Das Marktpotential regenerativer Energien
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Cornelia Blaschke
- Abgabedatum: September 2007
- Umfang: 103 Seiten
- Dateigröße: 1,3 MB
- Note: 1,3
- Institution / Hochschule: Hochschule der Medien (ehem. Hochschule für Druck und Medien Stuttgart (FH)) Deutschland
- Originaltitel: Das Marktpotential regenerativer Energien
- Bibliografie: ca. 63
- ISBN (eBook): 978-3-8366-0884-8
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Blaschke, Cornelia September 2007: Das Marktpotential regenerativer Energien, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Marketing, Erneuerbare Energien, Markenpotential, Ernergiewirtschaft, Osteuropa
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Diplomarbeit von Cornelia Blaschke
Einleitung:
Die Auswirkungen des globalen Klimawandels und die Problematik einer nachhaltigen Energieversorgung sind ein Thema von internationaler Bedeutung. Durch steigende Kohlendioxidemissionen wird die Atmosphäre der Erde nachhaltig verändert und führt durch den so genannten Treibhauseffekt zu einer stetigen globalen Erwärmung. Ein Großteil dieser Kohlendioxidemissionen entsteht durch die Verbrennung fossiler Energieträger.
Das Wachstum der Weltwirtschaft gekoppelt mit einem rapiden Anstieg der Weltpopulation zieht einen global steigenden Energiebedarf nach sich. Fossile Energieträger wie Erdöl, Erdgas und Kohle sind nur noch begrenzt verfügbar. Auch die Atomenergie bietet aufgrund der vielen Sicherheitsrisiken und dem bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht gelösten Problem der Endlagerung von Atomabfällen noch keine akzeptable Möglichkeit, den weltweiten Energiebedarf zu decken.
Regenerative Energien bieten eine sinnvolle und zukunftsträchtige Alternative zu den konventionellen fossilen Brennstoffen und der Atomenergie. Durch den Einsatz von regenerativen Energien lassen sich die Emissionen von Kohlendioxid und anderer umweltrelevanter Gase vermeiden. Regenerative Energien sind nicht erschöpfbar und garantieren eine nachhaltige Energieversorgung.
Die weitere Förderung regenerativer Energien stellt einen wichtigen Schritt zur Sicherung einer umweltverträglichen und nachhaltigen Energieversorgung in der Zukunft dar.
Problemstellung:
Europa hat eine weltweite Vorreiterrolle in Bezug auf die Nutzung regenerativer Energien übernommen. Die Europäische Union fördert eine Vielzahl an Projekten zur weiteren Verbreitung regenerativer Energien innerhalb Europas. Eines dieser geförderten Projekte ist das Projekt REBECEE (Renewable Energy and Building Exibitions in Cities of the Enlarged Europe), in dessen Rahmen die vorliegende Diplomarbeit entstanden ist. In den neuen EU-Mitgliedsstaaten Estland, Lettland, Litauen, Slowenien und Ungarn hat das REBECEE-Projekt zum Ziel, regenerative Energie-Lösungen für Wärme und Kühlung sowie Maßnahmen für mehr Energieeffizienz bei Immobilien zu fördern. In ausgewählten Städten dieser Länder sowie in Schweden und Deutschland werden zu diesem Zweck Bauausstellungen realisiert, welche die praktische Umsetzung der beschriebenen Möglichkeiten der regenerativen Energienutzung für eine breite Öffentlichkeit veranschaulichen. Bei Beginn des Projektes wurde deutlich, dass speziell für die baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen kaum zusammenfassende Berichte oder Analysen über die allgemeine Situation der Nutzung regenerativer Energieträger zur Verfügung stehen. Diese Informationen mit Hilfe einer detaillierten Branchenanalyse zu generieren ist Zweck der vorliegenden Arbeit.
Diese Diplomarbeit soll den aktuellen Stand der Entwicklung und Nutzung regenerativer Energien im Baltikum darstellen und über die Perspektiven ihrer Anwendung informieren. Zu diesem Zweck soll ein möglichst ganzheitliches Bild der baltischen Ländermärkte und ihrer jeweiligen Energiebranche in Hinblick auf die Nutzung regenerativer Energien gezeichnet werden. Zudem ist es Ziel dieser Arbeit, diejenigen regenerativen Energieträger zu definieren, für die sich eine positive Entwicklung abzeichnet, und auf mögliche Hindernisse in der weiteren Förderung regenerativer Energien im Baltikum hinzuweisen.
Gang der Untersuchung:
Teil A beinhaltet eine kurze Einleitung mit Anlass, Hintergrund, Zielsetzung und Struktur der Diplomarbeit.
Teil B bietet eine allgemeine Einführung in das Thema regenerative Energiequellen. In dieser Arbeit verwendete Begrifflichkeiten werden definiert und Zusammenhänge von Energiequellen und Energieträgern dargelegt. Zudem werden die technischen Möglichkeiten zur Nutzung der regenerativen Energien für jede Energiequelle kurz aufgezeigt und in ihrer Funktionsweise erklärt.
Teil C fasst die theoretischen Grundlagen zusammen, die in dem darauf folgenden Teil ihre Anwendung finden. Dazu wird die wissenschaftliche Vorgehensweise für die Analyse globaler Rahmenbedingungen und ein theoretisches Modell zur Analyse einer Branchenstruktur dargelegt.
Teil D beinhaltet die praktische Anwendung der in Teil C beschriebenen theoretischen Grundlagen. Im ersten Kapitel werden die allgemeinen Rahmenbedingungen für das Baltikum als Gesamtheit unter Berücksichtigung ökonomischer, politisch-rechtlicher, soziokultureller sowie geographischer Charakteristika untersucht und die wichtigsten Aspekte zusammengefasst. Der zweite Abschnitt umfasst eine Analyse der Energiebranche in Hinblick auf regenerative Energieträger, welche für Estland, Lettland und Litauen separat durchgeführt wird. Aus der Analyse der globalen Rahmenbedingungen und den drei Branchenanalysen werden Schlüsselfaktoren abgeleitet. Diese werden in Kapitel 3 beschrieben und ihr möglicher Einfluss auf die weitere Entwicklung regenerativer Energiequellen in Form von Hypothesen formuliert.
Teil E beschreibt Methodik, Durchführung und Ergebnisse einer schriftlichen Expertenbefragung, in der die in Teil D beschriebenen Hypothesen auf die Wahrscheinlichkeit ihres Eintreffens überprüft werden.
Teil F dieser Arbeit führt alle gewonnenen Erkenntnisse in einem abschließenden Fazit zusammen.
Inhaltsverzeichnis:
| A | Einleitung | 6 |
| 1. | Anlass der Diplomarbeit | 6 |
| 2. | Hintergründe | 6 |
| 3. | Zielsetzung | 7 |
| 4. | Struktur | 7 |
| B | Erklärung regenerativer Energiequellen | 9 |
| 1. | Begriffe und Definitionen | 9 |
| 1.1 | Regenerative Energiequellen | 9 |
| 1.2 | Neue Energiequellen | 10 |
| 1.3 | Fossile Energieträger | 10 |
| 2. | Darstellung der Funktionsweise regenerativer Energietechniken | 11 |
| 2.1 | Geothermie | 11 |
| 2.2 | Solarenergie | 12 |
| 2.3 | Biomasse | 13 |
| 2.4 | Windenergie | 16 |
| 2.5 | Wasserkraft | 17 |
| 3. | Energieumwandlungsschritte | 18 |
| 4. | Technische Bewertung | 19 |
| 5. | Energiepotentiale | 20 |
| C | Theoretische Grundlagen | 22 |
| 1. | Analyse der globalen Rahmenbedingungen | 22 |
| 1.1 | Ökonomische Faktoren | 22 |
| 1.2 | Politisch-rechtliche Faktoren | 23 |
| 1.3 | Soziokulturelle Faktoren | 23 |
| 1.4 | Geographische Faktoren | 25 |
| 2. | Branchenanalyse | 25 |
| 2.1 | Branchenstruktur | 25 |
| 2.2 | Branchenentwicklung | 29 |
| D | Praktische Analyse | 31 |
| 1. | Globale Rahmenbedingungen im Baltikum | 31 |
| 1.1 | Vorstellung der baltischen Länder | 31 |
| 1.2 | Ökonomische Faktoren | 34 |
| 1.3 | Politisch-rechtliche Faktoren | 39 |
| 1.4 | Soziokulturelle Faktoren | 43 |
| 1.5 | Geographische Faktoren | 47 |
| 1.6 | Zwischenfazit globale Rahmenbedingungen | 48 |
| 2. | Branchenanalyse | 49 |
| 2.1 | Branchenstruktur Estland | 49 |
| 2.2 | Branchenstruktur Lettland | 62 |
| 2.3 | Branchenstruktur Litauen | 73 |
| 2.4 | Erwartungs-Energiepotentiale für regenerative Energiequellen im Baltikum | 82 |
| 3. | Die Entwicklung regenerativer Energien im Baltikum | 84 |
| 3.1 | Schlüsselfaktoren | 84 |
| 3.2 | Hypothesenbildung | 85 |
| E | Expertenbefragung | 86 |
| 1. | Hintergrund und Ziel der Untersuchung | 86 |
| 2. | Methodisches Vorgehen | 86 |
| 2.1 | Methodik | 86 |
| 2.2 | Erhebungsdesign | 86 |
| 2.3 | Durchführung der Befragung | 87 |
| 3. | Auswertung | 89 |
| F | Fazit | 91 |
| Abbildungsverzeichnis | 92 | |
| Tabellenverzeichnis | 93 | |
| Abkürzungsverzeichnis | 94 | |
| Umrechungsfaktoren | 95 | |
| Quellenverzeichnis | 96 | |
| Anhang | 100 |
Textprobe:
Kapitel D.1, Globale Rahmenbedingungen im Baltikum:
Dieses Kapitel befasst sich mit den branchenunabhängigen Rahmenbedingungen, die auf den drei Ländermärkten des Baltikums - Estland, Lettland und Litauen - gegeben sind. Wie in Kapitel 1 der theoretischen Grundlagen beschrieben, werden dazu wichtigen Faktoren der Wirtschaft, der Politik, des Rechtssystems sowie der Kultur betrachtet.
Bevor die einzelnen Faktoren der globalen Umwelt im Detail betrachtet werden, werden die baltischen Länder in Form einer kurzen Einführung vorgestellt.
Kapitel 1.1, Vorstellung der baltischen Länder:
Der Begriff „Baltikum“ umfasst die Länder Estland, Lettland und Litauen und beschreibt damit den östlich gelegenen Teil Nordeuropas. Auch die zu Russland gehörende Oblast Kaliningrad als nördlicher Teil des früheren Ostpreußens wird als Teil des Baltikums angesehen. Für den weiteren Verlauf der Arbeit werden jedoch nur die Länder Estland, Lettland und Litauen betrachtet Kapitel 1.1, Estland:
Die Republik Estland ist der kleinste und zugleich nördlichste baltische Staat mit einer Fläche von 45.227 qkm, was etwa der Größe Niedersachsens entspricht. Wie auf Abb. 11 ersichtlich ist, grenzt Estland im Süden an Lettland und im Osten an Russland. Aufgrund seiner geographischen Nähe zu Finnland ist Estland stark an die nordischen Länder angebunden. Dies äußert sich auch in den im Land gesprochenen Sprachen Estisch und Finnisch, welche beide zu der finno-ugerischen Sprachgruppe gehören. Estisch ist einzige Landessprache. Als Geschäftssprachen gelten in Estland Estisch, Russisch, Englisch und vereinzelt Deutsch.
Estland hat eine Gesamtbevölkerung von 1,34 Mio. Einwohnern, von denen ein Drittel in der estischen Hauptstadt Tallin lebt. Die Bevölkerung Estlands setzt sich zu etwa 68% aus Esten, zu 26% aus Russen und zu 2% aus Ukrainern zusammen.
Eine der tragenden Rollen für die estische Wirtschaft ist die Holzwirtschaft, da Estland knapp zur Hälfte bewaldet ist. Im Nordosten des Landes wird Ölschiefer abgebaut, eine wichtige Rohstoffressource des Landes. Rund 25% der Landesfläche werden landwirtschaftlich genutzt, was einen weiteren großen Wirtschaftszweig, die Nahrungsmittelindustrie, erklärt. Eine immer größer werdende Branche ist die Elektronik, vor allen die Informations- und Kommunikationstechnologien, die sich durch den Einfluss der skandinavischen Staaten stark entwickelt haben.
Im Jahr 1992 erlangte Estland seine Unabhängigkeit zurück und ist seit dem 01. Mai 2004 einer von zehn neuen Mitgliedstaaten der Europäischen Union. Die Landeswährung ist die estische Krone (1 EUR = 15,6 EEK), die Einführung des Euros ist für 2010 geplant.
Kapitel 1.2, Lettland:
Die Republik Lettland ist der mittlere der drei baltischen Staaten und grenzt nördlich an Estland, südlich an Litauen und im Osten an Russland und Belarus. Die Republik hat eine Grundfläche von 64.589 qkm und ist damit etwas kleiner als der Freistaat Bayern. Von den 2,28 Mio. Einwohnern sind etwa 57% Letten und 30% Russen, die restliche Bevölkerung setzt sich aus Weißrussen, Ukrainern, Polen und Litauern zusammen. Dementsprechend sind die gesprochenen Sprachen hauptsächlich Lettisch, Russisch und Englisch, vereinzelt wird zudem Deutsch gesprochen. Als Landessprache wird jedoch nur Lettisch bezeichnet. Knapp ein Drittel der Bevölkerung lebt in der Hauptstadt Riga.
Die lettische Landschaft zeichnet sich durch eine vorwiegend flache und leicht hügelige Landschaft aus und zählt mit einer Waldfläche von 47% der Landesfläche zu den waldreichsten Staaten Europas. Wie auch in Estland ist in Lettland die Holzindustrie der wichtigste Wirtschaftszweig, gefolgt von Elektronindustrie und Maschinenbau sowie chemischer und pharmazeutischer Industrie. Landeswährung ist der lettische Latt (1 EUR = 0,71 LVL), der 2010 durch den Euro ersetzt werden soll. Lettland ist seit dem 01. Mai 2004, einen Monat nach dem Eintritt in die NATO, Mitglied der Europäischen Union.
Kapitel 1.3, Litauen:
Mit einer Fläche von 65.300 qkm und einer Einwohnerzahl von 3,38 Mio. ist die Republik Litauen der größte und bevölkerungsreichste der baltischen Staaten. Mehr als zwei Drittel der Einwohner leben in den Städten Kaunas, der Hauptstadt Vilnius oder der Hafenstadt Klaipèda. Das Land grenzt im Norden an Lettland, im Südosten an Belarus und im Südwesten an Polen. Ebenso wie bei den anderen baltischen Staaten bildet die Ostsee im Westen eine natürliche Landesgrenze. Die litauische Bevölkerung setzt sich aus 83,5% Litauern, 6,7% Polen, 6,3% Russen sowie 3,5% anderen Nationalitäten zusammen. Landessprache ist Litauisch, Geschäftssprachen sind Litauisch, Russisch, Englisch und vereinzelt Deutsch.
Charakteristisch für das litauische Landschaftsbild sind die vielen Flüsse und Seen sowie große bewaldete Flächen, die knapp ein Drittel der Landesfläche ausmachen. Aufgrund der geringen Erdöl- und Erdgasvorkommen von Natur aus rohstoffarm, stellen für Litauen Holz, Ton und Sand die wichtigsten natürlichen Ressourcen dar. Industriezentren befinden sich in und um Vilnius herum, wo vor allem die Metallverarbeitungs- und Maschinenbaubranche sowie der Baustoff- und Nahrungsmittelsektor angesiedelt ist. In der Hafenstadt Klaipas sind zudem Schiffbau- und Lebensmittelindustrie angesiedelt. Die litauische Landeswährung sind Litas (1 EUR = 3,45 LTL). Seit dem 01. Mai 2004 ist auch Litauen ein Mitgliedsstaat der Europäischen Union, die Einführung des Euros ist für 2010 geplant.
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http://www.diplom.de/ean/9783836608848
Arbeit zitieren:
Blaschke, Cornelia September 2007: Das Marktpotential regenerativer Energien, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Marketing, Erneuerbare Energien, Markenpotential, Ernergiewirtschaft, Osteuropa



