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Magnetische Eigenschaften von periodisch angeordneten Nanopartikeln aus Nickel

Magnetische Eigenschaften von periodisch angeordneten Nanopartikeln aus Nickel
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Martina Meicken
  • Abgabedatum: Januar 1998
  • Umfang: 81 Seiten
  • Dateigröße: 799,8 KB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Universität Konstanz Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-2750-4
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-2750-4 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-2750-4 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Meicken, Martina Januar 1998: Magnetische Eigenschaften von periodisch angeordneten Nanopartikeln aus Nickel, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Periodizität, GMR, Nanopartikel, Superparamagnetismus, Spinglas

Diplomarbeit von Martina Meicken

Einleitung:

Magnetismus ist eine Eigenschaft, die jedem von uns aus dem täglichen Leben vertraut ist. Eine Vielzahl technischer Anwendungen und Geräte beruhen auf den magnetischen Eigenschaften der benutzten Materialien. Die Bandbreite reicht von der Kompassnadel bis hin zu modernen Datenspeichermedien. Die magnetischen Eigenschaften von Festkörpern sind heutzutage zu einem großen Teil untersucht und verstanden.

Geht man jedoch zu mesoskopischen Systemen über, so unterscheiden sich die Eigenschaften unter Umständen deutlich von denen des ausgedehnten Festkörpers. Je mehr die Dimensionen oder die Geometrie eingeschränkt werden, desto mehr weicht das Verhalten ab, da Oberflächen und Randeffekte dominierend werden. Dünne magnetische Filme mit einer Dicke von wenigen Monolagen, bzw. Schichtsysteme, die abwechselnd aus magnetischen und unmagnetischen Materialien bestehen, wurden bereits hinreichend untersucht. An diesen Multischichten fand man z.B. eine sehr starke Abhängigkeit des elektrischen Widerstandes vom angelegten Magnetfeld, den sogenannten Giant Magnetoresistance (GMR), der auf der Kopplung der magnetischen Schichten durch die unmagnetischen hindurch beruht. Auch Partikel mit einem Durchmesser von wenigen nm sind das Thema vieler Veröffentlichungen, da ihre Eigenschaften aufgrund der reduzierten Große sehr interessant sind. Zum Beispiel verhalten sich ferromagnetische Partikel in der Größenordnung < 50 nm bei einer gewissen Temperatur TB plötzlich paramagnetisch, allerdings sind die Spins der einzelnen Atome immer noch korreliert, das magnetische Moment des ganzen Partikels beginnt zu uktuieren. Man nennt diesen Effekt Superparamagnetismus, der Übergang hängt lediglich von der Größe der Partikel und ihrer Wechselwirkung untereinander ab. Dieser Effekt wurde bisher nur an magnetischen Partikeln in einer unmagnetischen Matrix (granulare Systeme), bzw. Suspensionen untersucht. Beides sind ungeordnete Systeme mit statistisch verteilten Anisotropie Achsen, so dass für den Abstand, die Wechselwirkung etc. mit Mittelwerten gerechnet wird. Wenn man jedoch zu periodisch angeordneten Nanopartikeln übergeht, kann man ein verändertes Verhalten erwarten, da die regelmäßige Anordnung zu Kohärenzeffekten führen kann. Sind die Teilchen regelmäßig und vor allem unbeweglich angeordnet, so ist der Abstand der Partikel genau definiert und ändert sich nicht mit der Zeit; jede Mittelung fällt hier weg. Auch die Wechselwirkung der Partikel untereinander kann man berechnen und auf Mittelungen verzichten. Außerdem kann es in einem solchen System Vorzugsrichtungen geben, die das Verhalten beeinflussen. Dieser Effekt kann in einer Suspension mit statistisch verteilten Partikeln nicht auftreten. Auch ein verändertes Verhalten des elektrischen Widerstands in Abhängigkeit des angelegten Magnetfelds ist denkbar, da der GMR-Effekt auch bei granularen Systemen auftritt.

In dieser Arbeit werden die Eigenschaften periodisch angeordneter magnetischer Nanopartikel aus Nickel untersucht. Es sollte festgestellt werden, ob diese Systeme ebenfalls einen Übergang vom geblockten zum superparamagnetischen Zustand zeigen, oder ob sie z.B. Spingläser bilden. Die Partikel wurden mit Hilfe von Kolloidmasken hergestellt, was zu einer sehr periodischen Anordnung mit hexagonaler Symmetrie führt. Die Teilchen haben in etwa die Form von \\Dreiecken“, was eine große Form Anisotropie zur Folge hat und somit ebenfalls das magnetische Verhalten beeinflusst.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 3
2. Theoretische Grundlagen 5
2.1 Magnetische Ordnungsstrukturen 5
2.2 Diamagnetismus 6
2.2.1 Langevin Diamagnetismus von Isolatoren 6
2.2.2 Landau Diamagnetismus von Metallen 7
2.3 Paramagnetismus 7
2.3.1 Langevin Paramagnetismus 7
2.3.2 Pauli Paramagnetismus 8
2.4 Ferromagnetismus 9
2.4.1 Domänenstruktur 10
2.5 Spingläser 11
2.5.1 Anisotropie-Energie 12
2.6 Superparamagnetismus 14
2.6.1 Neel's Theorie des Superparamagnetismus 14
2.6.2 Brown'sche Theorie des Superparamagnetismus 15
2.6.3 Blocking Temperatur 16
2.7 Wechselwirkung zwischen den Partikeln 19
2.8 Superantiferromagnetismus 21
2.9 Magnetowiderstand 22
3. Herstellung und Charakterisierung 26
3.1 Die Kolloidmasken 26
3.1.1 Freistehende Masken 29
3.2 Probenpräparation 30
3.3 Größe der erzeugten Strukturen 31
3.4 Berechnung der zu erwartenden Größen 33
3.5 Charakterisierung 35
3.5.1 Lichtmikroskop 35
3.5.2 Raster-Elektronenmikroskop 35
3.5.3 Tunnelmikroskop 38
3.5.4 Kraftmikroskope 41
4. Magnetisierungsmessungen 46
4.1 Aufbau und Funktion eines SQUIDs 46
4.2 Diskussion der Ergebnisse 49
4.2.1 Bestimmung einer Vorzugsrichtung 49
4.2.2 Magnetisierung im Nullfeld 51
4.2.3 Magnetisierung im Feld 55
5. Magnetowiderstandsmessungen 62
5.1 Der Tieftemperaturmessstand 62
5.2 Diskussion der Ergebnisse 63
5.2.1 Magnetowiderstand bei Raumtemperatur 63
5.2.2 Magnetowiderstand bei tiefen Temperaturen 66
6. Zusammenfassung und Ausblick 68
7. Anhang 71

Automatisiert erstellter Textauszug:

Das Au osungsvermogen eines Lichtmikroskops ist durch die Wellenlange des Lichts beschrankt, es eignet sich also nicht, um Partikel im Nanometerbereich darzustellen. Die durch die Kolloidmasken erzeugten Nickelstrukturen in der Groenordnung von 50 nm kann man mit dem Lichtmikroskop nicht erkennen, aber die groeren Strukturen, die z.B. durch die Korngrenzen des Kolloidkristalls entstanden sind , sind deutlich zu erkennen. Es wurden von allen Proben Lichtmikroskopaufnahmen mit 200 facher Vergroerung gemacht siehe Abb. 3.8, um den Anteil der Korngrenzen an der Gesamt ache abzuschatzen. An manchen Stellen wurde das Glas nicht homogen mit Nickel bedeckt Dort war wohl der Gold lm auf den Kolloiden zu dick, so da sich eine mittlere Bedeckung von ca. 15 ergibt. Bei einer Kantenlange von 5 mm des Glasplattchens sind also ca. 3; 75  10, m mit Nickel bedeckt. Die Hohe der Nickelpartikel betragt ca. 15 nm, also ergibt sich ein Volumen von VNi  5; 63  10, m . Das entspricht einer Masse von ca. m = 5  10, g. [...]

Die Kantenlange l0 des Dreiecks" kann man wiederum uber den Kreisbogen abgeschatzen, siehe Gleichung 2.2. Fur bedampfte Kolloidkugeln mu man den Radius R durch R + d und den Winkel durch ' ersetzen, wobei ' = x 60 , 2 ist mit  = arctan R . Die Flache des Partikels ist naherungsweise die Flache eines Dreiecks mit der Kantenlange l0. p 0 = 1  3 l0  l0  0; 433  l0 F 2 2 3.3 Dies ist eine maximale Teilchengroe, da die Kugeln im Vakuum schrumpfen und abge acht werden. So wird die Au age ache der Kugeln untereinander groer und damit die Kugelzwischenraume kleiner. Wie man z.B. anhand [...]

Kolloidkugeln mit einem Durchmesser von 842 nm wurden mit einem 200 nm dicken Gold lm bedampft und ge oatet. Auf die gesamte Maske wurden 15 nm Nickel gedampft, so da die erzeugten Nickelpartikel eine Hohe von ca. 15 nm haben. Die durchschnittliche Teilchengroe der Nickelinseln liegt bei 80 nm ! Probe 1. Kolloidkugeln mit einem Durchmesser von 300 nm wurden mit einem 50 nm dicken Gold lm bedampft und ge oatet. Durch diese Maske wurden ebenfalls 15 nm Nickel gedampft. Die durchschnittliche Partikelgroe liegt hier bei 50 nm ! Probe 2. Damit die Nanostrukturen aus Nickel nicht vollig oxideren, wurde bei jeweils 2 Proben eine Silber Schutzkappe von 15 nm aufgedampft. Allerdings musste die Probe zuerst aus der Vakuumkammer genommen werden, um die Kolloide zu entfernen, bevor Silber aufgedampft wurde. Die ferromagnetischen Nickelpartikel sind also vermutlich von einer antiferromagnetischen Nickeloxid Schicht umgeben und nicht direkt von der Silberschutzschicht. [...]

Arbeit zitieren:
Meicken, Martina Januar 1998: Magnetische Eigenschaften von periodisch angeordneten Nanopartikeln aus Nickel, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Periodizität, GMR, Nanopartikel, Superparamagnetismus, Spinglas

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