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Medienkompetenz von Jugendlichen im Zeitalter der Informationsgesellschaft

Aufgaben der Sozialarbeit und Sozialpädagogik

Medienkompetenz von Jugendlichen im Zeitalter der Informationsgesellschaft
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Jana Buder
  • Abgabedatum: Oktober 2002
  • Umfang: 99 Seiten
  • Dateigröße: 566,5 KB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Alice-Salomon-Fachhochschule für Sozialarbeit und Sozialpädagogik Berlin Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-6624-4
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-6624-4 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-6624-4 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Buder, Jana Oktober 2002: Medienkompetenz von Jugendlichen im Zeitalter der Informationsgesellschaft, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Internet, Medienpädagogik, Jugendarbeit, Kommunikation, Multimedia

Diplomarbeit von Jana Buder

Zusammenfassung:

Diese Diplomarbeit geht vor allem den Fragen nach, welche Fähigkeiten Medienkompetenz ausmachen, welchen Stellenwert diese in der Informationsgesellschaft schon jetzt hat sowie zukünftig haben wird, wie die Vermittlung von Medienkompetenz in der pädagogischen Arbeit mit Jugendlichen stattfinden kann und welche Aufgaben die Sozialpädagogik dabei erwartet. Im ersten Teil der Arbeit wird dazu der Begriff der Medienkompetenz wissenschaftlich definiert und die in ihm enthaltenen Dimensionen näher betrachtet. Im zweiten Teil steht die Informationsgesellschaft im Vordergrund. Nach einer kurzen Ursachendefinition und Beschreibung der relevanten Faktoren dieser „neuen Gesellschaft“ widmet sich die Arbeit besonders den entstehenden gesellschaftlichen Veränderungen und Risiken. Das Internet spielt in diesem Zusammenhang eine besondere Rolle, welche im Text speziell beleuchtet wird. Hierzu werden empirische Untersuchungen der letzten Jahre herangezogen. Die Arbeit bezieht sich in großen Teilen vor allem auf das so genannte „Medium der Zukunft“ und zeigt Chancen und Risiken der Internetnutzung für Jugendliche. Im Schwerpunkt der Arbeit wird erläutert, mit welchen Methoden Medienkompetenz im schulischen Unterricht und der sozialpädagogischen Jugendarbeit vermittelt werden kann, welche Ziele dazu aufgestellt werden müssen und welche Probleme die Bildungseinrichtungen damit (noch) haben. Es werden verschiedenste Anwendungsmöglichkeiten in der pädagogischen Jugendarbeit aufgezeigt und ein Praxisbeispiel angeführt.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 4
2. Medienkompetenz als Ziel medienpädagogischen Handelns 7
2.1 Die Entwicklung der Medienpädagogik 7
2.2 Versuch einer Begriffsbestimmung 10
2.2.1 Der Kompetenzbegriff 11
2.2.2 Kommunikative Kompetenz in der Medienpädagogik 12
2.2.3 Medienkompetenz 13
2.3 Dimensionen von Medienkompetenz 14
2.3.1 Dimensionen nach Baacke 14
2.3.2 Dimensionen nach Theunert 16
2.3.3 Dimensionen nach Schorb 17
2.3.4 Zusammenfassung 18
3. Die Informationsgesellschaft 20
3.1 Was ist die Informationsgesellschaft? 20
3.2 Gesellschaftliche Veränderungen 24
3.2.1 Veränderungen im Bereich Arbeit 24
3.2.2 Veränderungen im Bereich Bildung 27
3.2.3 Realisierungsmöglichkeiten 30
3.3 Risiken der Informationsgesellschaft 30
3.3.1 Wahrheitsgehalt und Manipulation von Daten 31
3.3.2 Informationsfülle 32
3.3.3 Soziale Isolation 33
3.3.4 Entwicklung einer Zwei-Klassen-Gesellschaft 34
3.4 Die Rolle des Internets in der Informationsgesellschaft 37
4. Chancen und Risiken der Internetnutzung für Jugendliche 41
4.1 Bildungswert des Internet 41
4.1.1 Informationsrecherche 42
4.1.2 Präsentationsmöglichkeiten 43
4.1.3 Kommunikation 44
4.1.4 Selbstgesteuertes Lernen 45
4.1.5 Auswertung der Chancen 46
4.2 Problematische Inhalte im Internet 48
4.2.1 Pornografie 48
4.2.2 Politischer Extremismus 50
4.2.3 Weitere problematische Inhalte 51
4.2.4 Bewertung der Gefahr 51
4.3 Maßnahmen gegen problematische Inhalte 52
4.3.1 Juristische Maßnahmen 53
4.3.2 Technische Maßnahmen 55
4.3.3 Erziehung und Bildung des Nutzers 58
5. Die Vermittlung von Medienkompetenz 59
5.1 Wichtigkeit von Medienkompetenz 59
5.2 Voraussetzungen für die Vermittlung 61
5.2.1 Technische Voraussetzungen 61
5.2.2 Pädagogische Voraussetzungen 63
5.2.3 Methodische Voraussetzungen 66
5.3 Vermittlung von Medienkompetenz in Schule und Unterricht 67
5.3.1 Probleme 67
5.3.2 Methoden und Ziele 69
5.3.3 Praktische Umsetzung 70
5.4 Vermittlung von Medienkompetenz in der Jugendarbeit 72
5.4.1 Probleme 74
5.4.2 Methoden und Ziele 75
5.4.3 Praktische Umsetzung 78
6. Beispiel aus der sozialpädagogischen Praxis 83
6.1 Das Projekt „Cyberland“ 83
6.2 Auswertung des Praxisbeispiels 86
7. Schlusswort 88
Anhang
I. Literaturverzeichnis

Automatisiert erstellter Textauszug:

Baacke bemängelt am Begriff der Medienkompetenz vor allem die pädagogische Unspezifität30. Dazu führt er aus, dass nicht angegeben wird, wie die beschriebenen vier Dimensionen des Begriffs praktisch, didaktisch oder methodisch umzusetzen und zu vermitteln sind. Eine Debatte darüber hält Baacke für dringend nötig und schlägt vor einzuführen, dass „wer von ‚Medienkompetenz’ redet, [gleichzeitig davon reden muss], wie diese zu vermitteln sei.“31 2.3.2 Dimensionen nach Theunert Theunert unterscheidet im Gegensatz zu Baacke nur drei Dimensionen der Medienkompetenz und nennt diese drei „zentrale Fähigkeiten“.32 • Als erstes nennt sie die Fähigkeit zu kritischer Distanz gegenüber Medienentwicklungen. Hierin sind die Analyse der Medienentwicklung in ihrer Bedeutung für das individuelle und gesellschaftliche Leben und das sozial-ethisch gerichtete Abwägen zwischen technischem Fortschritt und humanen Lebensbedingungen enthalten. Als Voraussetzungen für diese Fähigkeit nennt sie z.B. das Verstehen der Funktionsweisen einzelner Medien • und das Durchschauen der Interessen, welche Medienentwicklungen bestimmen und forcieren. Die Fähigkeit zu selbst bestimmtem Umgang mit Medien bedeutet Auswahl, Nutzung und Rezeption von Medien aufgrund eigener, nicht fremdbestimmter Interessen und Urteile. Dieser Fähigkeit werden Relevanzkriterien und Strukturierungswissen zum Ordnen medialer Inhalte, sowie das Vermögen, die Wirklichkeit von medialen Abbildern trennen zu können vorausgesetzt. • Schließlich nennt sie als drittes die Fähigkeit zu aktiver Kommunikation mittels Medien. Dadurch wird die Partizipation an der medial gestalteten Kommunikationswelt möglich. Voraussetzungen dazu sind technische Kenntnisse der Handhabung einzelner Medien, sowie, sich in Sprache, Bildern, Tönen und Symbolen ausdrücken und mit anderen in Beziehung treten zu können. [...]

analytisches Wissen auf sich selbst und sein Handeln anzuwenden) und eine ethische Dimension (welche das Ziel hat, analytisches Denken und reflexiven Rückbezug als sozial verantwortet abzustimmen und zu definieren). • Die Medienkunde, welche Wissen über Medien und Mediensysteme bedeutet, beinhaltet eine informative Dimension (welche klassische Wissensbestände zum Thema umfasst) und eine instrumentellqualifikatorische Dimension (welche die Fähigkeit meint, Mediengeräte bedienen zu können). Sowohl Medienkritik als auch Medienkunde umfassen die Dimension der Vermittlung, also didaktische Fragen. • • Die Mediennutzung muss in der rezeptiven Anwendung und in der interaktiven Nutzung von Medien gelernt werden. Die Mediengestaltung ist zum einen zu verstehen als innovative Dimension (im Sinne von Veränderungen und Weiterentwicklungen des Mediensystems) ästhetischer und als kreative und Dimension das (die die Betonung Varianten „Über-die-Grenzen-der- [...]

Im Folgenden sollen die verschiedenen Dimensionen von Medienkompetenz herausgearbeitet werden. Eine einheitliche Bestimmung kann nicht stattfinden, da die Dimensionierung und die Auffächerung der unterschiedlichen Fähigkeiten, welche Medienkompetenz ausmachen bei den relevanten Autoren nach unterschiedlichen Gesichtspunkten differenziert werden. Daher werden die Konzepte von Baacke, Theunert und Schorb unabhängig voneinander vorgestellt und im Anschluss kurz verglichen. 2.3.1 Dimensionen nach Baacke Baacke unterscheidet vier Dimensionen von Medienkompetenz mit und Mediengestaltung.27 • Die Fähigkeit zur Medienkritik teilt Baacke in eine analytische Dimension (welche das Ziel hat, problematische gesellschaftliche Prozesse (z.B. Konzentrationsbewegungen) angemessen zu erfassen), eine reflexive Dimension (welche das Ziel hat, den Menschen zu befähigen, den [...]

Arbeit zitieren:
Buder, Jana Oktober 2002: Medienkompetenz von Jugendlichen im Zeitalter der Informationsgesellschaft, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Internet, Medienpädagogik, Jugendarbeit, Kommunikation, Multimedia

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