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Markenmanagement in expandierenden chinesischen Unternehmen

Dargestellt an ausgewählten Beispielen

Markenmanagement in expandierenden chinesischen Unternehmen
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Janine Menting
  • Abgabedatum: April 2006
  • Umfang: 103 Seiten
  • Dateigröße: 1,3 MB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Universität Trier Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-9785-9
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-9785-9 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-9785-9 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Menting, Janine April 2006: Markenmanagement in expandierenden chinesischen Unternehmen, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Marke, Markenbildung, China, Internationalisierung, Markenführung

Diplomarbeit von Janine Menting

Einleitung:

„Die gelbe Macht.“ - „Der große Drache aus dem Osten.“ - „Gefahr oder Rivale?“ So und ähnlich sehen die Schlagzeilen aus, die man im Bezug auf die „chinesische Invasion“ in Deutschland lesen kann.

Neben Angst aufgrund von Firmenaufkäufen und steigendem Preiswettbewerb existiert ein starker Wille, chinesische Unternehmen in Deutschland zu integrieren. Deutsche Unternehmen stehen in einem Zwiespalt zwischen Chance und Risiko bezüglich Tätigkeiten chinesischer Unternehmen in Deutschland. Besonders der Aufkauf mittelständischer Unternehmen und Marken in Deutschland weckt Chinakritiker. Wie ist die Expansion chinesischer Unternehmen aus deutscher Sicht einzuschätzen? Eine der Fragen, die am Ende der Arbeit beantwortet wird.

Im Rahmen der derzeitigen Expansionsanstrengungen chinesischer Unternehmen wird mit der vorliegenden Arbeit untersucht, in wie weit chinesische Marken in Deutschland bekannt und etabliert sind.

Weiterhin dient die Arbeit als Leitfaden für chinesische Unternehmen, die Gesetze der Markenführung in Deutschland kennen zu lernen, zu verstehen und einen generellen grundlegenden Überblick über die strategischen Möglichkeiten des Markenmanagements zu erlangen.

Um aufzuzeigen, wie wichtig die Bildung und Nachvollziehung von Strategien im Rahmen des Markenmanagement ist, beschäftigt sich die vorliegende Arbeit eingehend mit der Konkretisierung von Strategien des Markenmanagements.

Ziel der Arbeit ist es, Handlungsempfehlungen für chinesische Markenunternehmen aufzuzeigen. Im Laufe der Arbeit wird die Thematik Marke stark vertieft. Dies hat den Grund, dass ein Überblick für chinesische Unternehmen gegeben werden soll, der umfassend über die Marke, ihre Eigenschaften und ihre Einbindung in das Unternehmen informieren soll.

Die europäische bzw. deutsche Sicht der Wissenschaft soll vermittelt werden, damit ein Chinese über eine Idee des Begriffes Marke hinaus einen fundierten Einblick in das Markenmanagement nach europäischen Markengesetzen bekommt. Aufgrund bestehender kultureller Unterschiede ist ein Verstehen der Denk- und Handelsweise europäischer Markenmanager für ein expandierendes chinesisches Markenunternehmen grundlegend. Der Zusammenhang von ausgewählter Markenstrategie und dem Erfolg einer Marke ist nur sehr schwer nachvollziehbar, da es kein eindeutiges Erfolgsrezept für den Markenerfolg gibt. Daher lassen sich die zentralen Fragen dieser Arbeit abgeleitet von der Zielsetzung folgendermaßen formulieren:

Welche Markenstrategien gibt es und sind diese ausschlaggebend für das Markenmanagement. Die Darstellung der grundlegenden Eigenschaften einer Marke soll einen Eindruck vermitteln, welche Gründe es für den Erfolg von Marken gibt. Eine anschließende stringente Verfolgung der ausgewählten Strategie trägt zu diesem Erfolg bei.

Gang der Untersuchung:

Der erste Abschnitt der Arbeit dient der Vorstellung der Grundlagen um den Begriff Marke. Neben einer Definition, den Funktionen und Eigenschaften von Marken werden die Potentiale starker Marken herausgearbeitet. Die Vorstellung der einzelnen Markenstrategien dient der Gestaltung der Markenarchitektur, der Ausgestaltung des Markenportfolios eines Unternehmens. Die intensive Auseinandersetzung mit dem Wert einer Marke verkörpert die Wichtigkeit einer Marke für ein Unternehmen.

Die Bearbeitung des zweiten Abschnitts widmet sich dem Markenmanagement. Aufgrund der Unwissenheit chinesischer Unternehmen im Bereich Management-Know-how wird ausdrücklich auf die Einbindung der Marke in den Prozess der Unternehmensorganisation eingegangen. Die unterschiedlichen strategischen Handlungsoptionen der Markenbildung dienen einem chinesischen Unternehmen als Optionen zur strategischen Gestaltung der Führung von Marken. Die Arbeit besitzt einen sehr ausführlichen Grundlagenteil. Dieser ist entsprechend gewählt, da er als eine Einführung für chinesische Unternehmen dient. Folgendermaßen ist schon der einführende Teil mit seinen Basiselementen des Markenmanagements als Leitfaden für expandierende chinesische Unternehmen zu sehen. Dieser Leitfaden wird basierend auf dem Grundlagenteil um die Darstellung der Handlungsoptionen, die der Markenführung zur Verfügung stehen, ergänzt.

An die Einführung in chinesische Grundlagen wie Denkweisen und vergangenes und zukünftiges Wirtschaftsgeschehen Chinas reiht sich die Auswertung einer Befragung deutscher Konsumenten an. Untersuchungsgegenstand dieser Umfrage ist der Bekanntheitsgrad chinesischer Produkte und Marken in Deutschland. Neben einem erwarteten Meinungsbild wird die bisherige Erfahrung deutscher Konsumenten mit chinesischen Produkten untersucht.

Der letzte Abschnitt der Arbeit zeigt Handlungsempfehlungen für chinesische Unternehmen im Rahmen der strategischen Markenführung auf. Die im vorherigen Abschnitt erlangten Ergebnisse werden in Relation zum zweiten Abschnitt ausgewertet, um so den Leitfaden für Entscheidungen im Markenmanagement chinesischer Unternehmen zu vervollständigen. Die Arbeit schließt mit einem umfassenden Fazit.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis III
1. Vorwort 1
2. Einleitung 2
2.1 Problemstellung 2
2.2 Zielsetzung 2
2.3 Aufbau der Arbeit 3
3. Marken 5
3.1 Abgrenzung von Marke und Produkt 5
3.2 Signifikante Merkmale von Marken 6
3.2.1 Für Unternehmen 6
3.2.2 Für Konsumenten 8
3.3 Funktionen und Ziele von Marken 9
3.4 Markenprofil 13
3.5 Einfluss des Konsumenten auf die Markenbildung 15
3.6 Markenstrategien nach ausgewählten Bestimmungsfaktoren 18
3.6.1 Markenstrategien nach geographischen Bestimmungsfaktoren 18
3.6.2 Markenstrategien nach institutionellen Bestimmungsfaktoren 20
3.6.3 Markenstrategien nach Anzahl der geführten Marken 20
3.7 Wert einer Marke 23
3.7.1 Berechnung des Markenwerts 23
3.7.2 Lebenszyklus und Wertentwicklung einer Marke 26
3.7.3 Image „Made in“ 29
4. Handlungsoptionen der Markenführung 30
4.1 Managementprozess der Markenführung 30
4.1.1 Prozess des Markenmanagements 30
4.1.1.1 Situationsanalyse 32
4.1.1.2 Planungsphase 32
4.1.1.3 Entscheidungsphase 33
4.1.1.4 Umsetzungsphase 34
4.1.1.5 Kontrollphase 35
4.1.1.6 Zusammenfassung 36
4.1.2 Wandel der Markenführung 37
4.2 Interpretation von Strategie im Sinne des Markenmanagements 39
4.3 Strategische Optionen für die Markenführung 41
4.3.1 Konkrete strategische Optionen für die Markenführung 41
4.3.1.1 Markenaufbau 42
4.3.1.2 Markenerweiterungen 44
4.3.1.3 Markenallianzen 46
4.3.1.4 Markenkauf 48
4.3.2 Strategische Handlungsoptionen bei der Markenbildung 49
4.4 Die erfolgreiche Marke 52
4.5 Internationalisierung von Marken 56
4.5.1 Notwendigkeit der Internationalisierung für die Markenführung 56
4.5.2 Trends und Entwicklungen 60
5. Markenbildung chinesischer Unternehmen 61
5.1 Einführung in die Wirtschaftsentwicklung Chinas 61
5.1.1 Vergangenheit 61
5.1.2 Gegenwart 63
5.1.3 Zukunft 63
5.2 Bestehende und schon bekannte Problematiken chinesischer Unternehmen und Marken aus europäischer Sicht 64
5.3 Chinesische Marken in Deutschland – Analyse einer simultativen Umfrage 67
5.3.1.1 Erwartetes und tatsächliches Meinungsbild chinesischer Marken(Teil 1) 68
5.3.1.2 Erweitertes Meinungsbild von chinesischen Marken (Teil 2) 76
5.4 Handlungsempfehlungen für chinesische Unternehmen 82
5.4.1 Option des Markenaufbaus 82
5.4.2 Option der Markenerweiterungen 83
5.4.3 Option der Markenallianzen 84
5.4.4 Option des Markenkaufs 84
5.5 Zukunkftsvision – China in 20 bis 30 Jahren 86
5.6 Fazit 87
Literaturverzeichnis 91
Anhang 95
Eidesstattliche Erklärung 97

Automatisiert erstellter Textauszug:

Die vorstehend vorgestellten Markenstrategien, die dem Management bei der Pflege und Führung der unternehmerischen Markenportfolios als Handlungsoptionen zur Verfügung stehen, können in das Marktgeschehen wie folgt eingegliedert werden. Als erste Entscheidung für das Management von Marken ist jene zu treffen, ob ein neues Produkt entwickelt werden soll oder nicht. Darauffolgend ergibt sich die Frage, ob dieses Produkt, indifferent der Tatsache der Neuheit, eine Markenidentität erhält. Die Option des Markteintritts beschränkt sich auf zwei Möglichkeiten: Den Eintritt in einen neuen Markt, sei dies nun geographisch oder produktkategorisch einzuordnen oder das Verbleiben auf dem bisherigen Markt. Der Prozeß der Markenführung findet demnach in drei Dimensionen statt: Dem Markt, dem Produkt und der Marke. Die sich daraus ergebenden strategischen Handlungsoptionen bilden das Herzstück dieses Modells. [...]

des Markenmanagements dar und wird kurzfristig erhöht. Die Langfristigkeit dieser Erhöhung ist abhängig von dem Grad der Integration der aufgekauften Marke in das bisherige Unternehmensmarkenportfolio und dem Erfolg des Markenmanagements. Das Globalziel der Markenwerterhöhung wird durch die ökonomischen und verhaltenswissenschaftlichen Ziele unterstützt und gefördert. Neben der entstehenden Zeitersparnis zur Etablierung einer Marke treten Kostenersparnisse für entfallene Marketingaufwendungen ein. Daher ist der Aufkauf häufig kostengünstiger als die eigenständige Etablierung einer Marke. Die Akquisition einer Marke mittels Übernahme eines Unternehmens oder eines Unternehmensteiles stellt ebenfalls eine Art des Markenkaufs dar. Durch das bereits existierende Handelskonzept mit einem vorhandenen Ladennetz und einem bestehenden Kundenstamm stellt die Akquisition eine einfache und schnelle Markteintrittsoption dar. Der sich daraus als vorteilhaft ergebende gegenseitige Austausch von Know-how ist aufgrund von Unterschieden im Management- und Technikbereich von großer Bedeutung. [...]

Der Aufkauf von Marken bietet die Möglichkeit des externen Erwerbs von Markenrechten. Auch unter dem Begriff Mergers und Acquisitions bekannt, werden Strategien charakterisiert, die die Stärkung der Marktmacht durch die Vergrößerung der Marktanteile oder Degressionseffekte zum Ziel hat. Die sogenannten Mergers, sprich Verschmelzungen oder Fusionen, haben die Auflösung der rechtlichen Selbständigkeit mindestens eines der beteiligten Unternehmen zur Folge. Von Beteiligungen im Rahmen von Acquisitions handelt es sich um jede Form der Beteiligung eines Unternehmens an einem anderen.76 Aufgrund der zunehmenden Verschärfung des Wettbewerbs besteht ein Trend zu Unternehmensaufkäufen, um Größenvorteile im Wettbewerb zu erzielen und den künftigen Unternehmenserhalt sicherzustellen.77 Weiterhin ist durch die Globalisierung der Märkte ein einheitliches Markenbild in Namensgebung, Logogestaltung und einem einheitlichen Packaging, sprich Verpackung und äußeres Auftreten, gefragt. Im Rahmen der Markenakquisition hat zum Beispiel Henkel eine Vielzahl seiner nationalen Marken durch Firmenakquisitionen und Joint Ventures in den betreffenden nationalen Märkten erworben. Viele dieser akquirierten Marken haben eine lange Historie und einen beachtlichen nationalen Markenwert.78 Der Markenexperte Lasslop spricht auch von Akquisitionsstrategien. Neben der Bündelung von Kompetenzen in Bereichen wie beispielsweise Design oder internationale Distribution sind die Erreichung von Skaleneffekten in Marketing und Vertrieb angestrebte Zielgrößen. Der Aufbau von Markteintrittsbarrieren im Bereich der eigenen Kernmärkte steht im Mittelpunkt. Weiterhin besteht die Möglichkeit, ein bestehendes Portfolio von generischen Marken mit akquirierten Marken zu bereichern. Dadurch werden sowohl Ziele zur Erreichung neuer Zielgruppen als auch positive Ausstrahlungseffekte auf die bestehenden Stammmarken erreicht.79 Durch die Akquisition kann ein Kräfteausgleich im Wettbewerb geschaffen werden. Darunter versteht sich zum Beispiel die Vereinigung mehrerer Händler, um einen Ausgleich zu den zahlenmäßig überlegenen Handelsorganisationen zu bieten. Die zuvor dargestellten Unternehmensziele treten in diesem Zusammenhang in Erscheinung. Das Globalziel der Unternehmung wird durch den Zukauf von schon etablierten und bestehenden Marken kurzfristig erreicht. Der Marktwert des Unternehmens stellt ein globales Ziel [...]

Arbeit zitieren:
Menting, Janine April 2006: Markenmanagement in expandierenden chinesischen Unternehmen, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Marke, Markenbildung, China, Internationalisierung, Markenführung

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