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Medienstandorte im Vergleich unter besonderer Berücksichtigung des Standortes Köln

Medienstandorte im Vergleich unter besonderer Berücksichtigung des Standortes Köln
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Susanne Stephan
  • Abgabedatum: November 2001
  • Umfang: 163 Seiten
  • Dateigröße: 10,9 MB
  • Note: 1,1
  • Institution / Hochschule: Rheinische Fachhochschule Köln Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-5864-5
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-5864-5 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-5864-5 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Stephan, Susanne November 2001: Medienstandorte im Vergleich unter besonderer Berücksichtigung des Standortes Köln, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Mediengeschichte, Standorttheorie, Medienstädte, Kurzprofil

Diplomarbeit von Susanne Stephan

Einleitung:

Medienwirtschaft gewinnt weltweit und auch in Deutschland eine immer größere Bedeutung. Im Jahr 1999 betrug die Endnachfrage nach Medien- und IT-Produkten durch private Haushalte und Unternehmen 280 Mrd. DM. Dies entsprach rund drei Prozent aller in Deutschland umgesetzten Güter. Vergleicht man für den Zeitraum 1994-1999 das Marktwachstum der einzelnen Medien- und IT-Märkte mit dem gesamtwirtschaftlichen Wachstum von durchschnittlich drei Prozent, so zeigt sich, dass die Nachfrage in den Medienmärkten mit 4,4 Prozent Jahresdurchschnitt überdurchschnittlich zugenommen hat. Im europäischen Vergleich hat Deutschland bei einem Weltmarktvolumen von rund drei Billionen DM den größten Markt mit einem erheblichen Wachstumspotential.

Die Medienbranche wird daher als eine der zukunftsträchtigsten Bereiche angesehen, da, unterstützt von sich schnell entwickelnden Informationstechniken, Nachfrage und Angebot von Informationen und Unterhaltung weiterhin wachsen werden. Diesen positiven wachstums- und beschäftigungspolitischen Aspekten stehen auch sonst wenig Nachteile gegenüber, denn die Medienbranche verursacht weder Umweltverschmutzung, noch ist sie auf natürliche Standortbedingungen angewiesen, und wertet demnach das Image einer Region erheblich auf. Daher scheint es wenig verwunderlich, dass viele Städte und Regionen in Deutschland daran interessiert sind, diesen Wirtschaftszweig zu beherbergen. In den letzten Jahren bemühten sich die Länder verstärkt, die eigene Stellung als Medienzentrum zu halten oder neu zu konstituieren. Insbesondere durch die Schaffung adäquater Förderprogramme, einer medialen Infrastruktur, einer Verbesserung der Aus- und Weiterbildungseinrichtungen und der Überarbeitung der Landesmediengesetze wurde versucht, ein vielseitiges Anreizinstrumentarium für die Ansiedlung neuer Medienunternehmen zu schaffen. So gestaltet sich Medienpolitik immer mehr als Wirtschafts- und Standortpolitik. Eine florierende Medienbranche wäre heute ohne eine aktive Medienpolitik nicht mehr denkbar.

In Deutschland haben sich mit Berlin, Hamburg, München und Köln vier große Medienregionen herausgebildet.

40 Prozent der bundesweit in der Filmbranche Beschäftigten und 46 Prozent der im Rundfunk registrierten Arbeitnehmer, haben ihren Arbeitsplatz in diesen Regionen. Rund 80 Prozent der Unternehmen im deutschen Tonträgermarkt sind in den vier Städten angesiedelt. Zudem sind die Standorte München, Berlin und Hamburg deutschlandweit führend in der Print- und Verlagsszene.

Eins haben alle vier Medienstädte gemeinsam: Jede einzelne erhebt für sich den Anspruch, die Medienhauptstadt in Deutschland zu sein. In den letzten Jahren ist ein regelrechter Kampf um die Nummer Eins im Standortwettbewerb entbrannt.

Die vorliegende Arbeit verfolgt primär das Ziel, unter den vier Medienstädten in Deutschland die Medienhauptstadt zu identifizieren. Dabei sollen insbesondere zwei Fragestellungen beantwortet werden:

Existiert überhaupt eine Medienhauptstadt in Deutschland?

Wenn ja, welche sollte als solche bezeichnet werden?

Sekundär werden die einzelnen Standortfaktoren im Hinblick auf ihren Urvater Alfred Weber untersucht, um Rückschlüsse auf die Wichtigkeit und aktuelle Notwendigkeit von regionalen Standortverhältnissen zu erhalten.

Gang der Untersuchung:

Um überhaupt die heutige Medienlandschaft in ihren Grundzügen erfassen zu können, ist es sinnvoll, erst einmal die technische und gesellschaftliche Entwicklung der Medien zu betrachten. Zudem wird die heutige und zukünftige Mediengestaltung dargestellt.

Im dritten Kapitel wird nach einer Erklärung für die starke Konzentration der Medien in den vier großen Medienregionen gesucht. Mit Hilfe der klassischen Standortanalyse von Alfred Weber werden Standortfaktoren aufgezeigt und mit der heutigen Medienlandschaft verglichen.

Das vierte Kapitel setzt sich explizit mit den einzelnen Medienstädten auseinander. Jede Region wird in Hinblick auf die Branchen: Rundfunk, Film, Print und Verlag sowie Internet skizziert. Das verwendete Datenmaterial stammt hauptsächlich aus Quellen der jeweiligen Städte und Handelskammern.

Im fünften Kapitel wird dem Titel der Arbeit: „Vergleich der Medienstandorte Deutschland“ Rechnung getragen. Hierfür werden Hamburg, Berlin, München und Köln in Bezug auf die Massenkommunikationsmittel miteinander verglichen. Des weiteren wird der Standortvergleich auch auf die von Alfred Weber definierten klassischen Standortfaktoren ausgedehnt. Die Untersuchungen analysieren sowohl die harten wie auch auf die weichen Standortfaktoren der vier Städte. Eine mikro- und makroökonomische Input-Output Analyse kann jedoch aufgrund der Datenlage nicht realisiert werden.

Das fünfte Kapitel endet mit einer abschließenden Beurteilung der Medienregionen und einer Handlungsempfehlung.

Das sechste Kapitel widmet sich ausschließlich dem Standort Köln. Unter besonderer Berücksichtigung der Konvergenzbereiche Telekommunikation und Informationstechnologie wird die Stadt umfassender als Kommunikationsstandort betrachtet. Die Präsentation „Hot Spot Köln“ enthält zudem weitere wichtige Informationen über die Domstadt, ihre wirtschaftliche und gesellschaftliche Stellung.

Das abschließende siebte Kapitel fasst die wichtigsten Ergebnisse zusammen und stellt die Perspektiven der einzelnen Medienregionen dar.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis 1
Abbildungsverzeichnis 3
1. Einleitung 4
1.1 Einführung 4
1.2 Definitorische Abgrenzungsproblematik 5
1.3 Zielsetzung und Gang der Untersuchung 8
2. Mediengeschichte in Deutschland 10
2.1 Von den Anfängen des Buchdrucks bis zum Fernsehen 10
2.2 Medienentwicklung nach 1945 11
2.3 Aktuelle und zukünftige Medienlandschaft 17
3. Standortfaktoren und ihre Wirkungen 23
3.1 Die klassische Standorttheorie 23
3.2 Spezielle Standortfragen für Medienbetriebe 25
4. Medienstandorte in Deutschland 28
4.1 Medienwirtschaft in Berlin 28
4.2 Medienwirtschaft in München 37
4.3 Medienstandort Hamburg 44
4.4 Medienwirtschaft in Köln 52
5. Medienstandorte im Vergleich 60
5.1 Medienstädte im Standortwettbewerb 60
5.2 Standortvergleich - Schwerpunkt Massenkommunikationsmittel 60
5.2.1 Rundfunk 62
5.2.2 Filmbranche 66
5.2.3 Verlag und Print 68
5.2.4 Internet und neue Medien 71
5.2.5 Zwischenbilanz 75
5.3 Standortvergleich - Die klassischen Standortanalyse 75
5.3.1 Intermediärer Städtevergleich mittels harter Standortfaktoren 76
5.3.2 Der wachsende Einfluss der weichen Standortfaktoren 81
5.4 Fazit 84
5.5 Notwendige Maßnahmen zur Standortförderung 85
6. Spezielle Betrachtung für den Standort Köln 89
7. Zusammenfassung und Ausblick 97

Arbeit zitieren:
Stephan, Susanne November 2001: Medienstandorte im Vergleich unter besonderer Berücksichtigung des Standortes Köln, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Mediengeschichte, Standorttheorie, Medienstädte, Kurzprofil

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