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Marktanalyse und Konzeption eines neuen Angebots für die Zielgruppe Best Ager im Touristikbereich

Am Beispiel eines Busunternehmens

Marktanalyse und Konzeption eines neuen Angebots für die Zielgruppe Best Ager im Touristikbereich
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Imke Brokmann
  • Abgabedatum: Februar 2006
  • Umfang: 127 Seiten
  • Dateigröße: 7,3 MB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule für die Wirtschaft Hannover Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-9463-6
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-9463-6 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-9463-6 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Brokmann, Imke Februar 2006: Marktanalyse und Konzeption eines neuen Angebots für die Zielgruppe Best Ager im Touristikbereich, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Tourismus, Senioren, Busreise, Marketingkonzept, Umfrage

Diplomarbeit von Imke Brokmann

Einleitung:

In einer insgesamt angespannten und kritischen Wirtschaftslage ist es wichtig für Unternehmen, ihre Marktchancen zu halten, aber vor allem auch auszubauen und neue Kundenpotentiale zu gewinnen. Anhand der Betrachtung der demographischen Entwicklung, die durch abnehmende Geburtenraten und gleichzeitig durch Erhöhung der Lebenserwartung gekennzeichnet ist, lässt sich erkennen, dass die Zielgruppe der so genannten Best Ager immer mehr an Bedeutung gewinnt.

Ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung wird auch in Zukunft weiter ansteigen, was dieses Marktsegment für Unternehmen sehr wichtig macht. Hinzu kommt, dass sich die Einstellungen und Interessen dieser Zielgruppe stark geändert haben. Diese älteren Konsumenten sind nicht mehr durch Defizite geprägt, sondern nehmen aktiv am Leben teil, sind unternehmungslustig und konsumfreudig. Diese Tatsachen stellen die Zielgruppe der Best Ager als einen immer bedeutenderen Wirtschaftsfaktor dar.

Auch für die Tourismusentwicklung ist die Bevölkerungsstruktur eine wichtige Determinante, das Reiseverhalten gilt als wesentlich von soziodemographischen Faktoren beeinflusst. Kaum eine Dimension der längerfristigen gesellschaftlichen Entwicklung ist so deutlich erkennbar, wie der gegenwärtige und zukünftig absehbare Wandel der Altersstruktur in nahezu allen Industrieländern.

Aber auch ein sich wandelndes Freizeitverhalten, neue Sicherheitslagen, wirtschaftlicher Strukturwandel und technologische Innovationen bedingen, dass sich der Tourismus in einer ständigen Anpassungsnotwenigkeit befindet. Entwicklungen wie die genannten beeinflussen Reisemotive und Reiseverhalten und haben Konsequenzen für die Tourismusbranche, die als bedeutender Wirtschaftsfaktor ihre Wachstumschancen nur über kontinuierliche Anpassung ihrer Angebote sichern kann. Die Problemlösungsfähigkeit und die Wachstumsperspektiven der Tourismuswirtschaft werden demzufolge entscheidend davon abhängen, ob relevante Entwicklungstrends rechtzeitig erkannt und adäquat berücksichtigt werden.

Diese ständige Herausforderung hat sich ohne Zweifel in den ersten Jahren des neuen Jahrtausends erheblich zugespitzt. Insbesondere der Terrorismus, extreme Wetter-ereignisse und die weiter voranschreitende Internationalisierung des Tourismus haben, neben der zunehmend ins allgemeine Bewusstsein gerückten demographischen Alterung der Gesellschaft, die manifeste und latente Verletzbarkeit der Boombranche Tourismus demonstriert.

Die vorliegende Arbeit soll systematisch ein zielgruppenspezifisches Reiseangebot für Best Ager im Touristikbereich, speziell für das Busunternehmen Brokmann, entwickeln. Das Ziel dieser Arbeit liegt darin, durch eine Marktanalyse die Wünsche und Bedürfnisse, aber auch die Anforderungen, die Best Ager an eine Busreise stellen, zu identifizieren und daraus ableitend eine Marketingkonzeption zu entwickeln, die dazu dienen soll, diese Zielgruppe als neue Kunden für ein touristisches Busreiseangebot zu gewinnen.

Das in dieser Arbeit einbezogene Untersuchungsobjekt, das Busunternehmen XYZ aus X, möchte durch die Erkenntnisse und Ergebnisse dieser Arbeit einen für sich neuen Markt erschließen und zukünftig als eigener Reiseveranstalter Busreisen für die Zielgruppe Best Ager anbieten.

Gang der Untersuchung:

Die Arbeit ist in einen theoretischen und einen praktischen Teil untergliedert. Im nachfolgenden theoretischen Teil werden in Kapitel 2 neben der definitorischen Abgrenzung des Begriffs „Best Ager“ und dem demographisch bedingten Stellenwert dieser Bevölkerungsgruppe auch Ausprägungsformen eines Best Ager-Marketing an Hand des Marketing-Mix erläutert sowie grundlegende Problemfelder hinsichtlich dieser Zielgruppe diskutiert.

Kapitel 3 liefert darauf folgend wichtige Informationen über ein Best Ager-Marketing- Management. Der Leser erfährt neben den zielgruppenspezifischen Anforderungen und Wünschen auch die notwendigen Umstellungsoptionen im Marketing-Mix sowie die unterschiedlichen Möglichkeiten der Bildung neuer Zuständigkeiten für die Zielgruppe im Hinblick auf die Marketingorganisation.

Kapitel 4 konkretisiert den Untersuchungsbereich auf den Tourismussektor und speziell auf das Busunternehmen. Dabei wird neben dem altersspezifischen Reiseangebot deutscher Touristikunternehmen auch auf das Untersuchungsobjekt, das Bus-unternehmen XYZ, näher eingegangen, indem ihre Organisationsstruktur und ihr bestehendes Angebotsspektrum betrachtet werden.

Der einleitende praktische Teil dieser Diplomarbeit widmet sich in Abschnitt 5 der fallspezifischen Marktanalyse. Es werden die Ziele sowie die Struktur der Marktanalyse erläutert und aus den interpretierten Ergebnissen plausible Schlussfolgerungen vorgestellt.

Kapitel 6 liefert den praktischen Teil dieser Arbeit. Es wird aufgezeigt, wie eine zukunftsfähige, innovative Marketingkonzeption für das Busunternehmen XYZ aussehen kann und welche Schritte im Einzelnen dafür ergriffen werden müssen.

Kapitel 7 bildet den Schluss dieser Diplomarbeit und stellt sowohl eine Handlungsempfehlung als auch eine Zusammenfassung der Arbeit dar.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis IV
Tabellenverzeichnis V
Abkürzungsverzeichnis VI
1. Einführung 1
2. Best Ager als Zielgruppe des Marketing 3
2.1 Definition Best Ager 3
2.2 Demographisch bedingter Stellenwert einer Best Ager-Zielgruppenansprache 5
2.3 Ziele eines Best Ager-Marketing 8
2.4 Ausprägungsformen eines Best Ager-Marketing 9
2.4.1 Überblick anhand des Marketing-Mix 9
2.4.2 Altersgerechte Produktpolitik 12
2.4.3 Zielgruppenspezifische Kommunikationspolitik 15
2.5 Grundlegende Problemfelder eines Best Ager-Marketing 18
3. Spezifika eines Best Ager Marketing-Managements 20
3.1 Struktur und Aufgabe eines Marketing-Managements 20
3.2 Marketingplanung: Umsetzung der Wünsche der Best Ager 22
3.2.1 Marktforschung im Bereich "Junge Senioren" 22
3.2.1.1 Identifizierung spezifischer Anforderungen und Wünsche 22
3.2.1.2 Einsatz spezieller Erhebungstechniken 22
3.2.2 Transformation der Anforderungsstrukturen in eine Marketing-Konzeption 24
3.2.2.1 Umstellungsoptionen und -aufwand im Marketing-Mix 24
3.2.2.2 Auswirkungen auf die anderen Zielgruppen 25
3.3 Marketingorganisation: Schaffung neuer Zuständigkeiten 27
3.3.1 Ansprechpartner für die Zielgruppe Best Ager 27
3.3.2 Programmaufbau und -koordination im Marketing-Bereich 28
3.4 Marketingcontrolling: Kosten/ Nutzenabschätzung der Zielgruppenfestlegung 30
3.4.1 Abschätzung des Aufwands für eine neue Zielgruppenkonzeption 30
3.4.2 Prognostizierte Nutzenpotentiale einer Best Ager-Adressierung 32
4. Konkretisierung des Untersuchungsbereiches: Tourismussektor und speziell Busunternehmen 33
4.1 Best Ager als Tourismuskunden 33
4.1.1 Wünsche einer aktiven Zielgruppe 33
4.1.2 Reisemodalitäten 34
4.1.3 Reisedestinationen 35
4.1.4 Reiseausgaben 36
4.2 Altersspezifisches Reiseangebot deutscher Touristikunternehmen am Beispiel der TUI AG 36
4.3 Kommunikationsbezogene Zielgruppenadressierung von Best Ager im Tourismusbereich 38
4.4 Spezifika von Busunternehmen als spezielle Touristikbetriebe 41
4.5 Busunternehmen XYZ als Untersuchungsobjekt 44
4.5.1 Größe und Struktur des Unternehmens 44
4.5.2 Angebotsspektrum und Erweiterungsmöglichkeiten 44
5. Fallspezifische Marktanalyse für Best Ager-Kunden für das Busunternehmen XYZ 46
5.1 Ziele und Struktur der Kundenbefragung 46
5.1.1 Ziele der Untersuchung 46
5.1.2 Durchführung/ Umfang der Befragung 47
5.1.3 Quotenplan 48
5.1.4 Aufbau und Struktur des Fragebogens 49
5.2 Ergebnisse der fallspezifischen Marktanalyse 50
5.2.1 Zielgruppenadäquate Angebotsgestaltung 50
5.2.2 Preissensibilität der Best Ager 54
5.2.3 Ansprachemöglichkeiten der Zielgruppe Best Ager 55
5.3 Interpretation der Ergebnisse und Schlussfolgerungen 59
5.3.1 Preisober- und -untergrenzen 59
5.3.2 Zielgruppengerechte Kommunikation 62
6. Erarbeitung eines konkreten Best Ager-Marketingkonzeptes für das Busunternehmen XYZ 64
6.1 Überblick über die Konzeptelemente 64
6.2 Reisezielplanung und Attraktivitätsfaktoren für die Zielgruppe Best Ager 65
6.2.1 Attraktive Reiseziele im Programm 65
6.2.2 "Bequemes Reisen" als Vorteilsfaktor 66
6.2.3 Preisgestaltung unter Wettbewerbsgesichtspunkten 68
6.3 Vermarktung der Best Ager-Reisen 72
6.3.1 Aktive Vermarktung: Schaltung von Anzeigen 72
6.3.2 Passive Vermarktung: Nutzung von Mund zu Mund-Werbung 75
6.3.3 Möglichkeiten der Kundenbindung 76
6.4 Langfristige Wachstumsoptionen im Best Ager-Markt 77
6.4.1 Kooperationen mit Wettbewerbern 77
6.4.2 Etablierung als überregionaler Anbieter 79
6.5 Kosten/ Nutzen- Abschätzung für das Unternehmen XYZ 80
6.5.1 Zusätzlicher Aufwand: eine erste Abschätzung 80
6.5.2 Auslastungsgrad und Nutzenabschätzung 81
7. Fazit und Ausblick 82
Anhangverzeichnis 84
Literaturverzeichnis 115

Automatisiert erstellter Textauszug:

Im Folgenden wird nun auf die Bus-Tourismus-Branche näher eingegangen, da sie einen notwendigen Wirtschaftsfaktor für den Tourismus darstellt, indem sie aktiv zur Erschließung, Auslastung und damit zur Arbeitsplatzsicherung von zahlreichen touristischen Leistungsanbietern beiträgt und zum anderen, weil innerhalb dieser Branche eine Zielgruppengewinnung durchgeführt werden soll. Allein die Bustouristik umfasst ca. 5.800 Omnibusunternehmen deutschlandweit, welche insgesamt über 65.000 Mitarbeiter zählen. Es handelt sich dabei meist um kleine und mittelständische Betriebe, die im Durchschnitt 13 Mitarbeiter beschäftigen.120 An dieser Stelle sollen nun die Spezifika von Busunternehmen als spezielle Touristikbetriebe dargestellt werden, wobei der Schwerpunkt auf den Busveranstaltungsverkehr gelegt wird, der für diese Arbeit prägnant ist. [...]

40 Freizeitbeschäftigung im Indoorbereich. Darüber hinaus ist bekannt, dass vor allem ältere Menschen viel Zeit mit dieser Aktivität verbringen, um sich über ihre soziale Umgebung und das Weltgeschehen zu informieren sowie Hintergrundinformationen zu erhalten und mitreden zu können. Dabei nutzen die 55 bis 74jährigen bei ihrer täglichen Zeitungslektüre überwiegend Tageszeitungen, i.d.R. ortsübliche Regionalzeitungen.118 Best Ager haben eine hohe Erwartungshaltung sowohl an Qualität und Komfort als auch an Serviceleistungen. Zur Entscheidungsfindung informieren sie sich ausgiebig, indem sie die Vor- und Nachteile der einzelnen Angebote vergleichen, um so unangenehmen Überraschungen vorzubeugen. Neben den Berichten von Freunden und Verwandten informieren sich Senioren zusätzlich in Veranstalterkatalogen und -prospekten. Kataloge und Prospekte sind besonders für die ausführliche Präsentation von Reiseprodukten geeignet. Bei der Ansprache der Best Ager sind bereits oben genannten Aspekte beachtenswert. Darüber hinaus sollten das Format und die Fülle eines Kataloges/ Prospektes den Spezifikationen der Best Ager entsprechen. Je weniger Reisen in einem Katalog dargestellt werden, desto übersichtlicher ist dies für die Senioren. Dabei sollten die verschiedenen Reisearten möglichst getrennt voneinander dargestellt werden. Der Reiseklub für Senioren verfügt z.B. über je einen Katalog für Busreisen, Tagesfahrten, Flug- und Schiffsreisen. Spezielle Arrangements finden die Kunden in den Katalogen „Tagesfahrten zum Advent“. Das Format A4 ist bei Katalogen und Prospekten am geeignetsten, weil es handlich ist und ausreichend Platz zur Darstellung der Reisen bietet.119 [...]

39 Unklarheiten kann der Brief mehrmals gelesen werden. Nachteilig können sich allerdings Fehlverhalten im Text und in der Gestaltung des Mailings auswirken. Um hierbei keine ablehnende Haltung seitens der Empfänger gegenüber Mailings hervorzurufen, sind einige Anforderungen an die Gestaltung und den Inhalt von adressierten Werbebriefen für Best Ager beachtenswert: Angebot und Nutzen bzw. Vorteile des Kunden klar herausstellen Ausreichend große und gut lesbare Schrift verwenden Weniger Text wirkt übersichtlicher Fremdwörter nur anwenden, wenn sie gebräuchlich sind, denn viele der heute über 70jährigen haben bisher meist nur die Volksschule besucht Fotos und Grafiken verwenden, um das Anliegen anschaulich darzulegen Geeignete Materialauswahl: Ältere Menschen sind häufig Brillenträger, bei denen Hochglanzpapier besonders blendet Geeignete Farbauswahl: die Farbwahrnehmung bei älteren Menschen ist häufig beeinträchtigt, so können z.B. grünliche und bläuliche Farbtöne zunehmend schwieriger voneinander unterschieden werden. Die persönliche Anrede ist bei älteren Menschen besonders wichtig. Sie vermittelt dem Einzelnen das Gefühl von Wichtigkeit, weil man an ihn denkt und seinen Namen kennt. Die Abbildung eines Fotos der Person, die den Brief unterschreibt, gibt dem Mailing eine persönliche Note und trägt erheblich zum Vertrauensaufbau bei. Eine lesbare Unterschrift ist ebenso wichtig, denn sie wirkt nicht so anonym wie eine unlesbare. Außerdem ist von Bedeutung, dass die Anschrift und der Name des Empfängers richtig geschrieben sind. Dies drückt vor allem Respekt vor dem Kunden aus und vermittelt ihm zudem das Gefühl, wichtig zu sein. Des Weiteren sollte das Mailing bequeme Responsemöglichkeiten beinhalten, welche nicht zu viele Aktivitäten von den älteren Menschen verlangen. Ältere Empfänger legen im Durchschnitt gehobenen Wert auf die Verwendung von Sonderbriefmarken. Diese übermitteln darüber hinaus eine persönliche Note des Unternehmens.116 Response-Anzeigen eignen sich besonders zur Interessentengewinnung. Dabei wird die breite Streuung immer mehr durch die zunehmende Spezialisierung einzelner Zeitschriften ausgeglichen.117 Der Einsatz von Response-Anzeigen für Best Ager im Tourismusbereich ist hinsichtlich der Erreichbarkeit sehr geeignet, denn das „Zeitungbzw. Zeitschriftenlesen“ bei den Ruheständlern gehört zu der am häufigsten genannten [...]

Arbeit zitieren:
Brokmann, Imke Februar 2006: Marktanalyse und Konzeption eines neuen Angebots für die Zielgruppe Best Ager im Touristikbereich, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Tourismus, Senioren, Busreise, Marketingkonzept, Umfrage

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