Masochismus und Weiblichkeit
- Art: Dissertation / Doktorarbeit
- Autor: Hannelore Theis
- Abgabedatum: Januar 1990
- Umfang: 135 Seiten
- Dateigröße: 10,3 MB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Freie Universität Berlin Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-2944-7
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-2944-7 P - ISBN (CD) :978-3-8324-2944-7 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Theis, Hannelore Januar 1990: Masochismus und Weiblichkeit, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Frauenforschung, Psychoanalyse
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Dissertation / Doktorarbeit von Hannelore Theis
Einleitung:
Für die Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Masochismus und Weiblichkeit werden zunächst die Grundlagen der ich-psychologischen Theorien – als praktisch relevanteste Wissenschaftsausrichtung – kritisiert, um ihren Erklärungswert für die Erfassung psychischer Mechanismen zu beleuchten.
Daran anschließend erfolgt eine Revision biologistischer Theorien, welche eine ontische Positionierung der Frau versuchen. Diese werden anhand empirischer ethnologischer Forschung widerlegt und als Ideologie entziffert.
Nach der Verabschiedung sowohl der affirmativen Bestandsaufnahme (Ich-Psychologie) als auch des Naturmythos (Biologismus) wird erklärt, wie Masochismus überhaupt funktioniert. Hier rückt zunächst der sexuelle Masochismus in den Mittelpunkt der Betrachtung, vor allem unter Berücksichtigung der Theorien von REIKk und DELEUZE, welche die Grundlage der Weiterentwicklung einer Masochismus-Theorie unter dem Gesichtspunkt der Blickfunktion bilden.
Für die Strukturanalyse des moralischen Masochismus, vor allem im Hinblick auf seinen Unterschied zum sexuellen Masochismus, werden katholische und protestantische Glaubensinhalte daraufhin überprüft, was sie an masochistischen Haltungen beinhalten.
Daran schließt sich ein kurzer geschichtlicher Abriss weiblicher Sozialisation und deren Zusammenhang mit christlichem Gedankengut, beginnend beim 17. Jahrhundert, der erläutern soll, warum gerade Frauen häufig moralisch-masochistische Einstellungen aufweisen.
D.h. ausgehend sowohl von der Kritik an der Ich-Psychologie als auch des Biologismus, dann übergehend zur Strukturanalyse des Masochismus, wird „Weiblichkeit“ als kulturgeschichtlicher Begriff erläutert.
Nach dem Scheitern der ontologischen, der biologischen und der psychologischen Bestimmung der Frau kündigt sich heute die Grenze ihrer sozialen Definition an.
Das letzte Kapitel enthält die Betrachtung der aktuellen historischen Funktion von Bildern über Weiblichkeit.
Inhaltsverzeichnis:
| 0. | Einleitung | 1 |
| I. | Zur Problematik der Objektwahl in der ich-psychologischen Theorie | 4 |
| 1. | Das Ich und die Objekte | 4 |
| 2. | Die ich-psychologische Narzissmus-Theorie | 9 |
| 3. | Perversion und Masochismus in ich-psychologischer Sicht | 11 |
| 4. | Zusammenfassende Kritik an der Ich-Psychologie | 15 |
| II. | Die Frau als Mangelwesen | 19 |
| 1. | Biologistische Theorien über Weiblichkeit | 19 |
| 2. | Kritik an biologistischen Theorien anhand ethnologischer Untersuchungen | 28 |
| 2.1 | Die Untersuchungen Fritz MORGENTHALERS | 28 |
| 2.1.1 | Die Passivität der Männer bei den DOGON | 29 |
| 2.1.2 | Die brutalen Mütter der AGNI | 32 |
| 2.1.3 | Das Aufbegehren der IATMUL-Frauen | 35 |
| 2.2 | Die Untersuchungen Margaret MEADS | 38 |
| 2.2.1 | Die soziale Isolation der MANUS-Frauen | 38 |
| 2.2.2 | Der Tamberan-Kult der ARAPESH | 40 |
| 2.2.3 | Das feindselige Geschlechtsverhältnis der MUNDUGUMOR | 41 |
| 2.2.4 | Die Macht der Frauen bei den TCHAMBULI | 43 |
| 2.3 | Die Untersuchungen Bronislaw MALINOWSKIS | 44 |
| 2.3.1 | Der Hexenglaube der TROBRIAND | 44 |
| 2.4 | Die soziale Codierung des Natürlichen | 46 |
| III. | Zur Struktur des Masochismus | 50 |
| 1. | Der Körper des Masochisten | 50 |
| 2. | Phantasie und Fetisch in der masochistischen Beziehung | 52 |
| 3. | Symmetrie oder Asymmetrie von Sadismus und Masochismus? | 56 |
| 4. | Die Funktion des Blicks im masochistischen Feld | 65 |
| 5. | Die Motivation der Frau | 67 |
| IV. | Christentum und Masochismus | 69 |
| 1. | Die Kirchenväter | 115 |
| 1.1 | Weltverneinung | 119 |
| 1.2 | Körperfeindlichkeit | 121 |
| 1.3 | Leidensbereitschaft | 126 |
| 1.4 | Beichte | 131 |
| 2. | Protestantismus | 134 |
| 3. | Katholizismus und Protestantismus - Ihr Zusammenhang mit dem Masochismus | 138 |
| 4. | Christliche Gesellschaft und weibliche Sozialisation | 144 |
| V. | Schluss | 155 |
| Bibliographie |
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832429447
Arbeit zitieren:
Theis, Hannelore Januar 1990: Masochismus und Weiblichkeit, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Frauenforschung, Psychoanalyse



