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Die Zeitschrift als Medium moderner Öffentlichkeitsarbeit im Sportverband

Theoretische, empirische und praktische Aspekte verdeutlicht an einem Fallbeispiel

Die Studie wurde mit dem Max-Gutmann-Universitätspreis 1993 ausgezeichnet.
Die Zeitschrift als Medium moderner Öffentlichkeitsarbeit im Sportverband
Über dieses Buch
  • Art: Magisterarbeit
  • Autor: Ulrich Bihler
  • Abgabedatum: April 1992
  • Umfang: 133 Seiten
  • Dateigröße: 6,5 MB
  • Note: 1,5
  • Institution / Hochschule: Universität Augsburg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-6896-5
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-6896-5 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-6896-5 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung: Die Studie wurde mit dem Max-Gutmann-Universitätspreis 1993 ausgezeichnet.
  • Arbeit zitieren: Bihler, Ulrich April 1992: Die Zeitschrift als Medium moderner Öffentlichkeitsarbeit im Sportverband, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Kommunikation, extern, Redaktion, Verbandszeitschrift, PR

Magisterarbeit von Ulrich Bihler

Einleitung:

„Wenn ein junger Mann ein Mädchen kennen lernt und ihr sagt, was für ein großartiger Kerl er ist, dann ist das Reklame. Wenn er ihr stattdessen sagt, wie reizend sie aussieht, dann ist das Werbung. Aber wenn sich das Mädchen für ihn entscheidet, weil sie von anderen gehört hat, was für ein feiner Kerl er ist, dann ist das Öffentlichkeitsarbeit.“ Mit diesen Sätzen umschrieb jüngst ein PR-Manager eines großen amerikanischen Computerherstellers zu Beginn seines Vortrages scherzhaft den Begriff der „Öffentlichkeitsarbeit“. Diese Interpretation von „Öffentlichkeitsarbeit“ reiht sich nahtlos in eine Vielzahl von Umschreibung versuchen ein. BÜRGER berichtet von einem Amerikaner, der zum Begriff „Öffentlichkeitsarbeit“ in den letzten Jahren über 900 verschiedene Definitionen gesammelt hat. Aus dieser Vielzahl lässt sich nach OECKL eine vereinfachte Begriffsbestimmung mit normativem Gehalt herauskristallisieren, die „Öffentlichkeitsarbeit“ als „Information plus Anpassung plus Integration“ definiert.

In dieser Arbeit wird, aufbauend auf dieser Begriffsbestimmung, unter „Öffentlichkeitsarbeit“ detailliert verstanden:

Das geplante und dauernde Bemühen, gegenseitiges Verständnis und Vertrauen sowie gegenseitige Kommunikation, Akzeptanz und Kooperation zwischen dem Verband und der Öffentlichkeit aufzubauen und zu pflegen. Basierend auf dieser Definition ergibt sich für die idealtypische Öffentlichkeitsarbeit im Sportverband:

- die Öffentlichkeitsarbeit nach innen“, um interne Kommunikationskanäle zwischen der Verbandsführung und den Mitgliedern herzustellen, - die Öffentlichkeitsarbeit nach außen, um den Informationsmarkt, verstanden als die Summe aller öffentlich zugänglichen Medien und der in ihnen kanalisierten Informationsströme, mit Informationen zu versorgen, und sich gegenüber anderen Verbänden, Institutionen und Gruppen der pluralistischen Gesellschaft im Sinne der eigenen Interessensvertretung und -durchsetzung zu präsentieren und zu etablieren.

Will ein Sportverband eine solche Öffentlichkeitsarbeit effektiv betreiben, bedarf es vielschichtiger und verschiedenster Mittel. SCHNEIDER nennt in diesem Zusammenhang als ideales Instrument für die interne Öffentlichkeitsarbeit die Verbandszeitschrift, da der Rezipientenkreis sehr homogen strukturiert ist.

Die Verbandszeitschrift ist, wenngleich zu einem geringen Anteil, auch ein Mittel der externen Öffentlichkeitsarbeit. Dieses Medium grenzt den jeweiligen Verband gegenüber anderen (Fach-)Verbänden ab und vertritt gegen- über diesen auch dessen Interessen. Die externe Öffentlichkeitsarbeit ist, be- dingt durch die Heterogenität der Öffentlichkeit, allerdings wesentlich vielseitiger geschichtet als die interne. Die Zusammenarbeit mit den Massenmedien, in erster Linie mit den Redaktionen der (Tages- )Zeitungen, des Fernsehens, des Hörfunks und der Agenturen, bildet nach wie vor den Schwer- punkt. Darüber hinaus kann (und muß) sich ein Sportverband aber noch an- derer Mittel bedienen. Aktionsprogramme wie etwa „Trimm Dich durch Sport“, „Trimming 130“ oder „Im Verein ist Sport am schönsten“ sind beispielsweise Möglichkeiten der externen Öffentlichkeitsarbeit, wie sie der Deutsche Sportbund in den letzten beiden Jahrzehnten mit Erfolg durchführte.

Nachdem in den letzten Jahren die Professionalisierung von Sportlern und die Kommerzialisierung des Sportes ständig fortgeschritten sind, sowie die Wirtschaft den Sport zunehmend für ihre Öffentlichkeitsarbeit entdeckt hat, ist nun auch verstärkt der Trend innerhalb der Sportverbände festzustellen, sich mit der Öffentlichkeitsarbeit und der eigenen Selbstdarstellung auseinanderzusetzen. Die eigene Verbandszeitschrift gehört dann meist zu den ersten Maßnahmen, um diese Defizite zu beseitigen.

Inhaltsverzeichnis:

1. Die Verbandszeitschrift in der Öffentlichkeitsarbeit 2
1.1 Die Öffentlichkeitsarbeit im Sportverband 2
1.2 Die Verbandszeitschrift - Ihr Standort innerhalb der Medien 4
1.3 Barrieren der Öffentlichkeitsarbeit im Verband 9
1.4 Die Verbandszeitschrift -eine Basiskonzeption für die praktische Öffentlichkeitsarbeit 12
2. Wissenschaftliche Grundlagen 14
2.1 Der Wandel der Gesellschaft 14
2.2 Die Entwicklung der Kommunikationsforschung 17
2.3 Realitätskonstruktion durch Komplexitätsreduktion 20
2.4 Mediale Konzeptionsstruktur 23
3. Untersuchungsgegenstand idealtypisches Basiskonzept 28
3.1 Die Hypothese der „allgemeingültigen Minimalfaktoren“ 28
3.2 Idealtypische Konzeption einer Verbandszeitschrift 29
3.3 bayern-basket - ein Verbandsorgan in der Untersuchung 36
4. Methodische Vorgehensweise 41
4.1 Konzept der Untersuchung 41
4.2 Operationalisierung 44
4.3 Stichprobe 48
4.4 Pretest 50
4.5 Durchführung 51
4.6 Auswertung 53
5. Darstellung der Ergebnisse 55
5.1 Beschreibung der Untersuchungsgruppen 55
5.2 Darstellung der Auswertungsergebnisse 57
6. bayern-basket -Interpretation der Ergebnisse 91
6.1 Legitimation des bayern-basket 92
6.2 Das redaktionelle Konzept 92
6.3 Gesamtumfang und Gestaltung 106
7. Das idealtypische Basiskonzept - redaktionelle Umsetzung 107
7.1 Die Bedeutung der Untersuchungsergebnisse für das redaktionelle Basiskonzept 107
7.2 Gedanken zur redaktionellen Umsetzung 108
8. Ausblick 113
9. Literaturverzeichnis 116
Anhang 122
Eidesstattliche Erklärung 128

Arbeit zitieren:
Bihler, Ulrich April 1992: Die Zeitschrift als Medium moderner Öffentlichkeitsarbeit im Sportverband, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Kommunikation, extern, Redaktion, Verbandszeitschrift, PR

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