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Markenkommunikation mit Testimonials

Prominente in der Werbung

Markenkommunikation mit Testimonials
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Marc Fischer
  • Abgabedatum: Juli 2002
  • Umfang: 117 Seiten
  • Dateigröße: 1,3 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-6399-1
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-6399-1 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-6399-1 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Fischer, Marc Juli 2002: Markenkommunikation mit Testimonials, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Marke, Markenstrategie, Informationsüberlastung, Involvement, Prominentenwerbung

Diplomarbeit von Marc Fischer

Einleitung:

Verona Feldbusch „blubbt“, Boris Becker ist „drin“ und Thomas Gottschalk nascht Gummibärchen. Immer öfter begegnen einem bekannte Gesichter in Werbespots, Printanzeigen oder auf Plakaten. Manchmal wirbt ein Prominenter sogar für mehrere Marken.

Werbung mit Prominenten hat am Gesamtvolumen der Werbewirtschaft einen Anteil von ca. zehn Prozent und gewinnt zunehmend an Bedeutung. Dem Beispiel der USA folgend, in denen fast ein Viertel aller Werbespots mit Prominenten wirbt, setzt auch die deutsche Industrie in verstärktem Maße auf Prominente in der Markenkommunikation. Prognosen gehen für 2003 für Deutschland von einem Werbeumsatz von 22,5 Milliarden Euro aus. Müsste man alle Werbespots hintereinander anschauen, wäre man mehr als 75 Jahre damit beschäftigt.

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Phänomen „Markenkommunikation mit Testimonials – Prominente in der Werbung“. Sie ist in drei Abschnitte unterteilt, auf die eine Zusammenfassung und ein Fazit folgen. Im ersten Teil „Markenkommunikation“ wird erklärt, was eine Marke ist, was sie ausmacht und was man sich unter Markenkommunikation vorzustellen hat. Der zweite Abschnitt geht näher auf die Werbung an sich ein, sucht dabei nach einer Definition und wird die Basis für den letzten großen Abschnitt „Prominente in der Werbung“ legen. Der letzte Teil gibt einen Überblick über die historische Entwicklung der Prominentenwerbung, wird erklären, was jemanden prominent macht und warum Celebrities, wie prominente Testimonials auch genannt werden, so gern eingesetzt werden. Anhand eines Praxisbeispiels wird die Auswahl eines geeigneten Testimonials verdeutlicht, um abschließend die eigentliche Effektivität und die Gefahren der Prominentenwerbung darzulegen. Um das Feld der Prominenten ein wenig einzuschränken, werden überwiegend Beispiele mit nationalen Testimonials herangezogen.

Inhaltsverzeichnis:

INHALTSVERZEICHNIS I
ABBILDUNGSVERZEICHNIS III
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS IV
EINLEITUNG 1
1. MARKENKOMMUNIKATION 2
1.1 MARKE 2
1.1.1 Historie der Marke 3
1.1.2 Definition Marke 4
1.2 MARKENPERSÖNLICHKEIT UND MARKENIMAGE 7
1.3 MARKENWERT 11
1.4 MARKENSTRATEGIE 13
1.4.1 Einzelmarkenstrategie 14
1.4.2 Mehrmarkenstrategie 16
1.4.3 Markenfamilienstrategie 18
1.4.4 Dachmarkenstrategie 19
1.4.5 Markentransferstrategie 21
1.5 MARKENKOMMUNIKATION 23
1.5.1 Kommunikationsbegriff 23
1.5.2 Kommunikationsprozess 23
1.5.3 Massenkommunikation 28
1.5.4 Die Marke im Kommunikationsprozess 29
1.5.5 Definition Markenkommunikation 32
1.5.6 Instrumente der Markenkommunikation 32
2. WERBUNG 34
2.1 WERBUNG 1 34
2.2 MEDIAWERBUNG 36
2.3 WERBUNG 2 37
2.4 AUSTAUSCHBARE WERBUNG 38
2.5 EINSTELLUNG ZUR WERBEMAßNAHME 39
2.6 WEAROUT-EFFEKT 41
2.7 INFORMATIONSÜBERLASTUNG 42
2.8 INVOLVEMENT 45
2.9 SCHEMATA 50
2.10 BILDER IN DER KOMMUNIKATION 54
2.10.1 Aktivierung durch Bilder 56
2.11 SELEKTIVE WAHRNEHMUNG 58
2.12 TESTIMONIALS 59
2.12.1 Stars, Prominente 61
2.12.2 Experten 62
2.12.3 Repräsentanten von Unternehmen 62
2.12.4 Typische Konsumenten 62
2.12.5 Bedeutungsübertragung 62
3. PROMINENTE IN DER WERBUNG 65
3.1 ENTWICKLUNG DER PROMINENTENWERBUNG 65
3.1.1 19. Jahrhundert 65
3.1.2 20. Jahrhundert 67
3.1.3 1920er 67
3.1.4 1930er 68
3.1.5 1950er 69
3.1.6 1960er 71
3.1.7 1970er 72
3.1.8 1980er/1990er/2000er 72
3.2 PROMINENT 73
3.2.1 Identitätsfelder 74
3.2.2 Die nächste Generation von Prominenten 78
3.3 WARUM PROMINENTE IN DER WERBUNG? 79
3.4 AUSWAHLKRITERIEN 83
3.5 PRAXISBEISPIEL „AKTIE GELB“ 86
3.5.1 Erster Schritt 87
3.5.2 Zweiter Schritt 88
3.5.3 Dritter Schritt 88
3.5.4 Vierter Schritt 89
3.5.5 Fazit 90
3.6 EFFEKTIVITÄT VON PROMINENTEN IN DER WERBUNG 90
3.7 GEFAHREN 92
3.7.1 Der richtige Weg 92
3.7.2 Persönlichkeit und Vertrauen 94
3.7.3 Der Prominente als Risiko 95
3.7.4 Abnutzungserscheinungen 96
4. ZUSAMMENFASSUNG 99
5. FAZIT 101
QUELLENVERZEICHNIS 102
LITERATURVERZEICHNIS 102
INTERNETQUELLEN 112
SONSTIGE QUELLEN 112

Automatisiert erstellter Textauszug:

Aus verhaltenswissenschaftlicher Sicht handelt es sich bei der Markenkommunikation um ein Lernkonzept. Es geht um den Aufbau von Gedächtnisstrukturen für Marken und Unternehmen. Klar festgelegte emotionale oder sachliche Inhalte für ein Angebot sollen bei den Kunden etabliert werden. Dazu sind Wiederholungen der zu vermittelnden Lerninhalte zur Verstärkung notwendig. Zwei verschiedene Aspekte des Lernens sind voneinander zu unterscheiden212: Das erstmalige Lernen von Inhalten, die mit einem Angebot assoziiert werden sollen und das Wiederauffrischen von Inhalten, die bereits zu einem Angebot gelernt wurden. Zwar werden nach heutigen Erkenntnissen einmal gelernte Informationen und Eindrücke zu einem Angebot nicht mehr gelöscht, aber ohne entsprechende Auffrischung wird der Zugriff auf diese Gedächtnisspuren jedoch aufgrund der vergangenen Zeit oder durch Überlagerung mit anderen Informationen erschwert.213 Um klare Gedächtnisstrukturen für ein Angebot durch Kommunikation aufbauen zu können, sind Kenntnisse über die Wissensstrukturen und die Wissensrepräsentation im Gedächtnis der Konsumenten erforderlich. Denn: Das bereits vorhandene Wissen bestimmt wesentlich, wie neue Informationen aufgenommen, verarbeitet und gespeichert werden. Die Repräsentation von Wissen im Gedächtnis der Konsumenten kann man durch Schema darstellen. Schemata enthalten alle Informationen, die zur Bildgenerierung benötigt werden, und repräsentieren gelerntes Wissen. Sie können biologisch vorprogrammiert sowie kulturell geprägt sein oder durch Umwelteinflüsse, wie Erlebnisse oder Kommunikation, gelernt werden.214 Zu den biologisch vorprogrammierten Schemata gehört beispielsweise das Kindchenschema. Es dient der Arterhaltung, indem es Beschützerverhalten gegenüber dem Nachwuchs sicherstellt. Ein Bildreiz, der in hinreichendem Maße dem Kind [...]

Das Erfahrungssystem des Menschen bildet Situationen ab, indem es die relevanten Bestimmungsstücke der Situation zusammen mit den zwischen ihnen bestehenden Relationen in verallgemeinerter Form als Netzstruktur im Gedächtnis speichert.208 Im Laufe der Zeit entstehen so endlos viele solcher Strukturen. Bei jeder Aufgabe, die sich dem Menschen stellt, wie zum Beispiel die Orientierung in einer Situation, wird durch Vergleich ein passendes Netz angesprochen, das dem Menschen dann als „Erfahrung“ bei der Problemlösung hilft. Sogenannte Schemata steuern die Wahrnehmung und vereinfachen Denkvorgänge.209 „Schemata sind große, komplexe Wissenseinheiten, die typische Eigenschaften und feste, standardisierte Vorstellungen umfassen, die man von Objekten, Personen oder Ereignissen hat.“210 Dem Menschen stehen sowohl sprachliche als auch bildliche Schemata zur Verfügung. Im Hinblick auf den Aufbau von Markenbildern sind in erster Linie die bildlichen Schemata von Bedeutung. Sie sind im Langzeitgedächtnis gespeichert und erzeugen bei Bedarf in Bruchteilen von Sekunden ein Bild im Arbeitsgedächtnis.211 [...]

Je nach Stärke des Gesamtinvolvements variiert die Zahl der Informationen, die aufgenommen, verarbeitet und gespeichert werden.200 Die jeweiligen, oben genannten, fünf Komponenten üben in ihrem Zusammenspiel einen unterschiedlichen Einfluss auf das jeweilige eigentliche Involvement des Rezipienten aus. So zeigen neuere Forschungen, dass das Werbemittelinvolvement nur zu einer gewissen Aktivierung beim Rezipienten, aber nicht zu einer wesentlichen Erhöhung des generellen Involvements führen kann.201 Von besonders hohem Einfluss bei der Ausbildung des generellen Involvements einer Person sind die persönliche Komponente und die Situation.202 Das Involvement hat nun insofern eine Bedeutung für den Einsatz und die Gestaltung von Text und Bild, als sich hoch involvierte Betrachter sehr deutlich in ihrem Informationsverhalten von niedrig involvierten unterscheiden. Während nämlich hoch involvierte Konsumenten eine größere Zahl von Informationen nutzen, diese wiederum stärker kognitiv verarbeiten und insgesamt eine längere Entscheidungszeit (z.B. für oder gegen ein Produkt) benötigen, sieht der Verarbeitungsprozess bei niedrig involvierten Konsumenten deutlich anders aus. Diese verarbeiten angebotene Informationen, wenn überhaupt, nur peripher.203 Während man also den hoch involvierten Rezipienten viel Text und sachbezogene Informationen anbieten kann, die diese auch entsprechend nutzen werden, wird diese Information bei einem niedrig involvierten mehr oder weniger unbeachtet verpuffen. Niedrig involvierten Konsumenten sollte daher weniger (sowieso nicht genutzte) Sachinformation in Form langer Texte als vielmehr schneller eingängige Bilder und Headlines angeboten werden. In Lowinvolvement-Situationen können Anhäufungen von Argumenten den Kommunikationsprozess stören.204 Denn während der wenig involvierte Betrachter bei einem Werbekommuniqué mit wenig Informationen, auch mit einem flüchtigen Kontakt, zumindest die Hauptinformation und den Markennamen aufnehmen kann, wird bei einer überladenen Werbebotschaft kaum ein klarer Eindruck für den uninteressierten Betrachter zu gewinnen sein.205 [...]

Arbeit zitieren:
Fischer, Marc Juli 2002: Markenkommunikation mit Testimonials, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Marke, Markenstrategie, Informationsüberlastung, Involvement, Prominentenwerbung

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