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Marktchancen für einen Immobiliendienstleister

Marktchancen für einen Immobiliendienstleister
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Martin Schnell
  • Abgabedatum: Mai 2001
  • Umfang: 125 Seiten
  • Dateigröße: 3,5 MB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Universität Leipzig Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-4425-9
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-4425-9 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-4425-9 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Schnell, Martin Mai 2001: Marktchancen für einen Immobiliendienstleister, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Dienstleistung, Facilty Management, Immobilien, Marketing, Outsourcing

Diplomarbeit von Martin Schnell

Gang der Untersuchung:

Die Arbeit hatte zum Ziel, für ein konkretes Immobiliendienstleistungsunternehmen, die Montan Wohnungsgesellschaft, einen Überblick über die Marktsituation zu geben und anschließend Wege zur Marktbearbeitung aufzuzeigen. Dabei erfolgte eine Beschränkung auf die ausschließliche Betrachtung der Kundengruppe der Immobilieneigentümer. Anforderungen der Mietkunden wurden nicht untersucht.

Dazu wurde im 1. Abschnitt die MWG vorgestellt und, soweit möglich, die derzeitigen Probleme skizziert. Es sollte deutlich gemacht werden, welche Erfahrungen das Unternehmen bereits aufweisen kann und wo derzeit noch Mängel bestehen.

Der zweite Abschnitt erfolgte mit der Intention, das Konzept des Facilities Managements unter Outsourcingaspekten zu betrachten. Die gefundenen Möglichkeiten lassen ein breites Betätigungsfeld vor allem während der Nutzungsphase der Immobilien vermuten. Die Auswertung verschiedener Analysen sowie einer eigenen Befragung zeigen, dass in der Praxis ein externes FM nur teilweise erfolgt. Vor allem die eigentlichen Managementprozesse werden von Immobilieneigentümern häufig selbst übernommen. Dafür wurde festgestellt, dass kaum leistungsbezogene Unterschiede zwischen den Immobilieneigentümern vorhanden sind. Ob die Bestände groß oder klein sind, in privatwirtschaftlichen oder öffentlichen Besitz, die Leistungswünsche und Anforderungen an einen externen Dienstleister sind nahezu identisch. Dies ermöglicht eine einfachere Ausgestaltung der Marketinginstrumente.

Der 3. Abschnitt soll Wege zeigen, wie die Erkenntnisse der vorangegangenen Abschnitte umgesetzt werden können. Es werden Möglichkeiten diskutiert, wie auf Basis des vorliegenden Datenmaterials Marketingstrategien aussehen könnten und auf welche Weise die Marketinginstrumente zum Einsatz kommen können. Auf diese Weise konnten speziell für die MWG Ansätze gezeigt werden, wie bestehende Mängel abgebaut werden sollten.

Die Arbeit liegt in einer von der MWG für die Veröffentlichung frei gegebenen Form vor. Auf Seite 4 und 5 wurden auf Wunsch des Unternehmens einige Erlöszahlen durch „x“ ersetzt. Diese Zahlen haben jedoch für den eigentlichen Inhalt der Diplomarbeit keine Bedeutung.

Inhaltsverzeichnis:

Vorwort I
Inhaltsverzeichnis III
Abbildungsverzeichnis VI
Tabellenverzeichnis VIII
Abkürzungsverzeichnis X
Index XI
1. Abschnitt: Die Montan Wohnungsgesellschaft mbH (MWG) und ihre derzeitige Situation 1
A. Historische Entwicklung 1
B. Organisatorische Gestaltung und Auftrag 1
I. Die MWG als Tochterunternehmen der TLG 1
a) Rechtsverhältnis zur TLG 1
b) Unternehmerischer Auftrag 2
II. Organisationsstruktur der MWG 3
C. Verwaltete Bestände 4
D. Problembereiche in der Immobilienverwaltung 6
E. Zielstellung für die zukünftige Entwicklung 7
2. Abschnitt: Stellung der MWG auf dem Immobilienmarkt 8
A. Vorrausetzungen für Immobiliendienstleistungen 8
I. Facilities Management als Grundlage für Immobiliendienstleistungen 8
a) Begriffliche Abgrenzung 8
b) Leistungsfähigkeit des Facilities Managements 9
c) Facilities Management für öffentliche Verwaltungen 12
II. Outsourcing von Immobiliendienstleistungen 14
a) Gründe gegen eine rein monetäre Beurteilung von Outsourcing-Vorteilen 15
b) Leistungspakete statt Einzelleistungen 17
B. Der Markt für Immobiliendienstleistungen 18
C. Empirische Erhebung zur Bestimmung von Anforderungen des Dienstleistungsmarktes 20
I. Adressaten der Befragung 20
II. Design des Fragebogens 21
III. Ergebnisse der Befragung 22
a) Darstellung der Häufigkeitsverteilungen 22
1. Herkunft der Probanden 22
2. Verteilung der Immobilienaktivitäten auf die Bundesländer 22
3. Verteilungen zum Immobilienbesitz 23
4. Verteilung der Verkehrswerte 25
5. Bisherige Immobilienverwaltung 26
6. Zukünftige Immobiliendienstleistungen 28
7. Kommunikation und Information 29
8. Eigenschaften der Immobiliendienstleister 31
b) Bildung von homogenen Clustern 33
c) Zusammenhang von Clusterzugehörigkeit und Eigenschaftsausprägung 35
1. Clusterzugehörigkeit und Nutzung externer Dienstleister 35
2. Clusterzugehörigkeit und zukünftig ausgelagerte Leistungen 35
3. Zusammenhang von Clusterzugehörigkeit und Gründen für das Outsourcing 36
4. Clusterzugehörigkeit und Nutzung der Informationsquellen 36
5. Clusterzugehörigkeit und Rangwerte der Dienstleistereigenschaften 37
6. Fazit der Clusteranalyse 37
d) Einfluss der Beurteilung externer Dienstleister auf zukünftige Outsourcing-Überlegungen 37
3. Abschnitt: Gestaltungsmöglichkeiten der Marketinginstrumente 39
A. Immobilienmanagement als Dienstleistungsmanagement 39
I. Zieldefinition im Dienstleistungsmarketing 40
II. Entwicklung von Marketingstrategien 42
a) Strategien für neue Geschäftsfelder 42
b) Gestaltung von Marktfeldstrategien 43
c) Strategie des Wettbewerbsvorteils 45
B. Vier Kriterien einer Marketingkonzeption 46
I. Leistungs- und Preisgestaltung im Rahmen der Angebotspolitik 47
a) Festlegung der Kernleistung 47
b) Zusätzliche Leistungen zur differenzierten Produktgestaltung 48
c) Möglichkeiten der Preisgestaltung 51
II. Absatzwege für die MWG 52
III. Informations- und Kommunikationspolitik 53
C. Von der Kundengewinnung zur Kundenbindung 57
Schlussbemerkung 60
Anhang I - Fragebogen XII
Anhang II - SPSS - Tabellen XVIII
Anhang III - Weitere Grafiken XXXVI
Abstract LII
Quellenverzeichnis LIII
Internetadressen LVII
Lebenslauf LIX
Eidesstattliche Erklärung LXI

Automatisiert erstellter Textauszug:

Mit Hilfe der Clusterung konnten vier Unternehmensgruppen identifiziert werden, welche sich durch unterschiedliche Immobilienportfolios, gemessen an der Nutzfläche, unterscheiden. Weitere Unterschiede hinsichtlich des Outsourcingverhaltens oder Informationsquellen konnten nur bedingt ermittelt werden. So sind die Gründe, die die Unternehmen zur Auslagerung ihrer Immobilientätigkeiten bewegen, nicht nachweislich verschieden. Hinsichtlich der Eigenschaften, welche ein Dienstleister aufweisen sollte, besteht nur bei dem Bekanntheitsgrad ein geringfügiger Unterschied. Letztendlich ist der Bekanntheitsgrad jedoch von untergeordneter Bedeutung, ebenso die Nutzung von Informationsquellen. Fachzeitschriften werden recht häufig genutzt, das Kundencluster 1 (Gewerbe speziell) nutzt diese Quelle sogar etwas verstärkt. Hinter diesem Cluster wurden durch die Clusterbildung rein gewerbliche Immobilien identifiziert. Ein entsprechender Umgang mit der Fachpresse würde in dieses Bild passen. Trotzdem sind mit Blick auf die Anforderungen an einen Dienstleister kaum Unterschiede zu entdecken. Dies würde die Marktausrichtung und Angebotsgestaltung natürlich erleichtern. [...]

Als nächstes soll geprüft werden, ob, abhängig von der Gruppenzugehörigkeit, Unterschiede in der Nutzung der verschiedenen Informationsquellen bestehen. Generell fallen die bezüglich der Wertetabelle (1=sehr häufig, 5= sehr selten) schlechten Mittelwerte (ca. 3) über fast alle Gruppen auf. Lediglich die frei einzutragende Variante weist bessere Gruppenmittel auf und wird „häufig“ genutzt. Die Häufigkeitsverteilung hatte ja gezeigt, dass es sich hierbei vor allem um Ausschreibungen und Empfehlungen bzw. persönliche Kontakte handelt. Die Varianzanalyse zeigt, dass vor allem der Vergleich der Fachzeitschriftennutzung mit einem geringen Signifikanzwert von 0,084 behaftet ist. Daher soll diese Nutzungsart noch mal innerhalb der Gruppen überprüft werden. Dabei wird wieder der Test nach Student – Newman – Keuls genutzt. Die Tabelle 33 zeigt deutlich, dass Unterschiede bezüglich Cluster 1 (Gewerbe speziell) und Cluster 3 (Gewerbe allgemein) bestehen. Noch mal zur Erklärung, Cluster 1 waren jene Unternehmen, welche vorrangig Gewerbeimmobilien besitzen. [...]

Cluster bei 2,00 (keine Auslagerung vorgesehen) liegen, beträgt er für Cluster 1 (Gewerbe speziell) 1,7778. Die Varianzanalyse macht es noch mal deutlich. Mit Signifikanzen von 0,008 bzw. 0,041 muss die Nullhypothese der Gleichheit der Mittelwerte abgelehnt werden. Für eine 95%ige statistische Sicherheit hätte diese mindestens 0,05 betragen müssen. Die Aussage, dass ein Unterschied zwischen den Clustern besteht, sagt jedoch noch nichts darüber, welche Cluster tatsächlich verschieden sind. Um dies zu prüfen wird ein multipler Vergleichstest nach Student – Newman – Keul durchgeführt. Das Ergebnis unterstützt die getroffene Aussage, Cluster 4 weicht signifikant von den anderen Gruppen ab. Daraus kann geschlussfolgert werden, dass Unternehmen, die dem Cluster 4 (Anlagegesellschaften) zugeordnet werden können, einer Auslagerung des Kostenmanagements offener gegenüberstehen, als dies bei den anderen der Fall ist. Der Unterschied in Bezug auf das Vertragsmanagement konnte durch diesen Test nicht signifikant erklärt werden. [...]

Arbeit zitieren:
Schnell, Martin Mai 2001: Marktchancen für einen Immobiliendienstleister, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Dienstleistung, Facilty Management, Immobilien, Marketing, Outsourcing

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