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Medienkompetenzförderung bei Kindern im Grundschulalter durch Online-Angebote

Medienkompetenzförderung bei Kindern im Grundschulalter durch Online-Angebote
Über dieses Buch
  • Art: Magisterarbeit
  • Autor: Maja Säverin
  • Abgabedatum: Januar 2004
  • Umfang: 103 Seiten
  • Dateigröße: 813,3 KB
  • Note: 1,5
  • Institution / Hochschule: Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-8086-8
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-8086-8 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-8086-8 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Säverin, Maja Januar 2004: Medienkompetenzförderung bei Kindern im Grundschulalter durch Online-Angebote, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Internet, Vernetzung, Digitalisierung, Medienpädagogik, Medienerziehung

Magisterarbeit von Maja Säverin

Einleitung:

Der neuen, digitalen, multimedialen und vernetzten Medienwelt mit ihren Angeboten und ganz neuen Formen des Spielens und Lernens stehen die Kinder neugierig und aufgeschlossen gegenüber. Doch viele Eltern und Pädagogen fühlen sich selber überfordert und stehen somit erst recht hilflos der Faszination und damit auch der Macht, die die neuen Medien auf die Kinder haben, gegenüber.

Den Kindern sollen Möglichkeiten und Voraussetzungen geschaffen werden, die neuen Techniken kompetent zu nutzen – nicht zuletzt weil die technologischen Anforderungen und Hoffnungen des Arbeitsmarkts bereits an Kinder weitergetragen werden. Einige pädagogische Fachkräfte versuchen auch heute noch, den Computer aus der Grundschule herauszuhalten, um einen ungestörten Raum für soziale, persönliche Kommunikation zu gewährleisten. Doch sollte eine moderne Pädagogik die Medienerlebnisse der Kinder nicht ausblenden, sondern einbeziehen, denn soziales Lernen wird heute entscheidend von Medienerlebnissen beeinflusst. Vielmehr geht es um ‚Medienkompetenz‘, womit nicht in erster Linie die technische Handhabung der Medien gemeint ist, sondern ein kompetenter Umgang mit den Medieninhalten. Kompetenz in bezug auf den Internetumgang bei Kindern meint die aktive und bewusste Nutzung, verbunden mit der Bereitschaft zu lernen.

Diese Arbeit geht der Frage nach, wie internetspezifische Medienkompetenz bei Kindern aussehen, entwickelt und gefördert werden kann. Denn Kinder werden immer häufiger online sein, schon deshalb, weil die Benutzung immer (kinder)leichter wird und das Online-Angebot für Kinder stetig wächst. Es soll der Versuch gestartet werden, den Kindern in ihrer vernetzten Medienwelt, ihrem Nutzungsverhalten, ihren Fähigkeiten und Fertigkeiten im Gegensatz zu den Erwachsenen sowie ihren Bedürfnissen näher zu kommen, um herauszufinden, welchen Nutzen das Internet den Kindern bringt, wo die kinderspezifischen Probleme liegen und wie ihnen in ihrer heutigen Situation geholfen werden kann.

Auch bildet diese Arbeit ein Zusammenspiel von Theorie und Praxis, indem sie einerseits Grundlagen und theoretische Fundierungen aufzeigt, andererseits Beispiele von Webseiten aus dem deutschsprachigen Online-Angebot für Kinder und praxisorientierte Lösungsansätze in bezug auf Medienkompetenzförderung gibt.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 5
2. Aufwachsen in Medien- und Netzwelten 9
2.1 Die Alltagswelt der Kinder 9
2.1.1 Die veränderte Rolle der Familie 10
2.1.2 Aufwachsen im Wandel der Gesellschaft 11
2.1.3 Sozialisation auch durch Mediennutzung 12
2.2 Aufwachsen mit digitalen Netzmedien 14
2.2.1 Neuerungen durch digitale Netzmedien 15
2.2.2 Entsprechende Anforderungen durch digitale Netzmedien 17
2.3 Internetnutzung von Kindern 18
2.3.1 Surfen, Chatten, Mailen - Was machen Kinder im Netz? 20
2.3.2 Bewältigung der Informationsfülle 22
2.3.3 Fähigkeit zum vernetzten Denken 24
3. Medienkompetenz 27
3.1 Definitionen des Medienkompetenzbegriffs 27
3.1.1 Medienkompetenz als Bestandteil der kommunikativen Kompetenz 28
3.1.2 Begriffsbeschreibungen über Dimensionen und Teilbereiche von Baacke, Moser, Schorb und Aufenanger 29
3.1.3 Problematik des vielschichtigen Begriffs 33
3.2 Internetspezifische Medienkompetenz von Kindern im Grundschulalter 35
3.2.1 Kulturelle Kompetenzen: Die Welt verstehen 37
3.2.2 Reflexive Kompetenzen: Orientierungswissen 39
3.2.3 Technische Kompetenzen: Spielerischer, intuitiver Umgang statt technischem Know-how 41
3.2.4 Soziale Kompetenzen: Verantwortungsvolle Netz-Kommunikation 42
4. Online-Angebote für Kinder 44
4.1 Suchmaschinen: Online-Angebote als Orientierungshilfe 45
4.1.1 Die Blinde Kuh: Eine Website nicht nur zur Informationssuche 45
4.2 Kommunikative Angebote: Kontakte im Internet 47
4.2.1 Gästebücher: Meinungen zu Lilipuz 48
4.2.2 Pinnwände: Anzeigen im Kindernetz 49
4.2.3 Newsletters: Die Maus abonnieren 50
4.2.4 Diskussionsforen: ZahlReich antwortet 50
4.2.5 Chatrooms: Kindersache moderiert 51
4.3 Magazine: Online-Angebote zu den Themen der Welt 52
4.3.1 Sowieso: Onlinemagazin aus privater Initiative 53
4.4 Spiele: Spielplatz online 55
4.4.1 Kidsville: Eine Mitmach-Spielewelt 55
4.5 Kommerzielle Angebote: Fernsehsender und Rundfunkanstalten im Netz 57
4.5.1 Kinderkanal: Öffentlich-rechtliches Kinderfernsehen online 57
5. Die Rahmenbedingungen der Medienkompetenzförderung: die soziale Umgebung 60
5.1 Die Familie: Ausgangsort jeder Medienkompetenzförderung 62
5.1.1 Der familiären Medienkompetenzförderung sind Grenzen gesetzt 62
5.1.2 Informiert sein und den Kindern beim Surfen zur Verfügung stehen - das ist familiäre Medienerziehung 64
5.2 Die Grundschule und das Internet 67
5.2.1 Internet-Einsatz in der Grundschule: Überforderung oder Bereicherung? 67
5.2.2 Medienpädagogische Kompetenz: Voraussetzung für die Vermittlung und Förderung von Medienkompetenz 70
5.3 Außerschulische Institutionen und Internet-Projekte 72
5.3.1 Das Maus-Café der Ruhrwerkstatt Oberhausen: Einführungs- und Recherchekurse für Kinder und Schulklassen 73
5.3.2 Peergroups: Bedeutend für die Mediensozialisation in außerschulischen Institutionen 74
6. Förderung kindlicher Medienkompetenz durch Online-Angebote 75
6.1 Kriterien für kindgerechte Online-Angebote am Beispiel der Blinden Kuh 75
6.1.1 Aufbau der Seiten des Online-Angebots 76
6.1.2 Auswahl und Aufbereitung der kindgerechten Themen und Inhalte 78
6.1.3 Berücksichtigung der Zieldimensionen von Medienkompetenz: Kulturelle, Reflexive, Technische und Soziale Kompetenzen 81
6.2 Medienerziehung mit Online-Angeboten 88
6.2.1 Vermittlungsaspekte für medienpädagogische Projekte 88
6.2.2 Eine Idee für die Umsetzung eines Projekts mit der Blinden Kuh: ‚Haustiere im Netz' 91
7. Resümee 95

Automatisiert erstellter Textauszug:

Zielgruppenbindung bei Kindern erkannt. „Allerdings müssen sich die neu entstandenen Fernsehwebsites am ‚Kindernetz‘ des Südwestrundfunks, Baden Baden messen lassen. Mit seinem kommunikativen Angebot an Kinder hat der SWR Maßstäbe gesetzt hinsichtlich der Gestaltung und Pflege, redaktionellen Aufbereitung von Inhalten, Auswahl von Links und hinsichtlich der Berücksichtigung der Interessen von Kindern“ (Feil 2001a, S. 30). Wie nicht anders zu erwarten, verfahren die öffentlich-rechtlichen Rundfunk- und Fernsehanstalten in Sachen ‚Merchandising‘ zurückhaltend, während die sich aus Werbung finanzierenden privaten Sender im Internet in die Marketingoffensive gehen. So gehören der Onlineshop und Links zu den käuflichen Medienhelden auf den Kinderwebsites der privaten Sender zum Standard. Für Fernsehsender ist es darüber hinaus leicht, den Kindern ihre Site schmackhaft zu machen: Sie haben die Möglichkeit, in den einzelnen Sendungen wiederholt darauf hinzuweisen. Aufgrund der Konkurrenzsituation der Sender gewinnen die Websites an Attraktivität und Unterhaltungswert: multimediale und interaktive Elemente werden eingebaut, der Textanteil wird zunehmend reduziert. Wie Rundfunk und Fernsehen ihre Kinderwebsites gestalten, zeigt das Beispiel vom Kinderkanal. [...]

einen Newsletter bestellen. Im ‚Café Creativ‘ sind künstlerische Interessen gefragt: Kinder können (mit anderen) Gedichte (weiter-) schreiben, Witze und Geschichten verfassen sowie ihre Kunstwerke an Kidsville schicken, die dann in einer Galerie ausgestellt werden. In der ‚Internautenschule‘ erfährt man alles darüber, wie das Internet funktioniert. Die ‚Zauberburg‘ hält viele Spiele bereit: Dort soll dem großen Zauberer Magicus geholfen werden (z.B. durch einen ausgedachten Zauberspruch), es gibt eine virtuelle Geisterbahn zum gruseln, Puzzle-Spiele uvm. Die ‚Linkrakete‘ gibt Linktipps, die nach Themen sortiert sind. Das ‚Multikultihaus‘ behandelt fremde Länder und Kulturen: es gibt Rezepte aus aller Welt, die Kidsville-Weltbrille zeigt den Astronauten-Blick auf die Erde, es gibt das Flaggen-Rätsel und man kann eine Reise um die Welt machen sowie Post an Kidsville aus aller Welt lesen – in der Originalsprache und in der deutschen Übersetzung. Und schließlich befasst sich die ‚Toddeltonne‘ mit Tieren: dort gibt es Tipps, Tier-Spiele, der Rat von einer Tierärztin und gemalte Toddel-Bilder von Kindern (‚ Toddel‘ ist eine nie gezeigte Kreatur in einer Tonne, die die Kinder sich je unterschiedlich vorstellen und entsprechend unterschiedlich malen). Inhalte und Grafik der Website sind sehr interessant gestaltet. Etwas unübersichtlich wirken die unterschiedlichen Schriftgrößen und farben. Obwohl Kidsville sehr viele Spielmöglichkeiten bietet, ist die Navigation recht einfach. Aktuelle Einträge im Goldenen Buch weisen auf eine gute Pflege der Seite hin. Toll ist auch, dass keinerlei Werbung zu finden ist. [...]

Formular Brieffreunde gesucht werden, Adressen der Kinder werden hier nicht angegeben. Ein ‚Newsletter‘ kann bestellt werden. ‚Inside‘ ist vor allem für die Eltern, denn diese Rubrik hat die Kontakte zu den Machern von Sowieso und behandelt Themen wie Datenschutz oder Medienkompetenz. Im ‚Archiv‘ können alphabetisch geordnete Informationen von ABC-Waffen über Menschenrechte bis zum Zweiten Weltkrieg abgerufen werden. ‚D-Land‘ bringt Meldungen aus Deutschland (z.B. ‚Alcopops mit Strafsteuer?‘). Eine große sowieso-Linkliste befindet sich hinter der Rubrik ‚Querbeet‘. „Die Onlinezeitschrift ‚Sowieso‘ wird – so die Autorinnen – angeboten, weil Kinder zu wenig Informationsangebote haben. Zudem haben sie nach §17 der UNKinderrechtskonvention ein Recht darauf, dass Nachrichten, Meldungen, und Berichte sprachlich so ausgedrückt werden, dass sie diese verstehen können“ (Feil 2001a, S. 59). Die Themen auf dieser Website sind keineswegs auf Kinderthemen beschränkt. Vielmehr sind Nachrichten und Informationen verständlich geschrieben. Darüber hinaus sind zu einigen Begriffen und Personen in den Meldungen Links enthalten, die zu weiteren Informationen und Erklärungen leiten. Das Layout der Site ist sehr übersichtlich: die Texte sind mit passenden Bildern bestückt und gut lesbar, die Navigation ist einfach und das Angebot ist übersichtlich gegliedert. Lobenswert ist außerdem, dass Sowieso als private und unbezahlte Initiative keinerlei Werbung oder Banner eingeblendet hat. [...]

Arbeit zitieren:
Säverin, Maja Januar 2004: Medienkompetenzförderung bei Kindern im Grundschulalter durch Online-Angebote, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Internet, Vernetzung, Digitalisierung, Medienpädagogik, Medienerziehung

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