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Make-or-Buy Entscheidung im Travel Management

Eine Analyse optionaler Organisationsformen für Geschäftsreisen

Make-or-Buy Entscheidung  im Travel Management
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Nicola Hoffmann
  • Abgabedatum: März 2003
  • Umfang: 81 Seiten
  • Dateigröße: 457,7 KB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-8084-4
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-8084-4 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-8084-4 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Hoffmann, Nicola März 2003: Make-or-Buy Entscheidung im Travel Management, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Insourcing, Outsourcing, Transaktionskosten, Tourismus, Reisebüro

Diplomarbeit von Nicola Hoffmann

Zusammenfassung:

Die Weltwirtschaft ist in den letzten Jahren zunehmend durch die Auswirkungen von Globalisierung, Technologieentwicklung und Liberalisierung der Märkte gekennzeichnet. Ein starker Verdrängungswettbewerb und beschleunigter Preisverfall zwingen Unternehmen zunehmend, sich um konsequente Kostenreduktionen in allen Unternehmensbereichen zu bemühen, um sich auf dem Markt behaupten zu können. Im Rahmen der Bemühungen um die Optimierung von Prozessen und Kosten wurde erst in den letzten Jahren dem nicht unerheblichen Kostenblock der Geschäftsreisen in vielen Unternehmen Beachtung geschenkt. Untersuchungen belegen, dass Reisekosten mittlerweile den viert größten Kostenblock in deutschen Unternehmen darstellen.

Strukturveränderungen innerhalb der Reisebranche führen seit einigen Jahren dazu, dass Unternehmen im Bereich Geschäftsreisen zusätzlich finanziell belastet werden. Die bislang von Fluggesellschaften, Deutscher Bahn (DB), Hotels und Mietwagengesellschaften an die Reisemittler (Reisebüros) gezahlten Vermittlungsprovisionen brechen zunehmend weg. In Folge dieser Entwicklung stellen die Reisemittler Unternehmen neuerdings Gebühren für ihre Vermittlungstätigkeit in Rechnung.

Mit Einführung dieser Gebühren steht die Qualität der Vermittlungsleistung zunehmend auf dem Prüfstand. Externe Reisemittler werden häufig den Erwartungen von Unternehmen im Hinblick auf die Dienstleistungsqualität nicht gerecht. Aus dieser Problemstellung heraus stellt sich die Frage nach organisatorischen Alternativen, um angestrebte Kostenreduktionen und die Optimierung der Dienstleistungsqualität besser umsetzen zu können.

Ziel dieser Arbeit ist es, alternative Organisationsformen zu dem gängigen Modell der Nutzung externer Reisemittler vorzustellen und anhand einer beispielhaften Analyse zu bewerten, inwieweit die einzelnen Alternativen die unternehmerischen Anforderungen an die Geschäftsreiseorganisation erfüllen. Diese Analyse kann als Anleitung für eine Make-or-Buy Entscheidung im Kontext Geschäftsreisen genutzt werden, indem sie Möglichkeiten zur kostenrechnerischen und zur qualitativen Bewertung der Leistungen von Reisemittlern aufzeigt.

Inhaltsverzeichnis:

TABELLENVERZEICHNIS IV
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS V
1. Einleitung 1
1.1 Problemstellung 1
1.2 Ziele der Arbeit 2
1.3 Aufbau der Arbeit 2
2. Theoretische Grundlagen zu Make-or-Buy 3
2.1 Terminologische Grundlagen 3
2.1.1 Make-or-Buy 3
2.1.2 Outsourcing und Insourcing 5
2.2 Die Transaktionskostentheorie 6
2.2.1 Grundsatzannahmen 7
2.2.2 Transaktionen und Transaktionskosten 7
2.2.3 Einflußfaktoren auf die Make-or-Buy Entscheidung 8
2.2.4 Grenzen der Transaktionskostentheorie 13
3. Grundlagen zum Thema Geschäftsreisen 13
3.1 Definition Tourismus 13
3.2 Die Tourismuswirtschaft 14
3.2.1 Leistungsträger 14
3.2.2 Reiseveranstalter 15
3.2.3 Reisemittler 15
3.2.3.1 Definition und Tätigkeitsprofil 15
3.2.3.2 Darstellung des Reisemittlermarktes 16
3.3 Positionierung von Geschäftsreisen im Tourismus 17
3.4 Abgrenzung von Geschäftsreisen und Privatreisen 18
3.5 Geschäftsreiseagenturen 20
3.5.1 Definition Geschäftsreiseagentur 20
3.5.2 Spezifika der Geschäftsreisevermittlung 20
3.5.3 Spezialisierungsvorteile gegenüber traditionellen Reisemittlern 21
3.6 Entwicklung der Geschäftsreisekosten 23
3.7 Vergütungsstruktur des Reisemittlermarktes 24
3.8 Travel Management 28
3.8.1 Aufgaben und organisatorische Einbindung 29
3.8.2 Optimierungspotentiale 30
4. Make-or-Buy im Kontext Geschäftsreisen 31
4.1 Ausgangsüberlegungen 31
4.2 Defizite in der Leistungserstellung externer Reisemittler 32
4.3 Formen der Geschäftsreiseorganisation 33
5. Make-or-Buy Analyse 35
5.1 Restriktionen und Voraussetzungen 35
5.2 Auswertung 38
5.3 Transaktionskostentheoretische Betrachtung 39
5.4 Scoring-Modell Analyse: Optionale Organisationsformen für Geschäftsreisen 43
5.4.1 Qualitative Bestimmungsfaktoren 43
5.4.2 Gewichtung der Bestimmungsfaktoren 46
5.4.3 Bewertung der Bestimmungsfaktoren 47
5.4.3.1 Bewertungsergebnis der eigenen Geschäftsreiseagentur 47
5.4.3.2 Bewertungsergebnis des Implants 48
5.4.3.3 Bewertungsergebnis des Fremdbezugs 48
5.4.3.4 Begründung der Bewertungen 49
5.4.4 Auswertung der Ergebnisse 54
5.5 Kostenrechnerischer Entscheidungsansatz 55
5.5.1 Ausgangsüberlegungen 55
5.5.2 Annahmen 56
5.5.3 Kosten und Erlöse der eigenen Geschäftsreiseagentur 59
5.5.4 Kosten und Erlöse des Implants 65
5.5.5 Kosten und Erlöse bei Fremdbezug 67
5.5.6 Auswertung 68
6. Zusammenfassende Betrachtung 70
LITERATURVERZEICHNIS VI
QUELLENVERZEICHNIS VIII
EIDESSTATTLICHE ERKLÄRUNG X

Automatisiert erstellter Textauszug:

Make-or-Buy Entscheidung im Travel Management Technische Voraussetzungen: Die wichtigsten technischen Voraussetzungen für die Eigenerstellung stellen die CRS dar. Diese kann man sich wie Verbundcomputer vorstellen, die den Nutzern den Zugang zu den verschiedenen Reservierungssystemen der Leistungsträger verschaffen125. Sie stehen wie in Kapitel 3.2.3.1 bereits erwähnt frei am Markt zum Kauf zur Verfügung. Es ist zu beachten, daß gelegentlich Störungen der CRS zu verzeichnen sind, in deren Folge keine Reservierungen vorgenommen und keine Tickets ausgestellt werden können. Derartige Störungen können einige Stunden, in Einzelfällen aber auch mehrere Tage dauern. Wenn im Falle der Eigenerstellung eine Unterstützung durch externe Reisemittler fehlt, kann dadurch die GO erheblich beeinträchtigt werden. IATA-Lizenz: Die Lizenz für die Ausstellung von Flugtickets erhält man über die IATA. Die IATA ist der Dachverband des kommerziellen Luftverkehrs. Ihre Aufgaben sind die rechtliche und technische Koordination des internationalen Flugbetriebs, die Abrechnung der Zahlungen zwischen den Fluggesellschaften und die Provisionsübermittlung für Flugverkäufe an die GA126. Innerhalb der IATA haben sich international etwa 200 Fluggesellschaften zusammengeschlossen127. Die IATA-Lizenz berechtigt somit zur Vermittlung von Flugtickets dieser 200 Fluggesellschaften. An die Erteilung der IATA-Lizenz sind gewisse Sicherheitsvorschriften wie z.B. die Nutzung eines Tresors gebunden, die hier nicht im Einzelnen aufgeführt werden sollen. Es gibt keine Anforderungen an einen bestimmten Mindestumsatz128. Für die Erteilung einer IATA-Lizenz ist die Einhaltung gewisser Mindestanforderungen an das Fachpersonal notwendig. Es wird unter den Mitarbeitern der GA eine Person gefordert, die mindestens zwei Jahre Berufserfahrung [...]

Make-or-Buy Entscheidung im Travel Management Bereich GO dargestellt. Der Fremdbezug und das Implant sind heute die gängigsten Organisationsformen. Eigenerstellung: Bei der Eigenerstellung verzichtet ein Unternehmen vollständig auf eine Zusammenarbeit mit einem externen Reisemittler. Sämtliche Kosten für Personal, Lizenzen, Technik, Büroausstattung etc. werden durch das Unternehmen bereitgestellt und die erforderlichen Prozesse wie z.B. die Abrechnung im Unternehmen erledigt. Fremdbezug: Bei Fremdbezug nimmt das Unternehmen ausschließlich Dienstleistungen externer Reisemittler in Anspruch, die in räumlicher Distanz vom Unternehmen sitzen. Die Bestellungen werden entweder dezentral durch jeden Mitarbeiter selbst oder zentral durch eine spezielle Abteilung im Unternehmen durchgeführt. Sämtliche für die GO erforderlichen Prozesse wie z.B. die Buchungsabwicklung und Abrechnung erfolgen bei dem externen Reisemittler. Der Ticketversand erfolgt per Botenlieferung, Postweg oder durch Hinterlegung am Flughafen. Die erbrachten Leistungen werden durch die beschriebenen Gebührenmodelle abgerechnet. Mischformen: Implant: Unter Implant versteht man die Filiale eines Reisemittlers, die in den Räumlichkeiten des fremden Unternehmens untergebracht ist, für das sie die GO vornimmt122. Der Reisemittler stattet als Hauptagentur die Filiale mit Personal, Technik und Lizenzen aus, was das Implant befähigt, direkt im Unternehmen sämtliche Reisedokumente auszustellen. Bei der Organisationsform des Implants handelt es sich um eine gemischte Organisationsform, die das Ziel verfolgt, Qualitätsverbesserungen gegenüber dem reinen Fremdbezug zu erlangen. Als Gebührenmodell wird bei dem Implant häufig die Management [...]

Make-or-Buy Entscheidung im Travel Management den120. Sie sind als ausführendes Organ in den Interessenkonflikt zwischen Unternehmen und GA eingebunden. Es herrscht ein anonymes Verhältnis zwischen ihnen und den zu betreuenden Unternehmen, in dessen Folge eine Identifikation mit den Wünschen und Anforderungen des Unternehmens nicht gegeben ist. Daraus resultierend ist das Engagement von GA eher gering ausgeprägt, Bestrebungen des Unternehmens nach Kostenreduktionen aktiv zu unterstützen. Dieses kann sich darin äußern, daß speziellen Buchungswünschen der Geschäftsreisenden ohne Zögern nachgegeben wird, auch wenn diese der Reiserichtlinie widersprechen. Da eine revisionssichere Darstellung derartiger vorsätzlicher Fehler nicht möglich ist, werden keine Folgen befürchtet. Ein weiteres Problem ist die häufige Unkenntnis der Reiserichtlinien jedes einzelnen Unternehmens. Diese werden in der GA nicht aktiv kommuniziert sondern nur in den CRS in sogenannten Firmen- und Mitarbeiterprofilen hinterlegt, welche häufig unübersichtlich und überladen mit Informationen sind, so daß sie nicht regelmäßig eingesehen werden. Die Mitarbeiter der GA sind in wirtschaftlich schlechten Zeiten einer extrem hohen Arbeitsbelastung ausgesetzt, Motivation worunter der die Beratungsqualität und die Korrektheit der Mitarbeiter einzuwirken oder konkrete Buchungsausführung leidet. Das TM hat keine Möglichkeit, aktiv auf die buchenden Anweisungen zu geben. Diese Faktoren führen zu Schwierigkeiten im Hinblick auf eine effektive Steuerung und zu einem enorm hohen und kaum realisierbaren Kontrollaufwand durch das TM. 4.3 Formen der Geschäftsreiseorganisation Unternehmen hat generell verschiedene Optionen zwischen [...]

Arbeit zitieren:
Hoffmann, Nicola März 2003: Make-or-Buy Entscheidung im Travel Management, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Insourcing, Outsourcing, Transaktionskosten, Tourismus, Reisebüro

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