Männliche türkische Jugendliche in der Bundesrepublik Deutschland
Möglichkeiten und Hemmnisse ihrer Integration
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Ömer Özkan
- Abgabedatum: Oktober 1997
- Umfang: 112 Seiten
- Dateigröße: 5,4 MB
- Note: 3,0
- Institution / Hochschule: Hochschule für Sozialwesen Esslingen (FH) Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-3279-9
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-3279-9 P - ISBN (CD) :978-3-8324-3279-9 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Özkan, Ömer Oktober 1997: Männliche türkische Jugendliche in der Bundesrepublik Deutschland, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Sozialisation, Ausländergesetz, Identitätssuche
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Diplomarbeit von Ömer Özkan
Einleitung:
Türkische Jugendliche in der Bundesrepublik Deutschland geraten immer wieder in die Schlagzeilen. Sie fallen in der deutschen Öffentlichkeit mit hoher Gewaltbereitschaft, Schulproblemen, hoher Arbeitslosigkeit, mangelnder Anpassungsfähigkeit und unvollständiger Einbindung in die deutsche Gesellschaft auf. Diese Probleme spiegeln die fehlende Verwurzelung der Jugendlichen sowohl im deutschen Lebenskontext als auch in ihrer Herkunftskultur wieder.
Gang der Untersuchung:
Die Beschreibung der Lebenswelt der Jugendlichen und ihrer familiären Situation soll im ersten Teil meiner Arbeit im Vordergrund stehen.
Sozialarbeit versucht bei der Lösung der Probleme Hilfestellungen zu geben. Unterschiedliche Ansätze wurden entwickelt, um den Bedürfnissen der (türkischen) Jugendlichen gerecht zu werden und sie dabei zu unterstützen, Zugang zur deutschen Gesellschaft zu finden. Trotz der Bemühungen seitens der sozial-pädagogischen Institutionen hat sich die Situation der Jugendlichen nicht wesentlich verbessert: nach wie vor fühlen sich die Jugendlichen zwischen zwei Kulturen hin- und hergerissen und sind weder in der einen noch in der anderen Zuhause. Im Kapitel III (Sozialisation) werden verschiedene pädagogischen Ansätze vorgestellt, um zum Verständnis der Integration (Kap. IV) zu gelangen.
Die Unsicherheit im sozialen Bereich wird noch zusätzlich durch den komplizierten rechtlichen Status verschärft. Dies wird im Kapitel V beschrieben.
Nach wie vor leiden die Jugendlichen unter Informationsdefiziten und stoßen bei ihren Ansprechpartnern immer wieder auf Unverständnis. Es fehlen Vermittler zwischen den Kulturen. Die herkömmlichen Integrationsmodelle (monistische, pluralistische) werden auch diesen Anforderungen nicht gerecht. D.h. es müssen Ansätze entwickelt werden, die über die bisherigen Modelle hinausgehen.
Während meines Praktikums im "Haus 49" in Stuttgart-Nord, konnte ich erfahren, wie mit einem interkulturellen Ansatz eine Integration aktiv gefördert werden kann. Das "Haus 49" soll im Kapitel VI meiner Arbeit als Beispiel einer gelungenen Sozialarbeit vorgestellt werden. Aufgrund meiner praktischen Arbeit möchte ich die These formulieren, dass interkulturelle Kompetenz und interkulturelle Öffnung notwendig sind.
Inhaltsverzeichnis:
| Einführung | 1 | |
| I. | Allgemeine Lebenslage der Jugendlichen | 3 |
| 1.1 | Bestimmung der Zielgruppe | 3 |
| 1.2 | Jugend in Deutschland | 4 |
| 1.3 | Definition von Jugendphase | 5 |
| 1.4 | Individualisierung und Pluralisierung | 7 |
| II. | Lebenslage der türkischen Migrantenfamilie | 10 |
| 2.1 | Abriß der Migrationsgeschichte seit 1955 | 10 |
| 2.2 | Türkische Migranten in der BRD | 12 |
| 2.2.1 | Wohnverhältnisse | 14 |
| 2.2.2 | Wirtschaftliche Verhältnisse und Haushaltsstruktur | 17 |
| 2.3 | Schul und Ausbildungssituation | 20 |
| 2.3.1 | Schulprobleme türkischer Schüler | 22 |
| 2.3.2 | Ausbildungssituation und Jugendarbeitslosigkeit | 24 |
| 2.3.3 | Benachteiligungen auf dem Weg ins Berufsleben | 25 |
| 2.4 | Zusammenfassung | 27 |
| III. | Sozialisation und Identitätssuche zwischen den Kulturen | 28 |
| 3.1 | Begriffsdefinition | 28 |
| 3.1.1 | Primäre Sozialisation | 29 |
| 3.1.2 | Sekundäre Sozialisation | 30 |
| 3.1.3 | Tertiäre Sozialisation | 30 |
| 3.2 | Pädagogische Ansätze zur Arbeit mit ausländischen Kindern und Jugendlichen | 33 |
| 3.2.1 | Die Phase der Ausländerpädagogik | 34 |
| 3.2.2 | Die Phase der Kritik an der Ausländerpädagogik | 35 |
| 3.2.3 | Die Phase der interkulturellen Pädagogik | 36 |
| 3.3 | Besondere Lage der türkischen Jugendlichen | 40 |
| 3.3.1 | JPamilienstruktur im Migrationskontext | 40 |
| IV. | Integration | 46 |
| 4.1 | Definition des Begriffs "Integration" | 46 |
| 4.1.1 | Monistische Integration | 47 |
| 4.1.2 | Pluralistische Integration | 48 |
| 4.1.3 | Interaktive Integration | 49 |
| 4.1.4 | Integrationsmodell der Bundesrepublik | 50 |
| 4.2 | Kritische Einschätzung der Integrationsmodelle | 51 |
| 4.3 | Identitätsproblematik oder die Suche nach"einer Identität" | 55 |
| 4.4 | Idealtypische Gruppen von türkischen Jugendlichen | 57 |
| 4.4.1 | Die Gruppe der Eingedeutschten | 60 |
| 4.4.2 | Die Gruppe der Deutsch-Türken | 61 |
| 4.4.3 | Die Gruppe der traditionellen Jugendlichen | 65 |
| V. | Rechtsstatus (Ausländergesetz) | 68 |
| 5.1 | Allgemeine Beschreibung des Ausländergesetzes | 68 |
| 5.1.1 | Die Bedeutung und Funktion des AuslG | 70 |
| 5.1.2 | Die Formen der Aufenthaltsgenehmigung | 71 |
| 5.1.3 | Die Stufen der Aufenthaltsgenehmigungen | 73 |
| 5.2 | Aufenthaltsstatus von Kindern und Jugendlichen | 75 |
| 5.3 | Ausweisung (§§ 45 AuslG) | 77 |
| 5.4 | Familiennachzug bzw. Nachzug von Ehepartner | 79 |
| 5.5 | Erleichterte Einbürgerung (§§ 85,86 AuslG) | 80 |
| VI. | Möglichkeiten oder Handlungsansätze der Integration | 85 |
| 6.1 | Allgemeine Beschreibung der Rahmenbedingungen | 85 |
| 6.2 | Interkulturelle Kompetenz | 86 |
| 6.3 | Möglichkeiten (Handlungsansätze) | 88 |
| 6.4 | Die Einrichtung "Haus 49" in Stuttgart-Nord | 95 |
| 6.4.1 | Standort und Geschichte der Einrichtung "Haus 49" | 95 |
| 6.4.2 | Arbeitsinhalte der Gesellschaft für soziale Jugendarbeit (GfsJ-Nord) bzw. "Haus 49" | 96 |
| Schlussbemerkungen | 100 | |
| Literaturverzeichnis | 101 | |
| Erklärung | 106 |
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832432799
Arbeit zitieren:
Özkan, Ömer Oktober 1997: Männliche türkische Jugendliche in der Bundesrepublik Deutschland, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Sozialisation, Ausländergesetz, Identitätssuche



