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Marketingstrategien in der Automobilindustrie

Eine anwendungsorientierte Analyse der Konzeption und deren Umsetzung im Marketing-Mix

Marketingstrategien in der Automobilindustrie
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Giselher Schiecke
  • Abgabedatum: Februar 2005
  • Umfang: 138 Seiten
  • Dateigröße: 2,6 MB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Universität Mannheim Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-8713-3
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-8713-3 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-8713-3 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Schiecke, Giselher Februar 2005: Marketingstrategien in der Automobilindustrie, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Automobilbranche, Marketing, Strategie, Marke, CRM

Diplomarbeit von Giselher Schiecke

Problemstellung:

Die internationale Automobilindustrie durchlebt im Augenblick eine Phase starker Veränderungen. Zunehmender Wettbewerbsdruck durch eine Ausweitung der Produktportfolios der Fahrzeughersteller (OEMs), das verstärkte Drängen asiatischer Konkurrenten auf den europäischen und nordamerikanischen Markt und die Erschließung und Besetzung immer neuer Nischen stehen dabei auf der einen Seite.

Daneben führt eine wachsende Preissensitivität bei den Käufern von Automobilen in den meisten Fahrzeugklassen zu sinkenden Margen der Produzenten. Hinzu kommen höhere Anforderungen an die ökologische Verträglichkeit von PKW seitens der Kunden und vor allem auch seitens der Regierungen in den Triade-Märkten Westeuropa, USA und Japan. Durch die Erforschung und Entwicklung von neuen Technologien versuchen die OEMs, die Zahlungsbereitschaft der Kunden aufrecht zu erhalten und den gesetzlichen Bestimmungen gerecht zu werden.

In diesem Umfeld kommt dem Strategischen Marketing der Automobilhersteller eine besondere Bedeutung zu. Die systematische Ausrichtung der Unternehmensziele auf Konsumenten- beziehungsweise Kundenbedürfnisse wird immer mehr zu einem kritischen Faktor, um den langfristigen Unternehmenserfolg zu sichern. Hierbei ist es allerdings überraschend, dass der Marketingstrategie zu Gunsten der im Automobilsektor traditionell dominanten Funktionalstrategien der Bereiche Forschung und Entwicklung (F&E), Produktion und Beschaffung nicht mehr Beachtung geschenkt wird.

Die vorliegende Arbeit beschreibt einen idealtypischen Prozess der Entwicklung einer Marketingstrategie – von der Konzeption bis zur Umsetzung im Marketing-Mix – auf dem Gebiet der internationalen Automobilhersteller und stellt dadurch die Wichtigkeit einer strukturierten und ganzheitlichen Marketingstrategie für den langfristigen Unternehmenserfolg heraus.

In dem auf diese Einleitung folgenden zweiten Kapitel werden das Strategische Management und das Strategische Marketing näher betrachtet. Der dritte Abschnitt beschäftigt sich mit den Grundlagen der internationalen Automobilindustrie und stellt mit dem Erfahrungskurvenmodell und der Lebenszyklusanalyse zwei theoretische Konzepte vor, die dem eigentlichen Prozess der Strategieentwicklung vorangestellt werden sollten.

In Kapitel 4 wird der idealtypische Ablauf der Entwicklung einer Marketingstrategie – von der Situationsanalyse, über die Formulierung der Marketingstrategie bis zu Bewertung und Auswahl derselben gezeigt.

Hiernach richtet sich in Kapitel 5 das Augenmerk auf die konkrete Umsetzung der zuvor formulierten Marketingstrategie. Im Marketing-Mix werden sowohl die Produkt- und Preis-, wie auch die Kommunikations- und Distributionsstrategie betrachtet. Im Zuge der Produktstrategie wird dem in der Automobilindustrie immer bedeutenderen Markenmanagement besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Bei der Behandlung der Distributionsstrategie wird weiterhin auf das Customer Relationship Management eingegangen.

Das sechste Kapitel zeigt, wie die erzielten Ergebnisse aus der Umsetzung des Marketing-Mix mit den zuvor in der Strategieentwicklung gesteckten Zielen verglichen werden können. Das in diesem Zusammenhang näher betrachtete Konzept des Marketing-Controlling soll aber nicht nur einer bloßen Soll-Ist-Kontrolle dienen, sondern in Form eines Frühwarnsystems relevante Änderungstreiber identifizieren und Anpassungsvorschläge erarbeiten.

Den Abschluss dieser Arbeit bildet das Fazit mit einem Ausblick auf mögliche zukünftige Entwicklungen.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis V
Abkürzungsverzeichnis VI
1. Einleitung 1
1.1 Problemstellung 1
1.2 Gang der Untersuchung 1
2. Grundlagen des Strategischen Management und des Strategischen Marketing 3
2.1 Einführung in das Strategische Management 3
2.2 Geschichte des Strategischen Management 4
2.3 Strategisches Management und Strategisches Marketing 6
3. Vorüberlegungen zu der Entwicklung einer Marketingstrategie für die Automobilindustrie 8
3.1 Die Automobilindustrie 8
3.2 Erfahrungskurvenmodell 9
3.3 Lebenszyklusanalyse 11
4. Prozess der Strategieentwicklung im Marketing 18
4.1 Situationsanalysen 18
4.1.1 Umweltanalyse 19
4.1.2 Marktanalyse 25
4.1.3 Konkurrentenanalyse 31
4.1.4 Unternehmensanalyse 34
4.2 Formulierung einer Marketingstrategie 40
4.2.1 Marktspezifische Entscheidungen und Ziele des strategischen Marketing 41
4.2.2 Definition eines Kundennutzens und Wettbewerbspositionierung 44
4.2.3 Bestimmung des Innovationsgrads und Timing des Markteintritts 48
4.2.4 Management der Kundenbeziehungen 54
4.2.5 Bestimmung der Wettbewerbs- und Kooperationsstrategie 56
4.2.6 Vorüberlegungen zur Gestaltung des Marketing-Mix 58
4.3 Bewertung der formulierten Marketingstrategie 60
4.4 Strategieauswahl 62
5. Strategieumsetzung im Marketing-Mix 65
5.1 Produktstrategie 66
5.1.1 Grundlagen 66
5.1.2 Analyse des Produktprogramms 66
5.1.3 Markenmanagement in der Automobilindustrie 69
5.1.4 Produktinnovation 76
5.1.5 Modellwechsel, Produktvariation, -proliferation und -elimination 78
5.1.6 Entwicklungstendenzen in der Produktstrategie 82
5.2 Preisstrategie 83
5.2.1 Grundlagen 83
5.2.2 Operative Preispolitik 85
5.2.3 Preisfindung für neue Produkte, Preisdifferenzierung, Preisvariation 86
5.2.4 Strategische Preispolitik 89
5.2.5 Preisdurchsetzung 91
5.2.6 Entwicklungstendenzen in der Preisstrategie 92
5.3 Kommunikationsstrategie 93
5.3.1 Grundlagen 93
5.3.2 Ziele und Zielgruppen der Kommunikationsmaßnahmen 94
5.3.3 Budgetierung und Mediaplanung 94
5.3.4 Kommunikationsinstrumente in der Automobilindustrie 95
5.3.4.1 Klassische Mediawerbung 95
5.3.4.2 Direct Marketing 97
5.3.4.3 Event Marketing 98
5.3.4.4 Sponsoring 99
5.3.4.5 Verkaufsförderung 99
5.3.4.5 Weitere Kommunikationsinstrumente 100
5.3.5 Entwicklungstendenzen in der Kommunikationsstrategie 101
5.4 Distributionsstrategie 102
5.4.1 Grundlagen 102
5.4.2 Gestaltung des Distributionssystems 102
5.4.3 Management des Distributionssystems 104
5.4.4 Distributionslogistik 106
5.4.5 Customer Relationship Management 107
5.4.6 Entwicklungstendenzen in der Distributionsstrategie 110
6. Ergebniskontrolle für die angewendete Marketingstrategie 112
6.1 Strategisches Marketing-Controlling 113
6.2 Operatives Marketing-Controlling 113
7. Fazit 115
Anhang VII
Literaturverzeichnis VIII
Eidesstattliche Erklärung XIX

Automatisiert erstellter Textauszug:

Fahrzeug in den Medien Interessenten in ein entsprechendes Autohaus des OEMs locken. Weiterhin biete ein Autohändler während des Zeitraums des verstärkten Kundeninteresses auch Vorführwagen anderer Modelle für eine Probefahrt an oder führe für diese eine zeitlich begrenzte Sonderfinanzierungsaktion durch. Durch die Maßnahme des Autohauses kann dann neben dem neuen Modell, welches aufgrund der Pull-Wirkung der Marketing-Instrumente des OEMs vermehrtes Kundeninteresse findet, auch der Absatz der durch ihn speziell ausgelobten Fahrzeuge steigen. 4.3 Bewertung der formulierten Marketingstrategie Das Ergebnis der Strategieformulierung in Abschnitt 4.2 sind häufig mehrere alternative Marketingstrategien. Entsprechend der getroffenen Annahmen können sich diese allerdings zum Teil stark voneinander unterscheiden. Daher gilt es, die in Frage kommenden Strategieoptionen einer Bewertung zu unterziehen. Ergibt sich bei einer der im Folgenden vorzustellenden Bewertungskriterien für eine einzelne Marketingstrategie ein negatives Ergebnis, so muss diese aus dem Kreis der in Frage kommenden Möglichkeiten entfernt werden. Die Evaluation des zurückliegenden Strategieformulierungsprozesses kann dabei anhand quantitativer und anhand qualitativer Kriterien geschehen.224 Erst genannte Maßstäbe sind dadurch gekennzeichnet, dass ihnen monetäre Ziele zugrunde gelegt werden, die zu beurteilende Strategie als langfristige Investition betrachtet und diejenige Alternative ausgewählt wird, die den höchsten Kapitalwert oder die höchste Rendite erwirtschaftet. Als problematisch gilt hier allerdings die Ermittlung der durch die Strategieentscheidung hervorgerufenen monetären Rückflüsse, auch weil die entsprechenden Vorhaben langfristiger Natur sind und die Wechselwirkungen der einzelnen Strategieinhalte a priori nicht explizit antizipiert werden können. Die Bewertung der Strategieoptionen anhand qualitativer Kriterien erfolgt im Sinne einer Grobprüfung durch die Maßstäbe Plausibilität, Konsistenz, Informationsgrundlage, Inhalt, Durchführbarkeit und Wirkung. [...]

Unternehmen Kia vergleichsweise weniger innovative Automobile zu niedrigen Preisen an.220 Mit Hilfe des Marketingbudgets221 werden die Schwerpunkte der Marketingstrategie und der daraus abgeleiteten Marketingmaßnahmen festgelegt. Daneben erfüllt ein solches Budget auch eine Motivations- und Verantwortungsfunktion sowie einen Steuerungs- und Kontrollzweck. Entsprechend werden die vorhandenen finanziellen Ressourcen auf die einzelnen Instrumente des Marketing-Mix verteilt.222 Aufgrund der möglichen Rückschlüsse auf ihre marketingstrategische Ausrichtung geben OEMs ihre Marketingbudgets in der Regel nicht der Öffentlichkeit preis. Als letzte Vorüberlegung zur Gestaltung des Marketing-Mix ist der Interdependenz von Marketinginstrumenten Beachtung zu schenken.223 Ein Wirkungszusammenhang der Aktivitäten kann dabei sowohl in Bezug auf das gleiche Produkt/die gleiche Marke oder in Bezug auf unterschiedliche Produkte/Marken bestehen. Der erst genannte Aspekt kommt entweder in neutraler, behindernder oder fördernder Form vor. Eine Behinderung zweier Marketinginstrumente wäre beispielsweise denkbar, wenn ein Fahrzeughersteller einerseits für die Bestellung eines bestimmten Modells über das Internet besonders günstige Konditionen verspricht, um durch einen erhöhten Absatz seine Produktionskapazitäten besser auszulasten. Andererseits wirbt die Handelsorganisation dieses OEMs jedoch im selben Zeitraum mit einem Sonderrabatt beim Kauf desselben Modells über einen Vertragshändler mit dem Ziel, die Bestände an dieser Stelle zu reduzieren. Das Ergebnis dieser schlecht abgestimmten Marketingmaßnahme hätte wohl für beide Absatzkanäle nicht den vollen erhofften Effekt. Interaktionen zwischen Marketingaktivitäten für unterschiedliche Produkte oder Marken haben möglicherweise ebenfalls positive oder negative Auswirkungen in Form von so genannten Ausstrahlungseffekten. Als Beispiel für einen positiven Ausstrahlungseffekt wird folgender Sachverhalt angenommen. So kann die Vorstellung eines neuen Modells auf einer Messe und die zeitgleiche intensive Werbung für dieses [...]

Welche der vier vorgestellten Strategiealternativen tatsächlich von einem Unternehmen gewählt wird, hängt neben den unternehmenseigenen Ressourcen und seiner Wettbewerbsposition entscheidend von der Strategie der Konkurrenten sowie der Situation des Marktes ab, auf dem der Wettbewerb stattfindet.217 4.2.6 Vorüberlegungen zur Gestaltung des Marketing-Mix Bevor im fünften Kapitel die Ergebnisse der Entwicklung der Marketingstrategie im Marketing-Mix umgesetzt werden, gilt es noch einige grundsätzliche Fragen zu klären. In diesem Zusammenhang wird auf das angestrebte Preis-Leistungs-Verhältnis der Unternehmensleistungen, das Marketingbudget und die möglichen Interdependenzen der Marketinginstrumente eingegangen. In Bezug auf das Preis-/Leistungsverhältnis sind zwei gegensätzliche Alternativen denkbar.218 Entscheidet sich das Unternehmen für eine Präferenzstrategie, versucht es anhand von besonderen Qualitätsmerkmalen seiner Produkte einen möglichst hohen Preis am Absatzmarkt zu erzielen (Hochpreis-, Markenartikelkonzept). Ein solches Vorgehen lässt sich mit der Differenzierungsstrategie von Porter (siehe Abschnitt 4.2.2) vergleichen. Bei einer so genannten Preis-Mengen-Strategie werden hingegen meist Produkte von geringerer Qualität zu niedrigeren Preisen angeboten (Niedrigpreis-, Discountkonzept). Porters Aspekt der Kostenführerschaft lässt dabei nicht zwingend auf ein solches Verhalten schließen. Zwar ist eine niedrige Kostenstruktur Voraussetzung für ein preisgünstiges Produktangebot. Allerdings kann trotz dieser Situation auch eine Präferenzstrategie durch das entsprechende Unternehmen verfolgt werden. Zwischen den beiden Extremen der Präferenzstrategie und der Preis-Mengen-Strategie sind auch Mischformen, welche sich lediglich in die Richtung einer der Ausprägungen orientieren, denkbar. Ein Fahrzeughersteller, der mit jeder seiner angebotenen Fahrzeugmarken eine strikte Premium Strategie in Bezug auf Qualität und Preis verfolgt, ist die BMW Group.219 Im Gegensatz hierzu bietet das südkoreanische [...]

Arbeit zitieren:
Schiecke, Giselher Februar 2005: Marketingstrategien in der Automobilindustrie, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Automobilbranche, Marketing, Strategie, Marke, CRM

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