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Management-Training für Existenzgründer als Bestandteil der Entrepreneurship-Qualifizierung

Management-Training für Existenzgründer als Bestandteil der Entrepreneurship-Qualifizierung
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Kathrin Potthoff
  • Abgabedatum: Januar 1999
  • Umfang: 120 Seiten
  • Dateigröße: 550,4 KB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Universität Siegen Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-1565-5
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-1565-5 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-1565-5 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Potthoff, Kathrin Januar 1999: Management-Training für Existenzgründer als Bestandteil der Entrepreneurship-Qualifizierung, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Methoden, Anforderungen, Inhalte, Rahmenbedingungen, Aufbau

Diplomarbeit von Kathrin Potthoff

Einleitung:

Neuere Statistiken stützen die Hypothesen aktueller Forschungsansätze, die das Qualifizierungsprofil der Existenzgründer in Frage stellen und hier eine Schwachstelle der Gründungskultur in Deutschland vermuten. Die Förderung der Existenzgründungen darf nach Ansicht von Fachkreisen nicht mehr nur - wie bisher - z.B. in der Prüfung der Geschäftsidee und der Darstellung der möglichen Finanzierungsformen liegen, sondern muß die Weiterbildung der Gründerperson gleichermaßen einbeziehen. Um die Wahrscheinlichkeit sowohl einer erfolgreichen Gründung als auch einer Etablierung des Unternehmens am Markt zu erhöhen, muß die Qualifizierung des Gründers optimiert werden. Die bereits existierenden klassischen Management-Trainings scheinen den Bedarf der Existenzgründer nicht exakt abzudecken. Liegt deren Schwerpunkt auf der Ausbildung analytischer Fähigkeiten, scheinen Existenzgründer - laut Umfragen - große Probleme in dem Feld "Unternehmerpersönlichkeit" in Hinblick auf Qualifikation und Führung zu sehen. Neben der fachlichen Kompetenz fehlen oft fachübergreifende Qualifikationen, wie soziale und methodische Kompetenzen. Seminare für Existenzgründer, in denen personen- und verhaltensorientierte Fähigkeiten vermittelt werden, scheinen bis auf wenige Projekte durch Universitäten, nicht existent. Doch gerade diese Fähigkeiten, wie z.B. Kreativität, Motivation, Kommunikationsfähigkeit und Kontaktknüpfung, die in vielen Gründungsituationen hilfreich seien können, sollten als ein wesentlicher Bestandteil der Entrepreneurship-Qualifizierung vermittelt werden.

Somit darf die Qualifizierung eines Existenzgründers nicht nur in den betriebswirtschaftlichen, formalwissenschaftlichen, technischen und branchenspezifischen Bereichen liegen, sondern muß besonders auf die verhaltenswissenschaftlichen Grundlagen und das Wissen über die Umwelt ausgeweitet werden.

Eine Vertiefung dieses Bestandteils der Entrepreneurship-Qualifizierung soll aufgrund seiner Bedeutung für eine erfolgreiche Gründung und Etablierung eines Unternehmens am Markt durch die Darstellung eines Management-Trainings innerhalb dieser Diplomarbeit vorgenommen werden.

Gang der Untersuchung:

Nach einer allgemeinen Begriffsdefinition werden die Rahmenbedingungen eines Management-Trainings dargestellt. Im gleichen Kapitel werden aus der bestehenden Literatur zur Gründungsforschung die Anforderungen an ein Management-Training abgeleitet und eine Strukturierung vorgenommen. Mögliche Durchführungsformen eines Trainings werden im letzten Teil dieses Kapitel skizziert und diskutiert.

Anschließend werden die wesentlichen Inhalte eines Management-Trainings aus den Anforderungen bestimmt. Die Bedeutung dieser Qualifikationen für den Existenzgründer wird jeweils kurz dargestellt. Wichtige inhaltsbezogene Aspekte, die einem Gründer zur besseren Umsetzung unbedingt verdeutlicht werden sollten, werden stichpunktartig oder in Form von Schaubildern ansatzweise mit einbezogen. Mögliche Methoden der Wissensvermittlung und Anwendungsübungen im Training werden dargestellt. Eine allgemeine Beschreibung der möglichen Medien und Methoden innerhalb eines Trainings wird im gleichnamigen Kapitel vorgenommen.

Checklisten, Grafiken, Abfrage- und Beurteilungsbögen sollen beispielhaft weitere Möglichkeiten der Trainingsgestaltung darstellen und Anregungen geben, in welcher Form dem Existenzgründer geholfen werden kann, die Inhalte nach dem Management-Training in den späteren Gründungsalltag zu implementieren.

Einige Ansätze der Wissensvermittlung wurden aus unterschiedlichen Bildungsbereichen und -ebenen übernommen und auf das Management-Training zugeschnitten. Auf eine Kennzeichnung wurde aufgrund des Umfangs der Diplomarbeit verzichtet. Aus eben diesem Grund wird die Darstellung und Diskussion eines Management-Trainings für Existenzgründer nur in Ansätzen erfolgen.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis V
Abkürzungsverzeichnis VI
Anhangverzeichnis VII
1. Einleitung 1
1.1 Problemstellung 2
1.2 Gang der Untersuchung 2
1.3 Begriffliche Grundlagen 3
1.3.1 Management-Training 4
1.3.2 Existenzgründer/Entrepreneur 6
1.3.3 Entrepreneurship-Qualifizierung 7
2. Rahmenbedingungen, Anforderungen und Aufbau des Management-Trainings 9
2.1 Rahmenbedingungen 9
2.1.1 Zeitlicher Rahmen 9
2.1.2 Zielgruppen 10
2.1.3 Auswahl und Zusammensetzung der Gruppen 11
2.1.4 Trainer-Auswahl 11
2.2 Anforderungen an ein Management-Training 12
2.2.1 Darstellung der personen- und verhaltensorientierten Erfolgfaktoren-Forschung 12
2.2.2 Strukturierung der Erfolgsfaktoren 14
2.2.2.1 Erfolgsfaktor Unternehmertum 14
2.2.2.2 Erfolgsfaktor Humankapital 15
2.2.2.3 Morphologische und physiologische Erfolgsfaktoren 15
2.3 Aufbau des Management-Trainings 17
3. Inhalte des Management-Trainings 21
3.1 Unternehmertum 21
3.1.1 Motivation des Gründers 22
3.1.2 Persönlichkeitseigenschaften/-entwicklung 23
3.2 Humankapital 26
3.2.1 Training der kognitiv bestimmten beruflichen Fähigkeiten 27
3.2.1.1 Problemlösungs- und Entscheidungsfähigkeit 27
3.2.1.2 Zeitmanagement 28
3.2.1.3 Kreativität 30
3.2.2. Training der kommunikativ bestimmten Fähigkeiten 31
3.2.2.1 Marktkommunikative Fähigkeiten 33
3.2.2.1.1 Vortrag 34
3.2.2.1.1.1 Visualisierung 34
3.2.2.1.1.2 Präsentation 35
3.2.2.1.2 Rhetorik 36
3.2.2.1.3 Gesprächsführung/Besprechungen 37
3.2.2.1.4 Rede 38
3.2.2.1.5 Moderation 39
3.2.2.1.6 Verhandlungen 40
3.2.2.1.6.1 Das Harvard-Modell 40
3.2.2.1.6.2 Die Huthwaite-Studie 41
3.2.2.1.6.3 Verhandlungen mit Banken 43
3.2.2.1.6.4 Verhandlungen mit Venture Capitalists 44
3.2.2.1.6.5 Verhandlungen mit Business-Angels 46
3.2.2.1.6.6 Verhandlungen mit Lieferanten 47
3.2.2.1.6.7 Verhandlungen mit Kunden/Verkauf 47
3.2.2.1.7 Krisenmanagement 48
3.2.2.2 Sozialkommunikative Fähigkeiten 51
3.2.2.2.1 Personaleinstellung/-führung 51
3.2.2.2.2 Teamfähigkeit 53
3.2.2.2.3 Delegation 55
3.2.2.2.4 Kreativität im Unternehmen 56
3.2.2.2.5 Netzwerke/Relationshipmanagement 57
4. Methoden des Management-Trainings 59
4.1 Vortrag 60
4.2 Lehrgespräch 61
4.3 Einzelarbeit 61
4.4 Partnerarbeit 62
4.5 Gruppenarbeit/Teamarbeit 62
4.6 Fallmethode 63
4.7 Leittextmethode 64
4.8 Diskussion im Plenum 64
4.9 Rollenspiel 65
4.10 Planspiele 65
4.11 Feedback 66
4.12 Drei-Schritt-Prinzip 67
4.13 Kreativitätstechniken (Heuristik) 67
4.13.1 Brainstorming (Blitzlicht) 68
4.13.2 Diskussion 66 (Philipps-66-Methode) 68
4.13.3 Brainwriting 69
4.13.4 Brainwriting Pool 69
4.13.5 Brainwriting 6-3-5 (6-3-5 Methode) 70
4.13.6 Brain-Puzzle 70
4.13.7 Mind-Mapping-Methode 71
4.13.8 Clustering 71
5. Schlußbetrachtung 72
Literaturverzeichnis 100
Abbildungsverzeichnis

Automatisiert erstellter Textauszug:

3.2.2.1.6.2 Huthwaite-Studie Mitarbeiter der Fa. Huthwaite entwickelten eine Studie aus Beobachtungen von Verhandlungsführern aus weit über 100 Verhandlungen. Die Analyse dieser Beobachtungen in Form einer Mustererkennung erbrachte grundlegende Erfolgsfaktoren, die als Katalog zusammengefaßt wurden und zur Ausbildung der Gesprächstechniken eingesetzt werden. Aufgrund ihrer Bedeutung sollten die Faktoren der erfolgreichen Verhandlung192 in dem theoretischen Teil des M-T Berücksichtigung finden und werden hier kurz erläutert: • Verhaltensweisen und Vorschläge ankündigen. • Aussagen und Vorschläge hinterfragen und zusammenfassen, um Mißverständnisse zu vermeiden. • Thema und Standpunkte hinterfragen, um ausreichend Informationen und Meinungen zu erhalten. • Innere Beweggründe und Motive beider Seiten offen darlegen, um die augenblickliche Stimmung/Zufriedenheit mit dem erreichten Verhandlungsstand erkennen zu können.193 [...]

müssen dem Gründer Erfolgsfaktoren der Verhandlungsführung verdeutlicht werden. Ebenso muß ein Bewußtsein für fehlerhafte Verhaltensformen und deren Auswirkungen entwickelt werden. Als ein wesentlicher Aspekt der erfolgreichen Verhandlung muß dem Gründer die Notwendigkeit einer umfangreichen Vorbereitung der Verhandlungen dargestellt werden. Hier soll der Gründer lernen, sich in den Verhandlungspartner hineinzuversetzen und seine Interessen zu analysieren, um die Basis für das Ziel der Verhandlung, die win-win-Lösung, schaffen zu können. 3.2.2.1.6.1 Das Harvard-Modell Das Harvard-Modell wurde von einem Forscherteam an der Harvard-Universität, USA, entwickelt und versteht sich als Gegenpol zum Feilschen. Ziel ist es, den Verhandlungspartnern zu helfen, ein Übereinkommen zu finden, ohne sich zu zerstreiten. Die Vertragspartner sollen auf einen gegenseitigen Nutzen hinarbeiten und zu einer freundschaftlichen Einigung finden. Das setzt voraus, daß der Existenzgründer sich im Vorfeld Gedanken über die Interessen des potentiellen Vertragspartners macht und dessen Zielehinterfragt. Offenheit für die Belange der Gegenseite ist unabdingbar. Die Verhandlungen sollen bestimmt in der Sache, aber weich gegenüber dem Verhandlungspartner geführt werden. Dabei sollen folgende vier Grund-aspekte berücksichtigt werden: • Menschen und Probleme unabhängig voneinander betrachten. [...]

sen umgesetzt werden. Der Einstieg ist gekennzeichnet durch Aspekte wie die Eröffnung, das Abklären der Erwartungen, das Abstimmen/Formu-lieren der Zielsetzung und Methodik und der Klärung der Protokollfrage. Anschließend werden Themen gesammelt, indem eine zielgerichtete Frage formuliert und visualisiert und von den Teilnehmern auf Moderationskarten schriftlich beantwortet wird. Die Karten werden eingesammelt und an der Pinnwand sortiert. In der dritten Phase wird das Thema ausgewählt, indem ein Themenspeicher erstellt und hinführende Fragestellungen formuliert werden. Die Gewichtung der Themen erfolgt mittels Punktabfrage. Das erste Thema wird bearbeitet, nachdem eine geeignete Methodik erfragt und umgesetzt wurde. Anschließend werden Maßnahmen geplant, die wiederum durch einen Maßnahmenplan mit Hilfe einer Matrix visualisiert werden. Aktivitäten werden eingetragen, Verantwortlichkeiten, Daten und Kontrollen vereinbart. Die letzte Phase ist der Abschluß. Eine Reflexion durch gezielte Fragen wird eingeleitet, die Teilnehmer verabschiedet. Innerhalb des M-Ts können diese Fähigkeiten wiederum nach Darlegung der theoretischen Erkenntnisse [...]

Arbeit zitieren:
Potthoff, Kathrin Januar 1999: Management-Training für Existenzgründer als Bestandteil der Entrepreneurship-Qualifizierung, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Methoden, Anforderungen, Inhalte, Rahmenbedingungen, Aufbau

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