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Maßnahmen zur Reduzierung krankheitsbedingter Fehlzeiten in Hinblick auf die Umsetzungsmöglichkeiten in Alten- und Pflegeheimen

Maßnahmen zur Reduzierung krankheitsbedingter Fehlzeiten in Hinblick auf die Umsetzungsmöglichkeiten in Alten- und Pflegeheimen
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Mathias Matzeit
  • Abgabedatum: Juni 2002
  • Umfang: 71 Seiten
  • Dateigröße: 623,6 KB
  • Note: 2,1
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Heidelberg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-6253-6
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-6253-6 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-6253-6 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Matzeit, Mathias Juni 2002: Maßnahmen zur Reduzierung krankheitsbedingter Fehlzeiten in Hinblick auf die Umsetzungsmöglichkeiten in Alten- und Pflegeheimen, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Personalwesen, Rückkehrgespräche, Führung, Altenhilfe, Gesundheitsförderung

Diplomarbeit von Mathias Matzeit

Zusammenfassung:

Die Diplomarbeit „Maßnahmen zur Reduzierung krankheitsbedingter Fehlzeiten in Hinblick auf die Umsetzungsmöglichkeiten in Alten- und Pflegeheimen“ beschäftigt sich mit der Fragestellung, mit welchen Maßnahmen krankheitsbedingte Fehlzeiten der Pflegekräfte in Alten- und Pflegeheimen mit Hilfe der Erfahrungen aus der Industrie, der öffentlichen Verwaltung und anderen Dienstleitungsbereichen sowie den jüngsten Forschungsergebnisse auf diesem Gebiet dauerhaft gesenkt werden können.

Die Nutzung dieser Erfahrungen ist um so wichtiger, weil im Gesundheits- und Sozialbereich durch krankheitsbedingte Fehlzeiten erhebliche Kosten entstehen und nur wenig eigene Erfahrungen vorhanden sind.

Außerhalb des Gesundheits- und Sozialbereiches wurden durch eine verbesserte Arbeitsorganisation und ein geändertes Führungsverhalten, durch betriebliche Gesundheitsförderung und Betriebssozialarbeit, durch Rückkehrgespräche, durch veränderte Arbeitszeitmodelle und veränderten Personaleinsatz in den letzten Jahren spürbare Erfolge erzielt.

Dabei hat sich gezeigt, dass nicht durch Einzelmaßnahmen, sondern nur durch die Umsetzung von Gesamtkonzeptionen zur Verringerung der krankheitsbedingten Fehlzeiten Fortschritte gemacht wurden. Übereilte oder schlecht durchdachte Einzelmaßnahmen konnten sogar den Betriebsablauf negativ beeinflussen.

Auf Alten- und Pflegeheime lassen sich nicht alle gemachten Erfahrungen übertragen. Im Vordergrund stehen die Verbesserung der Arbeitsbedingungen, die betriebliche Gesundheitsförderung sowie eine individuell angepasste Arbeitszeitregelung. Personalführungsgespräche und Rückkehrgespräche können zur Reduzierung krankheitsbedingter Fehlzeiten beitragen. Diese Gespräche setzen seitens der Vorgesetzten Kompetenz und Fingerspitzengefühl voraus.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 1
2. Besondere Problemlagen des Arbeitsfeldes stationäre Altenpflege 2
3. Definition und Erfassung krankheitsbedingter Fehlzeiten 6
4. Ergebnisse empirischer Untersuchungen über die Ausprägungen krankheitsbedingter Fehlzeiten 8
5. Auswirkungen der Fehlzeiten auf die Kostensituation und den Betriebsablauf 14
5.1 Direkte Kosten 14
5.2 Indirekte Kosten und Betriebliche Probleme 15
6. Ursachen von krankheitsbedingten Fehlzeiten 18
6.1 Ursachen aus dem privaten Umfeld 18
6.2 Betriebliche Ursachen 20
6.3 Externe Ursachen 22
7. Maßnahmen zur Senkung von krankheitsbedingten Fehlzeiten in der stationären Altenpflege 23
7.1 Arbeitsorganisatorische Maßnahmen und Betriebsklima 23
7.2 Betriebliche Gesundheitsförderung der Mitarbeiter 25
7.3 Betriebssozialarbeit 29
7.3.1 Sozialbetreuung der Merck OHG 31
7.4 Mitarbeitergespräche 32
7.4.1 Das Rückkehrgespräch 32
7.4.2 Opel-Modell 34
7.4.3 Konzeption städtischer Eigenbetrieb 38
7.5 Änderung von Arbeitsentgelt und Arbeitszeiten 42
8. Bewertung der Maßnahmen und Schlussfolgerungen 48
8.1 Arbeitsorganisatorische Maßnahmen und Betriebsklima 48
8.2 Betriebliche Gesundheitsförderung der Mitarbeiter 50
8.3 Betriebssozialarbeit 50
8.4 Mitarbeitergespräche 51
8.5 Änderung von Arbeitsentgelt und Arbeitszeiten 57
Literaturverzeichnis 62

Automatisiert erstellter Textauszug:

Das Rückkehrgespräch soll mit jedem Mitarbeiter geführt werden, damit es nicht , beispielsweise bei punktueller Anwendung nur bei häufig Erkrankten, auf die Ebene eines Disziplinierungsgespräches sinkt. Außerdem soll der Eindruck vermieden werden, daß man erst negativ auffallen muß, um ein Gespräch beim Vorgesetzten zu haben. Das Rückkehrgespräch soll unmittelbar und zeitnah erfolgen, damit die Abwesenheit des Mitarbeiters ausreichend wahr- und ernst genommen wird.84 Das Rückkehrgespräche soll nach jeder Abwesenheit geführt werden, also nicht nur nach einer krankheitsbedingten Fehlzeit. Das bedeutet, daß Rückkehrgespräche auch nach Urlaub oder dienstlicher Abwesenheit geführt werden sollen. Dadurch soll die neutrale Funktion des Gesprächs verdeutlicht werden im Gegensatz zu einem Krankenrückkehr- oder Fehlzeitengespräch. Das bewirkt dann auch, daß der Betriebsrat dabei nicht mitbestimmungsberechtigt ist. Er empfiehlt in den genannten nicht krankheitsbedingten Fehlzeiten aber eine reduzierte Form des Rückkehrgesprächs. Nach seiner Ansicht reicht in manchen Fällen schon eine körpersprachliche Begrüßung des Mitarbeiters.85 Bitzer definiert für das Rückkehrgespräch als Ziele: • Erleichterung der Arbeitsaufnahme durch die Information des Mitarbeiters über offizielle und inoffizielle Vorkommnisse während der Abwesenheit. • • Wenn die Abwesenheit krankheitsbedingt war, zu erfahren, ob betriebliche Gründe vorliegen, die eventuell behoben werden können. Zu vermitteln, daß die Abwesenheit wahrgenommen wurde und der Mitarbeiter als Mensch und nicht nur als Arbeitskraft vermißt wurde.86 [...]

Unter Betriebssozialarbeit versteht man die Sozialarbeit innerhalb eines Unternehmens, die darauf abzielen soll, die Belange und Probleme des einzelnen Mitarbeiters als Teil des betrieblichen Ablaufes zu sehen. Der Mitarbeiter und seine persönliche Problematik können nicht getrennt von der Arbeitswelt gesehen werden, sie beeinflußt den Mitarbeiter in seinen Leistungen und ist deshalb auch als Teil der Fürsorgepflicht eines Unternehmens für seine Mitarbeiter zu begreifen. Zeitlich ist diese Erkenntnis in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu verankern, als die Sozialgesetzgebung in Deutschland Formen annahm.79 „Die soziale Sicherung, die von der Familie aufgrund der Trennung von Arbeitsstätte und familiärem Lebensraum nicht mehr allein geleistet werden konnte, fiel nun in den Verantwortungsbereich der Arbeitgeber und des Staates als gesellschaftlichem Gesamtunternehmer.“80 Unter diese Sozialleistungen fallen z.B. auch betrieblicher Wohnungsbau, Betriebskindergärten, Beihilfen etc. Die betriebliche Sozialarbeit ist in erster Linie ein Beratungs- und Betreuungsangebot an alle Mitarbeiter eines Unternehmens, das ortsnah angeboten werden soll, um die Hemmschwelle für die Inanspruchnahme der Angebote möglichst niedrig zu halten. [...]

Zur Verhütung arbeitsbedingter Gesundheitsgefahren empfiehlt die BGW als „Best Practice“ die Prävention zusammen mit den Mitarbeitern zu gestalten. Diese wissen oft am besten, welche Arbeitsbedingungen krank machen können. Gesundheitszirkel sind kleine Projektgruppen, in denen die Beschäftigten eines Arbeitsbereiches selbst die Probleme der täglichen Arbeit diskutieren und Lösungen für einen Abbau der Belastungen finden. Zirkel haben zumeist noch den Vorteil, die Arbeit effizienter und qualitativ besser zu machen. Damit sie koordiniert arbeiten können, benötigen Sie einen „Kümmerer“ und ein Steuerungsgremium, das die Aktivitäten leitet und kontrolliert. Mit der Zeit entsteht so ein betriebliches Gesundheitsmanagement, das den Arbeitsschutz ergänzt und weiter führt.77 Basis aller Maßnahmen zur Prävention sollte eine systematische Analyse sein. Ergänzend zur Ermittlung und Bewertung der harten, materiellen Gefährdungen kann eine anonyme Mitarbeiterbefragung durchgeführt werden. Hier können sich alle Beschäftigten schriftlich äußern, wie sie die verschiedenen Belastungsfaktoren einschätzen und welche gesundheitlichen Beschwerden sie plagen. Gegenstand sind die nicht materiellen Faktoren der Arbeit. Darunter sind beispielsweise zu verstehen das Führungsverhalten der Vorgesetzten, die Schichtpläne und die Arbeitszeiten, Überforderung oder monotone Tätig76 77 [...]

Arbeit zitieren:
Matzeit, Mathias Juni 2002: Maßnahmen zur Reduzierung krankheitsbedingter Fehlzeiten in Hinblick auf die Umsetzungsmöglichkeiten in Alten- und Pflegeheimen, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Personalwesen, Rückkehrgespräche, Führung, Altenhilfe, Gesundheitsförderung

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