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Markencontrolling für Dienstleistungen

Markencontrolling für Dienstleistungen
Über dieses Buch
  • Art: Lizentiatsarbeit
  • Autor: Mario Flury
  • Abgabedatum: Oktober 2004
  • Umfang: 70 Seiten
  • Dateigröße: 355,1 KB
  • Note: 2,5
  • Institution / Hochschule: Universität Basel Schweiz
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-8419-4
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-8419-4 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-8419-4 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Flury, Mario Oktober 2004: Markencontrolling für Dienstleistungen, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Controlling, Brand Equity, Return on Brand Investment, Dienstleistungsmarketing, Balanced Scorecard

Lizentiatsarbeit von Mario Flury

Einleitung:

Marken werden je länger je mehr als wesentlicher Bestandteil einer Unternehmung betrachtet. In einer Befragung von deutschen Unternehmen durch PricewaterhouseCoopers/Sattler gaben 53% der Befragten an, dass Marken sogar zu den wichtigsten Einflussgrössen auf den Unternehmenserfolg gehören. Geht man von einem positiven Zusammenhang zwischen starken Marken und dem Wert eines Unternehmens aus, bedeutet dies, dass dem Markencontrolling im Hinblick auf die Steigerung des Unternehmenswertes eine wichtige Rolle zukommen kann. Marken können den Unternehmenswert auf unterschiedliche Weise beeinflussen: Sie erhöhen den Unternehmenswert indem sie freie Cash Flows erhöhen, deren Eintrittszeitpunkt beeinflussen, Schwankungen der Freien Cash Flows mindern oder den Restwert der Freien Cash Flows anheben können. Dadurch schaffen Marken nachhaltige Wettbewerbsvorteile, und Investitionen in die Marke steigern langfristig den Unternehmenswert. Trotzdem werden sie als Vermögenswert häufig unterschätzt und entsprechend vernachlässigt. Bei Investitionen in immaterielle Werte wie Marken fehlt zudem ein greifbarer Gegenwert, wodurch langfristig wirkenden Investitionen in Marken nur schwer durchsetzbar sind. Ohne richtige Pflege und laufende Investitionen verlieren Marken jedoch schnell an Wert. Des Weiteren gelten Markenaufbau und –pflege häufig nicht als strategische Führungsaufgaben sondern werden in den Aufgabenbereich des Marketing verlagert. Damit fehlt es in vielen Unternehmen an einer Stelle, die auf die langfristige Pflege und Stärkung der Marke aus ist.

Mit dem speziellen Fokus auf Dienstleistungsmarken gewinnt die Thematik an aktueller Brisanz. Dienstleistungen sind in der Welt des 21. Jahrhunderts keine Ausnahme mehr, sondern die dominierende Güterart. Selbst klassische Konsumgüter-Markenartikel nehmen mit einem zunehmenden Leistungsangebot vermehrt den Charakter von Dienstleistungsmarken an. Mit der Zunahme des internationalen Wettbewerbs haben auch Dienstleister ihre Anstrengungen verstärkt, ihre Angebote als Markenartikel zu positionieren, doch gelungen ist es noch keinem so richtig. Denn besonders im Dienstleistungsbereich ist festzustellen, dass ein Defizit im Markenmanagement besteht, welches vor allem auf die charakteristischen Merkmale einer Dienstleistung zurückzuführen sind. Diese Charakteristika ist zwar eine zusätzliche Herausforderung, aber keine unüberwindbare Hürde bei der Markierung der Leistungen.

Das Ziel der Arbeit besteht darin, den Controllingzyklus von Dienstleistungsmarken in einer wertorientierten Unternehmensführung darzustellen. In einem ersten Teil der Arbeit werden daher der Begriff und die Besonderheiten von Dienstleistungen wie auch die Funktionen der Markierung angeführt, um anschliessend im zweiten Teil das Konzept eines institutionalisierten Markencontrollingsystems für Dienstleistungsunternehmen aufzubauen. Dabei wird der Markenwert als Steuergrösse des Markencontrollings eingeführt. Ebenso werden die Funktionen des Markencontrollingzyklus’ und die Planungs- und Kontrollinstrumente vorgestellt. Im letzten Teil wird das Markencontrolling am Beispiel eines Finanzdienstleisters umgesetzt. Dabei wird die Notwendigkeit der Markierung von Bankdienstleistungen erläutert und die Umsetzung mittels der Balanced Scorecard dargestellt.

Inhaltsverzeichnis:

Einleitung 6
A. Grundlegung zum Markencontrolling für Dienstleistungen 8
I. Einführung in die Thematik 8
a) Begriff und Systematisierung von Dienstleistungen 8
b) Marken und Markenbewertung 11
c) Definition von Marken 11
d) Funktionen der Marke 13
e) Begriff des Markenwerts und der Markenstärke 13
II. Besonderheiten von Dienstleistungsmarken 14
a) Notwendigkeit der Markierung von Dienstleistungen 14
b) Visualisierung des Markenzeichens 15
c) Erscheinungsformen von Dienstleistungsmarken 16
III. Stellenwert und Gegenstand des Markencontrollings 17
a) Begriffliche Abgrenzung des Markencontrolling 17
b) Ziele und Aufgaben des Markencontrolling 18
c) Anforderungen an das Markencontrolling 19
B. Konzeption eines Markencontrollingsystems für Dienstleistungsunternehmen 20
I. Zielgrössen des Markencontrollings 20
a) Ableitung von Zielgrössen aus übergeordneten Unternehmenszielen 20
b) Anforderungen an Zielgrössen im Rahmen des Markencontrolling 21
c) Markenstärke als Zielgrösse 23
d) Markenwert als Zielgrösse 27
II. Die Funktionen des Markencontrollingsystems 29
a) Die Koordinationsfunktion 29
b) Die Planungs- und Kontrollfunktion 30
(1) Strategisch 30
(2) Operativ 32
c) Die Informationsversorgungsfunktion 34
(1) Ermittlung des Informationsbedarfs 34
(2) Informationsbeschaffung 35
(3) Informationsübermittlung 36
(4) Aufgabe eines strategischen Früherkennungssystems 37
III. Instrumente des Markencontrollings 38
a) Strategische Instrumente 39
b) Operative Instrumente 41
c) Balanced Scorecard als integratives Markencontrollinginstrument 43
C. Umsetzung des Markencontrollings in Banken 46
I. Der Aufbau einer Dienstleistungsmarke im Bankensektor 46
a) Hintergründe für die Markenfokussierung 46
b) Markenpolitische Besonderheiten 47
(1) Merkmale der Branche 47
(2) Die Markenarchitektur 47
c) Ziel einer Markenstrategie bei Banken 48
II. Entwicklung einer Markenstrategie für die UBS 49
a) Bestimmung der markenpolitischen Ziele 49
b) Abgrenzung strategischer Optionen 51
c) Umsetzung der Markenstrategie 52
III. Sicherung der Markenentwicklung mittels einer Balanced Scorecard 54
a) Grundstruktur einer Balanced Scorecard für die Markenführung 54
b) Auswahl und Gestaltung markenrelevanter Kennzahlen in einer Balanced Scorecard 55
Fazit 57
Anhang 58
Literaturverzeichnis 61

Automatisiert erstellter Textauszug:

Planung und Kontrolle stellen eine der Kernfunktionen des Markencontrollings dar, sind jedoch der Koordinationsfunktion unterzuordnen, da Planung und Kontrolle letztlich der Koordination der unternehmerischen Tätigkeit dienen. Der strategische Planungsprozess eines Unternehmens besteht aus der strategischen Analyse, aus der Strategiefindung und aus der Bewertung alternativer Strategien168. Die strategische Planung ist langfristig und vor allem auf Chancen und Risiken des Umfeldes ausgerichtet und soll damit auch die Aufgabe einer strategischen Frühwarnung übernehmen169. Ausgehend von den verfolgten Unternehmenszielen ist im Rahmen des strategischen Planungsprozesses zu ermitteln, mit welchen Strategien die gesetzten Ziele erreicht werden können. Dazu wird erst eine strategische Analyse durchgeführt, bei der untersucht wird, [...]

Unter systemkoppelnder Koordination versteht man alle Koordinationstätigkeiten, die im Rahmen der gegebenen Systemstruktur zu Problemlösung sowie als Reaktion auf Störungen stattfinden und in einer Aufrechterhaltung sowie Anpassung der Informationsverbindungen zwischen Teilsystemen bestehen164. Durch die systembildende Koordination wird ein grosser Teil der Problemlösung in die Organisationsstruktur verlagert. Eine solche Gestaltung ist nur möglich, wenn die Stabilität der Umweltlage dies erlaubt. Die systemkoppelnde Koordination stellt Anpassungsvorgänge innerhalb einer bestehenden Systemstruktur dar. Vorübergehende und nicht grosse Soll-IstAbweichungen werden auf diese Weise beseitigt. Sind die Soll-Ist-Abweichungen sehr gross, so wird eine Anpassung ohne strukturelle Änderungen kaum möglich sein165. Dies bedeutet, dass in einem abgestimmten System von Planung und Kontrolle, sowie Informationsversorgung versucht wird, die laufende Betreuung des Systems durch generelle Regelungen festzulegen. Dies gelingt jedoch nur in befriedigender Form, wenn keine Störungen vorliegen. Störungen können aber auch bereits im Rahmen der systembildenden Koordination berücksichtigt werden, sofern man über sie bestimmte Informationen besitzt. Dies ist die Grundüberlegung bei der Schaffung flexibler Planungssysteme166. Auf dem Gebiet der Informationsversorgung sind die sogenannten Früherkennungssysteme zu nennen. Da die ungeplanten Störungen in Anzahl und Art aber zunehmen, stellt die systemkoppelnde Koordination die Haupttätigkeit eines Controllers in der Praxis dar167. b) (1) Die Planungs- und Kontrollfunktion Strategisch [...]

Aus der Komplexität moderner Führungssysteme resultiert die immer grösser werdende Bedeutung der Koordination. Je grösser und unüberschaubarer die Unternehmung, je rascher und umfassender sich die Unternehmenswelt wandelt und je höher der Spezialisierungsgrad der Führungskräfte, desto mehr wird die Koordination zur Hauptaufgabe des Controllings160.Um die Koordination des gesamten Führungssystems sicherzustellen, muss das Markencontrolling effiziente Planungs- und Kontroll-, sowie Informationssysteme bereitstellen161. Koordination erfolgt einmal durch die Bildung aufeinander abgestimmter formaler Prozesse (systembildende Koordination). Koordination bedeutet aber auch Abstimmungsprozesse in einem gegebenen Systemgefüge (systemkoppelnde 162 Koordination) . Dieser Systemansatz betont die Tätigkeit des Koordinierens durch Systemgestaltung und systeminterne Abstimmungen. Dies ist beim Markencontrolling von besonderer Wichtigkeit, weil der Wert der Marke von vielen unterschiedlichen Unternehmensbereichen (Marketing, Produktentwicklung, Vertrieb, Marktforschung, Finanzund Rechnungswesen, Produktion) beeinflusst wird. Die systembildende Koordination bedeutet die Schaffung einer Gebilde- und Prozessstruktur, die zur Abstimmung von Aufgaben beiträgt. Durch systembildende Koordination erfolgt eine Anpassung an erwartete künftige Ereignisse, um auf diese Weise Störungen im Voraus zu verkleinern. Das Planungs- und Kontrollsystem ist konkretes Ergebnis dieser systembildenden Koordination163. [...]

Arbeit zitieren:
Flury, Mario Oktober 2004: Markencontrolling für Dienstleistungen, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Controlling, Brand Equity, Return on Brand Investment, Dienstleistungsmarketing, Balanced Scorecard

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