Management- und Web Services-Architekturen
Konzeption und Realisierung eines Überwachungssystems für Bankperipheriegeräte
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Roger Zacharias
- Abgabedatum: Februar 2002
- Umfang: 305 Seiten
- Dateigröße: 8,8 MB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Gießen-Friedberg Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-5280-3
- ISBN (CD) :978-3-8324-5280-3 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Zacharias, Roger Februar 2002: Management- und Web Services-Architekturen, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: XML, Web Services, SOAP, IMX, I/XFS
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Diplomarbeit von Roger Zacharias
Einleitung:
Nichts ist beständiger als der Wandel! Diese Erkenntnis trifft momentan genau den Kern. In allen Bereichen der IT werden bestehende Architekturen, Produkte und Prozesse hinterfragt. Einhergehend mit dieser Entwicklung ist das Bestreben nach Standardisierung, Offenheit und die Nutzung bereits vorhandener und bewährter Implementierungen zu beobachten, ohne aber bereits getätigte Investitionen zu vernachlässigen. Im Bereich der Softwareentwicklungsprozesse konkurrieren RUP1 und XP2 (oder werden sinnvoll gemeinsam eingesetzt), UML3 hat sich als Standard durchgesetzt (ist aber mittlerweile für viele schon zu umfangreich geworden), XML4 ist kein ´Wunderding´ mehr, Begriffe wie ´Web Services´5, ´SOAP´6 und ´EAI´7 kursieren (und werden überall anders definiert), mächtige Frameworks wie ´J2EE´8 entstehen, worauf Microsoft mit ´.NET´9 antwortet und SAP liegt mit ´mySAP.com´10 voll im Trend. Das Internet ist unersetzbarer Bestandteil unseres Lebens geworden, der E-Commerce kommt langsam in Fahrt und es wächst der Wunsch der Unternehmen, Prozesse über das Internet mit anderen Unternehmen zu integrieren. Viele dieser Entwicklungen sind mit weitreichenden Marketing-Maßnahmen verbunden, die diesen zunächst den Status des Hype verleihen, sich aber wie XML später doch als ´ganz brauchbar´ herausstellen. Auch im Bereich der Banken- bzw. Überwachungs-Software, in dem der praktische Teil dieser Arbeit angesiedelt ist, gelten diese Regeln. Globalisierung, Vernetzung, anspruchsvollere Konsumenten und verstärkter Konkurrenzdruck sind die Herausforderungen an die Finanzwirtschaft, in der, wie in kaum einem anderen Bereich, die IT-Systeme durch beträchtliche Kosten, enorme Komplexität und hohe Anforderungen an die Funktionalität gekennzeichnet sind.
Die Lösung sind moderne Architekturen, die leicht in bereits bestehende heterogene Strukturen integrierbar, beliebig erweiterbar und adaptierbar sind und dabei im Idealfall auf offenen Standards basieren. Web Services versprechen diese Anforderungen zu erfüllen und sollen die nächste Generation des Internets - das ´service web´ - ermöglichen. Gleichzeitig steigt der Bedarf an Managementsystemen, welche in der Lage sind diese komplexen Systeme, welche manuell nicht mehr beherrschbar sind, zu überwachen und zu administrieren. Auch hier existieren eine Reihe neuer Technologien und Architekturen, die dies leisten wollen.
Diese Diplomarbeit verfolgt zwei Ziele: Zum einen soll sie in die Gebiete der Management- und Web Services-Architekturen einführen, deren Vor- und Nachteile, Einsatzgebiete und Entwicklung diskutieren und sie, sowie entsprechende ´state of the art´-Lösungen, damit dem Leser näher bringen. Zum anderen soll sie, basierend auf diesen Erkenntnissen, durch die prototypische Konzeption und Realisierung eines Überwachungssystem für Bankperipheriegeräte die enormen Möglichkeiten und Potentiale aufzeigen, wie durch die Kombination von Management- und Web Services-Architekturen lose-gekoppelte, plattformunabhängige, leicht integrierbare und adaptierbare Management-Systeme erstellt werden können – ein Aspekt, der nach Wissen des Autors zur Zeit noch nicht in der Literatur zu finden ist. Die Funktionalität des erstellten Prototyps umfasst nur die absolut notwendigen Aufgaben von Management-Systemen. Dieser Prototyp kann und wird entsprechend erweitert werden, um in eine zurzeit bei der Wincor Nixdorf GmbH & Co. KG entwickelte moderne Multichannel-Architektur einzufließen.
Gang der Untersuchung:
Kapitel 2 – Architekturen, Technologien und Paradigmen – führt in das Umfeld der Management- und Web Services-Architekturen sowie in die für die Konzeption und Realisierung des Überwachungssystems notwendigen Technologien im Banken- Umfeld ein.
Kapitel 3 – Ein Überwachungssystem für Bankperipheriegeräte – beschreibt die Konzeption und Realisierung eines Überwachungssystems für Bankperipheriegeräte unter Verwendung der im zweiten Kapitel beschriebenen Konzepte.
Kapitel 4 – Bewertung – beurteilt die Ergebnisse, zu denen der Autor durch seine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit diesen Themen gekommen ist.
Kapitel 5 – Zusammenfassung – fasst die wichtigsten Punkte dieser Arbeit zusammen und geht noch einmal auf die enormen Möglichkeiten ein, die sich aus der Verwendung dieser Architekturen bzw. Technologien ergeben.
Beschreibungsmethoden Zur Darstellung der entwickelten Konzepte wird in dieser Arbeit, neben der verbalen Beschreibung, auch mit der zur Zeit am weitesten verbreiteten grafischen Notationssprache, der Unified Modelling Language (UML), gearbeitet. Die UML ist die Vereinigung und Weiterentwicklung verschiedener Analyse- und Design- Notationen, wurde 1997 von der OMG1 als Notation für Softwarearchitekturen standardisiert und liegt zum Zeitpunkt dieser Arbeit in der Version 1.4 vor.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | EINFÜHRUNG | 10 |
| 1.1 | EINLEITUNG | 10 |
| 1.2 | ZIELSETZUNG | 11 |
| 1.3 | VORGEHENSWEISE UND AUFBAU DER ARBEIT | 11 |
| 1.4 | BESCHREIBUNGSMETHODEN | 12 |
| 2. | ARCHITEKTUREN, TECHNOLOGIEN UND PARADIGMEN | 14 |
| 2.1 | WEB SERVICE ARCHITEKTUREN | 15 |
| 2.1.1 | Ein neues Paradigma | 15 |
| 2.1.2 | XML (Extensible Markup Language) | 29 |
| 2.1.3 | SOAP (Simple Object Access Protocol) | 44 |
| 2.1.4 | WSDL (Web Services Description Language) | 49 |
| 2.1.5 | UDDI (Universal Description, Discovery, Integration) | 52 |
| 2.1.6 | Web Services Frameworks | 55 |
| 2.1.7 | Auswirkungen auf Geschäftsprozesse und –modelle | 66 |
| 2.1.8 | Zusammenfassung und Ausblick | 67 |
| 2.2 | MANAGEMENT-ARCHITEKTUREN | 69 |
| 2.2.1 | Begriffe, Anforderungen, Historie und Entwicklungen | 71 |
| 2.2.2 | Terminologie und grundlegende Konzepte | 81 |
| 2.2.3 | OSI-Management / CMIP | 87 |
| 2.2.4 | Internet-Management / SNMP | 96 |
| 2.2.5 | Vergleich OSI- und Internet-Management | 101 |
| 2.2.6 | JMX – Die Management-Architektur von Morgen? | 103 |
| 2.2.7 | Integrierte Managementsysteme | 114 |
| 2.3 | TECHNOLOGIEN ZUM ZUGRIFF AUF BANKPERIPHERIEGERÄTE / J/XFS | 117 |
| 2.3.1 | Historie | 117 |
| 2.3.2 | Technologie, Architektur und Funktionsweise | 121 |
| 2.3.3 | Zusammenfassung | 128 |
| 3. | EIN ÜBERWACHUNGSSYSTEM FÜR BANKPERIPHERIEGERÄTE | 132 |
| 3.1 | FACHLICHER HINTERGRUND | 132 |
| 3.1.1 | Management von und durch Web Services | 133 |
| 3.2 | ANFORDERUNGSANALYSE | 137 |
| 3.2.1 | Systemspezifikation | 137 |
| 3.2.2 | Nichtfunktionale Anforderungen | 138 |
| 3.2.3 | Funktionale Anforderungen | 139 |
| 3.2.4 | Akteure und Anwendungsfälle | 140 |
| 3.3 | KONZEPTIONELLES MODELL | 150 |
| 3.3.1 | Statik des Systems | 150 |
| 3.3.2 | Dynamik des Systems | 159 |
| 3.4 | GROBENTWURF (TOP LEVEL DESIGN) | 161 |
| 3.4.1 | Benutzerschnittstelle | 161 |
| 3.4.2 | Architektur | 164 |
| 3.4.3 | Technologien, Produkte und APIs | 165 |
| 3.5 | FEINENTWURF (DETAIL DESIGN) | 175 |
| 3.5.1 | Deployment | 176 |
| 3.5.2 | Managementdaten | 179 |
| 3.5.3 | Informationsfluss | 180 |
| 3.5.4 | Detaillierte Statik und Dynamik | 183 |
| 3.6 | IMPLEMENTIERUNG | 184 |
| 4. | BEWERTUNG | 186 |
| 5. | ZUSAMMENFASSUNG | 192 |
Demnach werden Managed Objects beschrieben durch: Attribute, in denen Managementinformationen gespeichert werden können, wie zum Beispiel Parameter oder Zustandsgrößen. Attribute beschreiben den Zustand eines Managed Objects. Sie können sich ändern, wenn sich der Zustand des realen Pendants ändert und gezielt durch Management-Operationen manipuliert werden. Operationen, die auf dem Managed Object und ggf. auf der überwachten Komponente selbst ausgeführt werden können, wie zum Beispiel ein GeräteReboot. Operationen ermöglichen den Zugriff auf ein Managed Object, so dass die Menge der möglichen Operationen die Leistungsfähigkeit und Komplexität des Managed Objects beeinflusst. Typische Operationen sind Lesen (get), Schreiben (set), Erzeugen (create) und Löschen (delete). [...]
Informationsmodell Im Informationsmodell wird die Syntax der auszutauschenden Managementinformation festgelegt, d.h. es werden zum Beispiel die Regeln zur Beschreibung der zu überwachenden Objekte festgelegt. Dazu gehören Regeln zur Identifikation, Zusammensetzung, Verhalten und Manipulation der Objekte. Organisationsmodell Das Organisationsmodell ist für die Rollenverteilung einzelner ManagementKomponenten verantwortlich, d.h. es enthält Regeln zur Beschreibung der Organisationsstruktur einer Managementanwendung. Ebenfalls im OrganisationsModell spezifiziert werden eventuelle Aufteilungen der Ressourcen in Domänen und eine Zuordnung von so genannten Policies zu allen Ressourcen in bestimmten Domänen. Kommunikationsmodell Eine Managementplattform ist im Prinzip nichts anderes, als eine verteilte Anwendung, die das Management von Ressourcen zum Ziel hat. Zur Steuerung der Anwendung und zum Informationsaustausch zwischen den Komponenten benötigt man Protokolle und Dienste, die im Kommunikationsmodell festgelegt werden. [...]
mehreren Betriebssystemen implementiert war. Im Februar 1988 versammelten sich schließlich die Mitglieder des Internet Activities Board (IAB)1, um darüber zu entscheiden, welches der drei Management-Protokolle in Zukunft für das Internet genutzt werden sollte. Die Entscheidung fiel folgendermaßen aus: wegen seiner Akzeptanz und Verbreitung sollte SGMP kurzfristig die erste Wahl sein und langfristig auf CMOT, und damit dem OSI-Standard, umgestellt werden. Um einen zukünftigen Übergang diverser Systeme von SGMP nach CMOT zu gewährleisten, musste ein Internet Management Framework entwickelt werden, dass von beiden Modellen benutzt werden konnte. Dieses Framework wurde Simple Network Management Protocol (SNMP) genannt. Während dieser Zeit wuchsen die Probleme und Unstimmigkeiten zwischen CMOT- und SNMP-Vereinigungen, so dass Mitte 1989 das IAB die Idee des gemeinsamen Frameworks aufgab und eine ´freiheitliche Weiterentwicklung´ beider Ansätze beschloss. Aufgrund der weiten Verbreitung und Stabilität von SNMP wurde es Ende des Jahres als der Management-Standard der Internet-Welt empfohlen. CMOT konnte sich aus verschiedenen Gründen nicht durchsetzen und wird heute nur noch sehr spärlich genutzt. Seine Komplexität und die damit verbundenen Kosten der Implementierung haben dazu geführt, dass auch IBM als letzter sein CMIP-Engagement einstellte und das CMIP/CMOT-Konzept größtenteils vom Markt verdrängt wurde. SNMP verbreitete sich rasant, wird permanent weiterentwickelt und ist auch heute noch der Standard für das Management von TCP/IP-Netzen. Einen Überblick über das Internet-Management mit SNMP bietet Kapitel 2.2.4 – Internet-Management / SNMP. Zu den neueren Ansätzen zählt das Management mit Hilfe von CORBA. Hierbei existieren verschiedene Ansätze, unter denen JIDM (Joint Inter-Domain Management)2 am aussichtsreichsten scheint. Ein anderer Ansatz ist die WBEMInitiative (Web-based Enterprise Management)3 der DMTF4. Dieser versucht hierbei mit Hilfe des Common Information Models (CIM) ein übergreifendes Schema für [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832452803
Arbeit zitieren:
Zacharias, Roger Februar 2002: Management- und Web Services-Architekturen, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
XML, Web Services, SOAP, IMX, I/XFS



