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Markenbewertung und Brand Scorecard

Neue Möglichkeiten zur Markensteuerung bei Nutzfahrzeugen der Marke Mercedes-Benz

Markenbewertung und Brand Scorecard
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Willem Spelten
  • Abgabedatum: April 2002
  • Umfang: 64 Seiten
  • Dateigröße: 1,1 MB
  • Note: 1,4
  • Institution / Hochschule: Duale Hochschule Baden-Württemberg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-5588-0
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-5588-0 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-5588-0 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Spelten, Willem April 2002: Markenbewertung und Brand Scorecard, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Markenführung, strategisches Marketing, Markenwert, Balanced Scorecard

Diplomarbeit von Willem Spelten

Einleitung:

Einer Studie von Pricewaterhouse Coopers aus dem Jahre 1997 zufolge gibt es in 93% der deutschen Unternehmen Überlegungen, in Zukunft Markenbewertungen durchzuführen. Tatsächlich fanden aber erst in 23% der befragten Unternehmen derartige Bewertungen statt. Dies liegt daran, dass bisher nur sehr wenige Geschäftsleitungen von einem bestimmten Ansatz der Markenbewertung überzeugt sind. Vor dem Hintergrund, dass zum Beispiel die Marke Coca-Cola bei verschiedenen Messansätzen mit einen Markenwert zwischen 0,2 und 33 Milliarden US Dollar bewertet wird, verwundert dieses Misstrauen nicht.

Seit etwa fünfzig Jahren beschäftigt sich die Betriebswirtschaftslehre mit der Bewertung von Marken, seit 1990 mit stark wachsender Intensität. Bis heute hat sich jedoch keines der zahlreichen Modelle durchsetzen können. Dabei wäre ein allgemein anerkanntes Verfahren der Markenbewertung für die Markenführung sehr vorteilhaft. Wenn es möglich ist, einen monetären Markenwert anzugeben, gewinnt das Markenmanagement eine solide Rechtfertigung für seine Investitionen, einen guten Indikator für die eigene Leistung. Könnte man besonders markenwerttreibende Faktorenisolieren und verifizieren, gewänne man wirkungsvolle Stellhebel für das aktiveMarkenmanagement.

Diese Arbeit versucht, einen Überblick über die zahlreichen Ansätze zur Bewertung und Steuerung von Marken zu geben und eine Brand Scorecard für die innerbetriebliche Anwendung im Markenmanagement zu entwickeln.

Gang der Untersuchung:

Zunächst wird hierzu in Kapitel B erklärt, was eine Marke ist. Auf die verschiedenen Arten der Markierung wird dabei ebenso eingegangen wie auf die Ursprünge des Markierens. Das Kapitel C befasst sich ausführlich mit Ansätzen zur Markenbewertung aus den vergangenen 50 Jahren. Die Auswahl der Modelle erfolgte sowohl entsprechend der Bedeutung der Modelle für die Markenwertdiskussion als auch nach der Qualität der veröffentlichten Informationen. Besonderer Wert wird auf das Aufzeigen der verwendeten Kriterien zur Markenwertbestimmung gelegt. Kapitel D behandelt einen neuen und sehr umfassenden Ansatz zur Markensteuerung, die auf der Balanced Scorecard basierende Brand Scorecard nach Linxweiler. Im Kapitel E wird, ausgehend von den vorher beschriebenen Modellen und Kennzahlen, eine Scorecard für die Marke Mercedes-Benz aus Nutzfahrzeugsicht entworfen. Diese soll verdichtet und übersichtlich wichtige Kenngrößen zur Situation der Marke widerspiegeln. Die Schlussbetrachtungen des Kapitels F bilden den Abschluss der vorliegenden Arbeit.

Im Anhang werden übersichtlich mehr als 170 Kennzahlen aufgeführt die von den verschiedenen Autoren zur Markenwertbestimmung herangezogen werden. Zusätzlich findet sich im Anhang die grafische Umsetzung der im Text entworfenen Brand Scorecard. Das Literaturverzeichnis umfasst etwa 90 aktuelle Quellen zum Thema Markensteuerung und Markenbewertung.

Inhaltsverzeichnis:

ABBILDUNGSVERZEICHNIS III
TABELLENVERZEICHNIS IV
A. HINFÜHRUNG ZUM THEMA UND AUFBAU DER ARBEIT 1
B. GESCHICHTE UND WESEN DER MARKE 2
I. Der Markenartikel 2
II. Die Funktion der Marke 4
III. Erscheinungsformen von Marken 6
1. Unterscheidung nach der Art des markierten Objekts 6
2. Unterscheidung nach Distributionsgrad 7
3. Unterscheidung nach Anzahl der Markeninhaber und Eigentumsverhältnisse 8
4. Unterscheidung nach bearbeiteten Marktsegmenten / Bedeutung für den Hersteller 8
5. Unterscheidung nach Anzahl der unter der Marke angebotenen Produkte und Dienstleistungen 9
C. MARKENBEWERTUNG 10
I. Finanzorientierte Ansätze 11
1. Kostenorientierte Markenbewertung 11
2. Ertragswertorientierte Markenbewertung nach Kern und Consors 12
3. Preispremiumorientierte Markenbewertung nach Herp, Crimmins und Sander 13
II. Verhaltenswissenschaftlich orientierte Modelle 14
1. Markenwert nach Keller 15
2. Das Markenwertmodell von Aaker 16
III. Finanzwirtschaftlich-verhaltensorientierte Kombinationsmodelle 18
1. Markenwertmessung nach Interbrand 18
2. Die Nielsen Marktbilanz 20
3. Der Nielsen Brand Performancer 21
4. Markenwertmessung nach Sattler 22
5. Das GfK Modell 24
6. Markenwert nach Brand Rating 25
D. BRAND SCORECARD 27
I. Die Balanced Scorecard 27
II. Die Brand Scorecard 29
1. Die Marke als zentrale Perspektive 30
2. Die Unternehmensperspektive 32
3. Die Kunden-/ Marktperspektive 33
4. Die Wettbewerbs-/Handels -/Lieferantenperspektive 33
E. ERSTELLUNG EINER BRAND SCORECARD BEI NUTZFAHRZEUGE DER MARKE MERCEDES-BENZ 34
I. Theoretischer Aufbau des Modells 35
1. Die Situationsanalyse 35
2. Ziele 36
3. Strategien 36
4. Maßnahmen 38
5. Psychologische Auswirkungen der Markenführung 39
6. Ökonomische Auswirkungen der Markenführung 41
F. FAZIT UND AUSBLICK 43
ANHANG I V
ANHANG II X
LITERATURVERZEICHNIS XII

Automatisiert erstellter Textauszug:

Markenbilanz, wo tatsächliche Erträge des untersuchten Unternehmens herangezogen werden. Die anderen beiden Komponenten des Brand Performancers dienen dem Controlling von Markeninvestitionen. Das Brand Steering System überprüft, ob sich die Bilder in den Köpfen der Verbraucher mit dem gewollten Image des Herstellers decken, ebenso werden die Marketingaktivitäten der Wettbewerber analysiert. Das Brand Control System überprüft die Wirkung von Marketinginvestitionen, indem es deren Auswirkung auf die Markenstärke analysiert.114 Bekmeier-Feuerhahn lobt an diesem Modell, dass es sowohl konsumenten- als auch unternehmensorientiert den Markenwert analysiert und messtechnische Schwächen der älteren Markenbilanz behebt.115 Kriegbaum beurteilt das Verfahren als zu oberflächlich und gibt zu bedenken, dass die für Kausalanalyse Körperpflegemittel nur auf die zur Validierung des wurde.116 zur [...]

- 21 wie die Auswahl der Indikatoren, nach subjektivem Ermessen von Schulz und Brandmeyer.105 Sie wird nicht veröffentlicht. Die Transformation der Markenstärke in einen monetären Wert wurde erst nachträglich in das Modell der Markenbilanz eingefügt.106 Hierzu werden die zukünftigen Erträge geschätzt und sowohl mit dem marktüblichen Zins als auch einem aus der ermittelten Markenstärke resultierenden Faktor abgezinst. Je größer die Markenstärke ist, desto geringer fällt der Diskontierungsfaktor aus.107 Der sich so ergebende Ertragswert wird als Ausdruck des Markenwertes verstanden. 108 Sander kritisiert an der Markenbilanz die Manipulationsmöglichkeiten bei der Gewichtung der Kriterien und der subjektiv festzulegenden Beurteilung des relevanten Marktes sowie die Notwendigkeit einer gewissen Verkehrsgeltung der Marke, damit man ihren Wert valide messen kann.109 Franzen, Trommsdorff und Riedel halten das Modell hingegen für weniger manipulierbar und objektiver als das von Interbrand, da viele der einfließenden Daten aus Nielsen Panels stammen.110 Laut Bekmeier-Feuerhahn erkannte Nielsen selbst die Verbesserungswürdigkeit des Modells. Daher wurde, gemeinsam geschaffen.111 3. Der Nielsen Brand Performancer Aufbauend auf der Markenbilanz entwickelte Nielsen in Zusammenarbeit mit mit Trommsdorff, das neue Konzept des Brand Performancers [...]

- 20 Esch hält den S-Multiplikator für „in bezug auf seine Allgemeingültigkeit zu recht heftig umstritten“.101 Zimmermann spricht dem Interbrand-Markenwert eine exakte Wertaussage ab und bezeichnet ihn als einen Schätz- oder Tendenzwert.102 2. Die Nielsen Markenbilanz Die Markenbilanz, von Schulz und Brandmeyer für das Marktforschungsunternehmen Nielsen entwickelt, ist ähnlich aufgebaut wie das Modell von Interbrand und basiert auf einem Scoringansatz. Die Markenbilanz stützt sich jedoch nur auf neunzehn, in sechs Gruppen unterteilte Kriterien. Dabei betont sie stärker die Sicht der Konsumenten als das stark an finanziellen Kennzahlen orientierte Modell von Interbrand.103 Die Markenbilanz wurde nach einigen Jahren zum Brand Performancer weiterentwickelt. Die folgende Tabelle bildet die Bewertungskriterien beider Modelle blau ab, die schwarzen Kriterien finden ausschließlich in der Markenbilanz Verwendung.104 [...]

Arbeit zitieren:
Spelten, Willem April 2002: Markenbewertung und Brand Scorecard, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Markenführung, strategisches Marketing, Markenwert, Balanced Scorecard

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