber gewisser Spielregeln. Die wohl wichtigste Regel ist der Respekt voreinander.76 Zusammenfassend kann Mentoring als ein intensiver interpersoneller Austausch gesehen werden, der für die Beteiligten von großem Nutzen ist.77 2.7 Das traditionelle und das moderne Mentoringkonzept [...]

Kontaktaufnahme von Mentor und Mentee kommt, wird als „Initiation“ bezeichnet, welche zwischen sechs und zwölf Monate andauern kann. In diesem Zeitraum erkennt der Mentee die Kompetenz des Mentors und es kommt zur Akzeptanz des selbigen als Rollenmodell. Der Mentor wiederum kann das Entwicklungspotential seines Schützlings auf die Probe stellen.67 „The first (phase), known as initiation, lasts from six months to a year and represents the period during which the relationship gets started and takes on importance for both parties.”68 Kritische Leser mögen sich nun fragen, ob diese Phaseneinteilung zielführend ist, dem könnte man entgegenstellen, dass jene einen Anhaltspunkt bieten könne, jedoch individuell nicht immer zutreffen muss. Die zweite darauf folgende Phase wird „Cultivation“ genannt, sie ist auch die längste aller Funktionsphasen. Mentor und Mentee lernen die Fähigkeiten des anderen kennen, der Mentor gibt Ratschläge, promotet und beschützt, der Mentee wiederum lernt daraus.69 „The second phase, known as cultivation, may last from two to five years. During this time, the bond between mentor and protegé deepens, and the young individual may take rapid career progress because of the skilled assistance she or he is receiving.” 70 „Separation“ die wohl dynamischste und am wenigsten erwartete Phase der Mentoring–Beziehung kommt nach der „Kultivierungsphase“. Sie ist die mit der meisten Spannung beladene, denn der Mentee beginnt selbständiger zu werden und die Bedeutung des Mentors schwindet langsam, d.h. es kommt zu einem Auseinanderdriften. Der häufigste Grund dafür ist die stetig zunehmende berufliche Gleichstellung des Mentees mit seinem Mentor. Spannung, Stress und Emotionen kennzeichnen diese Separationsphase.71 [...]

Arbeit zitieren:
Weinberger, Marion August 2003: Mentoring und die Auswirkungen auf weibliche Karrieren im Management, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Karriere, Glass Ceiling, Mentoring, Karrierebarrieren

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