Marketing - Research Online
Möglichkeiten und Grenzen
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Anja Krutzke, Ute Krogbäumker
- Abgabedatum: September 2001
- Umfang: 175 Seiten
- Dateigröße: 792,8 KB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Universität der Künste Berlin Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-5212-4
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-5212-4 P - ISBN (CD) :978-3-8324-5212-4 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Anja Krutzke, Ute Krogbäumker September 2001: Marketing - Research Online, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Marktforschung, Internet, Datenerhebung
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Diplomarbeit von Anja Krutzke, Ute Krogbäumker
Einleitung:
Die systematische Erforschung von Märkten und dem Verhalten der Konsumenten wird von Unternehmen aller Art durchgeführt, um die Risiken von Veränderungen zu minimieren oder sogar völlig auszuräumen sowie den Einsatz aller marketingpolitischen Instrumente auf einer adäquaten Grundlage zu planen.
Das Internet wird bereits für viele Marketingaktivitäten eingesetzt. Daher ist es naheliegend, dieses Medium auch zum Zwecke der Marktforschung zu nutzen, da es in diesem Bereich neue Anwendungsbereiche und Instrumente bietet.
Beim Thema „Online-Research” handelt es sich um ein sehr junges Forschungsfeld, das sich noch in den Anfängen befindet. In der vorliegenden Arbeit wird ein Überblick über den bisherigen Stand der Forschung gegeben. Dabei werden die neuen Möglichkeiten, aber auch die Grenzen der Marketing-Forschung im Internet aufgezeigt. Die Kernfragen, die nachfolgend beantwortet werden, lauten: Was kann das Internet für die Marktforschung leisten, das klassische Instrumente nicht können? Ist das Internet lediglich ein ergänzendes Tool in der Marktforschung, oder ist es möglich, klassische Erhebungsmethoden durch Online-Erhebungsmethoden zu ersetzen? Wie schneidet die Online-Marktforschung bei einem Vergleich mit der traditionellen Marktforschung ab?
Gang der Untersuchung:
Zunächst wird ein Überblick über die klassische Marktforschung gegeben, die die Grundlage für die Marktforschung im Internet bildet. Darauf aufbauend werden Instrumente und Anwendungsbereiche der Online-Forschung vorgestellt. Ihre Besonderheiten und auch die Schwierigkeiten, die sich ergeben, werden näher beleuchtet und ihre Vor- und Nachteile einander gegenübergestellt. Eine nichtrepräsentative Befragung von Experten rundet das Bild ab. Abschließend wird ein Blick in die Zukunft der Marketing-Forschung im Internet geworfen.
Der Fokus der Arbeit liegt auf dem Aspekt der Datenerhebung, da es in dieser Phase der Marktforschung besonders relevant ist, mit welchem Medium und auf welche Art und Weise die Daten erhoben werden. In Bezug auf die Online-Nutzung und die Experten wurde die Recherche auf den deutschsprachigen Raum beschränkt.
Das Internet selbst als Gegenstand der Forschung, die Untersuchung der Online-Nutzerschaft oder die Untersuchung von Websites etc. sind nicht Thema dieser Arbeit.
Inhaltsverzeichnis:
| Darstellungsverzeichnis | V | |
| Einleitung | 1 | |
| 1. | Klassische Marktforschung | 3 |
| 1.1 | Marktforschung im Marketingentscheidungsprozess | 3 |
| 1.2 | Beurteilungs- und Anforderungskriterien von Informationen | 5 |
| 1.3 | Begriffsabgrenzung und Definition | 8 |
| 1.4 | Genauigkeit und Gütekriterien | 11 |
| 1.4.1 | Zufallsfehler und systematische Fehler | 11 |
| 1.4.2 | Gütekriterien | 13 |
| 1.4.2.1 | Objektivität | 14 |
| 1.4.2.2 | Reliabilität | 15 |
| 1.4.2.3 | Validität | 15 |
| 1.5 | Der Marktforschungsprozess | 16 |
| 1.6 | Typen von Forschungsstudien | 19 |
| 1.7 | Auswahlverfahren | 21 |
| 1.7.1 | Vollerhebung | 21 |
| 1.7.2 | Teilerhebung | 22 |
| 1.7.3 | Zufallsgesteuerte Verfahren der Auswahl | 23 |
| 1.7.4 | Verfahren der bewussten Auswahl | 24 |
| 1.8 | Sekundärforschung | 26 |
| 1.8.1 | Interne Datenquellen | 26 |
| 1.8.2 | Externe Quellen | 27 |
| 1.9 | Primärforschung | 28 |
| 1.9.1 | Die Erhebungsansätze | 29 |
| 1.9.2 | Methoden der Informationsgewinnung | 32 |
| 1.9.3 | Befragung | 33 |
| 1.9.3.1 | Schriftliche Befragung | 36 |
| 1.9.3.2 | Mündliche Befragung | 37 |
| 1.9.3.3 | Telefonische Befragung | 40 |
| 1.9.3.4 | Computergestützte Befragung offline | 41 |
| 1.9.4 | Beobachtung | 43 |
| 1.9.5 | Experiment | 44 |
| 1.9.6 | Panelerhebungen | 46 |
| 1.9.6.1 | Verbraucherpanel | 47 |
| 1.9.6.2 | Handelspanel | 49 |
| 1.9.7 | Psychologische Testverfahren | 50 |
| 1.9.7.1 | Focus-Gruppen | 51 |
| 1.9.7.2 | Weitere Verfahren | 51 |
| 2. | Marketing-Research Online | 53 |
| 2.1 | Die Besonderheiten des Internets | 54 |
| 2.1.1 | Klassische Medien versus Internet | 54 |
| 2.1.2 | Paradigmen des Mediums Internet | 55 |
| 2.1.2.1 | Interaktivität | 56 |
| 2.1.2.2 | Hypermedialität | 58 |
| 2.1.3 | Internetdienste | 59 |
| 2.1.4 | Computer Mediated Communication (CMC) | 60 |
| 2.1.5 | SIDE-Modell (Social Identity DEindividuation-Modell) | 63 |
| 2.1.6 | Zusammenfassung | 65 |
| 2.2 | Potenzial der Internet-Nutzung | 65 |
| 2.3 | Online-Research: Entwicklung und Prognosen | 66 |
| 2.4 | Sekundärforschung Online | 67 |
| 2.4.1 | Informationsquellen und Recherchetools im Internet | 68 |
| 2.4.1.1 | Datenbanken und Studien | 68 |
| 2.4.1.2 | Online-Foren | 69 |
| 2.4.1.3 | Recherchetools | 70 |
| 2.4.2 | Grenzen der Sekundärforschung im Internet | 73 |
| 2.4.3 | Bewertung der Sekundärforschung im Internet | 74 |
| 2.5 | Primärforschung Online | 75 |
| 2.5.1 | Auswahlverfahren und Stichprobenziehung | 76 |
| 2.5.1.1 | Repräsentativität | 78 |
| 2.5.1.2 | Selbstselektion | 80 |
| 2.5.1.3 | Rekrutierungsmöglichkeiten | 82 |
| 2.5.1.4 | Incentives | 86 |
| 2.5.2 | Befragungen | 88 |
| 2.5.2.1 | E-Mail-Befragungen | 88 |
| 2.5.2.2 | Newsgroup-Befragungen | 90 |
| 2.5.2.3 | WWW-Befragungen | 91 |
| 2.5.3 | Beobachtung | 94 |
| 2.5.4 | Online-Experiment | 98 |
| 2.5.5 | Online-Focus-Gruppen | 100 |
| 2.5.6 | Online-Panel | 103 |
| 2.5.7 | Fazit | 108 |
| 2.6 | Besonderheiten des Teilnahmeverhaltens: Nonresponse | 109 |
| 2.6.1 | Nonresponse-Typologie nach Bosnjak | 110 |
| 2.6.2 | Gründe für Nonresponse | 111 |
| 2.7 | Vorteile von Online-Research | 113 |
| 2.7.1 | Unabhängigkeit von Zeit und Raum | 113 |
| 2.7.2 | Wirtschaftlichkeit | 114 |
| 2.7.3 | Höhere Geschwindigkeit | 114 |
| 2.7.4 | Gesteigerte Datenqualität | 115 |
| 2.7.5 | Anonymität | 116 |
| 2.7.6 | Automatisierbarkeit | 116 |
| 2.7.7 | Erhebung von zusätzlichen Informationen | 116 |
| 2.7.8 | Unterstützung durch Multimedia | 117 |
| 2.7.9 | Fazit | 117 |
| 2.8 | Nachteile von Online-Research | 118 |
| 2.8.1 | Repräsentativität | 118 |
| 2.8.2 | Unbekannte Grundgesamtheit | 119 |
| 2.8.3 | Selbstselektion | 119 |
| 2.8.4 | Mehrfachteilnahme | 120 |
| 2.8.5 | Einhaltung wissenschaftlicher Standards | 120 |
| 2.8.6 | Technische Grenzen | 122 |
| 2.8.7 | Glaubwürdigkeit der Aussagen und Identität der Nutzer | 125 |
| 2.8.8 | Fazit | 126 |
| 2.9 | Vermeidung von Fehlerquellen | 127 |
| 2.9.1 | Anforderungen an Online-Research-Websites | 127 |
| 2.9.2 | Sicherung und Kontrolle der Datenqualität | 128 |
| 2.10 | Datenschutz | 131 |
| 2.11 | Einsatzbereiche | 133 |
| 3. | Online-Marktforschung und traditionelle Marktforschung im Vergleich | 136 |
| 3.1 | Datenqualität von Online- und Offline-Erhebungen | 138 |
| 3.2 | Vergleich von Internet-Nutzern und Nicht-Nutzern | 141 |
| 4. | Expertenbefragung | 144 |
| 5. | Fazit | 151 |
| 6. | Ausblick | 153 |
| Anhang: Expertenfragebogen | 160 | |
| Quellenverzeichnis | 161 |
Bei den E-Mail-Listen ist die Problematik ähnlich: Auch sie beschäftigen sich mit speziellen Themen. Unaufgeforderte Mails verärgern die Nutzer und gehen auf ihre Provider- und Zugangskosten. • Rekrutierung über N Viz – das Nth Intercept-Konzept Analog zu traditionellen Zufallsauswahlverfahren wurde das Nth Intercept-Konzept für die Online-Marktforschung entwickelt. Auf bestimmten Websites wird ein „Schalter mit Zählwerk“ eingebaut, welcher bei jedem Aufruf eine Zufallszahl generiert. Wenn diese einem vorgegebenen N entspricht, erscheint für den Besucher ein Pop-UpFenster (ein sich automatisch öffnendes Browserfenster, in dem z.B. ein Banner geschaltet werden kann) mit der Einladung zu einer Befragung. Das Kürzel „N Viz“ steht dabei für „Nth Visitor’s Intercept“169. [...]
Problematisch ist in diesem Zusammenhang auch die Motivation durch die Themenstellung. Es ist davon auszugehen, dass die Personen, die letztendlich an einer Befragung teilnehmen, an der Fragestellung speziell oder an Befragungen allgemein sehr interessiert sind. Diese Motivation unterscheidet die Teilnehmer von den Nicht-Teilnehmern.159 Diese Motivation korreliert „... mit hoher Wahrscheinlichkeit mit bestimmten Internet-Nutzungsformen ... aber auch sozialstrukturellen Hintergrundfaktoren“160. Interessanterweise wird dieses Problem von einigen Autoren auch als Vorteil gesehen, so z.B. von Pirovsky und Komarek161. Allerdings wird in der klassischen Marktforschung in der Regel versucht, Personen, die sich z.B. aus beruflichem Interesse mit Marktforschung beschäftigen, nicht in eine Stichprobe aufzunehmen, da ihnen ein anderes Antwortverhalten unterstellt werden kann, als dem „Otto Normalverbraucher“. [...]
Aufgrund eines Mangels an Verzeichnissen der Internet-Nutzer wird immer wieder auf selbstselektierte Stichproben zurückgegriffen. Unter Selbstselektion ist zu verstehen, „... dass Teilnehmer an freiwilligen Befragungen gemäß ihrer eigenen Bedürfnisse und Vorerfahrungen entscheiden, ob sie sich beteiligen oder nicht“154. Dem ist die ungezielte Ansprache einer anonymen Menge an Personen durch bestimmte Kommunikationsmaßnahmen vorangestellt. Wenn eine dieser Maßnahmen eine potenzielle Testperson erreicht, entscheidet sich diese entweder, an der Befragung teilzunehmen, oder sie tut es nicht. Auf jeden Fall aber muss die Person selber aktiv werden. Mit dieser Vorgehensweise wird die Datenqualität der Ergebnisse gefährdet, weil die Auswahlwahrscheinlichkeit von individuellen Merkmalen der Befragten abhängt. Es handelt sich also nicht um Repräsentativität im Sinne einer Zufallsauswahl, weil die entsprechende Wahrscheinlichkeit, dass eine Person von der jeweiligen Befragung erfährt, unbekannt ist.155 [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832452124
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