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Markenmanagement der Volkswagen AG

Dargestellt am Modell Phaeton

Markenmanagement der Volkswagen AG
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Keno Scholber
  • Abgabedatum: November 2005
  • Umfang: 103 Seiten
  • Dateigröße: 3,5 MB
  • Note: 2,3
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-9211-3
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-9211-3 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-9211-3 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Scholber, Keno November 2005: Markenmanagement der Volkswagen AG, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Marken, Branding, Automobilindustrie, Namen, Brand Management

Diplomarbeit von Keno Scholber

Einleitung:

Ständige Veränderungen und Entwicklungen wie die Globalisierung, der harte Preiskampf, eine kontinuierlich größer werdende Modellflut und immer neu entstehende Mikrosegmente auf der Kundenseite sind nur einige Gründe warum Automobilhersteller ihre Konzepte regelmäßig neu überdenken und überarbeiten müssen. Das Markenmanagement zählt mittlerweile zu den wichtigsten Erfolgsfaktoren in der Automobilindustrie. In der Vergangenheit ist es besonders den deutschen Automobilherstellern gelungen, weltweit anerkannte und starke Marken zu schaffen. So erreichte die Volkswagen AG beispielsweise schon im Jahre 1950 eine Exportrate von 50%.

Die vorliegende Arbeit untersucht das Markenmanagement der VW AG. Nach einer theoretischen Darstellung des Markenmanagementbegriffs und dessen Bedeutung in der Automobilindustrie wird das Markenmanagement von Volkswagen analysiert. Den Schwerpunkt der Untersuchung bildet hierbei die Analyse der Markenführung des Modells Phaeton. Gezielt findet eine wissenschaftliche Untersuchung der VW Markenführung anhand des Brand Cycles Modell von Interbrand Zintzmeyer & Lux statt. Dieses Modell wird im Hauptteil noch detailliert erläutert. Des Weiteren wird die aktuelle Phaeton Produktqualität mit dem derzeitigen Image des Modells Phaeton in der Öffentlichkeit verglichen.

Darüber hinaus werden Überlegungen bezüglich einer bereits erfolgten Image-Reflektion des Phaeton auf das heutige Gesamt-Konzernimage der VW AG angestellt. Abschließend befasse ich mich mit der Frage eines möglichen Phaeton-Nachfolgers und dem Marketing als Kostenfaktor. Ziel dieser Diplomarbeit ist es, das Markenmanagement der Markengruppe Volkswagen-Pkw anhand des Modells Phaeton zu analysieren und herauszufinden inwieweit die Markenführung gelungen oder nicht gelungen ist. Eine Untersuchung des gesamten Produktportfolios der VW AG und die damit verbundene komplexe Problematik der Mehrmarkenstrategie im Konzernmarkenmanagement der VW AG würde den Rahmen dieser Arbeit sprengen. Im Folgenden werde ich mich deshalb speziell auf den Phaeton konzentrieren, der in der Markengruppe VW geführt wird. Markengruppen wie Audi und VW Nutzfahrzeuge werden bewusst ausgeklammert.

„Unter Markenmanagement (engl.: Branding) versteht man die Entwicklung und die Betreuung einer Marke. Eine Marke weckt mehr Vertrauen in den Köpfen der Endverbraucher und suggeriert eine höhere Qualität.“ Markenmanagement ist demnach das Managen sämtlicher Wertschöpfungsstufen, die gegenüber dem Markt unter einem Namen auftreten; dabei ist es unerheblich, ob und inwieweit man sich dabei des eigenen oder auch fremder Unternehmen bedient, denn auch der Zulieferer ist in diesen Prozess integriert. Das Markenmanagement gewann bereits vor Jahrhunderten zunehmend an Beachtung und Bedeutung: „Branding began many centuries before the term acquired its modern usage. The Greek Romans and others before them had various ways of promoting wares or goods, whether they were wines or pots, metals or ointments".

Hauptaufgabe des Markenmanagements ist es Markenwert zu schaffen und auszubauen. Da generell die Meinung herrscht, Marken entstünden erst durch Werbung und Promotion, möchte ich zuvor noch eine klare Differenzierung zu normalen „packaged goods“, wie Zigaretten, Kosmetika oder „commodities“ herausstellen. Diese Annahme trifft für Automobile keinesfalls zu. Die Identifizierung fängt hier schon weitaus früher mit Entwicklungsleistungen und Design an. Dem Automobil wird die differenzierende Identität demnach bereits durch die verschiedenen „intrinsic values“ verliehen.

Inhaltsverzeichnis:

Vorwort 2
I. Inhaltsverzeichnis 4
II. Abbildungsverzeichnis 8
III. Tabellenverzeichnis 9
IV. Abkürzungsverzeichnis 9
1. Einleitung 11
1.1 Vorgehensweise und Zielsetzung 11
1.2 Definition des Markenmanagement Begriffs 12
2. Methodik/ Vorgehensweise 14
2.1 Kriterien der Literaturauswahl 14
2.2 Einschränkung und Abgrenzung des Themas 14
3. Theorie „Markenmanagement“ 15
3.1 Bedeutung und Rahmenbedingungen der Produktpolitik 15
3.2 Stellenwert der Markenführung in Wissenschaft und Praxis 16
3.3 Einzelmarkenstrategie versus Mehrmarkenstrategie 16
3.4 Mehrmarkenstrategie in der Automobilindustrie 17
3.5 Markenmanagement als Bestandteil der strategischen Markenführung 18
3.6 Das Brand Cycle Modell 20
3.6.1 Brand Creation 21
3.6.2 Brand Management 21
3.6.3 Brand Evaluation 21
3.7 Bestandteile der Brand Creation 21
3.7.1 Brand Plattform 22
3.7.2 Brand Strategy 23
3.7.3 Brand Naming 23
3.7.4 Brand Design 24
3.7.5 Brand World 24
3.7.6 Brand Communication 24
3.8 Bestandteile des Brand Managements 25
3.8.1 Brand Implementation 25
3.8.2 Brand Documentation 26
3.8.3 Brand Care 26
3.8.4 Brand Review 26
3.9 Bestandteile der Brand Evaluation 27
3.9.1 Brand Analysis 27
3.9.2 Brand Valuation 28
3.9.3 Brand Protection 28
3.10 Differenzierung zum Wettbewerb 29
3.11 Methoden der Markenbewertung 29
4. Die Volkswagen AG 31
4.1 Die Volkswagen AG 31
4.1.1 Markengruppe Volkswagen 33
4.1.2 Volkswagen-Pkw 34
4.1.3 Produktentstehungsprozess bei Volkswagen 34
4.1.4 Simultaneous Engineering bei Volkswagen 35
4.1.5 Der Phaeton 37
4.1.5.1 Verkaufsstart 38
4.1.5.2 Zulassungszahlen 38
4.1.5.3 Entwicklungsstart 39
4.1.5.4 Entwicklungskosten 39
4.1.5.5 Preise 40
4.1.6 Volkswagens Gläserne Manufaktur 41
4.1.6.1 Gründe für die Gläserne Manufaktur und den Standort Dresden 41
4.1.6.2 Statistische Daten zur „Manufaktur 41
4.1.6.3 Der Name „Manufaktur“ 42
4.1.6.4 Der Standort Dresden in Sachsen 42
5. Untersuchungen der VW-Markenführung, durchgeführt am Phaeton 43
5.1 Analyse Brand Creation 43
5.1.1 Untersuchung und Fehleranalyse des „Brand Platform“ Segmentes 43
5.1.1.1 Identitätskrise bei Volkswagen 44
5.1.1.2 Markenpersönlichkeit 45
5.1.1.3 Weltweite Absatzprobleme im D-Segment 45
5.1.1.4 Umweltveränderungsanalyse 47
5.1.1.5 Wertung 47
5.1.2 Untersuchung und Fehleranalyse des „Brand Strategy“ Segmentes 48
5.1.2.1 Umstrukturierung bei Volkswagen 49
5.1.2.2 Werteüberschneidungen 49
5.1.2.3 Entwicklungsversäumnisse 49
5.1.2.4 Einstieg in die automobile Oberklasse 50
5.1.2.5 Wachstumszwang 51
5.1.2.6 Wertung 51
5.1.3 Untersuchung und Fehleranalyse des „Brand Naming“ Segmentes 51
5.1.3.1 Der Name Volkswagen 52
5.1.3.2 Baureihenbenennung 53
5.1.3.3 Claims 54
5.1.3.4 Namensfindung 54
5.1.3.5 Der Name Phaeton 55
5.1.3.6 Wertung 57
5.1.4 Untersuchung und Fehleranalyse des „Brand Design“ Segmentes 57
5.1.4.1 Identifizierung mit dem Markennamen 58
5.1.4.2 Das Logo 59
5.1.4.3 Zusammenhang zwischen Phaeton und Manufaktur 59
5.1.4.4 Design – Rahmenkonzept 59
5.1.4.5 Wirkung auf andere Baureihen 60
5.1.4.6 Eindeutige Differenzierung des Phaeton 60
5.1.4.7 Wertung 61
5.1.5 Untersuchung und Fehleranalyse des „Brand World“ Segmentes 61
5.1.5.1 Koordination verschiedener Disziplinen 61
5.1.5.2 Manufaktur als fester Bestandteil des Brand World Managements 62
5.1.5.3 Wertung 62
5.1.6 Untersuchung und Fehleranalyse des „Brand Communication“ Segmentes 62
5.1.6.1 Einheitliches Kommunikationskonzept 63
5.1.6.2 Ein langer Weg bis in die Oberklasse 64
5.1.6.3 Wertung 65
5.2 Analyse Brand Management 65
5.2.1 Untersuchung und Fehleranalyse des „Brand Implementation“ Segmentes 65
5.2.1.1 Faszination von Anfang an ist der Schlüssel zum Erfolg 65
5.2.1.2 Bedeutung der Mitarbeiter 65
5.2.1.3 Kritik nach Bekanntgabe des D1-Projektes 66
5.2.1.4 Rückschläge zur Zeit der Namensbekanntgabe 66
5.2.1.5 Markteinführung unter anderem Namen 67
5.2.1.6 Wertung 67
5.2.2 Untersuchung und Fehleranalyse des „Brand Documentation“ Segmentes 67
5.2.2.1 Grundlagen der Markenidentität 67
5.2.2.2 Manufaktur als Erlebniswelt 68
5.2.2.3 Service- und Kundenmanagement 68
5.2.2.4 Wertung 69
5.2.3 Untersuchung und Fehleranalyse des „Brand Care“ Segmentes 69
5.2.3.1 Eine kontinuierliche Veränderung unabdingbar 69
5.2.3.2 Marktanteile mittels neuer Modelle 70
5.2.3.3 Wachstumsmöglichkeiten konsequent prüfen 71
5.2.3.4 Neuausrichtung und dessen Auswirkungen 71
5.2.3.5 Wertung 71
5.2.4 Untersuchung und Fehleranalyse des „Brand Review“ Segmentes 71
5.2.4.1 Wirtschafts- und Entwicklungskontrolle 72
5.2.4.2 Veränderungsprozess 72
5.2.4.3 Innovationen 73
5.2.4.3.1 Umweltfreundlichkeit 73
5.2.4.3.2 Sichere Türen durch neue Lasertechnologie 74
5.2.4.3.3 Zugfreie Klimaanlage 74
5.2.4.3.4 Doppel Xenon 74
5.2.4.3.5 Selbstleuchtendes Kennzeichen 74
5.2.4.3.6 Volltragendes Luftfeder-Fahrwerk 74
5.2.4.3.7 Ehemals stärkster Seriendiesel 75
5.2.4.4 Wertung 75
5.3 Analyse Brand Evaluation 76
5.3.1 Untersuchung und Fehleranalyse des „Brand Analysis“ Segmentes 76
5.3.1.1 Umstrukturierungen 76
5.3.1.2 Konzerneingliederung 77
5.3.1.3 Wertung 78
5.3.2 Untersuchung und Fehleranalyse des „Brand Valuation“ Segmentes 78
5.3.2.1 Erfolgsbewertungsmethoden 78
5.3.2.2 Top 10 der teuersten deutschen Markennamen 79
5.3.2.3 Ranking internationaler Markenwerte 79
5.3.2.4 Top 5 der internationalen Verlierer bei den Markenwerten 80
5.3.2.5 Wertung 81
5.3.3 Untersuchung und Fehleranalyse des „Brand Protection“ Segmentes 81
5.3.3.1 Folgekosten 81
5.3.3.2 Wertung 82
5.4 Zusammenfassung der Untersuchung 82
5.4.1 Synergien des Brand Cycles 82
5.4.2 Kernaussagen aus jedem Brand Cycle Modellpunkt 83
5.4.2.1 Fehlerübersicht Brand Cycle 84
6. Weitere Überlegungen 86
6.1 Image vs. Produktqualität des Phaeton 86
6.1.1 Kritik seit Entwicklungsstart 86
6.1.2 Der Phaeton und dessen Einfluss auf das Gesamt-Konzernimage 87
6.2 Design des Phaeton 88
6.3 Einfluss der konjunkturellen Lage auf die Etablierung des Phaeton 88
6.4 Kostenfaktor Marketing 89
6.5 Der Phaeton; Konkurrenz in eigenem Hause 89
6.6 Eintritt in das D-Segment als logische Konsequenz 90
6.7 Phaeton Positionierung unter anderem Namen 91
6.8 Beurteilung anhand von Zulassungen, Kaufpreis und Wiederverkaufswert 91
6.8.1 Vergleich von Anschaffungs- und Unterhaltskosten im D-Segment 91
6.8.2 Absatzvergleich anhand der Neuzulassungen 92
6.8.3 Wiederverkaufswert des Phaeton problematisch 93
6.9 Einstellen, fortführen oder verändern 94
7. Schluss 96
7.1 Schlussbetrachtung 96
7.2 Schlusswort 97
V. Literaturverzeichnis 98
Bücher 98
Zeitungsartikel 99
Internet 99
VI. Anlagen 103

Automatisiert erstellter Textauszug:

5.2.1.5. Markteinführung unter anderem Namen Eine Beurteilung der gemachten Fehler scheint nahezu unmöglich. Auf der Hand liegt jedoch die Problematik der Brand Implementation im Falle des Phaeton von Volkswagen-Pkw. Wie schon bei der Analyse der Brand Communication, stellt sich erneut die Frage, ob eine Einführung unter dem Namen VW überhaupt sinnvoll ist oder zumindest in naher Zukunft mit weniger Problemen behaftet gewesen wäre. Vielleicht wäre es sinnvoller gewesen, sich diesem Segment langsam anzunähern. Ein Veränderungsprozess ist bei Volkswagen-Pkw schon seit der Piëch-Ära erkennbar. Ein hoch moderner Passat bspw., wie derzeit von Volkswagen angeboten wird, wäre sicher eine bessere Überleitung zu einem Produkt wie dem Phaeton gewesen. Erneut möchte ich hier auf den langen Evolutionsprozess der Marke Audi hinweisen. [...]

„Die Entscheidung, die das Topmanagement dann gefällt hat, lautete: Audi sollte die Premium Marke des Volkswagen-Konzerns werden, mit einer eigenständigen Vertriebsorganisation. Neu an diesem Ansatz war, dass Audi das Element der Fortschrittlichkeit (des ‚Vorsprungs’) ins Premium Segment einbringen sollte. Denn bis dahin war eine Premium Marke per definitionem statusorientiert und konservativ. Der Kurs nach oben war nicht ohne Risiken: Audi hatte sich eine ambitionierte Produktoffensive vorgenommen. Die Marke wagte, den beiden Weltmarktführern im Luxuswagensegment mit dem unerhört neuartigen A8 Paroli zu bieten. Aus den ehemals zwei Produktreihen – Audi 80 und 100 – wurden erst drei, dann vier und heute schließlich sechs.“125 [...]

5.1.6.1. Einheitliches Kommunikationskonzept Volkswagen stellt sich in der Öffentlichkeit einheitlich dar und setzt wie schon kurz beim Brand Design angesprochen seit kurzem, den Claim, „Aus Liebe zum Automobil“ bei allen Modellen der VW-Pkw Gruppe ein. Das Kommunikationskonzept von Volkswagen wirkt schlüssig. Kritisch ist jedoch die Vereinbarkeit, auf die schon des öfteren eingegangen wurde, von Kleinwagen und Luxuskarossen innerhalb der Produktpalette zu betrachten. Dieser Problematik müssen sich allerdings zur Zeit nahezu alle deutschen Automobilhersteller stellen. Wie schon während der gesamten Analyse des Markenmanagements der VW AG, stellt sich erneut die Frage, ob das VW Image es bereits erlaubt einen „Phaeton“ unter selbigem Markennamen zu führen. [...]

Arbeit zitieren:
Scholber, Keno November 2005: Markenmanagement der Volkswagen AG, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Marken, Branding, Automobilindustrie, Namen, Brand Management

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