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Markteintritts- und Marktbearbeitungsstrategien am Beispiel des chinesischen Automobilmarkts

Markteintritts- und Marktbearbeitungsstrategien am Beispiel des chinesischen Automobilmarkts
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Thomas Schriewer
  • Abgabedatum: März 2003
  • Umfang: 111 Seiten
  • Dateigröße: 570,1 KB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Universität Bremen Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-6914-6
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-6914-6 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-6914-6 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Schriewer, Thomas März 2003: Markteintritts- und Marktbearbeitungsstrategien am Beispiel des chinesischen Automobilmarkts, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Internationales Management, Automobilindustrie, China, Internationalisierung von Unternehmen

Diplomarbeit von Thomas Schriewer

Zusammenfassung:

Diese Arbeit beschreibt insbesondere die Entwicklung des chinesischen Automobilmarkts mit Beginn der ersten Schritte internationaler Automobilunternehmen, diesen Zukunftsmarkt zu erschließen. Neben der fundierten Deskription besteht das Ziel dieser Arbeit vornehmlich in der Analyse des Vorgehens der internationalen Unternehmen bei deren Engagement in China. Es ist zu untersuchen, inwieweit Unterschiede bei den Markteintritts- bzw. Marktbearbeitungsstrategien bestehen, oder ob sich Parallelen ausmachen lassen. Dabei beschränkt sich die Arbeit auf die Pkw-Industrie, da die Entwicklung der Industrie der Nutzlastwagen und die der Motorräder im Vergleich zur Pkw-Branche große Unterschiede aufweisen. Insofern lässt sich die gesamte Kfz-Industrie nicht pauschal analysieren, sondern es bedarf einer separaten Bearbeitung.

In Kapitel 2 wird zunächst auf den Begriff der Strategie im Allgemeinen näher eingegangen bevor explizit erklärt wird, um was es sich bei Markteintritts- und Marktbearbeitungsstrategien handelt. Dabei wird ersichtlich werden, dass sich beide Arten von Strategien nicht eindeutig von einander abgrenzen lassen. Anschließend werden in Kap. 2.3 Unternehmen anhand des Zeitpunkts ihres Markteintritts unterschieden. Hierbei werden die Vor- und Nachteile der Alternativen des „First-Mover“ sowie des „Follower“ aufgezeigt.

Kapitel 3 widmet sich der Darstellung und näheren Beschreibung der theoretisch möglichen Strategien, wie ein Unternehmen einen Markt erschließen und bearbeiten kann. Dabei werden lediglich die für den chinesischen Automobilmarkt vornehmlich relevanten Strategien und in der in Kap. 2.2 logisch beschriebenen Reihenfolge betrachtet. So werden zuallererst der Export, daran anschließend die Lizenzvergabe, ferner das Joint Venture und schließlich die Gründung einer Tochtergesellschaft dargestellt. Die Ausführung der jeweiligen Strategien erfolgt nach einem bestimmten Schema. Zunächst wird die Strategie charakterisiert, anschließend werden deren Vorteile und Motive sowie deren Nachteile und Herausforderungen beschrieben. Zum Schluss werden die Rahmenbedingungen und Hintergründe für das Engagement in China bzgl. der jeweiligen Strategiealternative dargestellt. Dieses Kapitel liefert die theoretische Basis für das darauffolgende Kapitel.

In Kapitel 4 wird das Vorgehen der internationalen Automobilunternehmen und deren Engagement in China dargestellt. Die Unterkapitel 4.1 bis 4.4 sind nochmals in vier Abschnitte unterteilt. Jedes Unterkapitel widmet sich einem Unternehmen (American Motors Corporation, Volkswagen, Peugeot und Citroën), wobei alle Unternehmen (bis auf Citroën) zu den Pionieren („First-Mover-Strategie“) zählen. Die vier Abschnitte stellen die Entwicklung und Entstehung des Engagements in China des jeweiligen Unternehmens dar. Ferner werden Motivation und Ziele, verfolgte Markteintritts- und Marktbearbeitungsstrategien sowie Probleme und Herausforderungen aufgezeigt. Die in Kapitel 4.5 dargestellten sechs international tätigen Unternehmen haben erst relativ spät begonnen, den chinesischen Automobilmarkt zu erschließen. Daraus kann abgeleitet werden, dass sie die sog. „Follower-Strategie“ verfolgen. Aufgrund der noch sehr jungen Geschichte der Unternehmen auf dem chinesischen Markt existieren noch relativ wenige Informationen, so dass diese sechs Unternehmen nicht mit Hilfe des vorherigen Vorgehens dargestellt werden können.

Kapitel 5 stellt eine sog. Synopsis dar. Zunächst werden anhand einer Tabelle (s. Anhang, S. 92 ff., Tab. 3) die im vorherigen Kapitel dargestellten Unternehmen mit Hilfe von drei Kriterien miteinander verglichen. Dabei spielen sowohl der Zeitpunkt des Markteintritts als auch die verfolgten Markteintritts- und Marktbearbeitungsstrategien sowie die Motive und Ziele der Unternehmen eine Rolle. Aufbauend auf dieser tabellarischen Darstellung lassen sich Unterschiede und Parallelen in dem Verhalten der Unternehmen feststellen und analysieren. Darüber hinaus wird der Wandel in der chinesischen Automobilindustrie zwischen den 80er und den 90er Jahren dargestellt. Hierbei wird sowohl auf die Politik der chinesischen Regierung als auch auf die Vorgehensweise der internationalen Unternehmen eingegangen.

Kapitel 6 stellt das Fazit dar, in dem neben der abschließenden Analyse der Marktbearbeitung durch die internationalen Unternehmen Prognosen und Perspektiven für den chinesischen Automobilmarkt aufgestellt werden. Durch den im Jahre 2001 erfolgten Beitritt Chinas zur WTO werden in der Zukunft viele Veränderungen u.a. für die chinesische Wirtschaftspolitik entstehen. Insofern werden einige zuvor noch bestandene gesetzliche Vorschriften geändert werden müssen. Ferner wird mit zunehmender Öffnung bzw. Liberalisierung des Marktes der Wettbewerb an Intensität zunehmen. Der chinesische (Automobil-) Markt gehört zu einem der bedeutendsten Wachstumsmärkte der Zukunft.

Inhaltsverzeichnis:

I. Inhaltsverzeichnis I-III
II. Abbildungs- und Tabellenverzeichnis IV
III. Abkürzungsverzeichnis V
1. Einführung 1
1.1 Entwicklung und Bedeutung der chinesischen Automobilindustrie 1
1.2 Ziel und Aufbau der Arbeit 3
2. Theoretischer Gestaltungsrahmen 6
2.1 Definition von Strategie 6
2.2 Kurze Charakterisierung von Markteintritts- und Marktbearbeitungsstrategien 8
2.3 Timingstrategien 10
3. Markteintritts- und Marktbearbeitungsstrategien 13
3.1 Export 13
3.1.1 Charakterisierung des Exports 13
3.1.2 Vorteile und Motive des Exports 15
3.1.3 Nachteile und Probleme des Exports 16
3.1.4 Rahmenbedingungen für den Export nach China 17
3.2 Lizenzvergabe 18
3.2.1 Charakterisierung der Lizenzvergabe 18
3.2.2 Vorteile und Motive der Lizenzvergabe 20
3.2.3 Nachteile und Probleme der Lizenzvergabe 21
3.2.4 Rahmenbedingungen bei der Lizenzvergabe nach China 23
3.3 Joint Ventures 24
3.3.1 Charakterisierung von Joint Ventures 24
3.3.2 Vorteile und Motive von Joint Ventures 26
3.3.3 Nachteile und Probleme von Joint Ventures 27
3.3.4 Rahmenbedingungen für die Gründung von Joint Ventures 29
3.4 Tochtergesellschaften 31
3.4.1 Charakterisierung von Tochtergesellschaften 31
3.4.2 Vorteile und Motive bei der Gründung von Tochtergesellschaften 33
3.4.3 Nachteile und Probleme bei der Gründung von Tochtergesellschaften 35
3.4.4 Rahmenbedingungen bei der Gründung von Tochtergesellschaften in China 36
4. Erschließung und Bearbeitung des chinesischen Automobilmarkts von internationalen Unternehmen 39
4.1 Engagement von American Motors Corporation bzw. von Chrysler in China 39
4.1.1 Entstehung und Entwicklung des Engagements 39
4.1.2 Motive und Ziele der beteiligten Partner 42
4.1.3 Verfolgte Markteintritts- und Marktbearbeitungsstrategien 45
4.1.4 Probleme und Herausforderungen bei dem Engagement 46
4.2 Engagement von Volkswagen in China 49
4.2.1 Entstehung und Entwicklung des Engagements 49
4.2.2 Motive und Ziele der Volkswagen AG und ihrer chinesischen Partner 52
4.2.3 Verfolgte Markteintritts- und Marktbearbeitungsstrategien 54
4.2.4 Probleme und Herausforderungen bei dem Engagement 56
4.3 Engagement von Peugeot in China 58
4.3.1 Entstehung und Entwicklung des Engagements 58
4.3.2 Motive und Ziele von Peugeot und Guangzhou 59
4.3.3 Verfolgte Markteintritts- und Marktbearbeitungsstrategien 60
4.3.4 Probleme und Herausforderungen bei dem Engagement 60
4.4 Engagement von Citroën in China 61
4.4.1 Entstehung und Entwicklung des Engagements 61
4.4.2 Motive und Ziele von Citroën und Dong Feng Motor 64
4.4.3 Verfolgte Markteintritts- und Marktbearbeitungsstrategien 66
4.4.4 Probleme und Herausforderungen bei dem Engagement 66
4.5 Engagement von international führenden Automobilunternehmen in China in den 90er Jahren 67
4.5.1 Engagement von Honda in China 67
4.5.2 Engagement von Toyota in China 68
4.5.3 Engagement von General Motors in China 71
4.5.4 Engagement von Ford in China 73
4.5.5 Engagement von BMW 73
4.5.6 Engagement von Daimler-Benz bzw. von Daimler-Chrysler in China 74
5. Vergleich des Markteintritts und der Marktbearbeitung der internationalen Unternehmen 76
5.1 Unterschiede bei den Motiven und Zielen 76
5.2 Unterschiede hinsichtlich der Entstehung des Engagements in China 78
5.3 Chinas Automobilindustrie im Wandel 80
5.3.1 Der Markteintritt von ausländischen Unternehmen in den 80er Jahren 80
5.3.2 Der Markteintritt von ausländischen Unternehmen in den 90er Jahren 82
5.3.3 Schlussfolgerungen 84
6. Schlussbetrachtung 85
6.1 Die Automobilindustrie in China 85
6.2 Rückblick und Perspektiven für den Wirtschaftsstandort China 88
Anhang 92
Literaturverzeichnis 98
Erklärung

Automatisiert erstellter Textauszug:

von der chinesischen Regierung zu einem Modell Joint Venture erklärt und hatte somit eine Art Vorbildfunktion für andere Kooperationen zwischen chinesischen und ausländischen Unternehmen und genoss oberste Priorität. 116 In dem Joint Venture Vertrag wurde u.a. festgelegt, dass ein neuer Jeep neben dem alten chinesischen Jeep 212 in Beijing hergestellt werden sollte. In späteren Verhandlungen einigten sich beide Seiten auf die Produktion des "Cherokees". Da der Produktionsbetrieb in Beijing und die gesamte Zulieferindustrie in China nicht den Qualitätsanforderungen genügten, mussten die gesamten Komponenten des "Cherokees" bei Produktionsbeginn in China aus den USA importiert werden. Somit schufen der Joint Venture Vertrag und anschließende Detailabkommen den Grundstein für Exporte nach China. [...]

4.1.3 Verfolgte Markteintritts- und Marktbearbeitungsstrategien Sowohl AMC als auch Chrysler verfolgten drei grundlegende Strategien, um den chinesischen Markt zu erschließen bzw. zu bearbeiten. Als Grundlage für die Verfolgung und Realisierung der Exporttätigkeit nach China und aus China heraus in andere asiatische Länder dient das 1983 gegründete Joint Venture, Beijing Jeep Company Ltd. Dabei hält AMC 31% und BAW 69% an dem Gemeinschaftsunternehmen, wobei die Anteile in unterschiedlicher Ausprägung in Sach- und Bareinlagen erbracht wurden. AMC bzw. Chrysler wurde das Recht eingeräumt, ihr Anteil am Joint Venture bis auf 50% zu erhöhen, in dem sie die im Laufe der Zeit ausgeschütteten Dividenden nicht in die in den USA ansässige Unternehmenszentrale transferierten, sondern diese für die Aufstockung des Anteils am Joint Venture verwenden. [...]

an den Wunsch, einen Jeep zusammen mit den Amerikanern zu entwickeln. 113 Für dieses neue Modell (Nachfolger des Jeep 212) bestanden in den chinesischen Reihen schon sehr genaue Vorstellungen. Der Jeep sollte, wie sein Vorgänger, den China mit Hilfe von der Sowjetunion gebaut hatte, dem chinesischen Militär dienen. Aufgrund von zu hohen Entwicklungskosten sowie Zeitverlusten, und dem unguten Gefühl der Amerikaner, dem chinesischen Militär zu neuer Technologie zu verhelfen, wurde dieses Vorhaben der Chinesen niemals verwirklicht. Zudem standen auf Seite von AMC eigene Interessen im Vordergrund, denn durch die Produktion des "Cherokees" konnten sie mit den Exporten der gesamten Komponenten nach China zusätzliche Einnahmen realisieren. 114 [...]

Arbeit zitieren:
Schriewer, Thomas März 2003: Markteintritts- und Marktbearbeitungsstrategien am Beispiel des chinesischen Automobilmarkts, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Internationales Management, Automobilindustrie, China, Internationalisierung von Unternehmen

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