Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz in einem ambulanten Pflegedienst. Ein Projekt zur Senkung des Benzinverbrauchs durch eine betriebsinterne Spritsparschulung
- Art: Projektarbeit
- Autor: Wolf Saure
- Abgabedatum: Januar 2009
- Umfang: 62 Seiten
- Dateigröße: 481,8 KB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Hamburger Fern-Hochschule Deutschland
- Bibliografie: ca. 41
- ISBN (eBook): 978-3-8366-2528-9
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Saure, Wolf Januar 2009: Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz in einem ambulanten Pflegedienst. Ein Projekt zur Senkung des Benzinverbrauchs durch eine betriebsinterne Spritsparschulung, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Ambulante Pflege, Kostensenkung, Energieeffizienz, Benzinverbrauch, Pflegemanagement
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Projektarbeit von Wolf Saure
Einleitung:
Mit Energieeffizienz ist die effiziente und sparsame Verwendung von Energie bzw. die Erschließung von Energieeinsparpotenzialen gemeint. Diese Thematik gewinnt aus zwei Gründen zunehmend an Bedeutung:
Steigende Energiepreise: Die Ausgaben der Privathaushalte für Energie sind (je nach Berechnungsgrundlage) für den Zeitraum von 1998 bis 2007 um 30 Prozent bzw. 70 Prozent gestiegen (Berechnung anhand von BMWI 2008 bzw. IWD 2008: 6). Für den gewerblichen Bereich kann von einer ähnlich drastischen Preissteigerung ausgegangen werden. So erhöhten sich die Preise für Gewerbe- und Industriekunden allein für den Zeitraum von Dezember 2004 bis August 2005 um 9,2 Prozent (Strom) bzw. 16,7 Prozent (Gas). Und die Internationale Energieagentur (IEA) prognostiziert auch für die Zukunft hohe Ölpreise.
Klimadiskussion: Kaum ein Thema beschäftigt so sehr das öffentliche Interesse wie der Klimawandel und die dadurch bereits verursachten oder für die Zukunft prognostizierten Folgen. Nicht ohne Grund ist das Wort Klimakatastrophe zum Wort des Jahres 2007 gewählt worden. Ursache für den Klimawandel ist ein starker Anstieg von Kohlendioxid (CO2) in der Atmosphäre, den der Mensch durch die Verbrennung fossiler Energieträger (Kohle, Erdöl, Erdgas) und die Abholzung von Wäldern verursacht.
Eine konsequente Umsetzung von Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz hat also sowohl einen ökonomischen (verringerte Energiekosten) als auch einen ökologischen Nutzen (Schutz des Klimas).
Aber auch wenn das Thema Energieeffizienz für Unternehmen zunehmend interessant geworden ist, werden Einsparpotenziale von bis zu 20 Prozent oft nicht entsprechend wahrgenommen und daher von den Unternehmen bisher nur zögerlich erschlossen.
Auch ambulante Pflegedienste sind von steigenden Energiepreisen betroffen. So hat der Berufsverband AVG die Pflegekassen dazu aufgefordert, mit den Pflegediensten über einen finanziellen Ausgleich für die steigenden Spritpreise zu verhandeln.
Im Rahmen dieses Projektes soll der Energieverbrauch eines ambulanten Pflegedienstes optimiert werden. Der Autor hat sich hierbei aus ökonomischen Gründen (Vergl. Kapitel 3.2) auf Maßnahmen zur Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs der Dienstwagen konzentriert.
Zunächst werden die Grundlagen für die konkrete Planung des Projektes erarbeitet. So wird in im Rahmen der Literatur- und Internetrecherche (Kapitel 2) untersucht, welchen Stellenwert Energiekosten in Pflegediensten haben und welche Möglichkeiten es gibt, um den Kraftstoffverbrauch zu reduzieren. Anschließend wird der Betrieb, in dem das Projekt stattfindet, dargestellt. (Kapitel 3). Besonders wichtig ist die Berechnung der Rentabilität: welche Kosten entstehen und wie lange dauert es, bis diese durch die erwarteten Einsparungen wieder reingeholt werden können (Kapitel 4)? Auf der Grundlage der gewonnenen Daten wird der Projektplan erstellt (Kapitel 5), die Umsetzung des Projektes geschildert (Kapitel 6) und eine abschließende Evaluation durchgeführt (Kapitel 7).
Inhaltsverzeichnis:
| Gesetzesverzeichnis | 4 | |
| Tabellenverzeichnis | 4 | |
| Abbildungsverzeichnis | 5 | |
| Anlageverzeichnis | 6 | |
| Abkürzungsverzeichnis | 7 | |
| 1 | Einführung | 8 |
| 2 | Literatur- und Internetrecherche | 9 |
| 2.1 | Bedeutung der Energiekosten für ambulante Pflegedienste | 9 |
| 2.2 | Maßnahmen zur Senkung des Kraftstoffverbrauchs | 11 |
| 2.2.1 | Überblick über die verschiedenen Ansätze | 11 |
| 2.2.2 | Höhe der Einsparungen | 12 |
| 2.2.3 | Weitere Vorteile einer verbrauchsbewussten Fahrweise | 12 |
| 2.3 | Fazit | 12 |
| 3 | Darstellung des zu untersuchenden Betriebes | 13 |
| 3.1 | Lage, Größe, Leistungsspektrum und Personal | 13 |
| 3.2 | Energiekosten | 13 |
| 3.3 | Fuhrpark und Nutzung der Dienstwagen | 14 |
| 3.4 | Umsetzbarkeit der Maßnahmen | 15 |
| 3.4.1 | Umsetzbarkeit der technischen Anpassungen | 15 |
| 3.4.2 | Umsetzbarkeit der Fahrschulung | 15 |
| 3.4.3 | Umsetzbarkeit von sonstigen Möglichkeiten | 15 |
| 3.5 | Konsequenzen für das Projekt | 15 |
| 4 | Berechnung der Rentabilität | 16 |
| 4.1 | Vorgehen | 16 |
| 4.2 | Berechnung des Einsparpotenzials | 16 |
| 4.2.1 | Anzahl der Dienste nach Mitarbeitergruppe und Dienstart | 17 |
| 4.2.2 | Durchschnittliche Tourlänge | 17 |
| 4.2.3 | Gefahrene Kilometer pro Monat | 18 |
| 4.2.4 | Einsparpotenzial | 18 |
| 4.3 | Berechnung der Kosten für die Fahrschulung | 19 |
| 4.3.1 | Fragen bei der Anbieterauswahl | 19 |
| 4.3.2 | Kostenberechnung | 20 |
| 4.4 | Berechnung der Amortisationsdauer | 21 |
| 4.5 | Konsequenzen für das Projekt | 22 |
| 5 | Planung des Projektes | 23 |
| 5.1 | Projektziele | 23 |
| 5.2 | Zielgruppe | 23 |
| 5.3 | Rahmenbedingungen | 23 |
| 5.4 | Vorgehen | 23 |
| 5.5 | Kommunikation | 23 |
| 5.6 | Dokumentation | 24 |
| 5.7 | Kosten des Projektes | 24 |
| 5.8 | Projektcontrolling | 24 |
| 5.9 | Ablauf- und Zeitplan | 24 |
| 6 | Projektdurchführung | 25 |
| 6.1 | Analysephase | 25 |
| 6.2 | Einführungsphase | 26 |
| 6.2.1 | Projektstart / Kick-off Meeting | 26 |
| 6.2.2 | Weiterer Verlauf der Einführungsphase | 27 |
| 6.3 | Umsetzungsphase | 27 |
| 6.3.1 | Besprechung vom 13. August | 27 |
| 6.3.2 | Besprechung vom 10. September | 29 |
| 6.4 | Anpassungsphase | 30 |
| 6.5 | Projektabschluss | 30 |
| 7 | Projektevaluation | 30 |
| 7.1 | Darstellung des Projektverlaufs | 30 |
| 7.2 | Ergebnisse des Projektes | 31 |
| 7.3 | Interpretation der Ergebnisse | 32 |
| 7.4 | Fazit der Evaluation | 33 |
| 8 | Zusammenfassung | 33 |
| Quellenverzeichnis | 35 |
Textprobe:
Kapitel 6, Projektdurchführung:
Kapitel 6.1, Analysephase:
Die Analysephase wurde vor dem Beginn des Projektes durchlaufen. In ihr wurden die in den Kapiteln 2 bis 4 angesprochenen Fragen geklärt.
Daneben hat der Verfasser ab Ende April – sozusagen im Selbstversuch – die Umsetzung der Spritspartechniken mit dem eigenen Dienstwagen ausprobiert. Hierbei ergaben sich bis Anfang August durchschnittliche Einsparungen im Verbrauch in Höhe von 16,2 Prozent (Vergl. Anlagen 13 und 14).
Kapitel 6.2, Einführungsphase:
Kapitel 6.2.1, Projektstart / Kick-off Meeting:
Im Rahmen der Dienstbesprechung wurde das Projekt am 9. Juli den Mitarbeitern vorgestellt. Hierzu wurde eine Projektbeschreibung an alle Mitarbeiter verteilt (Vergl. Anlage 4) und Anlass, Ziele und Vorgehen mündlich erläutert. Alle Mitarbeiter signalisierten Interesse an dem Thema.
Es wurde vereinbart, dass zunächst jeder Mitarbeiter bis zur nächsten Besprechung zunächst den jetzigen Benzinverbrauch protokolliert und erst bei der nächsten Besprechung im August die Maßnahmen zur Senkung des Benzinverbrauchs besprochen und dann umgesetzt werden. Bei einer sofortigen Umsetzung hätte der Erfolg der Maßnahmen nicht beurteilt werden können, da entsprechende Ausgangswerte als Vergleichsbasis gefehlt hätten.
Es wurden folgende Messmethoden zur Verbrauchsmessung besprochen: Parkscheiben, auf deren Rückseite sich ein sog. Benzinrechner befindet; Berechnung per Taschenrechner; vom Autor erstellte Verbrauchstabellen (Vergl. Anlage 8).
Die Verbrauchstabellen wurde als vergleichsweise einfache Methode von den Mitarbeitern angenommen und ein Exemplar neben dem Übergabebuch ausgelegt. Für die Protokollierung des Benzinverbrauchs wurde ein Tankprotokoll entworfen und in der Besprechung vorgestellt (Vergl. Anlage 7).
Ergänzend wurde ein Mitarbeiterfragebogen (Vergl. Anlage 5 ) an alle Mitarbeiter ausgehändigt und um Rückgabe bis Ende Juli gebeten. Der Mitarbeiterfragebogen sollte dazu dienen, sich der Thematik Energie sparen anzunähern und Motivation, Kenntnisse, Vorschläge und Einwände der Mitarbeiter zu erfassen. Die Abgabe war auf Wunsch auch anonym möglich.
Kapitel 6.2.2, Weiterer Verlauf der Einführungsphase:
In der Folgewoche nach dem Projektstart wurde von einer Mitarbeiterin darauf hingewiesen, dass es nötig sei, die Fahrzeuge tatsächlich auch immer vollzutanken, da sich andernfalls falsche Messwerte ergäben. Dieser Einwand wurde aufgegriffen und eine entsprechende Mitteilung in der Nähe des Übergabebuches sichtbar platziert.
Zusätzlich wurde am 22. Juli der geplante Projektablauf zur Orientierung an der Pinnwand des Besprechungsraumes ausgehängt.
Kurz vor der nächsten Besprechung im August wurden die Ausgangwerte für die zurückgelegte Strecke in 30 Tagen, den Verbrauch auf 100 km, den durchschnittlicher Benzinpreis, die getankte Benzinmenge, die Benzinkosten und den CO2-Ausstoß berechnet und an derselben Pinnwand ausgehängt. Die Werte der folgenden Monate sollen hier später eingetragen und absolute und prozentuale Veränderungen ausgewiesen werden (Vergl. Anlage 15). Ziel hierbei war, den Projektverlauf sichtbar zu machen und so die Motivation zu fördern.
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783836625289
Arbeit zitieren:
Saure, Wolf Januar 2009: Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz in einem ambulanten Pflegedienst. Ein Projekt zur Senkung des Benzinverbrauchs durch eine betriebsinterne Spritsparschulung, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Ambulante Pflege, Kostensenkung, Energieeffizienz, Benzinverbrauch, Pflegemanagement



