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Management des Markenwerts bei Luxuskonsumgütern

Management des Markenwerts bei Luxuskonsumgütern
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Daniela Rogall
  • Abgabedatum: September 1996
  • Umfang: 98 Seiten
  • Dateigröße: 5,1 MB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Universität Bayreuth Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-3395-6
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-3395-6 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-3395-6 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Rogall, Daniela September 1996: Management des Markenwerts bei Luxuskonsumgütern, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte:

Diplomarbeit von Daniela Rogall

Problemstellung:

Profitierten traditionelle Luxusunternehmen wie Chanel, Hermes, Cartier oder Louis Vuitton im vergangenen Jahrzehnt noch von der wirtschaftlichen Hochkonjunktur, so sehen sich die Nobelhäuser jetzt einer besorgniserregenden Stagnation ihrer Verkaufszahlen gegenüber. Problematisch wirkt sich zum einen die stetig wachsende Zahl der Unternehmen aus, die versuchen, von den hohen Margen auf dem Luxusmarkt zu profitieren, und damit die Konkurrenz in bisher nicht gekannter Weise verschärfen. Zusätzliche Brisanz erhält die Situation, da die von den Luxushäusern für ihre Produkte in Anspruch genommene überragende Qualität aufgrund der im allgemeinen zu beobachtenden Tendenz der fortschreitenden Homogenisierung des Produktangebots nicht länger einen wettbewerbsentscheidenden Vorteil darstellt.

Die Jahre des absoluten Wachstums in den 80ern, als sich Luxusprodukte fast von selbst verkauften, sind also definitiv vorbei. Gleichzeitig darf damit eine Ära für beendet erklärt werden, in der lediglich kreative Intuition als bestimmende Erfolgsformel die Geschicke der Unternehmen zu lenken vermochte. Vielmehr sind jetzt klare Konzepte vonnöten, die den speziellen Eigenarten der Luxusgüter gerecht werden und die Existenz der Hersteller auf dem Luxusmarkt sichern helfen. Doch statt sich an die veränderten Bedingungen anzupassen und diese Umstellung konsequent zu vollziehen, sonnen sich viele im Glanz alter Tage und erliegen den Verlockungen kurzfristig angelegter umsatzsteigernder Maßnahmen, ohne langfristige Konsequenzen für die Marke in Betracht ziehen. Unter Umständen mit fatalen Folgen: Gerade im Luxusbereich lässt sich nämlich eine Erweiterung des Abnehmerstamms nicht beliebig vornehmen, da die Exklusivität der Produkte ihr entscheidendes Wesensmerkmal repräsentiert. Zunehmende Verbreitung in der Bevölkerung birgt grundsätzlich und insbesondere vor dem Hintergrund des allgemein konstatierten Wertewandels auf seiten der Konsumenten, der sie dem Luxus ohnehin kritischer gegenüberstehen lässt, immense Risiken des Imageverlusts, der sogenannten Banalisierung der Luxusmarken.“ Exklusivität und Vermassung heißen dann auch - etwas überspitzt formuliert - die beiden Gegenpole, zwischen denen sich das Spannungsfeld Luxus aufbaut.“.

Gang der Untersuchung:

Hauptanliegen der vorliegenden Arbeit ist es, die spezielle Problematik des Marketings von Luxuskonsumgütern transparent zu machen und daraufhin der Situation adäquate Handlungsempfehlungen zu erarbeiten. Dazu wird die Arbeit im Anschluss an diese einführenden Bemerkungen in drei Hauptteile untergliedert.

Der erste - Kapitel 2 - beschäftigt sich mit dem Phänomen der Luxusmarken, in dessen Verlauf zunächst Betrachtungen zu den Begriffsbestandteilen - Marke und Luxus - angestellt werden, worauf nachfolgend als bestimmendes Motiv des Luxuskonsums das Bedürfnis nach Prestige identifiziert wird. Die Schilderung der speziellen Rahmenbedingungen, denen ein im Luxusbereich situiertes Unternehmen ausgesetzt ist, leitet über zur Beschreibung der aktuellen Probleme des Luxuskonsumgütermarketings: Für die größte Gefahr für die Existenz der Marke, die Banalisierung, kann neben anderen diese Entwicklung begünstigenden Faktoren in der Hauptsache ein bisher allzu auf kurzfristige Ziele ausgerichtetes, eher unsystematisches Marketing verantwortlich gemacht werden. Diese Kritik an der gängigen Vorgehensweise wird zum Anlass genommen, um die Anwendungsmöglichkeiten und -grenzen des sogenannten Markenwert-Konzepts für die behandelte Thematik zu untersuchen.

Dazu werden in Kapitel 3 die Implikationen eben dieses Markenwert-Konzepts dargelegt. Besondere Relevanz für die betrachtete Problematik erhält es durch das Verständnis der Marke als Kapital des Unternehmens und die daraus resultierende Forderung nach Einordnung dieser Ressource in einen langfristigen Bezugsrahmen. Darüber hinaus beinhaltet dieses Kapitel ein nach Ermessen des Autors dem Charakter einer Luxusmarke angepasstes Operationalisierungsmodell, das jedoch ebenso wie alle zur Zeit bekannten Ansätze Objekt kritischer Auseinandersetzung ist.

Nicht zuletzt aufgrund der den Verfahren inhärenten Unzulänglichkeiten wird im Kapitel 4, den Ausführungen zum Management des Markenwerts bei Luxuskonsumgütern, von der Zuweisung eines zahlenmäßigen, quantitativen, Werts abgesehen. Vielmehr darf angenommen werden, dass bereits die Implementierung der grundlegenden Erkenntnisse des Markenwert-Konzepts als Handlungsmaxime für das Markenmanagement einen entscheidenden Schritt zur Problembewältigung der Luxusmarken darstellt. Dementsprechend können bezüglich Zielen, Strategien - beispielhaft ausgewählt wird der Imagetransfer - und Maßnahmen diejenigen Ausgestaltungen erarbeitet werden, die diesen Anforderungen am ehesten genügen.

Den Abschluss der Arbeit bildet die Schlussbetrachtung in Kapitel 5.

Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis IV
Abbildungsverzeichnis VII
Kapitel 1: Einführung 1
1. Problemstellung 1
2. Abgrenzung des Untersuchungsbereichs 2
3. Zielsetzung und Aufbau der Arbeit 3
Kapitel 2: Zum Phänomen der Luxusmarken 4
1. Begriffliche Bestandteile - Marke und Luxus 4
1.1 Grundlagen des Markenbegriffs 4
1.1.1 Definitionen 4
1.1.2 Funktionen 7
1.1.3 Erscheinungsformen 9
1.2 Grundlagen des Luxusbegriffs 9
2. Luxusmarken 11
2.1 Zur Gestalt der Luxusmarke 11
2.2 Motivation zum Luxuskonsum 19
2.2.1 Motivation im Konsumentenverhalten 19
2.2.2 Zum Bedürfnis nach Prestige 20
2.3 Marketing bei Luxusmarken 24
2.3.1 Einflußfaktoren des Luxuskonsumgütermarketings 24
2.3.1.1 Kennzeichen des Luxuskonsumgütermarkts 24
2.3.1.2 Luxusmarken und klassische Markenartikelkonzeption 26
2.3.1.3 Demokratisierung der Luxusmarken 26
2.3.2 Spezifische Probleme des Luxuskonsumgütermarketings 27
2.3.2.1 Banalisierung 27
2.3.2.2 Uminterpretation des Prestigemotivs 29
2.3.3 Notwendigkeit eines umfassenden Handlungskonzepts 30
Kapitel 3: Zum Markenwert-Konzept 31
1. Grundlagen des Markenwert-Konzepts 31
1.1 Zur Entstehung des Markenwert-Konzepts 31
1.2 Definition des Markenwerts und begriffliche Abgrenzung 32
1.3 Bewertungsanlässe 33
2. Zur Rolle von Konsument und Markeninhaber 35
3. Wirkungsspektrum eines hohen Markenwerts 37
4. Operationalisierung 38
4.1 Aussagekraft von Modellen zur Markenwertmessung 38
4.2 Übersicht über den bisherigen Forschungsstand 39
4.3 Anforderungen an ein Modell für die Bewertung der Luxusmarken 41
4.4 Bewertung nach dem Nielsen-Ansatz 42
4.4.1 Marken-Bilanz 42
4.4.2 Brand Performancer 45
4.4.3 Kritische Würdigung 46
5. Konsequenzen für die Anwendungsfähigkeit des Konzepts 48
Kapitel 4: Management des Markenwerts bei Luxuskonsumgütern 49
1. Markenwert und Luxusmarke 49
2. Ziele des Markenwertmanagements bei Luxuskonsumgütern 49
3. Strategische Ausrichtung 51
3.1 Eingrenzung auf die Strategie des Imagetransfers 51
3.2 Imagetransfer bei Luxusmarken 52
3.2.1 Zum Begriff des Imagetransfers 52
3.2.2 Chancen und Risiken 54
3.2.3 Grundsätze zum Imagetransfer bei Luxusmarken 56
4. Maßnahmen zur Erhaltung bzw. Stärkung einer Luxusmarke 59
4.1 Produktpolitik 60
4.2 Preispolitik 61
4.3 Distributionspolitik 62
4.4 Kommunikationspolitik 63
Kapitel 5: Schlußbetrachtung 65
Anhang VII
Literaturverzeichnis XII

Arbeit zitieren:
Rogall, Daniela September 1996: Management des Markenwerts bei Luxuskonsumgütern, Hamburg: Diplomica Verlag

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