Literarische Reaktionen auf den 11. September
- Art: Magisterarbeit
- Autor: Eva Baches
- Abgabedatum: Oktober 2006
- Umfang: 115 Seiten
- Dateigröße: 1,2 MB
- Note: 1,3
- Institution / Hochschule: Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf Deutschland
- Bibliografie: ca. 35
- ISBN (eBook): 978-3-8366-0702-5
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Baches, Eva Oktober 2006: Literarische Reaktionen auf den 11. September, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Elfter September (Motiv), Künste, 11. September, 9-11, Literatur
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Magisterarbeit von Eva Baches
Einleitung:
Der 11. September 2001 stellt ein Ereignis von historischem Ausmaß dar. Auch wenn heute, fünf Jahre danach eine Art Normalität eingekehrt zu sein scheint. Die Arbeiten am Ground Zero sind abgeschlossen und bald wird der „Freedom Tower“ des Architekten Daniel Liebeskind die Skyline New Yorks wieder verfolgständigen und ein neues Symbol des American Way of Life verkörpern. Angesichts des Ausmaßes der Anschläge, scheint es nur all zu leicht nachvollziehbar, dass viele Menschen sich zu diesem Thema äußern wollten, und so kam es in der unmittelbaren Zeit danach zu einer wahren Flut an Veröffentlichungen. Doch welcher Art waren die Veröffentlichungen und mit welcher Intention schrieben die Autoren ihre Werke? Und wie kann sich ihre Intention innerhalb des gewählten Genres etablieren? Diesen Fragen möchte ich im Rahmen meiner Arbeit nachgehen. Bevor ich jedoch den Rahmen für meine weitere Vorgehensweise stecke, möchte ich an dieser Stelle kurz erläutern, welche meine Motive mich dazu bewogen haben, dieses Thema für meine Arbeit zu wählen.
Das Erste Motiv bedarf keiner großen Erklärung, es ist die oben bereits erwähnte Vielfalt an Literatur, welche unmittelbar nach dem 11. September entstanden ist. Einen ersten Überblick gewährte mir ein Hauptseminar, welches sich mit der Darstellung des Fundamentalismus in der englischen Literatur beschäftige. Von diesem Zeitpunkt an waren mein Interesse und meine Neugier geweckt und ließen mich nicht mehr los. Das zweite Motiv ist persönlicher Natur und benötigt daher etwas mehr Raum. Am 11.9.2001 befand ich mich jenseits des großen Teiches in einem kleinen Motel in Kalifornien auf dem Rückweg nach Davis. Ich besuchte dort eine Arbeitskollegin, die ein Semester an der Universität in Davis verbrachte. Wie viele Millionen andere Menschen auch, verfolgte ich die Tragödie life im Fernsehen. Doch im Gegensatz zu einigen Anderen, bekam der Ausdruck etwas “life“ zu erleben für mich eine andere Dimension sobald wir im weiteren Verlauf, kurz nach den Anschlägen mit anderen Menschen ins Gespräch kamen. All diese Fassungslosigkeit, Angst, Sprachlosigkeit und Trauer der in vielen Werken, wie sich auch im Verlauf dieser Arbeit noch darstellt, Ausdruck verliehen wird, konnte ich sprichwörtlich am eigenen Leib erfahren.
Es war eine ganz merkwürdige Stimmung, fast schien es wirklich so, wie oft in diesem Zusammenhang geschildert wird, als wäre die Zeit stehen geblieben. Alles schien unter Spannung in angstvoller Erwartung, was wohl als nächstes kommen würde. Man redete miteinander und hing an den Lippen der Nachrichtensprecher, um die neuesten Entwicklungen zu erfahren. Auch ich empfand Angst und gleichzeitig Mitgefühl für die Zahlreichen Opfer. Jedes Mal, wenn ich diese Bilder wieder sehe, keimen diese Gefühle wieder in mir auf und ich fühle mich zurückversetzt. So fließt in diese Arbeit auch wirklich ein Teil meiner Persönlichkeit ein und dies war mir im Bezug auf die Themenwahl sehr wichtig.
Für die Erarbeitung der Thematik habe ich folgende Einteilung getroffen. Im ersten Kapitel möchte ich, da die Anschläge auch eine weit reichende politische Diskussion auslösten, zwei Werke behandeln die sich aus verschiedenen Perspektiven dieser Diskussion widmen. Den Anfang macht Samuel P. Huntington mit seinem Aufsatz „The Clash of Civilizations?“, welcher 1993 in der Zeitschrift „Forreign Affairs“ veröffentlicht wurde. Drei Jahre später, erweiterte Samuel Huntington seinen Aufsatz zu einem Buch mit gleichnamigem Titel. Innerhalb seiner Arbeit konzentriert sich Huntington primär auf die Rolle der Westlichen Staaten. Diese haben bisher eine unangefochtene Vormachtsstellung genossen, da sie bislang, wenn man so will, keine natürlichen Feinde hatten. Doch diese Zeiten sind, wie Huntington anhand des Beispiels seines Islamisch-Konfuzianischen Zusammenschluss darstellt, vorbei. Samuel P. Huntington sieht diese Staaten auf dem Vormarsch den Westen von seinem Sockel zu stoßen. Der Westen ist angreifbar geworden und Huntington zeichnet eine absteigende Tendenz. Aber eine Chance hat er noch: Er darf an seiner Vormachtsstellung nicht länger krampfhaft festhalten, sondern er soll diese Position zugunsten von Multikulturalität und Multipolarität aufgeben. Ein weiterer zentraler Punkt ist die Betrachtung der zukünftig aufkommenden Konflikte. Diese spielen sich nach Huntington nicht mehr innerhalb der einzelnen Kulturkreise ab sondern zwischen ihnen und werden die globale Politik beeinflussen. Wie ich innerhalb der Bearbeitung des Aufsatzes auch herausstellen werde, haben diese Thesen einige Kritiker auf den Plan gerufen, gerade was den Begriff der Kulturkreise und seine Definition angeht.
Doch darüber hinaus ergeben sich in den Äußerungen Huntingtons, wie ich noch ausführen möchte, Eckpunkte die in ihrer prognostischen Kraft auch zehn Jahre später noch Relevanz beweisen. Darin liegt, neben der politischen Thematik, für mich auch der Hauptgrund diesen Text für meine Ausführungen zu wählen.
Den zweiten Text mit politischem Hintergrund liefert der Sprachtheoretiker und Begründer der generativen Transformationsgrammatik Noam Chomsky. Anders als sein Vorgänger legt er den Focus seiner Betrachtung auf ein spezielles Ziel. Dieses Zielobjekt heißt die Vereinigten Staaten von Amerika. Ganz im Speziellen hat er es auf die Außenpolitik abgesehen. Seine Hauptthese ist, dass die Vereinigten Staaten von Amerika aufgrund ihrer militärischen Interventionen ein Terroristischer Staat sind. Hauptsächlich darin sieht er auch die Anschläge des 11. Septembers begründet.
Gang der Untersuchung:
Diese These belegt er anhand von zahlreichen Beispielen, unter anderem von Regierungsdokumenten und Berichten von namhaften Zeitungen und Organisationen. Besonders hebt er dabei die Intervention in Afghanistan und die Zerstörung der Medikamentenfabrik „Al-Shifa“ im Sudan hervor. Einen weiteren zentralen Punkt widmet Chomsky der Definition des Begriffs Terrorismus. Dabei kommt er zu dem Schluss, dass die Vereinigten Staaten selbst zu bestimmen scheinen wer Terrorismus verübt und wer nicht, denn es sind alle Aktionen als Terroristisch zu werten, die sich gegen die Vereinigten Staaten selbst und ihre Verbündeten richten. Diese These belegt Chomsky anhand der Definition des Begriffs, wie er im amerikanischen Strafgesetzbuch zu finden ist. Er widmet sich im Rahmen dessen einer genauen Betrachtung des Begriffs und kann dabei seine Herkunft aus der Linguistik nicht verleugnen. Abschließend gibt auch er den Hinweis, Umsicht walten zu lassen und den gefährlichen Alleingang nicht weiter fortzusetzen.
Im zweiten Kapitel wende ich mich dann von den Sachtexten ab und zunächst dem Theater zu. Drei Punkte möchte ich dabei berücksichtigen: 1. Wie bringt man ein Stückt mit solch ernsten Hintergrund auf die Bühne? 2. Wie bringt man Menschen dazu sich ein solches Stück anzusehen? Der 3. Punkt liegt in der Besonderheit, dass der hier vorliegende Text in doppelter Weise vorliegt, einmal auf der Bühne und einmal im Text selbst.
Die beiden Autoren Anne Nelson und Neil la Bute wählen dabei für ihre Stücke zwei verschiedene Blickwinkel. Anne Nelsons Bearbeitung „The Guys“ entstand aufgrund einer wahren Begegnung innerhalb ihrer Verwandtschaft. Dort lernt sie durch einen Freund ihrer Schwester den Chef einer New Yorker Feuerwache kennen, welcher auf den Trauerfeiern der verstorbenen Kameraden zu den Hinterbliebenen sprechen soll. Doch er kann nicht die richtigen Worte finden. So helfen sie und ihr Schwager, ebenfalls Schriftsteller, ihm die Nachrufe zu verfassen. Einige Zeit später lernt sie auf einem Bankett den Ehemann von Sigourney Weaver kennen, der ein Stück für sein kleines Theater sucht, sie kommen ins Gespräch und Anne Nelson erzählt ihm von den Nachrufen. Sie planen dies in ein Stück umzusetzen und am 4. Dezember findet dann die Premiere statt. Nelson erzählt so innerhalb ihres Stückes die Geschichte des Captain Nick. Dies tut sie auf einer sehr gefühlvollen Ebene. Dabei steht nicht der Heldenepos der Feuerwehrmänner im Vordergrund, sondern der Mensch. Sie möchte ihren Zuschauern ein neues Bild ihrer Helden vermitteln. Für alle waren sie unumstritten die Helden in dieser dunklen Zeit. Doch in diesem Zusammenhang wurde vergessen, das hinter diesen Helden auch Individuen stecken von deren Leben innerhalb und außerhalb der Feuerwache niemand etwas mitbekommt. So auch nicht von ihrer Verzweiflung und Trauer, die sie angesichts des Terrors empfinden. So dreht sie das Heldenmotiv in ihrem Stück um und liefert ihrem Publikum ein neues Bild der Feuerwehmänner sowie auch gleichzeitig, in der Atmosphäre die durch das Stück aufgebaut ist, einen therapeutischen Ansatz.
„The Mercy Seat“ von Neil la Bute entstand durch eine spontane Eingebung während eines Fluges. Anders wie Anne Nelson stehen die Anschläge nicht im Vordergrund, sondern sind Auslöser einer Beziehungskrise seiner beiden Protagonisten Abby und Ben. Doch die Krise innerhalb der Affäre ist nicht alles. Auf tiefenpsychologischer Ebene stellt er seine Zuschauer vor die Frage, was würden sie tun wenn sie plötzlich durch eine Katastrophe die Chance auf ein neues Leben bekommen würden? Ben muss eine Entscheidung treffen zwischen seiner Familie und seiner Affäre und Neil la Bute lässt die Zuschauer auch über das Ende des Stückes hinaus im Unklaren wie Ben sich entscheiden wird.
Im dritten Kapitel wende ich mich der Welt der Comics zu und betrachte im Rahmen dessen den Comicband des Künstlers Art Spiegelmann „In the Shadow of No Towers“. Vorherrschend bei der Wahl des Genres war für mich die Frage: Darf man im Angesicht einer solchen Tragödie überhaupt lachen? Art Spiegelmann bot mit seinem Band ein ideales Beispiel. Denn wie ich noch näher erläutern werde, ist „In the Shadow of No Towers“ kein herkömmlicher Comic wie man sie von Disney oder anderen Veröffentlichungen her kennt. Art Spiegelmanns Arbeite steht in der Tradition des so genannten Undergoundcomics. Dieses Genre steht nicht für die gezeichneten Helden, wie zum Beispiel Superman oder Batman. Es will seine Leser nicht bloß unterhalten, sondern fordern und es äußert Kritik an bestehenden Institutionen oder Ereignissen, wie zum Beispiel Politik oder den Vietnamkrieg. So erzählt Art Spiegelmann in diesem Band primär seine persönliche Geschichte des 11. Septembers 2001 mit Rückbezügen auf seine eigene Vergangenheit in Gestallt seiner früheren Arbeit „Maus“ in der er die Geschichte seiner Eltern in Auschwitz verarbeitet. Aber im weiteren Verlauf äußert er auch Kritik an seiner Regierung und an seinen Mitbürgern, denen er vorwirft, ihre Verantwortung als amerikanischer Staatsbürger nicht wahrzunehmen.
Im vierten und letzten Kapitel untersuche ich zunächst die Rolle der Musik und ihre Wirkungsweise als therapeutisches Mittel zur Verarbeitung von Traumata, wie sie solche Katastrophen beim Menschen hervorrufen können. Aber da wie schon an anderer Stelle geäußert, die Anschläge auch politischen Einfluss hatten, werde ich auch auf die Frage eingehen inwiefern Musik auch politisch sein und genutzt werden kann. Abschließend werde ich dann noch anhand des Songtextes „The Rising“ aus dem gleichnamigen Konzeptalbum von Bruce Springsteen zeigen wie der Künstler auf den 11. September eingeht.
Inhaltsverzeichnis:
| I. | Einleitung | 4 |
| II. | “The Clash of Civilizations” 9/11 im Kontext von Politik und Religion | 9 |
| II.a | Samuel P. Huntington „The Clash of Civilizations” | 9 |
| II.b | Noam Chomsky, „The Attack“ | 29 |
| III. | Die Traumfabrik und Terrorismus, Theaterstücke im Rahmen des 11. Septembers | 41 |
| III.a | Nelson, Anne „The Guys“ | 42 |
| III.b | Neil La Bute, “The Mercy Seat” | 61 |
| IV. | Lachen im Angesicht des Schreckens, Comics und Karikaturen über den 11. September | 73 |
| IV.a | Art Spiegelmann, „In the Shadow of no Towers“ | 73 |
| IV.b | Comic - Schund oder Kunst | 73 |
| IV.c | Lachen im Angesicht des Schreckens | 77 |
| IV.d | Art Spiegelmann, “In the Shadow of no Towers” Das Cover | 79 |
| IV.e | Exkurs, Baer, Ulrich “110 Stories, New York Writes After September 11” | 82 |
| IV.f | „In the Shadow of No Towers“ - mehr als nur Schatten | 84 |
| V. | Der richtige Ton, Songtexte zum 11. 9. 2001 | 95 |
| V.a | Das Verhältnis zwischen Politik und Musik | 96 |
| V.b | Musik als therapeutisches Mittel | 98 |
| V.c | Textbeispiel: Bruce Springsteen „The Rising“ | 99 |
| VI. | Schlussbemerkung | 104 |
| VII. | Literaturverzeichnis | 109 |
| VIII. | Bilderverzeichnis | 113 |
Textprobe:
Kapitel II “The Clash of Civilizations” 9/11 im Kontext von Politik und Religion:
Im Rahmen der diversen Diskussionen zu den Ereignissen des 11.09.2001 ist immer wieder vom „Kampf der Kulturen“ die Rede. Doch was ist der Hintergrund dieses Schlagwortes? Zunächst ist es der Titel eines Aufsatzes und eines Buches, welche 1993 und 1996 von Samuel P. Huntington, Professor für Politikwissenschaft an der Harvard Universität, veröffentlicht wurden.
In diesen Publikationen entwirft er anhand von verschiedenen Hypothesen, ausgedehnten Beispielen und Szenarien, die ich im weiteren Verlauf dieses Kapitels noch näher darlegen werde, eine Art Utopie, die Möglichkeiten aufzeigen soll in einer „neuen Welt“ zurecht zu kommen.
Es ist die Welt, wie sie sich nach dem Ende des Kalten Krieges für die Menschheit darstellt, als Folge dessen nun ein Wechsel von einer klaren Bipolarität zwischen Ost und West zu einer Multipolarisierung des Globus zu verzeichnen ist.
Damit ist die eine klare Grenze aufgehoben und es entstehen viele neue, die wie Huntington anführt, mitunter sehr schwammig und nicht genau zu definieren sind. Dies bildet den Hintergrund, vor dem der Politikwissenschaftler seine Darstellungen platziert.
Mit seiner düsteren Prognose vom „Kampf der Kulturen“ diskutiert Huntington Problemstellungen, wie sie nicht nur nach Beendigung des Kalten Krieges auftauchten, sondern ebenfalls nach den Anschlägen von 11.09.2001. Auch jetzt muss sich die Menschheit die Frage stellen: Wo stehen wir? Ist der Wunsch nach einer multikulturellen Gesellschaft überhaupt realistisch? Oder waren die Anschläge ein Zeichen, das es bestimmte Knackpunkte zwischen den einzelnen Kulturen gibt, die nicht zu überwinden sind? Richard Sturm, Professor für Finanzwissenschaft und Öffentliche Wirtschaft in Graz, sieht in seiner Abhandlung ebenfalls die Frage nach der Definition des individuellen Standpunktes. Er sieht einen Wechsel der Fragen von „Auf wessen Seite stehst du?“ zu „Wer bist du?“.
In diesem Zusammenhang ist vor allem die aktuelle und zukünftige Rolle der westlichen Staaten von Bedeutung. An diesem Punkt stellen sich folgende Fragen: Waren die Attentate ein Resultat der seit Jahrhunderten andauernden Vormachtstellung und möglicherweise Diktatur des Westens? Ist die Politik, welche die westlichen Staaten, vor allem die Vereinigten Staaten von Amerika praktiziert haben immer angemessen? Oder wäre es vielleicht günstiger gewesen nicht jedem Kulturkreis, der nicht aus welchen Gründen auch immer die westliche Lebensweise, den American Way of Life, anwendet diese Ideale aufzuzwingen?
Für die Vereinigten Staaten als Einwanderungsland gilt dies auch auf eigenem Territorium. Denn hier ist die Administration besonders gefordert, die unterschiedlichen Kulturen unter einen Hut zu bekommen und deutlich zu machen was mit „ET Pluribus Unum“ gemeint ist.
Aus diesen Überlegungen, sowie der Aktualität der Thematik die sich für mich daraus ergibt und den Antworten Huntingtons darauf, resultiert die Relevanz der Werke für die Erarbeitung meiner Thematik. Zudem möchte ich feststellen, dass sich nach meiner Meinung daraus folgern lässt, dass es das Ziel Huntingtons ist, der handelnden Politik als Wegweiser zu dienen und durch seine Lösungsansätze Hilfestellung zu geben. Gleichzeitig ist sein Aufsatz durch seine düstere Färbung als eine Warnung zu sehen. Auch Katrin Simbandel äußert in ihrem Aufsatz ein gewisses „Unwohlsein“ bei der Lektüre Huntingtons empfunden zu haben. Der Politikwissenschaftler appelliere stark an die Gefühlsebene seiner Leser. Damit stelle ich mich der Diskussion über den wissenschaftlichen Wert der Arbeit entgegen und vertrete die Auffassung, dass es müßig ist, ein Werk wissenschaftlich verstehen zu wollen, welches wie der Verfasser selbst postuliert, als Ratgeber und Wegweiser verstanden und gelesen werden will.
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783836607025
Arbeit zitieren:
Baches, Eva Oktober 2006: Literarische Reaktionen auf den 11. September, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Elfter September (Motiv), Künste, 11. September, 9-11, Literatur



