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Marktchancen des digitalen Fernsehens

Marktchancen des digitalen Fernsehens
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Florian Breunig
  • Abgabedatum: Juli 1997
  • Umfang: 186 Seiten
  • Dateigröße: 1,2 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Ludwig-Maximilians-Universität München Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-3200-3
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-3200-3 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-3200-3 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Breunig, Florian Juli 1997: Marktchancen des digitalen Fernsehens, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Medienökonomie, Digitalisierung, Neue Medien, Fernsehmarkt, Mediennutzungsforschung

Diplomarbeit von Florian Breunig

Zusammenfassung:

Prof. Dr. Hans-Bernd Brosius, Ordinarius empirische Kommunikationsforschung an der LMU München, über „Marktchancen des digitalen Fernsehens“:

„Das digitale Fernsehen und seine Folgen für die Gesellschaft sind in aller Munde. Gleichzeitig ist das aktuelle Wissen in der Öffentlichkeit über Voraussetzungen und Folgen der neuen Technologie eher gering.

Diese Arbeit versucht, die Diskussion zu versachlichen und einen soliden Informationshintergrund zu schaffen. Die Untersuchung analysiert die Auseinandersetzung um die Markteinführung des digitalen Fernsehens und stellt ihre wirtschaftliche, politischen und technischen Hintergründe dar. Der Autor untersucht hierfür die heutige Marktsituation und die Position der Akteure. Die Untersuchung basiert auf umfangreichem schriftlichem Datenmaterial und Interviews mit führenden deutschen Medienexperten, die prognostisch in Form eines Szenarios zusammengefaßt werden.

Das Buch richtet sich an Fachleute der Medienbranche, Lehrende und Studierende der Kommunikationswissenschaft und an interessierte Laien".

Inhaltsverzeichnis:

1. Einführung: Quellen und Terminologie
2. Digitales Fernsehen: Begriff und technischer Rahmen
2.1 Neue Übertragungstechnik, neue Möglichkeiten
2.1.1 Grundlagen: Analoge Fernsehbilder
2.1.2 Weniger Bandbreite, mehr Kanäle
Der MPEG-Standard: Basis für digitale Bilder
Kanalvervielfachung durch Multiplexing
2.1.3 Neue Kommunikationsdienste und Angebote
Pay-per-Channel (Pay-TV)
Near Video-on-Demand (NVoD) und Video-on-Demand (VoD)
„Multi-Channeling“
„Pay-per-View“
„Elektronischer Kiosk“
Weitere Kommunikationsdienste
2.1.4 Endgeräte: Die „Set-Top-Box“
2.1.4.1 Die „d-Box“ von Nokia und Beta Technik
Internet-Zugang mit der d-Box
„T.O.N.I.“
2.1.4.2 Die Mediabox von Philips
„PEP“ - Premieres elektronischer Programmführer
2.1.4.3 Weitere Set-Top-Boxen
2.1.4.4 Die Suche nach Kompatibilität: Simulcrypt und Simulcast
2.1.5 Interaktivität
2.1.6 Deutsche Multimedia-Pilotprojekte
2.2 Übertragungswege: Gegebenheiten und Möglichkeiten
2.2.1 Satellitennetze
Digitales Fernsehen über Satellit
2.2.2 Breitbandkabel-Verteilnetze (BK-Netze)
Digitales Fernsehen im Kabel
2.2.3 Weitere Übertragungswege
Terrestrische Sendernetze
Glasfaser und ATM-Netze
Telefonwählnetz
2.3 Begriffsbestimmung „digitales Fernsehen“
2.4 Expertenaussagen zur technischen Entwicklung
2.5 Zusammenfassung
3. Digitale Revolution im Fernsehen:
Ökonomischer Rahmen für neue Angebote
3.1 Der deutsche Fernsehmarkt
3.1.1 Marktsituation zum Start digitaler Programmangebote
Fernsehen: Markt oder Marktplatz?
Marktteilnehmer
Wirkungskette Programm – Werbung
Teure Programmrechte
Teure Netze
Fernsehen als Werbeträger:
Die Suche nach der verlorenen Zielgruppe
Digitale Folgen für die Marktforschung
Expertenaussagen zur Marktsituation
3.1.2 Fernsehnutzungsverhalten der Konsumenten
Sehdauer und Zufriedenheit mit dem Angebot
Verdrängung oder Ergänzung?
Spartennutzung: Die Suche nach dem USP
Konsumentenverhalten - die „Early Adopters“
Akzeptanz neuer Dienste
Expertenaussagen zum Nutzungsverhalten
3.2 Der digitale TV-Kiosk heute - Buketts und Tarife
3.2.1 Digitales Fernsehen in Deutschland: Anbieter und Angebote
Die MMBG und RTL
DF1 - „Das Digitale Fernsehen“
Kanäle und Dienste von DF1
Die DF1-Paketierung
Premiere digital
ARD und ZDF
Arte
Pro Sieben Business TV
3.2.2 Kommunikations- und Marketingpläne digitaler Spartenanbieter
DF1
Premiere digital
ARD und Arte
Pro Sieben
3.3 Digitales Fernsehen im internationalen Rahmen
USA
Großbritannien
Frankreich
Spanien
Italien
Niederlande, Belgien und Skandinavien
Ausgaben für audiovisuelle Medien
Vergleichbarkeit mit Deutschland
3.4 Experteneinschätzungen zur Marktentwicklung
3.5 Zusammenfassung: Wettbewerbsmarkt Fernsehen
4. Kommunikationspolitische Aspekte des digitalen Fernsehens
4.1 Rundfunkbegriff und digitale Spartenkanäle
„Negativliste“
4.2 Normative Vorgaben für Rundfunk und Telekommunikation
EG Fernsehrichtlinie und Rundfunkstaatsvertrag
Die Landesmediengesetze
Das Telekommunikationsgesetz
Datenschutz im TKG
4.3 „Plattform-Neutralität“
Packaging
Conditional Access
Präsentation über den EPG
Das „Drei Gruppen Modell“
4.3.1 „Electronic Programm Guides“ (EPG)
4.3.2 Vielfalt im digitalen Fernsehen
4.4 Expertenaussagen zur Plattformproblematik
4.5 Zusammenfassung: Free TV - Fernsehen für Arme?
5. Interpretative Zusammenfassung der Expertenaussagen
6. Zusammenfassung der Ergebnisse
6.1 Szenario 2006
Prognosezeitraum und Voraussetzungen
Einschränkung
Bandbreiten-Szenario für die nächsten zehn Jahre
6.2 Schlußbetrachtung
Ausblick

Automatisiert erstellter Textauszug:

Digital Subscriber Line, ADSL) läßt aber seit kurzem an einen solchen Einsatz denken. ADSL soll es ermöglichen, das vorhandene Kupferleitungsnetz zu nutzen, um parallel zum Telefonkanal einen breitbandigen Datenkanal von 2 bis 8Mbit/s zu realisieren. Nach dem derzeitigen Stand der Technik läßt sich so zusätzlich eine TV-Übertragung in Videorecorder (VHS)-Qualität erreichen. Die British Telecom (BT) kam nach Versuchen mit ADSL zu dem Ergebnis, daß 90% der britischen Haushalte auf diesem Wege mit breitbandigen Diensten versorgt werden könnten. Für die BT, die im Gegensatz zur Deutschen Telekom über kein eigenes Breitband-Kabelnetz verfügt, stellt ADSL die einzige Möglichkeit dar, „in relativ kurzer Zeit interaktive Fernsehdienste anzubieten.“144 [...]

Die Glasfasertechnologie ermöglicht den kostengünstigen Einsatz neuer, schneller Übertragungsverfahren wie dem sogenannten Asynchronous Transfer Mode (ATM). ATM steht für ein paketorientiertes Übertragungsprotokoll, das in Zukunft für multimediale Dienste in breitbandigen interaktiven Netzen (sogenannten „Full-Service-Networks“) von großer Bedeutung werden kann. Nach diesem Protokoll werden die anfallenden Datenströme - unabhängig von ihrem Inhalt - in Pakete gleicher Länge zerlegt, mit einer Zielinformation versehen, im Multiplex mit anderen Datenpaketen über das Übertragungsmedium geschleust und am Ziel wieder in ihrer ursprünglichen Form zusammengefügt. Damit wird es möglich, künftigen Anwendungen eine Datenstruktur zugrunde zu legen, die vom Übertragungsmedium weitgehend unabhängig ist und damit vorhandene Netze (ISDN, Datex-P, u.a.) in das ATM-Protokoll, das Übertragungsraten von bis zu 155 Mbit/s erlaubt (dreimal mehr als ein heutiger Satellitentransponder), zu integrieren.141 Ende 1995 existierten bereits an 20 Standorten in Deutschland ATMEinwahlknoten mit Übertragungsgeschwindigkeiten von 2, 34 und 155 MBit/s im Rahmen eines Versuchs der Deutschen Telekom.142 Die Normierung der ATMTechnologie ist jedoch noch nicht abgeschlossen.143 Telefonwählnetz Unter dem Aspekt der flächendeckenden Verfügbarkeit ist das Telefonnetz der Telekom führend: 98% der deutschen Haushalte verfügen über einen Telefonanschluß. Allerdings war die in diesem Wählnetz verwendete KupferDoppelader bisher viel zu schmalbandig, um für Bewegtbildübertragungen Verwendung finden zu können. Eine neues Übertragungsverfahren (Asymetric [...]

2.2.3. Weitere Übertragungswege Außer über Breitbandkabel- und Satellitenverteilnetze kann digitales Fernsehen auch über andere Netzinfrastrukturen verbreitet werden. Diese Techniken terrestrische Sender, Glasfaser- und ATM-Netze und sogar das naturgemäß äußerst schmalbandige zweiadrige Telefonnetz - stecken mit Blick auf Rundfunkübertragung jedoch noch in der Versuchsphase und sind für die Markteinführung des digitalen Fernsehens in Deutschland nicht von Bedeutung. Sie sollen hier insoweit aber kurz erwähnt werden, als sie vermutlich in Zukunft für Rundfunkdienste von Bedeutung sein werden oder als Grundlage für künftige interaktive Dienste bereits von Bedeutung sind. Terrestrische Sendernetze Auch für den terrestrischen Empfang bietet digitaler Rundfunk neue Möglichkeiten, weshalb die terrestrische Ausstrahlung von digitalen Fernsehangeboten (DVB-T) anfangs ein Fernziel der DVB-Pilotprojekte131 war. In Anbetracht des gut ausgebauten Breitbandkabelnetzes zeichnen sich jedoch in Deutschland inzwischen kaum mehr Anwendungsmöglichkeiten und potentielle Angebote ab,132 die über ein terrestrisches Digital-TV-Netz zu verbreiten wären, weshalb man inzwischen von diesem Ziel abgerückt ist und sich auf die Standardisierung von digitalen Übertragungsverfahren in Satelliten- und BKNetzen konzentriert.133 In Deutschland sind zudem nur die UHF-Kanäle 61 bis 69 gering genug belegt, um für DVB-T verfügbar zu sein.134 Die analoge terrestrische Rundfunkversorgung in der Bundesrepublik ist so gut wie flächendeckend: der Versorgungsstand der terrestrischen Übertragung hat schon 1988 für das [...]

Arbeit zitieren:
Breunig, Florian Juli 1997: Marktchancen des digitalen Fernsehens, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Medienökonomie, Digitalisierung, Neue Medien, Fernsehmarkt, Mediennutzungsforschung

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