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Der Markt für Gesundheitssport - Eine markttheoretische Analyse

Der Markt für Gesundheitssport - Eine markttheoretische Analyse
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Per Lorenzsonn
  • Abgabedatum: März 2006
  • Umfang: 136 Seiten
  • Dateigröße: 1,6 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Friedrich-Schiller-Universität Jena Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-9534-3
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-9534-3 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-9534-3 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Lorenzsonn, Per März 2006: Der Markt für Gesundheitssport - Eine markttheoretische Analyse, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Marktanalyse, Sportbranche, Marktpositionierung, Wettbewerbsanalyse, Präventionsförderung

Diplomarbeit von Per Lorenzsonn

Problemstellung:

Gesundheit ist einer der wichtigsten Aspekte, wenn nicht sogar das wichtigste Gut für die Menschen in der Bundesrepublik Deutschland. Im Vergleich zu anderen relevanten Lebensbereichen wie Familie, Einkommen, Wohnen oder Freizeit nimmt Gesundheit in unserer Gesellschaft die bedeutendste Stellung ein. Im Laufe der Zeit hat sich aber die Bedrohung dieses wichtigen Primärgutes deutlich verändert. Waren es in früheren Zeiten überwiegend Infektionskrankheiten, sind es heutzutage die chronisch degenerativen Erkrankungen, die das Krankheitspanorama bestimmen. So waren in 46 Prozent der im Jahr 2003 vorkommenden Todesfälle in der Bundesrepublik Deutschland eine Erkrankung des Kreislaufsystems die Todesursache.

Gegenwärtig wird davon ausgegangen, dass die Mortalität und die Morbidität in hoch entwickelten Gesellschaften kaum noch durch Fortschritte der kurativen Medizin signifikant beeinflusst werden können. Vielmehr ist man der Überzeugung, dass sich der durchschnittliche Gesundheitszustand und die Sterblichkeit einer modernen Gesellschaft nur durch zielgerichtete präventive Maßnahmen positiv verändern lassen. Speziell in Deutschland erhofft man sich mit dem Ausbau geeigneter präventiver Maßnahmen nachhaltige Auswirkungen auf die Finanzierbarkeit des Gesundheitswesens, bedingt durch Kosteneinsparungen einer erwartenden Morbiditätskompression in der Bevölkerung . Langfristig soll die gesundheitliche Prävention in Deutschland als vierte eigenständige Säule neben der Akutbehandlung, der Rehabilitation und der Pflege implementiert werden . Als einen wichtigen Schritt auf diesem Weg verabschiedete der Deutsche Bundestag am 22.04.2005 das Präventionsgesetz .

Im Kontext verschiedenster Public Health Strategien fand immer wieder der Sport als mögliche präventive Interventionsmöglichkeit Erwähnung. Dabei wurden häufig Zweifel an dessen generellen, gesundheitspräventiven Potential geäußert. Häufigste Argumente waren zum einem die entstehenden Kosten durch sportbedingte Gesundheitsschäden wie Verletzungen, belastungsinduzierter Distress oder Gesundheitsschäden durch pathogene ökologische Bedingungen und zum anderem fehlende wissenschaftliche Belege einer generellen gesundheitsprotektiven Wirksamkeit. Als Konsequenz dieser Diskussion entstanden Konzepte sportlichen Handelns, die Belastungsnormative und Befindlichkeitsstörungen in den Mittelpunkt stellten: der Gesundheitssport.

Dieser Gesundheitssport bzw. gesundheitsorientierter Sport wird zunehmend ins öffentliche Interesse gestellt, wie dies verschiedene bevölkerungsbezogene, präventionspolitische Kampagnen zeigen und zeigten. So war bei den durchgeführten „Trimm-Aktionen“ des DSB (1970-1994) ein inhaltlicher Wandel von anfänglich allgemeinen sportbezogenen Kampagneninhalten wie „Trimm Dich durch Sport“ (1970-1974) oder „Ein Schlauer trimmt die Ausdauer“ (1975-1978) hin zu sportlichen gesundheitsbezogen Inhalten „Trimming 130 – Bewegung ist die beste Medizin“ (1983-1986) zu beobachten. Eine aktuelle Kampagne ist bei vielen Sportübertragungen durch einen bekannten öffentlich rechtlichem Fernsehsender wahrzunehmen. Hier heißt es „Deutschland bewegt sich für ein Gesünderes, Besseres und Längeres Leben“ mit verschiedensten Kurzbeschreibungen diverser geeigneter sportlichen Aktivitäten. Ausdrückliches Ziel der Initiatoren, der BARMER Ersatzkasse, Bild am Sonntag und ZDF, ist es, die Adressaten zu animieren, „die persönliche Gesundheit aktiv sowie verantwortungsvoll mitzugestalten“.

Vor dem Hintergrund dieses positiven Umfeldes mit politischer gesellschaftlicher Unterstützung und der positiven wirtschaftlichen Prognose eines wachsenden Gesundheitsmarktes, insbesondere mit einer zunehmenden Zentrierung der Eigenvorsorge des Individuums, ist ein anhaltender Erfolgskurs für den Gesundheitssport und dessen Anbieter vermeintlich vorgeschrieben. Wissenschaftliche Forschungsarbeiten haben sich bisher weniger mit der Gesamtheit aller Marktteilnehmer als vielmehr mit einzelnen Anbietergruppen und Aspekten einer „Gesundheitssportbranche“ beschäftigt .

Zu nennen sind hier insbesondere die wissenschaftlichen Arbeiten im Bereich des selbstverwalteten Sports. So erstellten Bös et al. (1998, 1999) eine Expertise im Auftrag des Deutschen Sportbundes zu gesundheitsorientierten Sportprogrammen im Verein. Wesentlicher Inhalt war eine Bestandsaufnahme und Bewertung gesundheitsorientierter Programme in Verbänden und Vereinen. Mit einer ähnlichen Zielstellung beschäftigte sich die Untersuchung von Laging, Beyer und Loose (2004). Die sehr umfassende Studie beschreibt detailliert die aktuelle Situation des Gesundheitssports in den Sportvereinen des Bundeslandes Sachsen-Anhalt. Des Weiteren entstanden zahlreiche Studien, die im Kontext einer Projektevaluation begleitend zu Gesundheitssportprogrammen im selbstverwalteten Sport publiziert wurden und neben programmatisch inhaltlichen Schwerpunkten motivationale Aspekte thematisierten.

Somit ist festzuhalten, dass sich wissenschaftliche Publikationen primär mit dem selbstverwalteten Gesundheitssport auseinandersetzen und Anbieter aus dem fremdverwalteten Sport, wenn überhaupt, eher randständig thematisiert werden. Vor diesem Problemhintergrund soll im Rahmen dieser Arbeit eine markttheoretisch verortete Wettbewerbsanalyse der Gesundheitssportanbieter in Deutschland vorgenommen werden. Ziel ist es, neben der Abbildung der Struktur einer „Gesundheitssportbranche“ und deren Marktbesonderheiten, Merkmale und Perspektiven einzelner Anbieter bzw. Anbietergruppen in diesem Markt aufzuzeigen. Ferner soll eine Bewertung der Anbieter auf der Grundlage einer Zielkonformität zu prioritären gesellschaftspolitischen Intentionen präventiver Strategien erfolgen. Somit entsteht auf der Folie einer Branchenanalyse ein umfassendes Bild relevanter Gesundheitssportanbieter bzw. -anbietergruppen.

Gang der Untersuchung:

Der Aufbau dieser Arbeit ist daher wie folgt: Im zweiten Abschnitt wird zunächst einführend ein methodisches Grundgerüst erstellt, dessen Basis nicht nur theoretisch methodologische Überlegungen bilden, sondern insbesondere die terminologische Spezifizierung des themenzentralen Begriffs Gesundheitssport. Die abschnittsschließende Marktabgrenzung der relevanten Wettbewerber bildet den zentralen Orientierungspunkt sowohl für die in Abschnitt drei dargelegten gesellschaftspolitischen Rahmenbedingungen eines Gesundheitssportmarktes als auch für die im folgenden und umfangreichsten Abschnitt vier vorgehaltene Abbildung und Analyse des relevanten Marktes. Die in Abschnitt fünf aufgezeigte Zusammenfassung stellt neben den resultierenden offenen Fragestellungen den Schluss dieser Arbeit dar.

Inhaltsverzeichnis:

ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS V
ABBILDUNGSVERZEICHNIS VIII
TABELLENVERZEICHNIS X
1. PROBLEMSTELLUNG 1
2. EINFÜHRUNG 5
2.1 Theoretische Vorüberlegungen 5
2.1.1 METHODISCHER ANSATZ 5
2.1.2 PROBLEM DER MARKTABGRENZUNG 7
2.2 Gesundheitssport - Was ist das? 9
2.2.1 BEGRIFFLICHE ENTSTEHUNG UND VERORTUNG 9
2.2.2 INHALTLICHE LOGIK - IST SPORT GESUND? ANSPRUCH UND KONSEQUENZ FÜR DIE PRAXIS 10
2.3 Abgrenzung der relevanten Wettbewerber im Gesundheitssportmarkt 13
2.4 Zwischenergebnis 15
3. RAHMENBEDINGUNGEN 17
3.1 Gesellschaftliches Standing – Gesundheitssport im Verständnis wissenschaftlicher Laien 17
3.2 Politische Rahmenbedingungen und Gesundheitssport 19
3.2.1 GESUNDHEITSPOLITISCHE INTENTION EINER PROGRESSIVEN PRÄVENTIONSFÖRDERUNG 19
3.2.2 VORRANGIGE ZIELGRUPPE EINER PRÄVENTIONSFÖRDERUNG 21
3.2.3 PRÄVENTIONSSTRATEGIEN UND GESUNDHEITSSPORT 22
3.3 Gesetzliche Regelungen und Gesundheitssport 23
3.3.1 §20 SGB V 24
3.3.2 §65A SGB V 28
3.4 Zwischenergebnis 30
4. Der Markt für Gesundheitssport 31
4.1 Die Wettbewerber in der „Gesundheitssportbranche“ 31
4.1.1 DIE GRUPPE DER ERWACHSENENBILDNER 31
4.1.1.1 Institutioneller Hintergrund 33
4.1.1.2 Leistungsumfang 34
4.1.1.3 Rechtsform und Organisationsgrad 36
4.1.1.4 Finanzierung 37
4.1.1.5 Aktionsparameter 37
4.1.1.6 Ausblick - Gesundheitssport in der Erwachsenenbildung 40
4.1.1.7 Dimensionen der Wettbewerbsstrategie der Erwachsenenbildner 41
4.1.2 DIE GRUPPE DER KOMMERZIELLEN FITNESSSTUDIOS 44
4.1.2.1 Institutioneller Hintergrund 45
4.1.2.2 Leistungsumfang 47
4.1.2.3 Rechtsform und Organisationsgrad 48
4.1.2.4 Finanzierung 49
4.1.2.5 Aktionsparameter 49
4.1.2.6 Ausblick - Gesundheitssport in kommerziellen Fitnessstudios 51
4.1.2.7 Dimensionen der Wettbewerbsstrategie der kommerziellen Fitnessstudios 52
4.1.3 DIE GRUPPE DER SPORTVEREINE 54
4.1.3.1 Institutioneller Hintergrund 55
4.1.3.2 Leistungsumfang 57
4.1.3.3 Rechtsform und Organisationsgrad 58
4.1.3.4 Finanzierung 58
4.1.3.5 Aktionsparameter 59
4.1.3.6 Ausblick - Gesundheitssport in Sportvereinen 62
4.1.3.7 Dimensionen der Wettbewerbsstrategie der Sportvereine 64
4.1.4 DIE GRUPPE DER ANBIETER DES GESUNDHEITSWESENS 66
4.1.4.1 Institutioneller Hintergrund 67
4.1.4.2 Leistungsumfang 69
4.1.4.3 Rechtsform und Organisationsgrad 70
4.1.4.4 Finanzierung 70
4.1.4.5 Aktionsparameter 71
4.1.4.6 Ausblick Gesundheitssport bei Anbietern des Gesundheitswesens 72
4.1.4.7 Dimensionen der Wettbewerbsstrategie der Anbieter aus dem Gesundheitswesen 73
4.1.5 INTERAKTION DER STRATEGISCHEN GRUPPEN 75
4.2 Die Abnehmer in der „Gesundheitssportbranche“ 78
4.2.1 DER „TYPISCHE“ GESUNDHEITSSPORTLER 78
4.2.2 DIE KRANKENKASSEN 80
4.2.3 DIE UNTERNEHMEN 83
4.3 Lieferanten der „Gesundheitssportbranche“ 85
4.4 Potentielle neue Konkurrenten in der „Gesundheitssportbranche“ 87
4.5 Ersatzprodukte einer „Gesundheitssportbranche“ 88
4.6 Marktergebnis und Folgerungen 91
4.6.1 MARKTERGEBNIS 91
4.6.2 FOLGERUNGEN 92
4.6.2.1 Momentane und zukünftige Attraktivität des Gesundheitssportmarktes 92
4.6.2.2 Perspektiven der Gesundheitssportanbieter 93
4.6.2.3 Gesundheitspolitische Zielkonformität 95
5. ZUSAMMENFASSUNG UND OFFENE FRAGESTELLUNGEN 97
5.1 Zusammenfassung 97
5.2 Offene Fragestellungen 100
LITERATURVERZEICHNIS 102
EIDESSTATTLICHE ERKLÄRUNG 128

Automatisiert erstellter Textauszug:

siegel „vhs-Qualitätsring Gesundheit“ grundlegende Gestaltänderung der gesundheitssportlichen Kursangebote ist aber nicht zu erwarten. Vielmehr wird hier eine Aufmachung des Produktes „Gesundheitsbildung“ im Sinne einer Unterstreichung vorhandener produktimmanenter Qualitäten zur Profil- und Imagebildung der Institution Volkshochschule geändert. Den beteiligten Institutionen wird somit die Möglichkeit gegeben, „…auf dem Wege der Selbstverpflichtung eine Mitwirkung zu eröffnen…“ (Landesverband der Volkshochschulen Niedersachsens, o.J., S. 4). (2) Vom Gesetzgeber wird eine allgemeine Zugänglichkeit zum Angebot gefordert, womit die Besonderheit in der Entgelt- oder Gegenleistungspolitik in der öffentlichen Erwachsenenbildung darin besteht, dass auf Grund des Bildungsauftrages keine Marktpreise, sondern sozialverträgliche Entgelte festgesetzt werden (Möller, 2002, S.39). Generell wird bei Non Profit Organisationen eine Kostenbeteiligung festgelegt, die sich an den Zielen der Organisation orientiert, also bei den Erwachsenenbildungsträgern das vorherrschende Primat der Kostendeckung oder der betriebskostenorientierten Preispolitik (Decker, 2000, S.156). Damit ist an vielen Volkshochschulen und wohl auch bei den Familienbildungsstätten die Festsetzung der Gebühren oder Entgelte eher eine Schätzfrage, in die als Bezugsgrößen die (angenommenen) Verträglichkeit bei den Teilnehmern, die vermutete politische Durchsetzbarkeit in der Kommune und die Notwendigkeit einzunehmender Mittel eingehen (Nuissl 1994, S.152). (3) Der Einsatz des Aktionsparameters Service, also jene Dienstleistungen, die entweder im Zusammenhang mit dem Kauf eines Produktes oder unabhängig davon als ein eigenes Gut angeboten werden, ist bei den Erwachsenenbildnern von untergeordneter Bedeutung. Zwar werden Serviceleistungen wie Kursberatung, Kursteilung (zeitlich, örtlich), Kurswechsel oder Lehr- und Lernmittelauswahl angeboten, sind aber durch ihre vorrangige Kaufgebundenheit eher produktqualitätsbezogen und damit als abhängige Größe nur begrenzt wettbewerbsparametrisch anwendbar (Rogge, 1990, S. 21 ff.; Schmidt, 2001, S.64). (4) Der gesetzlichen Verpflichtung zur Veröffentlichung des Weiterbildungsangebotes kommen die Einrichtungen mit der semesterweisen Verteilung des Programmheftes an die Haushalte nach. Traditionell investieren Volkshochschulen zwei Drittel ihres Etats für Werbung und Öffentlichkeitsarbeit allein in das Programmheft, den größten Teil des verbleibenden Drittels in aufwendige Plakatierungen zu Semesterbeginn und den Rest [...]

managements können dementsprechend als reaktives Verhalten gesetzlicher Vorgaben identifiziert werden.8 In der praktischen Arbeit der Volkshochschulen zeigt sich diese Umsetzung in der konkreten Handhabung personeller und sachlicher Anforderungen. Zwar gibt es für die Qualifikationen des lehrenden Personals keine bindenden Vorschriften für einzelne Volkshochschulen, aber es werden als Orientierungshilfe im Rahmen einer Qualitätssicherung der Gesundheitsbildung allgemeine Empfehlungen für Kursleiter gegeben. Diese beinhalten Qualifikationsmerkmale im Rahmen der Erwachsenenbildung, Qualifikationsmerkmale entsprechend dem Verständnis von Gesundheitsbildung an Volkshochschulen und fachliche Qualifikationsmerkmale. Letztere werden unter anderem für Angebote mit Bewegungsinhalten gesondert ausgewiesen, da hier ein besonderer Orientierungs- und Beurteilungsbedarf bestünde. So werden primär staatlich anerkannte Abschlüsse und sekundär spezifische Qualifikationen von anerkannten Institutionen und Verbänden gefordert (Arbeitskreis Gesundheit der vhs-Landesverbände, 2003, S.9 ff.). Für die Qualitätssicherung des gesundheitssportlichen Angebots hinsichtlich der Rahmenbedingungen gibt es ebenfalls die vom Arbeitskreis Gesundheit der vhs-Landesverbände (2003, S.21. f.) erstellten Empfehlungen. Explizit werden hier Parameter wie Kursraumeigenschaften, materielle Ausstattung und Anforderungen an Umkleide- und Sanitäreinrichtungen beschrieben. Dass in der Praxis mitunter abweichende Bedingungen vorzufinden sind, ist der institutionellen Rechtsform und damit der vom jeweiligen Träger verfügbaren Infrastruktur geschuldet. Problembehaftet ist hier mitunter die Abdeckung des Grundraumangebotes vieler Volkshochschulen über die Mitbenutzung der öffentlichen Schulen. Resultierende Problemkomplexe in den gesundheitssportlichen Angeboten sind unter anderem zeitliche Restriktionen, Ambiente, Sauberkeit oder Kontaktferne der Multiplikatoren zur erwachsenenbildnerischen Institution (Maisberger, 1991, S.121 ff.; Schöll, 2005, 93 ff.). Als ein Vorstoß unter den Erwachsenenbildnern und damit als ein identifizierbarer, über das gesetzlich geforderte qualitative Mindestmaß hinausgehender und aktiver Einsatz des wettbewerblichen Aktionsparameters Qualität kann in der Einführung eines Gütesiegels durch die Volkshochschulen gesehen werden. Eine mit dem eingeführten Güte- [...]

Bedingt durch die länderspezifische Variabilität in der Höhe staatlicher Mittel die im Rahmen der Weiterbildungsgesetzte auf Länderebene geregelt sind, bestehen mitunter große Differenzen in der Gewichtung der Finanzierungsquellen zwischen den Bildungseinrichtungen verschiedener Bundesländer. So variierte 2004 der Gesamtfinanzierungsanteil der Teilnehmergebühren der Volkshochschulen von minimal 21 Prozent im Bundesland Bremen bis maximal 54 Prozent in Baden-Württemberg (DIE, 2005b, S.19 f.). Zur Rechtsformabhängigkeit der Dispositionsspielräume von Marketingaktivitäten bei Weiterbildungseinrichtungen siehe insbesondere Möller (2002, S.283 ff.), Kil (2002) und Schmithals (1993). Beispielhaft vorliegend im Thüringer Erwachsenenbildungsgesetz im §9 „Qualitätssicherung, Evaluation“ oder im Badenwürttenbergischen Gesetz zur Förderung der Weiterbildung und des Bibliothekswesens §5 „Förderung von Einrichtungen“. Überblicksartig zu den qualitätsbezogenen gesetzlichen Regelungen in den Bundesländern insbesondere Gnahs (1999). [...]

Arbeit zitieren:
Lorenzsonn, Per März 2006: Der Markt für Gesundheitssport - Eine markttheoretische Analyse, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Marktanalyse, Sportbranche, Marktpositionierung, Wettbewerbsanalyse, Präventionsförderung

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