Marketingstrategien und Erfolgsfaktoren im Handheld-Markt aus Sicht der Betriebssystemhersteller
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Chhaon-Long Huong
- Abgabedatum: Dezember 2002
- Umfang: 86 Seiten
- Dateigröße: 612,9 KB
- Note: 1,7
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Köln Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-6637-4
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-6637-4 P - ISBN (CD) :978-3-8324-6637-4 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Huong, Chhaon-Long Dezember 2002: Marketingstrategien und Erfolgsfaktoren im Handheld-Markt aus Sicht der Betriebssystemhersteller, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: PDA, Personal Digital Assistant, Windows CE, PalmSource, Symbion
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Diplomarbeit von Chhaon-Long Huong
Problemstellung:
Technische Innovationen im Bereich Telekommunikation und Multimedia eröffnen neue Potenziale für die Organisation von Arbeit. Traditionelle Arbeitsplätze, die durch Bindungen von Arbeitswelten, Arbeitsvolumina und Arbeitsplätzen an den Ort Betrieb geprägt sind, lassen nach und werden weiter gemindert werden. Die multimedialen Anwendungen und technische Innovationen in Form von mobilen Endgeräten führen zu einer steigenden Flexibilisierung der Faktoren Ort und Zeit und ermöglichen so mobiles Arbeiten. Um mobile Arbeitskräfte zu unterstützen, ist in den vergangenen Jahren eine ganze Reihe von tragbaren Computern auf dem Markt erschienen. Die Palette reicht von Mobiltelefonen bis zu kleinen Taschencomputern. Mit Hilfe dieser Geräte haben Berufstätige – auch außerhalb des Büros – stets schnellen Zugriff auf ihre wichtigsten Daten und können dadurch in sonst ungenutzten Zeiträumen effektiver arbeiten.
Um allen Anforderungen, die Unternehmen und Anwender an eine mobile Datenverarbeitung haben, zu entsprechen, sind speziell die Hersteller von Betriebssystemen für mobile Geräte gefragt. Sie müssen eine Plattform bereitstellen, die es gestattet, Funktionalitäten von mobilen Geräten ständig zu erweitern, um den wandelnden Bedürfnissen von Unternehmen gerecht zu werden. Es reicht jedoch nicht aus ein gutes Betriebssystem bereitzustellen, da der Handheld-Markt sehr wettbewerbsintensiv ist, und die Technologie in diesem Bereich sich rasant fortentwickelt. Um in diesem Markt bestehen zu können, müssen Hersteller von Betriebssystemen für Handhelds Wettbewerbsstrategien entwickeln und ihre gesamten Aktivitäten darauf ausrichten.
Gang der Untersuchung:
Die vorliegende Ausarbeitung soll Marketingstrategien und Erfolgsfaktoren im Handheld-Markt aufzeigen, und erläutern wie Marktteilnehmer – insbesondere Betriebssystemhersteller – sie nutzen können. Dazu werden zunächst in Kapitel 2 ausgewählte theoretische Grundlagen der Marketingstrategien vorgestellt, sowie relevante Erfolgsfaktoren der Branche in Kapitel 3. Anschließend zeigt Kapitel 4 die besondere Situation im Handheld-Markt: Verschiedene Marktteilnehmer werden vorgestellt, welche Rolle sie im Markt einnehmen und wie sie miteinander agieren. In Kapitel 5 werden die theoretischen Grundlagen aus Kapitel 2 und 3 mit der gegenwärtigen Situation des Handheld-Marktes – wie sie in Kapitel 4 beschrieben sind – miteinander verknüpft und daraus Strategieempfehlungen abgeleitet. Kapitel 6 fasst die erarbeiteten Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf die weitere Entwicklung im Handheld-Markt.
Inhaltsverzeichnis:
| Inhaltsverzeichnis | II | |
| Abbildungsverzeichnis | V | |
| Abkürzungs- und Symbolverzeichnis | VI | |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 1.1 | Problemstellung | 1 |
| 1.2 | Zielsetzung und Vorgehensweise der Arbeit | 2 |
| 1.3 | Begriffsdefinitionen | 3 |
| 2. | Marketingstrategien in Hightech-Märkten | 5 |
| 2.1 | Das Technology Adoption Life Cycle Modell | 7 |
| 2.2 | Strategien im Technology Adoption Life Cycle Modell | 14 |
| 2.2.1 | Nischenstrategie | 14 |
| 2.2.2 | Strategische Allianz | 16 |
| 2.2.3 | Absatzmittlergerichtete Strategie | 18 |
| 2.2.4 | Offensive Wettbewerbsstrategie | 22 |
| 2.3 | Strategisches Timing | 24 |
| 2.4 | Innovationsstrategie | 27 |
| 3. | Erfolgsfaktoren im Handheld-Markt | 29 |
| 3.1 | Anforderungen an ein Handheld | 29 |
| 3.2 | Schlüsseltechnologien im Handheld-Markt | 31 |
| 3.2.1 | Bildschirmtechnologie | 31 |
| 3.2.2 | Batterietechnologie | 32 |
| 3.2.3 | Prozessortechnologie | 33 |
| 3.2.4 | Speichertechnologie | 34 |
| 4. | Gegenwärtige Situation des Handheld-Marktes | 36 |
| 4.1 | Interaktionen zwischen Endgerät, Netzwerk und Inhalten | 38 |
| 4.2 | Die Hersteller von Betriebssystemen für Handhelds | 41 |
| 4.3 | Vergleich von PalmOS, WindowsCE und SymbianOS | 43 |
| 4.3.1 | Allgemeines zu Betriebssystemen | 43 |
| 4.3.2 | PalmOS 5.0 von PalmSource | 45 |
| 4.3.3 | WindowsCE von Microsoft | 47 |
| 4.3.4 | SymbianOS 7.0 von Symbian | 49 |
| 4.3.5 | Zusammenfassung | 50 |
| 4.4 | Vergleich: Computerindustrie versus Mobilfunkindustrie | 52 |
| 4.4.1 | Die Wertschöpfungskette der Computerindustrie | 53 |
| 4.4.2 | Die Wertschöpfungskette der Mobilfunkindustrie | 54 |
| 4.4.3 | Absatzkanäle von Handhelds | 55 |
| 4.5 | Das traditionelle Internet versus mobiles Internet | 56 |
| 5. | Strategische Implikationen für den Handheld-Markt | 59 |
| 5.1 | Bedeutung anderer Marktteilnehmer für Betriebssystemhersteller | 59 |
| 5.1.1 | Die Rolle von Geräteherstellern | 60 |
| 5.1.2 | Die Rolle von Inhaltsanbietern und Entwicklern | 61 |
| 5.1.3 | Die Rolle von Mobilfunkbetreibern | 62 |
| 5.1.4 | Die Rolle von Wiederverkäufern | 64 |
| 5.2 | Strategieempfehlungen für Betriebssystemhersteller in der aktuellen Situation | 65 |
| 5.2.1 | Nischenstrategie | 66 |
| 5.2.2 | Waren- und Dienstleistungsallianz | 67 |
| 5.2.3 | Offensive Wettbewerbsstrategie in der Nische | 68 |
| 5.2.4 | Absatzmittlergerichtete Kooperationsstrategie | 69 |
| 5.2.5 | Strategisches Timing und Innovationsstrategie | 70 |
| 6. | Zusammenfassung und Ausblick | 73 |
| Literaturverzeichnis | 76 |
Der Handheld-Markt wird in den nächsten Jahren stark anwachsen. Diese positiven Erwartungen sind auf die Verschmelzung von PDAs und mobilen Telefonen zurückzuführen, was sich in so genannten Smart Handheld Devices (SHD) ausdrückt. SHD beinhalten Computer Anwendungen und Zugang zu kabellosen Netzwerken. Der Verkauf von PDA-Terminals hat in den vergangenen Jahren einen Boom erlebt. Jedoch ist dieses Wachstum – im Jahr 2000 wurden weltweit 9 Millionen PDAs abgesetzt – im Vergleich zu den Erwartungen des Marktes noch gering. Das Marktpotenzial der SHD-Terminals ist nicht annähernd erreicht, da die Verkäufe im Vergleich zu den Verkäufen von mobilen Telefonen101 – im Jahr 2000 400 Millionen verkaufte Einheiten – noch sehr moderat sind.102 Aufgrund der hohen Erwartungen im Handheld-Markt, kommen – neben den etablierten Unternehmen – nun auch neue Mitstreiter hinzu: Mobilfunkanbieter, die enorme Summen in 3G-Netze investiert haben und noch investieren werden, müssen ihre Kunden überzeugen mobile Datendienste zu nutzen, da bei Sprachdiensten eine Stagnation erwartet wird. Um diese Dienste nutzen zu können, brauchen Kunden Geräte, die in der Lage sind die mobilen Dienstleistungen voll auszuschöpfen. Die Hersteller von Mobilfunktelefonen versuchen durch den Verkauf von SHD-Terminals ihre Wachstumsraten aufrechtzuerhalten, da der Markt der Mobilfunkgeräte bereits Sättigungserscheinungen zeigt, in Form von verminderten Abverkäufen von GSM-Telefonen. [...]
35 Dauer – nach einer Einschätzung des IDCs99 – drei Standards im Markt der mobilen Endgeräte durchsetzen: die Secure-Digital-Speicherkarte (SD), die CompactFlash-Karte (CF) und der Memory Stick von Sony. Dabei räumt der IDC der briefmarkengroßen SD-Speicherkarte den größten Erfolg im Markt ein, aufgrund der kleinen Abmessungen, dem geringem Batterieverbrauch sowie der robusten Bauweise. Welches Format sich letztendlich im Markt durchsetzen wird, wird ferner davon abhängen, welche weiteren Funktionalitäten (außer der Speicherfunktion) die verschiedenen Kartenformate anbieten. Hier ist die Entwicklung der CompactFlash-Karte und des Sony Memory Sticks weiter fortgeschritten als die der SD-Karte: CF-Karten und der Memory Stick bieten unter anderem Kamera-, Bluetooth und GPS100-Funktionalität an. Doch auch die Evolution der SD-Karte wird in die gleiche Richtung verlaufen: Mittlerweile gibt es Bluetooth-Module auf Basis von Secure-Digital Karten. In Bezug auf Handhelds setzen die Hersteller meist auf die drei genannten Formate: Während die auf WindowsCE basierenden Geräte meist auf eine CF- und/ oder SD-Karte setzen, wird bei Palm-PDAs nun verstärkt auf SDFormate gesetzt. Sony, der ebenfalls im Handheld-Markt ist und die PalmPlattform lizenziert hat, setzt weiterhin auf sein Eigenformat Memory Stick. [...]
3.2.3 Prozessortechnologie Mit anspruchsvolleren Plattformen (Betriebssystemen), multimedialen Anwendungen und 3G92 steigen die Anforderungen an die Prozessoren. Bei der Auswahl von Prozessoren haben die Hersteller von Betriebssystemen zu entscheiden, welche Prozessoren unterstützt werden. Auch hier muss ein guter Kompromiss gefunden werden zwischen einer guten Rechenleistung – für immer rechenintensivere Applikationen – und einem geringen Stromverbrauch. Die neueste CPU93-Entwicklung ist der "XScale" von Intel, Nachfolger des ARM-Prozessors, der bisher in vielen Handhelds eingesetzt worden war. Die skalierbare94 Chip-Mikroarchitektur soll schon bald CPUs für PDAs- und Handys mit einer Taktrate95 von bis zu 1 GHz hervorbringen – und das bei minimalem Stromverbrauch. Der XScale verfügt über die so genannte „Dynamic Voltage Management“-Technologie. Das Spannungsmanagement erlaubt es, Taktfrequenz und Spannung dynamisch der notwendigen Leistung anzupassen, das heißt bei nicht besonders rechenintensiven Applikationen sinkt die Taktfrequenz und die Spannung des Prozessors und spart dadurch Strom und somit Akkulaufzeit. Der IDC96 hat dazu folgenden Vergleich aufgestellt: [...]
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http://www.diplom.de/ean/9783832466374
Arbeit zitieren:
Huong, Chhaon-Long Dezember 2002: Marketingstrategien und Erfolgsfaktoren im Handheld-Markt aus Sicht der Betriebssystemhersteller, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
PDA, Personal Digital Assistant, Windows CE, PalmSource, Symbion



