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Markenwerte

Markenbewertung, Markencontrolling und Bilanzierung von Marken

Markenwerte
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Andrea Müller
  • Abgabedatum: Juli 2002
  • Umfang: 113 Seiten
  • Dateigröße: 680,7 KB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Gelsenkirchen Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-7657-1
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-7657-1 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-7657-1 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Müller, Andrea Juli 2002: Markenwerte, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Marketing, Controlling, Unternehmenswert, Unternehmensbewertung, Bewertungsmodell

Diplomarbeit von Andrea Müller

Zusammenfassung:

Heute ist die Marke nicht mehr nur der bloße Name, unter welchem ein Produkt vertrieben wird, sondern sie hat sich zu einer Größe entwickelt, die erheblich an Bedeutung gewonnen hat und zu den wichtigsten Erfolgsfaktoren eines Unternehmens zählt. Für viele Unternehmen gehören Marken zu den bedeutungsvollsten Einflussfaktoren des Unternehmenserfolges.

Noch vor vielen Jahren wurden Unternehmen bloß anhand der Substanz, wie an Grundstücken, Maschinen, Produkten und dem Umsatz bewertet. Heute sind zunehmend auch immaterielle Größen wie der Markenwert zu einflussreichen Kennzahlen geworden.

Besonders starke Marken stellen für die Unternehmen wichtiges Kapital und dauerhaftes Vermögen dar, da sie entscheidend zur Steigerung des Gewinns und des Shareholder Value beitragen.

Aus betriebswirtschaftlicher Sicht stellt sich dadurch für die Unternehmen die Frage, ob es Methoden gibt, die in der Lage sind, objektive Wertansätze für Marken zu ermitteln. Bislang jedoch existiert keine allgemein anerkannte Methode zur Ermittlung des Markenwertes, die den Beitrag der Marke zum Unternehmenswert quantifizieren könnte.

Die vorliegende Arbeit greift diese Fragestellung auf, indem Markenbewertungsmodelle vorgestellt und vor dem Hintergrund der praktischen Einsatzmöglichkeit im Unternehmen kritisch hinterfragt werden.

Zu Beginn der Arbeit werden zunächst Grundlagen geschaffen, indem der Markenbegriff definiert wird, Anlässe zur Markenbewertung, sowie Indikatoren, durch welche der Markenwert bestimmt wird herausgefiltert werden.

Anschließend werden ausgewählte Markenbewertungsmodelle vorgestellt und vor dem Hintergrund der gestellten Anforderungen und der verschiedenen Einsatzmöglichkeiten kritisch beurteilt. Diese Modelle werden in finanzorientierte, marketingorientierte, sowie in kombinierte Bewertungsmodelle kategorisiert.

Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis V
Abbildungsverzeichnis VII
Tabellenverzeichnis VIII
Kapitel 1: Einleitung 2
1.1 Einführung 2
1.2 Aufbau der Arbeit 3
Kapitel 2: Abgrenzung des Markenbegriffes und die Bedeutung der Marke für die Unternehmen 4
2.1 Begriffsabgrenzung und Definition 4
2.2 Erscheinungsformen von Marken 5
2.3 Die zunehmende Bedeutung der Marke und ihres Wertes für die Unternehmensentwicklung 6
Kapitel 3: Der Markenwert 12
3.1 Begriffsabgrenzung und Definition 12
3.2 Anlässe zur Markenbewertung 14
3.2.1 Unternehmensinterne Bewertungsanlässe 16
3.2.2 Unternehmensexterne Bewertungsanlässe 18
3.3 Indikatoren zum Markenwert 21
3.3.1 Monetäre Indikatoren 22
3.3.2 Nicht monetäre Indikatoren 23
Kapitel 4: Darstellung ausgewählter Markenbewertungsmodelle und die Bestimmung des Wertes von Marken 25
4.1 Klassifikation der Markenbewertungsansätze 25
4.2 Anforderungen an die Markenbewertung 26
4.3 Problembereiche der Markenbewertung 28
4.4 Klassifikation der Bewertungsmodelle 30
4.5 Markenbewertungsmodelle 31
4.5.1 Finanzorientierte Bewertungsmodelle 32
4.5.1.1 Brand Equity Evaluation System (BEES) von BBDO 32
4.5.1.2 Semion Brand Valuation 35
4.5.2 Marketingorientierte Bewertung – der Markenwertansatz von Aaker 36
4.5.3 Kombinierte Bewertungsmodelle 38
4.5.3.1 Interbrand-Modell 38
4.5.3.2 Markenbewertung nach ACNielsen 42
Kapitel 5: Beurteilung und Auswahl geeigneter Bewertungsmodelle für die Unternehmenspraxis 49
5.1 Kritische Beurteilung der Bewertungsmodelle 49
5.2 Auswahl geeigneter Bewertungsmodelle für die Unternehmenspraxis 54
Kapitel 6: Markencontrolling 56
6.1 Einführung und Begriffsabgrenzung 56
6.2 Aufgaben und Ziele des Markencontrolling 56
6.2.1 Strategisches Markencontrolling 57
6.2.2 Operatives Markencontrolling 59
6.3 Geeignete Instrumente des Markencontrolling für die Unternehmenspraxis 60
6.3.1 Einsatz von Markenbewertungsmodellen 61
6.3.2 BrandScoreCard 62
6.4 Integration des Markencontrolling in das Unternehmen und dessen Struktur 64
Kapitel 7: Die Bilanzierung von Markenwerten im internationalen Vergleich 66
7.1 Einführung in die Bilanzierung von Markenwerten 66
7.2 Bilanzierung und Behandlung derivativer Markenwerte 67
7.3 Bilanzierung und Behandlung originärer Markenwerte 70
7.4 Der Wertansatz von Marken in der Bilanz 72
7.5 Abschreibung von Marken 73
7.6 Internationaler Vergleich 75
Kapitel 8: Fazit und Ausblick 77
Glossar 80
Literaturverzeichnis 85
Stichwortverzeichnis 98

Automatisiert erstellter Textauszug:

Semion Brand Broker GmbH führt jährlich ein Ranking der wertvollsten deutschen Marken durch.189 Markenwertansatz von Aaker Dieses Modell stellt einen rein theoretischen Bewertungsansatz dar, mit dem eine praktische Anwendung nicht möglich ist. Es werden lediglich fünf marketingorientierte, qualitative Indikatoren berücksichtigt. Problematisch bei diesem Ansatz ist die Abhängigkeit der Faktoren voneinander. So ist z.B. die angenommene Qualität abhängig von der Bekanntheit der Marke und der Markentreue.190 Letztlich werden keine Angaben darüber gemacht, wie die Marken wertmäßig zu erfassen ist. Interbrand-Modell Die bereits häufige Anwendung des Interbrand Modells in der Praxis lässt vermuten, dass es sich bei diesem Bewertungssystem um eine gut zu handhabende Vorgehensweise handelt. Durch den breiten Katalog von Kriterien ist es möglich, das Modell nicht nur zur Markenbewertung, sondern auch zu Kontrollzwecken heranzuziehen, d.h. die Entwicklung der Indikatoren zu beobachten und Maßnahmen abzuleiten.191 Trotzdem sind auch hier einige Nachteile anzumerken. Insbesondere hinsichtlich der S-Kurve kann die Subjektivität nicht ausgeschlossen werden, da die zugrunde liegenden empirischen Daten nicht veröffentlicht werden und der Verlauf der Kurve so nur schwer nachvollziehbar ist.192 Im Gegensatz zum Modell von BBDO werden hier die Nachsteuergewinne zur Bewertung herangezogen, wobei der Markenwert durch das Steuersystem beeinflusst wird.193 Dadurch wird die Vergleichbarkeit von Marken, denen unterschiedliche Steuersysteme zu Grunde liegen, erschwert. [...]

Wie der Tabelle zu entnehmen ist, erfüllt keines dieser Bewertungsmodelle alle Anforderungen. Dennoch haben sich die Modelle von Interbrand und ACNielsen als gängige angewandte Modelle herauskristallisiert. Sie besitzen heute einen hohen Bekanntheits- und Verbreitungsgrad.185 Auch die Modelle von Semion und BBDO fanden bereits praktische Anwendung. Im folgenden sollen die Vor- und auch die Nachteile dieser Bewertungsmodelle herausgefiltert und Unterschiede sowie Gemeinsamkeiten dargestellt werden, woraus dann die Ursachen für die unterschiedlichen Markenwerte aus Abb. 7 abgeleitet werden können. Brand Equity Evaluation System Ein bedeutender Vorteil dieses Modells ist die branchendifferenzierende Vorgehensweise. Dies ermöglicht eine direkte Vergleichbarkeit mit anderen Marken z.B. hinsichtlich der werblichen Unterstützung. Die Zukunftsorientierung wird durch die Ermittlung des Entwicklungspotentials und der Entwicklungsperspektive der Marke gewährleistet. Die für die Bewertung erforderlichen Daten sind im Unternehmen verfügbar und daher gut zugänglich, was eine schnelle, effektive und auch kostengünstige Bewertung nach sich zieht. Um den Einfluss des Steuersystems auf den Markenwert zu vermeiden, wird hier, im Gegensatz zum Interbrand-Modell, der Vorsteuergewinn zur Berechnung herangezogen. Dieses Modell hat sich jedoch noch nicht weit in der Praxis verbreitet. Bisher wurden nur Corporate Brands bewertet, obwohl das Modell auch in der Lage ist, Subbrands zu bewerten.186 Semion Brand Valuation System Hier handelt es sich um ein Markenbewertungsmodell, welches im Gegensatz zum Interbrand-Modell auch verstärkt Verhaltens- und Imagedaten berücksichtigt.187 Auch dieses Modell ist nicht frei von subjektiven Einflüssen hinsichtlich der Auswahl und der Gewichtung der Faktoren.188 Die Zukunftsorientierung spiegelt sich nur bei der Berechnung des Finanzwertes wider, der aber nur mit einer geringen Gewichtung in die Bewertung eingeht. Dieses Modell findet bereits Anwendung in der Praxis. Die [...]

Nach unterschiedlicher Gewichtung und Bewertung der Kriterien fließen diese zu einem Gesamtpunktwert zusammen, wobei eine Maximalpunktzahl von 500 erreicht werden kann.164 Eine niedrige Punktzahl spiegelt eine Markenschwäche (bei weniger als 200 Punkten165), eine hohe Punktzahl eine Markenstärke wider.166 Nielsen gibt jedoch aus Wettbewerbsgründen keine Auskunft über die genaue Vorgehensweise bei der Gewichtung und Bewertung der Kriterien.167 Die Ermittlung des monetären Wertes einer Marke erfolgt mittels des Ertragswertverfahrens, indem die zukünftig mit der Marke erwirtschaftbaren Erträge ermittelt werden. Diese ergeben sich aus der Prognose der Markt-, Marktanteils- und Umsatzentwicklung.168 Der Markenwert errechnet sich nun durch Abdiskontierung des Ertragswertes. Der Diskontierungsfaktor ergibt sich aus den Kapitalkosten169, wobei der Risikozuschlag durch die mittels des Scoring-Modells ermittelte Punktzahl berechnet wird.170 Hohe Punktzahlen führen zu einem niedrigeren Diskontierungsfaktor, und damit zu einem höheren Ertragswert, als niedrige Punktzahlen.171 [...]

Arbeit zitieren:
Müller, Andrea Juli 2002: Markenwerte, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Marketing, Controlling, Unternehmenswert, Unternehmensbewertung, Bewertungsmodell

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