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Aufbau eines modernen Beschaffungsmanagement unter Einbeziehung der Informationstechnologie

Aufbau eines modernen Beschaffungsmanagement unter Einbeziehung der Informationstechnologie
Über dieses Buch
  • Art: MA-Thesis / Master
  • Autor: Franz Steyer
  • Abgabedatum: September 2002
  • Umfang: 102 Seiten
  • Dateigröße: 685,0 KB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Graduate School of Business Administration Zürich Schweiz
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-6088-4
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-6088-4 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-6088-4 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Steyer, Franz September 2002: Aufbau eines modernen Beschaffungsmanagement unter Einbeziehung der Informationstechnologie, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Lieferantenmanagement, Supply Chain Management, Einkauf, Mitarbeiter im Einkauf

MA-Thesis / Master von Franz Steyer

Einleitung:

Die Unternehmung die hier behandelt wird, ist Hersteller von hochwertigen Legierungsstählen. Der Sitz der Unternehmung ist in Österreich (Steiermark). Rund 1800 Mitarbeiter beschäftigt derzeit die Unternehmung. Das Unternehmen das heute zu einem schwedischen Konzern gehört, ist sehr stark exportorientiert ausgerichtet. Verkaufsniederlassungen in Nord-, Südamerika, Australien und Europe unterstreichen noch diese Aussage.

Seit der Privatisierung der Unternehmung im Jahre 1996 erlebt diese einen sehr starken wirtschaftlichen Aufschwung. Sie zählt heute zu einen der bedeutendsten Hersteller von Edelstahl und ist bei den Werkstoffgruppen Schnellarbeitsstahl und Werkzeugstahl weltweit als Marktführer anerkannt. Das Kernprogramm der Unternehmung besteht aus Schnellarbeitsstählen, Werkzeugstählen und Sonderwerkstoffen. Daraus werden ertragsstarke Segmente wie pulvermetallurgisch hergestellte Produkte und im Vakuum erzeugte und ungeschmolzene Werkstoffe- forciert. Die Unternehmung ist in diesen Bereichen Marktführer und versucht mit der bereits erfolgreichen Strategie diese Position noch weiter auszubauen.

Bedingt durch den Erfolg sind auch die internen Unternehmensanforderungen sehr starken Herausforderungen ausgesetzt. Im Bereich des Einkaufs, über den in weiterer Folge näher eingegangen wird, ist das Einkaufsvolumen mittlerweile auf € 189 Mio. angewachsen. Da in erster Linie das Ziel verfolgt wurde, Versorgungssicherheit zu erlangen, sind strategische Ansätze im Bereich des Einkaufs bislang zu kurz gekommen. Mittlerweile leidet die Unternehmung unter der Last der Zulieferanten. Da keine erkennbare Einkaufsstrategie vorhanden ist, ist die Sicherstellung der Versorgung des Produktionsbereiches nur mit großem Aufwand zu gewährleisten.

Strukturveränderungen in der Materialwirtschaft, immer rasantere technologische Entwicklungen und Globalisierung der Märkte stellen an die Unternehmer hohe Anforderungen. Neue Kommunikations- und Informationssysteme werden für die Entwicklungs- und Leistungsfähigkeit der Unternehmer immer notwendiger. Der Anteil der fremdbezogenen Güter und Leistungen nimmt kontinuierlich zu. Die Materialwirtschaft nimmt daher verstärkt Einfluss auf das Unternehmensergebnis. Um im nationalen und besonders internationalen Wettbewerb bestehen zu können, sind ständige Optimierungen der Wertschöpfungskette erforderlich.

Der Einkauf ist daher in dem heutigen Wirtschaftssystem immer mehr als Informationslieferant für alle Wertschöpfungspartner zu sehen und hat einen entscheidenden Anteil am Unternehmenserfolg. Die Nutzung stets aktueller Preispotentiale neben Controlling, Make-or-buy-Entscheidungen sowie der aktiven Mitarbeit bei der Konzeptionierung bis zur Realisierung neuer Produkte stellen für den Einkauf dieser Unternehmung erhebliche Herausforderungen dar.

Aufbauend auf die Zusammenarbeit mit den Lieferanten und das Erreichen, den Lieferanten zukünftig enger an die Unternehmung zu binden, sollen in weiterer Folge auch über den verstärkten Einsatz der Informationstechnologie innerhalb der Unternehmung diskutiert werden. Dabei geht es vor allem um die Optimierung der bisherigen Prozesse. Das Ziel der Optimierungsaktivitäten ist es nicht nur die Kosten zu reduzieren, sondern auch den bisherigen Ablaufprozess innerhalb der Unternehmung effizienter zu gestalten.

Führende Mitarbeiter im Einkauf müssen danach streben, sich vom operativen Geschäft zu lösen und sich auf zukünftige Aufgaben im strategischen Bereich zu konzentrieren. Wenn die Unternehmung weiter auf der Straße des Erfolges unterwegs sein will und seine bisherige Marktposition nicht nur festigen, sondern auch beabsichtigt diese auszubauen, dann tragen diese Veränderungen die Verantwortung für den zukünftigen Erfolg.

Inhaltsverzeichnis:

VORWORT IV
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS VI
LITERATURVERZEICHNIS VII
ABBILDUNGSVERZEICHNIS IX
EXECUTIVE SUMMARY 1
1. The issue and purpose of the study 1
2. Delimitation issues 1
3. The previous status quo 4
4. The structure of this study 4
1. EINLEITUNG 6
2. ANALYSE DES DERZEITIGEN BESCHAFFUNGSABLAUFPROZESSES 9
2.1 Die strukturelle Gliederung des Einkaufs 9
2.2 Einkaufsvolumen und Beschaffungsbereiche 10
2.3 Probleme im Beschaffungsablaufprozess 11
2.4 Zielvereinbarungen 11
2.5 Deklarierung der Ziele 12
2.6 Mitarbeiter Landkarte 14
2.7 Gliederung der Einkaufsgebiete 15
2.8 Schwachstellen im derzeitigen Beschaffungsprozess 18
2.8.1 Vorbereitung der Beschaffung 18
2.8.2 Strategisches Einkaufsmarketing 18
2.8.3 Beschaffung 19
2.8.4 Einkaufs-Controlling 19
3. DER BESCHAFFUNGSPROZESS 21
3.1 Bedarfsauslösung 21
3.2 Spezifikation für das Material 23
3.3 Bedarfsanforderung erzeugen 23
3.4 Anforderung verifizieren und Artikelhäufigkeit überprüfen 23
3.5 Lieferantenauswahl 24
3.6 Lieferantenentwicklung 25
3.7 Strategisches Erfolgsmarketing 28
3.8 Einkaufsstrategie 29
3.9 Zieldefinierung 30
3.10 Einkaufscontrolling 30
3.11 Lieferantenmanagement 30
3.12 Zusammenfassung 32
4. STRATEGISCHE AUSRICHTUNG 34
4.1 Vision 34
4.2 Mission 35
4.3 Strategische Maßnahmen 35
4.3.1 Kurzfristige Maßnahmen (1-6 Monate) 35
4.3.1.1 Die Rolle des Einkaufsleiters neu definieren 35
4.3.1.2 Neudefinition des Verantwortungsbereiches für Mitarbeiter 36
4.3.1.3 Strategisch ausgerichtetes Personalmanagement 38
4.3.1.4 Lieferantenvorsälektion 38
4.3.1.4.1 Zielkriterienkatalogerstellungfür Lieferantenauswahl 39
4.3.1.4.2 Kriteriengewichtung und Berechnung 40
4.3.1.4.3 Klasseneinteilung 41
4.3.1.5 Abschluss von Rahmenverträgen 43
4.3.2 Mittelfristige Maßnahmen 43
4.3.2.1 Strategisches Lieferantenmanagement 44
4.3.2.2 Gemeinsame Umsetzung der strategisch definierten Ziele 45
4.3.2.3 Systemlieferanten 47
4.3.2.3.1 Erwartungshaltung der Lieferanten aufgrund einer Netzwerkverbindung 48
4.3.2.3.2 Vorteile für die Unternehmung aufgrund einer Netzwerkverbindung 49
4.3.2.4 Eliminierung der Lieferanten 50
4.3.2.5 Verbesserung der internen Kommunikation 51
4.3.2.6 Die Auswirkungen auf die Unternehmung aufgrund des Fehlens der internen Informations- und Kommunikationsstruktur 51
4.3.2.7 Der Einkauf als Schlüsselstelle für den Erfolg oder Misserfolg 53
4.3.2.8 Intranet - die interne Kommunikationsmöglichkeit 57
4.3.3 Langfristige Maßnahmen 59
4.3.3.1 eProcurement (Beschaffung im Internet) 59
4.3.3.1.1 Was bringt eProcurement? 59
4.3.3.1.2 Beschaffungskosten 60
4.3.3.1.3 Auswirkungen durch die Einführung von eProcurement 62
4.3.3.1.4 Trend in der Beschaffung und Nutzung von eProcurement 63
4.3.3.2 Einführung von DPS 64
4.3.3.2.1 Vor- und Nachteile vom DPS 66
4.3.3.2.2 Der Nutzen von DPS aus der Sicht der Beschaffung 67
4.3.3.2.3 DPS Anbieter 68
4.3.3.3 C-Article Management 69
5 SUPPLY CHAIN MANAGEMENT 70
5.1 Definition Supply Chain Management (SCM) 70
5.2 Aufbau eines SCM-Management 72
5.2.1 Entwicklungsmanagement 72
5.2.2 Beschaffungsmanagement 74
5.2.3 Bestandsmanagement 75
5.2.3.1 Bestandsoptimierung innerhalb der Supply Chain 76
5.2.3.2 Win-Win-Situation für Abnehmer und Lieferanten 77
5.2.4 Produktionsmanagement 78
5.2.4.1 Reduzierung der Durchlaufzeit 79
5.2.5 Distributionsmanagement 80
5.2.5.1 Lieferanten-Kunden Beziehung 82
5.2.6 Vertriebsmanagement 82
5.2.6.1 Kundenmanagement 83
5.2.6.2 Informationsversorgung innerhalb der logistischen Kette 84
5.2.6.3 Erwartungshaltung der Kunden 85
5.2.7 Controlling der Supply Chain 86
5.2.7.1 Balanced Scorecard 87
5.2.7.2 „Target Costing“ als Kontrollinstrument für die gesamte Supply Chain 88

Automatisiert erstellter Textauszug:

4.3.3.2.2 Der Nutzen von DPS aus der Sicht der Beschaffung33 DPS basieren verbreitet auf einem privaten MSPC34, der über das Intranet zugänglich ist. Die Benutzeroberfläche der Systeme sind als HTML-Dokumente und/oder Java Applets bzw. ActiveX-Controls realisiert und verfügen über vergleichbare Funktionalität. Unterschiede bestehen lediglich in der Benutzerführung. Über ein DPS hat jeder Bedarfsträger im Unternehmen Zugriff auf die Produkte von Lieferanten, mit denen der Einkauf Kontrakte verhandelt hat. Die Funktionalität der Systeme umfasst das Generieren der Bestellanforderungen, den Genehmigungsprozess, das Übergeben der Bestellanforderungen oder Bestellungen ins DP-System, das Tracking von Genehmigungs- und Bestellprozessen, die elektronische Bestellung beim Lieferanten, den Warenempfang sowie die finanzielle Verbuchung beschaffter Produkte. Schlanke und effiziente Strukturen im Unternehmen erlauben eine flexible Anpassung an die veränderten Wettbewerbsverhältnisse und schaffen neue Erfolgspotenziale. Die Internet-Technologie bietet heute die Möglichkeit, durch marktorientierte Beschaffungsstrategien nicht nur den Einkauf vom operativen Geschäft zu entlasten, sondern letztendlich auch einen positiven Beitrag zum Unternehmensergebnis beizusteuern. Voraussetzung für diesen Erfolg ist die Emanzipation des klassischen Einkaufs hin zu einem umfassenden Beschaf33 34 [...]

Diese auch MRO-Güter (Maintenance, Repair, Operations) genannten Produkte können besser direkt vom Mitarbeiter über DPS geordert werden. Mit diesem System kann jeder berechtigte Mitarbeiter die benötigten Artikel schnell und ohne Umwege aus den elektronischen Produktkatalogen der durch den Einkauf ausgewählten und freigegebenen Lieferanten zusammenstellen. Genehmigung, Durchführung, Kontrolle und Bezahlung der Bestellung erfolgen ebenfalls über das DPS. Die Systeme verfügen in der Regel über eine leicht zu bedienende grafische Frontend-Oberfläche mit nur geringem Schulungsbedarf. Das eProcurement wird dadurch dezentral vom Mitarbeiter-Arbeitsplatz aus organisiert, wobei natürlich Berechtigungskonzepte und Workflow zentral hinterlegt sind. Über ein DPS hat jeder im Vorfeld definierter Bedarfsträger innerhalb der Unternehmung Zugriff auf die vollständige Produktliste des Lieferanten. Die Funktionalität der Systeme umfasst das Generieren von Bestellanforderungen, den Genehmigungsprozess, das Übergeben der Bestellanforderungen oder Bestellungen ins ERP-System, das Tracking von Genehmigungs- und Bestellprozessen, die elektronische Bestellung vom Lieferanten, die Warenübernahme sowie die finanzielle Verbuchung beschaffter Produkte. All diese elektronisch durchgeführten Schritte beeinflussen letztendlich nicht nur in einem großen Ausmaß den Faktor der Bestellkosten, sondern beschleunigen den Bestellprozess und entlasten den Einkauf. Der klassische Beschaffungsprozess wird durch den Einsatz von DPS abgebrochen und der Einkauf kann sich somit durch den Zeitgewinn auf zukünftige strategische Ausrichtungen konzentrieren. Die Implementierung von DPS besteht aus sieben Hauptaktivitäten31 [...]

ge nutzen ca. 20% der Unternehmen in Deutschland eProcurement heute – jedoch 80% planen den Einsatz von eProcurement in den nächsten 2-3 Jahren. Die Entscheidung über den Einsatz wird vom Top-Management und dem Einkauf getroffen. Das Einsparungspotential bei den Beschaffungskosten liegt bei ca. 5 - 15%. Erzielt wird dieses Einsparungspotential durch eine Verbesserung der Prozessintegration und die damit verbundene Preisreduzierung durch professionelle Ausschreibungen. Die Studie sagt weiters aus, dass in ca. 2 Jahren über 50% der Lieferanten an eProcurement angebunden sein werden. Der derzeitige Beschaffungsanteil über das Internet von derzeit <10% wird sich dann auf ca. 70% erhöhen. Die derzeitig eingesetzten Systeme sind meist nur Insellösungen und liefern daher keinen nachhaltigen Erfolg. Bei der Einführung von eProcurement entfallen von den Kosten ca. 30 – 50% auf die Software, 20% auf die Konzeptentwicklung und der Rest auf Hardware, technische Implementierung und Schulung. Die befragten Unternehmen erwarten eine Amortisationszeit der eProcurement Investition von unter zwei Jahren. [...]

Arbeit zitieren:
Steyer, Franz September 2002: Aufbau eines modernen Beschaffungsmanagement unter Einbeziehung der Informationstechnologie, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Lieferantenmanagement, Supply Chain Management, Einkauf, Mitarbeiter im Einkauf

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