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Marktbearbeitungsmodelle deutscher Automobilhersteller in der VR China und Konturen eines erfolgreichen Geschäftsmodells 2015

Marktbearbeitungsmodelle deutscher Automobilhersteller in der VR China und Konturen eines erfolgreichen Geschäftsmodells 2015
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Pierre Lukas
  • Abgabedatum: Juli 2004
  • Umfang: 109 Seiten
  • Dateigröße: 1,1 MB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Universität der Bundeswehr München Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-8321-0
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-8321-0 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-8321-0 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Lukas, Pierre Juli 2004: Marktbearbeitungsmodelle deutscher Automobilhersteller in der VR China und Konturen eines erfolgreichen Geschäftsmodells 2015, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Prognose, Automobilmarkt, China

Diplomarbeit von Pierre Lukas

Zusammenfassung:

Der südostasiatische Wirtschaftsraum hat sich in den letzten Jahren mit zunehmender Geschwindigkeit zu einem wirtschaftlichen Machtzentrum mit globalen Implikationen entwickelt. Hervorzuheben ist hier die Volksrepublik (VR) China, die aufgrund ihrer Größe und des anhaltend hohen Wirtschaftswachstums zum mächtigsten Land der Region geworden ist. Der chinesische Automobilmarkt, dem vor wenigen Jahren international noch wenig Beachtung geschenkt wurde, produziert mittlerweile jährlich mehr Kraftfahrzeuge (Kfz) als Frankreich und ist somit viertgrößter Automobilproduzent weltweit.

Diese positive Vergangenheit darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass es absehbar Probleme auf dem chinesischen Automobilmarkt geben wird. An dieser Stelle seien beispielhaft die Stichworte Überkapazitäten, ökologische Verantwortung, Armutsgefälle und neue chinesische Automobilindustrie-Politik genannt. Letztere ist für diese Arbeit und die Themenstellung von besonderem Interesse.

Es gilt für alle Marktteilnehmer zu überprüfen, inwieweit sie mit ihrer bisherigen Form der Marktbearbeitung für die angedeuteten Herausforderungen gerüstet sind. Für die weiteren Untersuchungen ist es wichtig, hervorzuheben, dass sich diese Arbeit nicht auf Markteintrittsstrategien beschränkt, wie es eventuell durch den Begriff Marktbearbeitung suggeriert werden könnte. Vielmehr wird ein umfassendes Verständnis von Marktbearbeitung zugrunde gelegt, das sowohl die makro-, die mikroökonomische als auch die unternehmerische Ebene beinhaltet.

Aufgrund der Tatsache, dass Deutschland zum einen bereits seit 1999 der größte europäische Investor in China ist und deutsche Automobilhersteller wie Volkswagen dort einen wichtigen Stützpfeiler ihres Geschäftsergebnisses aufgebaut haben, soll auf das Engagement deutscher Automobilhersteller fokussiert werden. Der Schwerpunkt wird hier wiederum auf dem Personenkraftwagen-Markt liegen.

Diese Arbeit wird an zwei Fallbeispielen darstellen, ob und wie deutsche Automobilhersteller auf die Herausforderungen des chinesischen Automobilmarktes reagiert haben und darauf aufbauend aufzeigen, welche Grundlagen sie heute schaffen müssen, um auch morgen auf diesem Markt bestehen zu können.

Mit dieser Arbeit wird die Forschungsfront um ein weiteres, praxisnahes Untersuchungsfeld ergänzt.

„Der Langsamste, der sein Ziel nicht aus den Augen verliert, geht immer noch geschwinder als der ohne Ziel umherirrt.“ Gotthold Ephraim Lessing.

Adressaten dieser Arbeit sind sowohl Praktiker, die hier aufgezeigte Zusammenhänge und Einflussfaktoren zur Beantwortung der Frage, ob sie für die zukünftigen Herausforderungen auf dem chinesischen Markt vorbereitet sind, verwenden können, als auch Studenten und Dozenten der Wirtschaftswissenschaften, die eine aktuelle Informationsbasis für weitergehende Untersuchungen benötigen. Trotz eines kurzen Einblickes in diverse Bereiche chinesischer Entwicklung und Umweltbedingungen in China, ist Basiswissen über die Vergangenheit und Situation Chinas zum besseren Verständnis hilfreich.

Ziel dieser Arbeit ist es:

- Das Bewusstsein für die Besonderheiten des chinesischen Marktes aus Sicht westlicher Automobilhersteller zu fördern.

- Mittels zweier konkreter Beispiele aufzuzeigen, wie sich Unternehmen auf die besonderen Herausforderungen des Marktes eingestellt haben.

- Deutlich zu machen, dass die momentanen Marktbearbeitungsmodelle deutscher Automobilhersteller den zukünftigen Anforderungen nicht genügen werden.

- Theoretische Lösungsansätze für die besonderen Herausforderungen des chinesischen Automobilmarktes 2015+ zu bieten.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis II
Abkürzungsverzeichnis V
Abbildungsverzeichnis VI
Tabellenverzeichnis VII
Anhangverzeichnis VIII
1. Einweisung 1
1.1 Zur Begründung 2
1.2 Zum Ziel und zum Leser 4
1.3 Zum Vorgehen 5
2. Von der Theorie zur Praxis: Geschäftsmodelle in China 8
2.1 Theoretischer Rahmen 9
2.1.1 Überblick 9
2.1.2 Unternehmensintern 10
2.1.3 Unternehmensextern 12
2.1.4 Zusammenführung 14
2.2 Chinas Entwicklung 15
2.2.1 Sozio-kulturelle Entwicklung 16
2.2.2 Physische und technologische Entwicklung 17
2.2.3 Politisch-rechtliche und ökonomische Gesamtentwicklung 18
2.2.4 Geschichte des Automobilmarktes 21
2.2.5 Es geht nicht ohne China 26
2.3 Der Massenhersteller - Fallbeispiel Volkswagen 27
2.3.1 Gestaltungspolitik und Standortpolitik 27
2.3.2 Kommunikationspolitik 28
2.3.3 Sortimentspolitik 29
2.3.4 Preispolitik 30
2.3.5 Heutige Position und Aussicht 31
2.4 Der Hersteller im Premiumsegment - Fallbeispiel BMW 32
2.4.1 Gestaltungspolitik 32
2.4.2 Standortpolitik 33
2.4.3 Kommunikationspolitik 34
2.4.4 Preis- und Sortimentspolitik 35
2.4.5 Heutige Position und Aussicht 35
2.5 Zwischenstopp: Das Gold glänzt 36
3. China im Jahr 2015+ 37
3.1 Makroökonomie 2015+ 38
3.1.1 Ökonomische Situation 38
3.1.2 Politisch-Rechtliche Situation 40
3.1.3 Sozio-Kulturelle Situation 43
3.1.4 Physische Situation 45
3.1.5 Technologische Situation 46
3.1.6 Resümee Makroökonomie 2015+ 48
3.2 Mikroökonomie 2015+ 51
3.2.1 Marktdatenentwicklung 51
3.2.2 Kundenentwicklung 55
3.2.3 Wettbewerbsentwicklung 56
3.2.4 Lieferanten 58
3.2.5 Vertrieb 60
3.2.6 Resümee Mikroökonomie 2015+ 61
3.3 Zwischenstopp: Wie lange wird das Gold glänzen? 63
4. Konturen eines Geschäftsmodells für 2015+ 64
4.1 Bewertung der Fallbeispiele 65
4.1.1 Szenario 1: Autofabrik der Welt - Optimale Entwicklung 66
4.1.2 Szenario 2: Automarkt der Welt - Mäßige Entwicklung 68
4.1.3 Szenario 3: Autograb der Welt - Pessimistische Entwicklung 70
4.1.4 Resümee Szenarien 72
4.2 Das Geschäftsmodell für den Erfolg (?) 72
4.2.1 Gestaltungspolitik 73
4.2.2 Sortimentspolitik und Preispolitik 76
4.2.3 Kommunikationspolitik 78
4.2.4 Standortpolitik 81
4.3 Zwischenstopp: Man muss das Gold zum glänzen bringen 82
5. Ausblick 84
5.1 Übergeordnete Erkenntnisse 85
5.2 China ist ein „Muss“ 86
Anhang 89
Quellenverzeichnis 94
Eidesstattliche Erklärung 99

Automatisiert erstellter Textauszug:

ten Nachfragemarkt führen wird.135 Ein Markt mit Bedarf an Basistransport in den westlichen Provinzen und ein anderer Markt mit Anspruch an Technologie und Individualität in den Küstengebieten.136 Diese Kluft wurde seitens der Regierung erkannt und soll beseitigt werden. Hierzu werden insbesondere Maßnahmen ergriffen, die in den Bereich Infrastruktur fallen.137 3.1.4 Physische Situation Eine weitere wichtige Frage ist der ökologische Standard in China im Jahr 2015+. Daher ist die Nachricht, dass der chinesische Premierminister auf eine nachhaltige und soweit möglich umweltschonende Wirtschaftsentwicklung setzt,138 als positiv zu werten. So wird zum Beispiel Windenergie bewusst gefördert139 und Steuerermäßigung für schadstoffarme Autos140 gewährt. Im aktuellen Fünfjahresplan werden diverse Aspekte des Umweltschutzes explizit erwähnt: Energieeffizienz und sparsamer Ressourceneinsatz, Aufbau einer Umweltschutzindustrie, Industrielle Wassereinsparung, Aufbau einer Industrie für neue und erneuerbare Energien, Einsatz innovativer Baustoffe.141 Auch wenn der aktuelle Fünfjahresplan nur bis 2006 datiert ist, so hat aber die chinesische Regierung erkannt, dass Wachstum um jeden Preis nicht die Lösung auf Dauer sein kann. Umweltschutz ist inzwischen ein in der chinesischen Verfassung festgeschriebenes Ziel.142 Dies bedeutet aber auch, dass Unternehmen, die in China investieren, diese Punkte zu berücksichtigen haben und hieraus Kosten entstehen. Erfahrungen in westlichen Ländern haben gezeigt, dass ein [...]

Jahr 2000 in China der Fall. Nach Aussage der chinesischen Regierung wird dieses Phänomen über die nächsten Dekaden erhalten bleiben.130 In Anbetracht der hohen Erwerbslosenzahl im ländlichen Bereich ist diese Zahl noch nicht für die Verfügbarkeit von qualifiziertem Personal bedrohlich, kann sich aber dahingehend bemerkbar machen, dass eventuell mit einem höheren Durchschnitt an Krankheitstagen pro Arbeitnehmer oder mit verstärkter Auszahlung von Betriebsrentenrückstellungen kalkuliert werden muss. Auf Basis der Erkenntnisse aus den Kapiteln 2.2.1 und 3.2 lässt sich ableiten, dass es zukünftig eine weitere Öffnung der Gesellschaft für westliche Einflüsse geben wird. Dies wird unter anderem die Vertragsausgestaltung mit und Loyalität gegenüber dem Arbeitgeber verändern.131 Hieraus erwachsen für deutsche Automobilhersteller Vorteile, da sie damit bereits auf dem Heimatmarkt Erfahrungen gesammelt haben. Ein weiterer, häufig vernachlässigter Aspekt ist das zunehmende Markenbewusstsein junger Chinesen.132 Dieser Punkt wurde bereits in Kapitel 2.4.2 angesprochen und dürfte besonders den etablierten Premiumsegmentherstellern zu Gute kommen. Das Auto ist Statussymbol für eine aufstrebende Mittelschicht. Dieser Status drückt sich in China aber nicht primär über die Motorleistung, sondern über Image, Autoform und -ausstattung aus. So lautete eine Grundregel für asiatische Automobilmanager, dass in China „ein Automobil aussehen [muss] wie ein Drache: Es braucht einen Kopf und einen Schwanz.“133 Eine Tendenz, die bereits heute negative Auswirkungen auf große Teile der Bevölkerung hat, ist die immer größer werdende Kluft zwischen Arm und Reich, zwischen Land und Stadt, zwischen Westen und Osten des Landes.134 Dies führt nicht nur zu einer „Mehrklassengesellschaft“ mit unterschiedlich gutem Zugang zu Bildung, sondern auch zu einer infrastrukturellen Vernachlässigung der westlichen Landesteile, was wiederum zu einem heterogenen und segmentier- [...]

Starke Ausrichtung auf Technologietransfer durch o Entwicklung in China. o Aufbau international erfolgreicher Vertriebsstrukturen. Zunehmende Förderung und Implementierung eigener chinesischer Entwicklungszentren.124 Es ist bemerkenswert, dass die WTO solchen eigentlich verbotenen Maßnahmen durch eine Ausnahmeregelung für China zugestimmt hat.125 Es kann vermutet werden, dass die WTO dieser relativ jungen, offenen Volkswirtschaft mit ihren international noch nicht wettbewerbsfähigen heimischen Unternehmen ermöglichen möchte, sich eigenständig zu entwickeln. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass China auch zukünftig trotz WTO Beitritt insbesondere den Automobilmarkt regulieren wird, auch wenn die chinesische Politik grundsätzlich internationalen Entwicklungen folgen wird.126 Aber es gibt auch positive Nebenwirkungen der Marktöffnung, die auch die chinesische Regierung als solche ansieht. Aufgrund von WTOVerpflichtungen werden ausländische Automobilkonzerne in Zukunft Finanzierungsmöglichkeiten für den Autokauf durch unternehmenseigene Finanzinstitute anbieten dürfen.127 Dies wird positive Auswirkungen auf die Nachfrage an Automobilen haben.128 3.1.3 Sozio-Kulturelle Situation Die Bevölkerungsgröße in China wird in Zukunft mit jährlich 1,1 Prozent steigen. So prognostiziert die United Nations Economic and Social Commission for Asia and the Pacific (UNESCAP) für das Jahr 2025 eine Bevölkerungsgröße von 1,45 Mrd. Menschen.129 Nach allgemeinem Verständnis besitzt ein Land eine alternde Gesellschaft, wenn mindestens 10 % der Bevölkerung über 60 Jahre alt ist. Dies ist seit dem [...]

Arbeit zitieren:
Lukas, Pierre Juli 2004: Marktbearbeitungsmodelle deutscher Automobilhersteller in der VR China und Konturen eines erfolgreichen Geschäftsmodells 2015, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Prognose, Automobilmarkt, China

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