Marketingkommunikation in der Volksrepublik China
Analyse der chinesischen Medienlandschaft
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Julia-Elisabeth Pham
- Abgabedatum: September 2000
- Umfang: 144 Seiten
- Dateigröße: 1,8 MB
- Note: 1,5
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Furtwangen Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-4534-8
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-4534-8 P - ISBN (CD) :978-3-8324-4534-8 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Pham, Julia-Elisabeth September 2000: Marketingkommunikation in der Volksrepublik China, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: China, Maketing, Medien, Öffnungspolitik, PR
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Diplomarbeit von Julia-Elisabeth Pham
Einleitung:
Zweck dieser Arbeit ist, Besonderheiten des chinesischen Marktes bezüglich der Marketingkommunikation aufzuweisen und Unternehmen, die auf dem chinesischen Markt werben wollen, Hinweise auf Besonderheiten der Werbung in China zu geben.
Die Volksrepublik China ist mit einer Bevölkerung von derzeit 1,2 Milliarden und einem rasant steigenden Lebensstandard der größte zu erschließende Konsumentenmarkt der Welt. Wie dieser jedoch zu erschließen ist, ist eine andere Frage, der besonders westliche Unternehmen vergleichsweise hilflos gegenüberstehen.
Diese Arbeit enthält eine Einführung in die Probleme, die sich im Zusammenhang mit Werbeaktivitäten in China ergeben und vermittelt einen Überblick über die Medienlandschaft in China. Die Ausarbeitung bietet einen Einblick in Marketingkommunikation in China unter Beachtung nationaler Gegebenheiten, die sich wesentlich von denjenigen des Heimatmarkts unterscheiden, und interkultureller Aspekte. Insbesondere wird auf die Kommunikation über die Massenmedien eingegangen.
Im Zuge der Reformpolitik und der Transformation zu einem marktwirtschaftlichen System hat sich der Stellenwert der Unternehmenskommunikation stark verändert. Die Zusammenhänge zwischen wirtschaftlicher Entwicklung und dem Stellenwert der Marketingkommunikation werden in dieser Arbeit erläutert. Darüber hinaus haben sich in der Volksrepublik China seit Einsetzen der Wirtschaftsreformen neue Rahmenbedingungen für effizientere Kommunikationspolitik herauskristallisiert. Über diese Entwicklung der Werbe- und Medienbranche, die in China ein vergleichsweise neues Terrain ist, wird ein historischer Abriss gegeben.
Wer in China kommuniziert, muss beachten, dass heute noch in Staat und Gesellschaft jahrhundertealte Traditionen das Wirtschaftsleben dominieren. Diese Tatsache soll im folgenden berücksichtigt werden.
Gang der Untersuchung:
In dieser Arbeit werden zunächst Grundzüge der seit 1978 in der Volksrepublik China praktizierten Reform- und Öffnungspolitik erklärt. Im Anschluss daran werden diejenigen Folgen der Reform- und Öffnungspolitik erläutert, die für diese Arbeit von Bedeutung sind. Dazu zählen in erster Linie der in Zusammenhang mit der Einkommensentwicklung stehende Konsumwandel und der verschärfte Wettbewerb, die neue Wege der Marketingkommunikation forciert haben. Im Anschluss daran werden Grundlagen des Marketing erklärt und ein Überblick über Vorgänge der Kommunikation gegeben.
Auf Basis dieser Erkenntnisse werden im zweiten Teil dieser Arbeit unter Berücksichtigung der besonderen Gegebenheiten des chinesischen Marktes Hinweise zur Anpassung von Werbung an den chinesischen Markt gegeben. Dabei steht die Vermarktung von Konsumgütern im Vordergrund. Eine Darstellung von kulturellen Aspekten soll den Leser befähigen, Teilbereiche der chinesischen Nationalkultur zu verstehen sowie selbst den Anpassungsbedarf für seine Werbung zu erkennen. Eine Übersicht über die qualitative und quantitative Struktur der heutigen Medienlandschaft in der Volksrepublik China bietet dazu einen Einblick in Werbealternativen und deren Effektivität.
Inhaltsverzeichnis:
| I. | Inhaltsverzeichnis | |
| II. | Abkürzungsverzeichnis | |
| III. | Abbildungsverzeichnis | |
| IV. | Aspekte der Marketingkommunikation | |
| 1. | Einleitung | |
| 1.1 | Problemstellung | |
| 1.2 | Vorgehensweise | |
| 2. | Wirtschaftsreformen in der Volksrepublik China | |
| 2.1 | Grundzüge der Reform- und Öffnungspolitik | |
| 2.2 | Chinas Außenhandelspolitik | |
| 2.2.1 | Ziele und Struktur des Außenhandels vor 1978 | |
| 2.2.2 | Außenhandel nach 1978 | |
| 2.2.3 | Importstruktur | |
| 2.3 | Folgen der Reform- und Öffnungspolitik | |
| 2.3.1 | Wettbewerbsebene | |
| 2.3.2 | Marktumfeldebene | |
| 2.3.3 | Kundenebene | |
| 2.3.4 | Werbeumfeld | |
| 2.4 | Bedeutung der Entwicklung für die Unternehmenskommunikation | |
| 3. | Marketinggrundlagen | |
| 3.1 | Situationsanalyse | |
| 3.2 | Ziel- und Strategieplanung | |
| 3.3 | Maßnahmenplanung | |
| 3.3.1 | Der Absatzförderungs-Mix (Kommunikations-Mix) | |
| 3.3.2 | Grundlagen der Kommunikation | |
| 3.3.2.1 | Das Kommunikationsmodell | |
| 3.3.2.2 | Das AIDA-Modell | |
| 3.3.2.3 | Kommunikationsziele | |
| 3.3.3 | Unterteilung des Kommunikations-Mix | |
| 3.3.3.1 | Klassische Instrumente | |
| 3.3.3.1.1 | Mediawerbung | |
| 3.3.3.1.2 | Public Relations | |
| 3.3.3.2 | Below-the-line Kommunikation | |
| 3.3.4 | Mediastrategie und Mediaplanung | |
| 4. | Analyse des chinesischen Marktumfelds | |
| 4.1 | Marktbedingungen | |
| 4.1.1 | Demographische Aspekte | |
| 4.1.2 | Geographische Rahmenbedingungen | |
| 4.1.3 | Kaufkraft | |
| 4.1.4 | Konsumwandel | |
| 4.1.5 | Kulturelle Aspekte | |
| 4.2 | Kommunikationsspezifische Rahmenbedingungen | |
| 4.2.1 | Medien- und Werbeindustrie | |
| 4.2.2 | Struktur der heutigen Medienlandschaft | |
| 4.2.2.1 | TV | |
| 4.2.2.2 | Printmedien | |
| 4.2.2.3 | Internet | |
| 4.2.2.4 | Sonstige Medien | |
| 4.2.3 | Public Relations in China | |
| 4.3 | Rechtliche Rahmenbedingungen | |
| 4.3.1 | „The Law of Advertising of the People's Republic of China“ | |
| 4.3.2 | Gesetz zur Durchführung von Marktstudien in der Volksrepublik China | |
| 5. | Zusammenfassung und Ausblick | |
| V. | Quellenverzeichnis | |
| VI. | Anhang | |
| Anhang 1: Chinakarte | ||
| Anhang 2: Media and journalism in China - An introduction (Julia Pham, Februar 2000) | ||
| Anhang 3: Internet in China - Opportunity or threat to China's Economy (Philipp Harder und Julia Pham, Mai 1999) | ||
| Anhang 4: Übersetzung von Firmennamen und Markennamen | ||
| Anhang 5: Printmedien in China (Auswahl) | ||
| Anhang 6: Außenwerbung in China | ||
| VII. | Erklärung |
Marketingkommunikation in China Julia-Elisabeth Pham Diese Haushalte mittleren Einkommens sind hauptsächlich in den chinesischen Städten anzutreffen. Im Rahmen der weiteren Öffnungspolitik, wie sie im ersten Kapitel dieser Arbeit dargestellt wurde, ist anzunehmen, daß diese Xiao-Kang-Familien sich vermehren werden. Aufgrund zunehmender Mobilität werden sich die Xiao-Kang-Familien weiter ausbreiten und mit der Weiterentwicklung des Hinterlands werden sie schließlich auch dort entstehen.130 Einkommensstruktur Die Konsumstruktur der Chinesen läßt sich im internationalen Vergleich nur schwer plazieren; dies ist vor allem auf die Einkommensstruktur zurückzuführen. Wenn man sich die Statistiken der Pro-Kopf-Einkommen ansieht, muß man in Betracht ziehen, daß das tatsächliche Einkommen und die Kaufkraft höher sind, als die Einkommensstatistiken vermuten lassen: Zunächst ist die Einkommenssteuer vergleichsweise niedrig; hinzu kommt, daß die Einkommen (derzeit noch) schneller steigen als die Preise. Zudem erfassen die Statistiken nicht die kompletten Einkommen. Häufig verdient ein Arbeiter 30% oder mehr seines Durchschnittseinkommens indirekt und versteuert dieses auch nicht. So kann ein Fabrikarbeiter ein Einkommen von 600 RMB deklarieren, wobei die zusätzlichen Einkünfte weitere 300 RMB betragen können. Viele haben auch einen oder mehrere Nebenjobs, die ihre Einkommen mitunter verdoppeln. Dies wird im aktuellen Steuersystem nicht wirksam berücksichtigt.131 [...]
Marketingkommunikation in China Julia-Elisabeth Pham nen; so sind die Einkommen in den Sonderwirtschaftszonen höher als diejenigen entlang der Ostküste, welche wiederum höher sind als die in den Binnenprovinzen. Im Landesinneren erreichen die Pro-KopfEinkommen oft nur 20% der Küstenprovinzen, wo das durchschnittliche Jahreseinkommen 800 US$ beträgt.126 In ganz China haben „nur“ rund 200 Mio Menschen Geld für deutlich mehr als das Lebensnotwendige. Das Geld sitzt an der Küste zwischen Shanghai und Kanton, allenfalls noch in Peking. Die 36 größten Städte machen zwar nur 6,8% der Gesamtbevölkerung aus, verdienen aber 39% des Gesamteinkommens in China. Die 10 größten Städte - 4% der Gesamtbevölkerung- vereinen einen Anteil von 22,4% des Gesamteinkommens auf sich.127 35% der 1,2 Milliarden Menschen leben heute in insgesamt 567 Städten, in denen das durchschnittliche Einkommen drei mal so hoch ist wie in den Dörfern.128 Die „Xiao-Kang“-Familie: Die Xiao-Kang-Familien stellen gewissermaßen die chinesische Entsprechung der westlichen Mittelklasse dar. Xiao Kang bedeutet nach Konfuzius einen Zustand einer Gesellschaft, in der Menschen im großen und ganzen glücklich leben und arbeiten“; dies beinhaltet, daß Menschen qualitativ und quantitativ gut essen, sich gut kleiden und Wert auf das Äußere legen, ihre Haushalte gut ausgestattet sind und Menschen an einem regen Kulturleben teilnehmen und damit auch der Medienkonsum entsprechend hoch ist.129 [...]
4.1.2 Geographische Rahmenbedingungen Die geophysische Beschaffenheit des Landes und die mangelnde Infrastruktur sind Hindernisse für eine landesweite Kommunikation. China ist bei weitem zu groß, um als ganzes bearbeitet zu werden. Mit 22 Provinzen (23 mit Taiwan), fünf autonomen Regionen, drei Stadtbezirken und einer breiten Einkommenspalette müssen Marktbearbeiter eine vorsichtige Wahl treffen. Wichtig zu beachten ist die Tatsache, daß die Vermarktung zur richtigen Zeit am richtigen Ort aufgrund der nach wie vor schwachen Infrastruktur schwierig ist. Besonders in den Inlandprovinzen ist die Distribution ein kritischer Faktor. Die Kaufkraft, der Lebensstandard, und das Konsumverhalten variieren von Region zu Region stark. Die zunehmende regionale Ungleichverteilung, die aus der starken Konzentration der Außenhandelsaktivitäten und des Kapitaltransfers resultiert, wird sehr kritisch gesehen. Im [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832445348
Arbeit zitieren:
Pham, Julia-Elisabeth September 2000: Marketingkommunikation in der Volksrepublik China, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
China, Maketing, Medien, Öffnungspolitik, PR



