Neue Medien und erziehungswissenschaftliche Innovationsprozesse in Schulen
Empirische Befunde der zweiten Koordinatorenbefragung "Schulen ans Netz"
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Annabell Preussler
- Abgabedatum: Februar 2002
- Umfang: 122 Seiten
- Dateigröße: 824,3 KB
- Note: 1,3
- Institution / Hochschule: Technische Universität Dortmund Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-8297-8
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-8297-8 P - ISBN (CD) :978-3-8324-8297-8 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Preussler, Annabell Februar 2002: Neue Medien und erziehungswissenschaftliche Innovationsprozesse in Schulen, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Neue Medien, Unterrichtsforschung, Schulentwicklung, Medienpädagogik, Empirische Sozialforschung
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Diplomarbeit von Annabell Preussler
Zusammenfassung:
In den letzten Jahren haben Veränderungen im Bildungssystem stattgefunden. Neue Medien wie Computer und Internet haben nicht nur in die Haushalte, sondern auch in die Schulen mehr und mehr Einzug gehalten. Diese Entwicklung ist von vielen verschiedenen aktoren abhängig. Zum einen hat die 1996 gestartete Initiative „Schulen ans Netz“ dazu beigetragen, mehrere tausend Schulen an das Internet anzubinden und mit Rechnern auszustatten, zum anderen ist nicht zu übersehen, dass Kinder und Jugendliche den Computer auch in ihrer Freizeit täglich nutzen. Er steht mittlerweile an sechster Stelle der liebsten Freizeitbeschäftigungen der Sechs- bis Dreizehnjährigen, dabei hat der Anteil im Vergleich zu den Vorjahren deutlich zugenommen (vgl. FEIERABEND/KLINGLER 2001, S. 347).
Obwohl die Schule vor einer solchen Entwicklung nicht Halt machen kann, sind Umsetzungsschwierigkeiten durchaus festzustellen. Es herrscht keine Einigkeit darüber, was wie und ob überhaupt mit Computern gelernt werden kann und soll (vgl. u.a. DÖRING 1997a, S.; GASCHKE 2000, S. 7, V. HENTIG 1997, S.50).
Der Verein „Schulen ans Netz“ beauftragte 1998 ein Konsortium mit der Evaluation der Initiative, um den Zustand der schulischen Arbeit mit dem Internet zu erfassen und damit letztlich die Arbeit der Initiative zu verbessern. Dazu wurde unter anderem eine Befragung der ComputerkoordinatorInnen an den geförderten Schulen durchgeführt (vgl. HUNNESHAGEN/SCHULZ-ZANDER/WEINREICH 2000, S. 155 ff.) Die technische Entwicklung in den Schulen ist in den letzten drei Jahren fortgeschritten. Aus diesem Grund wurde mit dieser Arbeit eine Studie durchgeführt, die den neuesten Stand dieser Entwicklung aufzeigt: wie die Implementation von neuen Medien an Schulen realisiert wird, auf welchem Stand sie sich befinden, welche Chancen und Schwierigkeiten dabei auftreten und welche Empfehlungen und Perspektiven sich letztlich daraus ergeben.
Den Hauptteil dieser Arbeit stellt eine empirische Untersuchung dar, der eine zweite Befragung der ComputerkoordinatorInnen im Rahmen von „Schulen ans Netz“ zu Grunde liegt. Dabei werden die Veränderungen herausgearbeitet, die sich zwischen der Erstbefragung 1998 und dieser Studie 2001 ergeben haben. Dabei geht es darum zu prüfen, inwiefern die 1998 festgestellten fördernden und hemmenden Faktoren drei Jahre später in der Schule berücksichtigt wurden. Es werden Problemfelder bei der Arbeit mit dem Internet identifiziert, bzw. Momente erfolgreicher Implementationen aufgezeigt und Konsequenzen daraus gezogen.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Einleitung | 9 |
| 2. | Neue Technologien - neue Kommunikationsformen | 12 |
| 2.1 | Neue Medien | 12 |
| 2.2 | WWW und Internet | 15 |
| 2.3 | Online-Kommunikation | 16 |
| 2.4 | Zusammenfassung und Fazit | 18 |
| 3. | Neue Medien im Alltag von Kindern und Jugendlichen | 19 |
| 3.1 | Computernutzung durch Kinder | 19 |
| 3.2 | Unterschiede zwischen den Geschlechtern hinsichtlich der Nutzung neuer Medien | 24 |
| 3.3 | Zusammenfassung und Konsequenzen | 26 |
| 4. | Schule in der Wissensgesellschaft | 29 |
| 4.1 | neue Bildungserwartungen und Rahmenbedingungen | 30 |
| 4.2 | Lernen mit neuen Medien | 33 |
| 4.2.1 | neue Lernkultur | 35 |
| 4.3 | Medienkompetenz | 36 |
| 4.4 | Zusammenfassung | 39 |
| 5. | Internet- und Computereinsatz an Schulen | 41 |
| 5.1 | Mediennutzung in der Schule - ein historischer Abriss | 41 |
| 5.2 | Einsatz des Computers in der Schule - pro und contra | 45 |
| 5.3 | Implementation von neuen Medien in die Schule | 50 |
| 5.3.1 | SEMIK | 51 |
| 5.3.1.1 | Selbstlernen in der gymnasialen Oberstufe Mathematik (SelMa) | 54 |
| 5.3.2 | SITES M2 | 55 |
| 5.4 | Zusammenfassung | 59 |
| 6. | Empirischer Teil:zweite Befragung der KoordinatorInnen im Rahmen der Initiative „Schulen ans Netz“ | 60 |
| 6.1 | Fragestellung und Hypothesen | 61 |
| 6.2 | Untersuchungsdesign und Durchführung | 62 |
| 6.2.1 | Verfahren | 62 |
| 6.2.1.1 | Technische Probleme | 64 |
| 6.2.2 | Beschreibung der Stichprobe | 64 |
| 6.2.3 | Demographische Daten | 66 |
| 6.3 | Beschreibung der Messinstrumente | 69 |
| 6.3.1 | Skalenbildung und Reliabilitätsanalyse | 70 |
| 6.4 | Ergebnisse | 72 |
| 6.4.1 | Deskriptive Ergebnisse | 72 |
| 6.4.1.1 | Ausstattung | 72 |
| 6.4.1.2 | Voraussetzungen und Einstellungen | 79 |
| 6.4.1.3 | Nutzungsbereiche | 83 |
| 6.4.1.4 | Ziele und Zufriedenheit | 86 |
| 6.4.1.5 | Rollenveränderungen | 90 |
| 6.4.1.6 | Probleme bei der Internetarbeit | 92 |
| 6.4.2 | Hypothesenrelevante Ergebnisse/ Inferenzstatistik | 95 |
| 6.5 | Zusammenfassung und Diskussion der Ergebnisse | 102 |
| 7. | Empfehlungen | 105 |
| 7.1 | Für Schule und Unterricht | 105 |
| 7.1.1 | Rahmenbedingungen schaffen | 105 |
| 7.1.2 | Emanzipation fördern | 106 |
| 7.1.3 | Unterstützung anbieten: | 107 |
| 7.1.4 | Für Zugänglichkeit sorgen | 107 |
| 7.2 | Für Lehrerinnen und Lehrer | 108 |
| 8. | Fazit | 109 |
| 9. | Literatur | 111 |
Technische Probleme Einige technische Probleme ergaben sich durch einen kompletten Zusammenbruch des Servers, wodurch wahrscheinlich Daten von einem Tag verloren gingen. Der Fehler äußerte sich in der Form, dass der Fragebogen zwar ausgefüllt, aber nicht abgeschickt werden konnte. Da die Beantwortung gut 30-40 Minuten Zeit auf sich nahm, kann davon ausgegangen werden, dass die entsprechenden KoordinatorInnen keinen zweiten Versuch am nächsten Tag unternahmen. Einige ProbandInnen lösten das Problem damit, dass sie den Fragebogen ausdruckten und faxten. Glücklicherweise trat dieser Fehler erst am Ende der Befragung durch eine Umstellung des Computerpools auf und konnte schnell behoben werden, indem der Fragebogen vorübergehend auf einem anderen verfügbaren Server33 bereitgestellt werden konnte. Darüber hinaus wurde die ursprüngliche Adresse, die auch den Schulen mitgeteilt worden war, mit einer Weiterleitung zu der entsprechenden neuen Ortsangabe versehen. Auf diese Weise konnte der Fragebogen wieder genutzt werden. [...]
Fragebogen (s. Kapitel 0) wurde in ein html-Formular30 umgewandelt und auf einem Universitätsserver31 platziert. Dieses Verfahren hatte neben den bereits genannten Gründen noch weitere Vorteile. Zum einen mussten die KoordinatorInnen den Fragebogen nicht erst ausdrucken, sondern konnten ihre Eingaben direkt am Bildschirm tätigen, was Portokosten sparte. Zum anderen war es nicht nötig, die erhoben Daten mühselig per Hand zur Auswertung in den Computer einzugeben, da die Antworten in einer Textdatei direkt auf dem Server gespeichert wurden und von dort abgerufen werden konnten. Überdies bestand die Möglichkeit, den Fragebogen offline auszufüllen, da alle Antworten auf einmal in den Browser geladen und per Mausklick an den Server gesandt wurden. So konnten die Onlinezeit und die damit verbundenen Telefonkosten gering gehalten werden. Nachdem der Fragebogen im Netz bereit stand und getestet worden war, wurden die ProbandInnen mittels eines postalischen Anschreibens über die Befragung informiert und ihnen wurde die URL, also die Internetadresse, unter der der Fragebogen zu finden war, mitgeteilt. Ihre Teilnahme an der Befragung wurde ausdrücklich erbeten. Die Befragung lief insgesamt vom 6. Juni 2001 bis zum 18. September 200132. Erinnerungen wurden für Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Hostein am 11.07.2001 (vor den Sommerferien) und nur für Bremen, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen am 01.8.2001 (nach den Sommerferien) versandt. Der Rücklauf betrug bis einschließlich 11.07.01 181 Fragebögen bzw. 47,8%. Zwischen dem 11.07. und dem 01.08.01 trafen 80 [...]
Technologien bereitgestellt werden konnten. Bei der Diskussion, ob der Einsatz von Computern in der Schule wirklich sinnvoll ist, hat sich – zumindest in meinen Augen – ergeben, dass die neuen Medien zu einem gravierenden Teil der Alltagswirklichkeit geworden sind und die Schule diese Tatsache aufreifen muss. Dabei ist es wichtig, Schlüsselqualifikationen wie Medienkompetenz zu vermitteln. Des Weiteren habe ich gezeigt, dass der Implementationsprozess an den Schulen bereits vorangeschritten ist. Es lässt sich feststellen, dass die betreffenden Schulen damit durchaus zufriedenstellende Ergebnisse erzielt haben. An einigen Schulen werden medienpädagogische Programme und Projekte wie SEMIK umgesetzt, was SITES sogar im internationalen Vergleich zeigt. Gerade in SelMa und in SEMIK im Allgemeinen werden die Anforderungen und Chancen der Wissensgesellschaft umgesetzt. Die bereits erwähnte Förderung von eigenständigem Lernen oder die Vermittlung von [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832482978
Arbeit zitieren:
Preussler, Annabell Februar 2002: Neue Medien und erziehungswissenschaftliche Innovationsprozesse in Schulen, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Neue Medien, Unterrichtsforschung, Schulentwicklung, Medienpädagogik, Empirische Sozialforschung



