Der Markt für Fußballübertragungen im Internet
Eine empirische Analyse der Konsumentenpräferenzen
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Bastian Schäfer
- Abgabedatum: März 2005
- Umfang: 164 Seiten
- Dateigröße: 2,5 MB
- Note: 1,3
- Institution / Hochschule: Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main Deutschland
- Bibliografie: ca. 102
- ISBN (eBook): 978-3-8366-0087-3
- ISBN (CD) :978-3-8366-0087-3 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Schäfer, Bastian März 2005: Der Markt für Fußballübertragungen im Internet, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Deutschland, Fußball, Internet, Berichterstattung, Marktstruktur
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Diplomarbeit von Bastian Schäfer
Einleitung:
Für Fußball interessieren sich laut einer Sportfive-Studie von 2004 in Deutschland ca. 50 Millionen Menschen. Die Vereine der Fußball-Bundesliga haben sich mittlerweile zu großen Wirtschaftsunternehmen entwickelt. Den größten Anteil an Ihren Erträgen machen dabei die Fernseheinnahmen aus (ca. 32% in der Saison 2002/2003).
Auch für die Fußball-Bundesliga ist das Internet als Distributionskanal hinzugekommen. So hat der Deutsche Fußball-Bund (DFB) im Jahr 2000 erstmals die Internet-Rechte verkauft. In der Folgezeit entwickelten sich viele Live-Ticker und Audio-Angebote.
Mittlerweile ist es technisch möglich, durch sogenanntes Video-Streaming Bewegbilder zeitnah oder sogar live im Internet zu vertreiben, d.h. eine Ergänzung oder Konkurrenz für Fernsehbilder ist aufgetaucht. Für den Erfolg ist die Verfügbarkeit von Breitbandnetzen entscheidend. Die zunehmende Verbreitung dieser Anschlüsse in der Bevölkerung verspricht Wachstum und Chancen für die Bundesliga-Vereine in diesem Bereich und zeigt ein mögliches Anwendungsfeld der „Vision eines Multi-Device-Endgerätes in den Wohnzimmern“.
Weiterhin zeigte eine Studie die Gefahr für Fernsehübertragungen, da Breitband-Internetnutzer die Fernsehhäufigkeit einschränken. Mehr als die Hälfte der 800 Befragten meinten dabei, sie schauen seit der Anschaffung eines Internet-Breitbandanschlusses weniger fern.
Bisher wurden auch im Internet die Rechte zentral von der Deutschen Fußball-Liga GmbH (DFL) vermarktet.
Mittlerweile hat sich die DFL mit der EU-Kommission auf eine neue Vermarktungsregelung geeinigt. So können ab der Saison 2006/2007 die einzelnen Klubs ihre Spiele unmittelbar nach Spielende in vollem Umfang „auf nicht exklusiver Basis“ auf ihrer Homepage oder der von Dritten anbieten.
Dabei stellt sich die Frage, inwieweit das Anbieten des digitalen Produktes „Fußballübertragung“ eine zusätzliche Einnahmequelle für die Vereine darstellen kann. Unter Kostengesichtspunkten ist eine Internetübertragung dreimal billiger als eine TV-Liveübertragung. Außerdem ist es interessant zu erfahren, ob sich dieses Angebot auch für die kleinen Vereine lohnt, die im Fernsehen eher unterrepräsentiert sind, oder nur für die großen Vereine profitabel ist und damit die Schere zwischen Arm und Reich weiter öffnet, was Kritiker einer dezentralen Vermarktungsregelung behaupten. Deshalb werden in die vorliegende Untersuchung auch Vereine der zweiten Bundesliga einbezogen.
Generelles Problem des Internet ist derzeit noch die bestehende „For Free Mentalität“, d.h. die Internetnutzer gehen davon aus, dass sie für digitale Produkte, die im Internet angeboten werden, nichts zahlen müssen.
Zentrale Frage ist daher, welchen Preis man für ein entsprechendes Produkt verlangen sollte.
Allerdings ist in diesem Fall aufgrund der speziellen Kostenstruktur für digitale Produkte (hohe Kosten für die erstmalige Produktion und niedrige variable Kosten für die Vervielfältigung) ein rein kostenorientiertes Preissetzungsverfahren (Preis=Grenzkosten) nicht ratsam.
Auch wettbewerbsorientierte Preise sind aufgrund der neuen EU-Regelung und dem damit noch nicht in dieser Form vorhandenen Produktangebot nicht möglich.
Deshalb ist eine nachfrageorientierte Preisbestimmung empfehlenswert. Da für audio-visuelle Fußballübertragungen im Internet (im Folgenden nur noch „Fußballübertragung im Internet“ oder „Internetübertragung“) keine bzw. wenige Vergangenheitsdaten vorliegen und eine mögliche Erfassung mittels Kaufangeboten für die Konsumenten nur schwer verständlich ist, ist es empfehlenswert, eine Befragung durchzuführen.
Problemstellung:
Ziel dieser Diplomarbeit ist es daher, nach eingehender Beschreibung der theoretischen Hintergründe, des relevanten Produktes und einer Abgrenzung des potentiellen Marktes, in einer empirischen Untersuchung das Nachfrageverhalten der Fußballfans für diese Übertragungen zu untersuchen und dadurch die Frage zu beantworten, ob sich durch die neue rechtliche Möglichkeit eine zusätzliche Einnahmequelle für die Bundesligavereine ergeben kann. Da das Produkt zumindest in dieser Form eine Innovation darstellt, ist es außerdem wichtig, ein Konzept zur Gestaltung eines entsprechenden Angebots zu entwickeln, das auf den Interessen und Wünschen der Fans basiert.
Um die entsprechenden Fragen zu beantworten, wird die in der Praxis weit verbreitete Choice-Based Conjoint Analyse (CBC) angewandt. Dabei soll der Nutzen entsprechender Produktbestandteile und die Bedeutung einzelner Eigenschaften ermittelt werden. Weiterhin soll herausgefunden werden, wie viel die Konsumenten für bestimmte Ausprägungen der jeweiligen Eigenschaften im Vergleich zu den anderen Ausprägungen mehr zu zahlen bereit sind. Anschließend sollen mittels einer Marktsimulation Präferenzanteile bzw. Kaufwahrscheinlichkeiten realistischer Produkte prognostiziert und Preisresponsefunktionen aufgestellt werden. Mit Informationen über das Marktvolumen sollen Absatzmengen prognostiziert und mit Kostenangaben optimale Preise bestimmt werden. Außerdem sollen mittels einer Regressionsanalyse Einflüsse auf die Bedeutungsgewichte und das Entscheidungsverhalten der Konsumenten aufgedeckt werden. Eine weitere Frage ist, ob hinsichtlich der zentralen Gesichtspunkte Unterschiede zwischen dem inländischen und ausländischen Markt bestehen.
Gang der Untersuchung:
Nach dieser Einleitung wird in den Kapiteln 2 und 3 in einem theoretischen Teil zunächst kurz das Produkt Fußball-Bundesliga beschrieben, die Vermarktung skizziert, das Internet als neuer Absatzkanal für Bewegbilder der Fußball-Bundesliga analysiert und die rechtliche Entwicklung dargestellt.
Kapitel 4 beschreibt eine Expertenbefragung, die durchgeführt wurde, um den Untersuchungsgegenstand und den relevanten Markt näher zu ergründen und daraufhin den Konsumentenfragebogen praxisorientiert zu gestalten.
Aufbauend auf eigenen Überlegungen und den Experteninterviews wird anschließend in Kapitel 5 der potentielle Markt für das Produkt erarbeitet.
Kapitel 6 stellt danach die hier angewandte Untersuchungsmethode vor.
Im folgenden größten Abschnitt dieser Arbeit wird dann die Konsumentenbefragung beschrieben (Kapitel 7) und ausgewertet (Kapitel 8).
Kapitel 9 fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen. Abbildung 1 gibt einen Überblick über die Vorgehensweise bei dieser Diplomarbeit.
Inhaltsverzeichnis:
| Inhaltsverzeichnis | ||
| 1. | Einleitung | 1 |
| 1.1 | Problemstellung | 1 |
| 1.2 | Vorgehensweise | 3 |
| 2. | Die Fußball-Bundesliga | 5 |
| 2.1 | Das Produkt Fußball-Bundesliga | 6 |
| 2.2 | Die Vermarktung der Bundesliga-Rechte | 7 |
| 2.2.1 | Einzel- vs. Zentralvermarktung | 8 |
| 2.2.2 | Entwicklung der Vergabe der Fernsehrechte | 9 |
| 2.2.3 | Status-Quo: Fußball-Bundesliga im Fernsehen | 10 |
| 3. | Die Fußball-Bundesliga im Internet | 11 |
| 3.1 | Absatzkanal Internet | 11 |
| 3.2 | Entwicklung der Fußball-Bundesliga im Internet | 11 |
| 3.3 | Die neue Regelung der EU-Kommission | 13 |
| 3.4 | Video-Streaming | 13 |
| 3.4.1 | Das Internet als Distributionskanal für Video-Streaming | 14 |
| 3.4.2 | Digitaler bzw. Paid Content | 15 |
| 3.4.3 | Entwicklung des Paid Content Marktes | 16 |
| 3.4.4 | Zahlungsbereitschaft im Internet | 17 |
| 4. | Die Expertenbefragung | 18 |
| 5. | Der potentielle Markt | 19 |
| 5.1 | Fußballinteressierte | 20 |
| 5.1.1 | Deutsche im Ausland | 21 |
| 5.1.2 | Ausländische Bundesliga-Fans | 23 |
| 5.1.3 | Stadionbesucher | 23 |
| 5.2 | Internetnutzer | 24 |
| 5.2.1 | Internetnutzer allgemein | 24 |
| 5.2.1.1 | Internetnutzer deutschlandweit | 24 |
| 5.2.1.2 | Internetnutzer weltweit | 24 |
| 5.2.2 | Breitbandnutzer im Speziellen | 25 |
| 5.2.2.1 | Breitbandnutzer deutschlandweit | 25 |
| 5.2.2.2 | Breitbandnutzer weltweit | 25 |
| 6. | Die Untersuchungsmethode | 26 |
| 6.1 | Begründung der Auswahl der Untersuchungsmethode | 26 |
| 6.2 | Die Choice-Based Conjoint Analyse | 28 |
| 6.2.1 | Die Grundidee | 28 |
| 6.2.2 | Der grundsätzliche Ablauf | 31 |
| 6.2.2.1 | Wahl der Eigenschaften und Eigenschaftsausprägungen | 32 |
| 6.2.2.2 | Erhebungsdesign | 33 |
| 6.2.2.3 | Bewertung der Stimuli | 35 |
| 6.2.2.4 | Schätzung der Nutzenwerte | 35 |
| 6.2.2.5 | Zusatzuntersuchungen | 37 |
| 7. | Vorgehen bei der Konsumentenbefragung | 38 |
| 7.1 | Auswahl der Probanden und Durchführung der Befragung | 38 |
| 7.2 | Eigenschaften und Eigenschaftsausprägungen | 41 |
| 7.3 | Erhebungsdesign | 44 |
| 7.4 | Bewertung der Stimuli | 45 |
| 7.5 | Schätzung der Nutzenwerte | 46 |
| 8. | Auswertung der Konsumentenbefragung | 48 |
| 8.1 | Befragungsrücklauf und Zusammensetzung der Stichprobe | 50 |
| 8.2 | Weitere Ergebnisse der Studie | 53 |
| 8.3 | Ermittlung von Teilnutzenwerten | 54 |
| 8.4 | Berechnung von Nutzen in Geldeinheiten | 57 |
| 8.5 | Bedeutungsgewichte der einzelnen Eigenschaften | 59 |
| 8.6 | Güte der Ergebnisse | 60 |
| 8.6.1 | Reliabilität | 60 |
| 8.6.2 | Konvergenz | 60 |
| 8.6.3 | Anpassungsgüte des Modells | 61 |
| 8.6.4 | Prognosevalidität | 61 |
| 8.6.4.1 | Hitrate - Anteil der First Choice Hits | 62 |
| 8.6.4.2 | Durchschnittlich prognostizierte Auswahlwahrscheinlichkeit | 62 |
| 8.7 | Marktsimulation | 63 |
| 8.7.1 | Marktsimulation im Ein-Produktfall | 68 |
| 8.7.2 | Marktsimulation im Drei-Produktfall | 70 |
| 8.7.3 | Marktsimulation im Sechs-Produktfall | 72 |
| 8.8 | Aufstellen von Preisresponsefunktionen | 73 |
| 8.8.1 | Preisresponsefunktion im Ein-Produktfall | 74 |
| 8.8.1.1 | Beziehung zwischen Preis und Präferenzanteil | 75 |
| 8.8.1.2 | Preiselastizität | 75 |
| 8.8.2 | Preisresponsefunktionen im Drei-Produktfall | 76 |
| 8.8.2.1 | Beziehung zwischen Preis und Präferenzanteil | 76 |
| 8.8.2.2 | Preiselastizitäten | 77 |
| 8.9 | Beziehung zwischen Probandeneigenschaften und Präferenzen | 78 |
| 8.9.1 | Probandeneigenschaften vs.Bedeutungsgewichte | 81 |
| 8.9.1.1 | Soziodemographische Merkmale vs. Bedeutungsgewichte | 81 |
| 8.9.1.2 | Sonstige Merkmale vs. Bedeutungsgewichte | 81 |
| 8.9.2 | Probandeneigenschaften vs. Produktwahlverhalten | 83 |
| 8.9.2.1 | Soziodemographische Merkmale vs. Produktwahlverhalten | 83 |
| 8.9.2.2 | Sonstige Merkmale vs. Produktwahlverhalten | 84 |
| 8.10 | Vergleich des inländischen und ausländischen Marktes | 89 |
| 8.11 | Absatzprognose | 92 |
| 8.11.1 | Absatzprognose für den Gesamtmarkt | 92 |
| 8.11.2 | Absatzprognose im Vergleich zwischen In- und Ausland | 95 |
| 8.11.3 | Absatzprognose im Vergleich unterschiedlich großer Vereine | 96 |
| 8.12 | Bestimmung von optimalen Preisen | 97 |
| 8.12.1 | Bestimmung von optimalen Preisen im Ein-Produktfall | 99 |
| 8.12.2 | Bestimmung von optimalen Preisen im Drei-Produktfall | 99 |
| 8.13 | Diskussion der Ergebnisse | 100 |
| 9. | Zusammenfassung | 110 |
| 10. | Anhang | 114 |
| Literaturverzeichnis | 148 |
Inhaltsverzeichnis:
| Inhaltsverzeichnis | ||
| 1. | Einleitung | 1 |
| 1.1 | Problemstellung | 1 |
| 1.2 | Vorgehensweise | 3 |
| 2. | Die Fußball-Bundesliga | 5 |
| 2.1 | Das Produkt Fußball-Bundesliga | 6 |
| 2.2 | Die Vermarktung der Bundesliga-Rechte | 7 |
| 2.2.1 | Einzel- vs. Zentralvermarktung | 8 |
| 2.2.2 | Entwicklung der Vergabe der Fernsehrechte | 9 |
| 2.2.3 | Status-Quo: Fußball-Bundesliga im Fernsehen | 10 |
| 3. | Die Fußball-Bundesliga im Internet | 11 |
| 3.1 | Absatzkanal Internet | 11 |
| 3.2 | Entwicklung der Fußball-Bundesliga im Internet | 11 |
| 3.3 | Die neue Regelung der EU-Kommission | 13 |
| 3.4 | Video-Streaming | 13 |
| 3.4.1 | Das Internet als Distributionskanal für Video-Streaming | 14 |
| 3.4.2 | Digitaler bzw. Paid Content | 15 |
| 3.4.3 | Entwicklung des Paid Content Marktes | 16 |
| 3.4.4 | Zahlungsbereitschaft im Internet | 17 |
| 4. | Die Expertenbefragung | 18 |
| 5. | Der potentielle Markt | 19 |
| 5.1 | Fußballinteressierte | 20 |
| 5.1.1 | Deutsche im Ausland | 21 |
| 5.1.2 | Ausländische Bundesliga-Fans | 23 |
| 5.1.3 | Stadionbesucher | 23 |
| 5.2 | Internetnutzer | 24 |
| 5.2.1 | Internetnutzer allgemein | 24 |
| 5.2.1.1 | Internetnutzer deutschlandweit | 24 |
| 5.2.1.2 | Internetnutzer weltweit | 24 |
| 5.2.2 | Breitbandnutzer im Speziellen | 25 |
| 5.2.2.1 | Breitbandnutzer deutschlandweit | 25 |
| 5.2.2.2 | Breitbandnutzer weltweit | 25 |
| 6. | Die Untersuchungsmethode | 26 |
| 6.1 | Begründung der Auswahl der Untersuchungsmethode | 26 |
| 6.2 | Die Choice-Based Conjoint Analyse | 28 |
| 6.2.1 | Die Grundidee | 28 |
| 6.2.2 | Der grundsätzliche Ablauf | 31 |
| 6.2.2.1 | Wahl der Eigenschaften und Eigenschaftsausprägungen | 32 |
| 6.2.2.2 | Erhebungsdesign | 33 |
| 6.2.2.3 | Bewertung der Stimuli | 35 |
| 6.2.2.4 | Schätzung der Nutzenwerte | 35 |
| 6.2.2.5 | Zusatzuntersuchungen | 37 |
| 7. | Vorgehen bei der Konsumentenbefragung | 38 |
| 7.1 | Auswahl der Probanden und Durchführung der Befragung | 38 |
| 7.2 | Eigenschaften und Eigenschaftsausprägungen | 41 |
| 7.3 | Erhebungsdesign | 44 |
| 7.4 | Bewertung der Stimuli | 45 |
| 7.5 | Schätzung der Nutzenwerte | 46 |
| 8. | Auswertung der Konsumentenbefragung | 48 |
| 8.1 | Befragungsrücklauf und Zusammensetzung der Stichprobe | 50 |
| 8.2 | Weitere Ergebnisse der Studie | 53 |
| 8.3 | Ermittlung von Teilnutzenwerten | 54 |
| 8.4 | Berechnung von Nutzen in Geldeinheiten | 57 |
| 8.5 | Bedeutungsgewichte der einzelnen Eigenschaften | 59 |
| 8.6 | Güte der Ergebnisse | 60 |
| 8.6.1 | Reliabilität | 60 |
| 8.6.2 | Konvergenz | 60 |
| 8.6.3 | Anpassungsgüte des Modells | 61 |
| 8.6.4 | Prognosevalidität | 61 |
| 8.6.4.1 | Hitrate - Anteil der First Choice Hits | 62 |
| 8.6.4.2 | Durchschnittlich prognostizierte Auswahlwahrscheinlichkeit | 62 |
| 8.7 | Marktsimulation | 63 |
| 8.7.1 | Marktsimulation im Ein-Produktfall | 68 |
| 8.7.2 | Marktsimulation im Drei-Produktfall | 70 |
| 8.7.3 | Marktsimulation im Sechs-Produktfall | 72 |
| 8.8 | Aufstellen von Preisresponsefunktionen | 73 |
| 8.8.1 | Preisresponsefunktion im Ein-Produktfall | 74 |
| 8.8.1.1 | Beziehung zwischen Preis und Präferenzanteil | 75 |
| 8.8.1.2 | Preiselastizität | 75 |
| 8.8.2 | Preisresponsefunktionen im Drei-Produktfall | 76 |
| 8.8.2.1 | Beziehung zwischen Preis und Präferenzanteil | 76 |
| 8.8.2.2 | Preiselastizitäten | 77 |
| 8.9 | Beziehung zwischen Probandeneigenschaften und Präferenzen | 78 |
| 8.9.1 | Probandeneigenschaften vs.Bedeutungsgewichte | 81 |
| 8.9.1.1 | Soziodemographische Merkmale vs. Bedeutungsgewichte | 81 |
| 8.9.1.2 | Sonstige Merkmale vs. Bedeutungsgewichte | 81 |
| 8.9.2 | Probandeneigenschaften vs. Produktwahlverhalten | 83 |
| 8.9.2.1 | Soziodemographische Merkmale vs. Produktwahlverhalten | 83 |
| 8.9.2.2 | Sonstige Merkmale vs. Produktwahlverhalten | 84 |
| 8.10 | Vergleich des inländischen und ausländischen Marktes | 89 |
| 8.11 | Absatzprognose | 92 |
| 8.11.1 | Absatzprognose für den Gesamtmarkt | 92 |
| 8.11.2 | Absatzprognose im Vergleich zwischen In- und Ausland | 95 |
| 8.11.3 Absatzprognose im Vergleich unterschiedlich großer Vereine | 96 | |
| 8.12 | Bestimmung von optimalen Preisen | 97 |
| 8.12.1 | Bestimmung von optimalen Preisen im Ein-Produktfall | 99 |
| 8.12.2 Bestimmung von optimalen Preisen im Drei-Produktfall | 99 | |
| 8.13 | Diskussion der Ergebnisse | 100 |
| 9. | Zusammenfassung | 110 |
| 10. | Anhang | 114 |
| Literaturverzeichnis | 148 |
Textprobe:
Kapitel 2.2.1, Einzel- vs. Zentralvermarktung: Seit Beginn der Fußball-Bundesliga werden die Fernsehrechte zentral vom DFB bzw. jetzt von der DFL zentral vermarktet, d.h. sie handelt als monopolistischer Produktan-bieter und die Einnahmen werden unter den Vereinen nach einem bestimmten Schlüssel (siehe Abschnitt 2.2.2) verteilt. Befürworter der Zentralvermarktung argumentieren, dass bei einer dezentralen Vermarktung die Unterschiede hinsichtlich der finanziellen Situation zwischen den einzelnen Vereinen noch größer werden, dadurch der sportliche Wettbewerb beeinträchtigt würde und langfristig das Zuschauerinteresse sinken und damit die gesamte wirtschaftliche Situation schlechter werden würde.
Bei einer Einzel- bzw. dezentralen Vermarktung verhandelt jeder Verein selbst über die Rechte an seinen Heimspielen. Dabei wird argumentiert, dass an einer dezentralen Vermarktung nicht nur bestimmte Vereine profitieren würden. Denn die kleinen Vereinen würden ja auch den Gastauftritt einer Spitzenmannschaft vermarkten können, was ihre Einnahmen steigern würde.
Ein weiteres Problem der zentralen Vermarktung besteht aus kartellrechtlicher Sicht, da der dadurch bedingte Ausschluss von Preis- und Konditionenwettbewerb der Wettbewerbsfreiheit widerspricht. Auf bundesdeutscher Ebene hat sich der DFB dafür eine Ausnahmeregelung verschafft. Da die Situation allerdings auch nach europäischem Kartellrecht zu beurteilen ist, hat dies zu zahlreichen Verhandlungen zwischen der EU-Kommission/Generaldirektion Wettbewerb und der DFL geführt. Die neueste Vereinbarung zwischen EU-Kommission und DFL hat nun ergeben, dass die Fernsehrechte weiterhin zentral vermarktet werden, allerdings die Rechtssituation im Bereich Neue Medien (Internet, Handy) zugunsten der Einzelvermarktung durch die Vereine gelockert wird.
Da die Übertragung im Internet Untersuchungsgegenstand dieser Arbeit ist, wird die genaue Regelung diesbezüglich in Kapitel 3.3 ausführlich beschrieben. Da die Fernseheinnahmen allerdings bisher den größten Ertragsanteil der Bundesligisten ausmachen (siehe Kapitel 1) und man einen Eindruck davon bekommen soll, um welche Zahlen es bei der Diskussion Fernseh- vs. Internetübertragung geht, wird im folgenden Abschnitt die Entwicklung der Einnahmen über die Fernsehrechte dargestellt.
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783836600873
Arbeit zitieren:
Schäfer, Bastian März 2005: Der Markt für Fußballübertragungen im Internet, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Deutschland, Fußball, Internet, Berichterstattung, Marktstruktur



