Faszination Facebook
Motivationsfaktoren bei der aktiven Partizipation von Online Social Networks
- Art: MA-Thesis / Master
- Autor: Remo Schilliger
- Abgabedatum: Januar 2010
- Umfang: 64 Seiten
- Dateigröße: 1,3 MB
- Note: 2,0
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Nordwestschweiz Schweiz
- Bibliografie: ca. 11
- ISBN (eBook): 978-3-8366-4388-7
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Schilliger, Remo Januar 2010: Faszination Facebook, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Facebook, Online Social Networks, Social Media, Partizipation, Maslow
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MA-Thesis / Master von Remo Schilliger
Einleitung:
Im modernen Internet, in der Fachsprache Web 2.0 genannt, spielen die Social Networking Sites, allen voran Facebook, eine wichtige Rolle in der virtuellen Kommunikation zwischen Menschen. Die Arbeit befasst sich mit den Motivationsfaktoren, welche für eine aktive Partizipation bei SNS bzw. Facebook eine Rolle spielen. Die Arbeit umfasst eine Einführung in die Themen Facebook und soziale Netzwerke. Drei Modelle und Theorien werden beschrieben und mit Facebook in Verbindung gebracht. Praxiserfahrungen und Rückschlüsse des Autors über mehrere Monate geben der Arbeit einen hohen Praxisbezug. Nach dem Lesen der Arbeit hat der Leser einen Einblick in die Grundlagen von Facebook und der sozialen Netzwerke bekommen und kann die Motivationsfaktoren bei Facebook abschätzen und ggf. nachvollziehen.
Problemstellung:
Für den Autor war schon früh klar, dass das Thema seine Arbeitswelt, das Internet und der psychologisch-soziale Teil beinhalten soll. Er ist fasziniert einerseits von neuen Technologien mit Ihren ganzen Erscheinungen und andererseits von der Psychologie und Soziologie. Deshalb hat er sich entschieden, das vorliegende Thema zu wählen, weil es für ihn alles in einem verbindet, sehr aktuell ist und er einerseits das schulische Rüstzeug und seine langjährige Praxiserfahrung zusammenbringen kann.
Die Arbeit hat zum Ziel, die verschiedenen Motivationsfaktoren, welche für eine aktive Partizipation bei Social Networking Sites eine Rolle spielen zu analysieren, aufzuzeigen und in Bezug mit Facebook zu bringen. Dafür sollen vorhandene Modelle und Theorien herangezogen werden, welche sind: Maslows Bedürfnis-Pyramide, Theorie von Kollock, Modell von Bishop.
Hypothese: Die aktive Partizipation von Social Networking Sites beruht auf einem persönlichen Bedürfnis beziehungsweise deckt ein vorhandenes soziales Defizit.
Gang der Untersuchung:
Die Arbeit gliedert sich in einen Einführungsteil (Kapitel 2), in welchem in das Thema der sozialen Netzwerke im Internet eingeführt wird. Danach folgt ein spezifisches Kapitel rund um die Social Networking Site Facebook (Kapitel 3). Das Hauptkapitel (Kapitel 4), behandelt dann die Motivationsfaktoren der aktiven Partizipation, unter Einbezug der vorhandenen Modelle und Theorien, spezifisch auf die SNS Facebook. Den Abschluss macht das Fazit (Kapitel 5).
Jedes Kapitel wird jeweils mit einer Zusammenfassung abgeschlossen und ins nächste Kapitel übergeleitet.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Einleitung | 8 |
| 1.1. | Fragestellung | 8 |
| 1.2. | Motivation und Begründung der Themenwahl | 8 |
| 1.3. | Ziel der Arbeit | 8 |
| 1.4. | Hypothese | 8 |
| 1.5. | Methodisches Vorgehen | 9 |
| 1.6. | Abgrenzungen | 9 |
| 1.7. | Gliederung der Arbeit | 9 |
| 2. | Soziale Netzwerke im Internet | 10 |
| 2.1. | Entstehung und Geschichte | 10 |
| 2.2. | Web 2.0 | 13 |
| 2.3. | Soziale Netzwerke | 14 |
| 2.3.1. | Relationale Merkmale | 15 |
| 2.3.2. | Strukturelle Merkmale | 15 |
| 2.3.3. | Funktionale Merkmale | 15 |
| 2.4. | Soziale Beziehungen | 16 |
| 2.4.1. | Starke und schwache Beziehungen | 16 |
| 2.4.2. | Der Wert von Facebook-Freunden, ein Beispiel aus der Praxis | 18 |
| 2.5. | Nutzungspraktiken im Social Web | 18 |
| 2.6. | Aktive Partizipation | 19 |
| 2.6.1. | Aktive Nutzung | 19 |
| 2.6.2. | Nutzertypen | 20 |
| 2.6.2.1. | Produzenten | 20 |
| 2.6.2.2. | Selbstdarsteller | 21 |
| 2.6.2.3. | Spezifisch Interessierte | 21 |
| 2.6.2.4. | Netzwerker | 21 |
| 2.6.2.5. | Profilierte Nutzer | 21 |
| 2.6.2.6. | Kommunikatoren | 22 |
| 2.6.2.7. | Infosucher | 22 |
| 2.6.2.8. | Unterhaltungssucher | 23 |
| 2.6.3. | Zusammenfassung Nutzertypen | 23 |
| 2.7. | Motivation der Online-Nutzung | 24 |
| 2.8. | Marktübersicht sozialer Netzwerke | 26 |
| 2.9. | Zusammenfassung | 27 |
| 3. | 28 | |
| 3.1. | Entstehung | 28 |
| 3.2. | Kennzahlen und Statistiken | 29 |
| 3.3. | Grundfunktionen | 30 |
| 3.3.1. | Status | 30 |
| 3.3.2. | Photos | 30 |
| 3.3.3. | Videos | 30 |
| 3.3.4. | Link | 30 |
| 3.3.5. | Event | 30 |
| 3.3.6. | Inbox | 31 |
| 3.3.7. | Profile | 31 |
| 3.3.8. | Wall | 31 |
| 3.3.9. | Search | 31 |
| 3.3.10. | Settings | 31 |
| 3.4. | Profilmanagement | 32 |
| 3.4.1. | Basic information | 32 |
| 3.4.2. | Personal Information | 32 |
| 3.4.3. | Contact Information | 32 |
| 3.4.4. | Education and Work | 32 |
| 3.5. | Tools | 33 |
| 3.5.1. | Superpoke | 33 |
| 3.5.2. | Invite friends | 33 |
| 3.5.3. | Suggestions | 33 |
| 3.5.4. | Highlights | 33 |
| 3.6. | Kommunikation | 34 |
| 3.7. | Facebook auf Mobiltelefonen | 35 |
| 3.8. | Zusammenfassung | 36 |
| 4. | Motivations-Theorien und die praktischen Facebook-Umsetzungen | 37 |
| 4.1. | Maslows Bedürfnispyramide | 37 |
| 4.1.1. | Die grundlegenden Bedürfnisse | 37 |
| 4.1.2. | Die Sicherheitsbedürfnisse | 38 |
| 4.1.3. | Die Bedürfnisse nach Zugehörigkeit und Liebe (Soziale Bedürfnisse) | 38 |
| 4.1.4. | Die Bedürfnisse nach Achtung (Ich Bedürfnisse) | 38 |
| 4.1.5. | Die Bedürfnisse nach Selbstverwirklichung | 39 |
| 4.2. | Theorie von Kollock | 41 |
| 4.2.1. | Erwartete Reziprozität | 41 |
| 4.2.2. | Der Effekt der Reputation | 41 |
| 4.2.3. | Das Wirksamkeitsgefühl | 42 |
| 4.2.4. | Generell | 42 |
| 4.3. | Theorie von Bishop | 43 |
| 4.3.1. | Bishops Grundidee | 43 |
| 4.3.1.1. | Nutzergruppen nach Bishop | 43 |
| 4.3.2. | Das umweltbedingte Wahrnehmungssystem | 44 |
| 4.3.2.1. | Level 1 | 45 |
| 4.3.2.2. | Level 2 | 46 |
| 4.3.2.3. | Level 3 | 46 |
| 4.3.2.4. | Enviroment | 46 |
| 4.3.3. | Grundsatz 1 – Der Teilnehmer handelt nach seinen Bedürfnissen. | 47 |
| 4.3.4. | Grundsatz 2 – Das Handlungsbedürfniss des Teilnehmers ist beschränkt auf seine Zielen, Pläne, Werte, Glauben und Interessen. | 47 |
| 4.3.5. | Grundsatz 3 – Der Teilnehmer handelt danach, wie er seine Umwelt wahrnimmt. | 47 |
| 4.4. | Zusammenfassung und Fazit der Theorien | 48 |
| 4.5. | Facebook Umsetzungen und ihre Theorie-Relevanzen | 49 |
| 4.5.1. | Theorie von Maslow | 49 |
| 4.5.1.1. | Stufe 3 – Soziale Bedürfnisse | 49 |
| 4.5.1.2. | Stufe 4 – Ich Bedürfnisse (Anerkennung/Geltung) | 50 |
| 4.5.2. | Theorie von Kollock | 51 |
| 4.5.2.1. | Erwartete Reziprozität | 51 |
| 4.5.2.2. | Der Effekt der Reputation | 51 |
| 4.5.2.3. | Das Wirksamkeitsgefühl | 52 |
| 4.5.3. | Modell von Bishop | 53 |
| 4.5.3.1. | Level 1 – Bedürfnisse des Teilnehmers | 53 |
| 4.5.3.2. | Level 2 - Überlegungen | 53 |
| 4.5.3.3. | Level 3 – Interaktion mit seinem Umfeld | 54 |
| 4.5.3.4. | Level 4 – Umgebung | 54 |
| 4.5.4. | Eine empirische Analyse wieso Personen sich bei SNS beteiligen | 55 |
| 4.6. | Eigene Facebook-Aktivitäten und Erfahrungen während der MAS-Thesis | 57 |
| 4.7. | Zusammenfassung | 59 |
| 5. | Fazit | 60 |
| 5.1. | Ergebnisse | 60 |
| 5.2. | Schlussfolgerungen | 60 |
| 5.3. | Beantwortung der Frage | 61 |
| 5.4. | Facebook Austritt | 61 |
| 6. | Quellenverzeichnis | 63 |
Textprobe:
Kapitel 2.6, Aktive Partizipation:
Aktive Nutzung:
Um die Nutzung der Mitgestaltungs- und Kommunikationsmöglichkeiten zu erfassen, haben Gerhards, Klingler und Trump die Web 2.0-User in drei Gruppen aufgeteilt:
Produzierende User, welche mindestens einmal im Monat Beiträge veröffentlichen.
Kommunizierende User, die mehr als fünfmal im Monat Kommentare und Beiträge abgeben.
Passiv partizipierende User, die seltener oder nie eigene Beiträge veröffentlichen oder kommunizieren.
Diese drei Gruppen sind generell gültig für die Web 2.0-User und beziehen sich nicht spezifisch auf SNS-User. Diese bilden nämlich eine Ausnahme, da ca. die eine Hälfte aktive bzw. passive User umfasst. Die produzierenden User findet man vor allem auf den Social Networking Sites (41%), welche auf eine aktive Nutzung ausgerichtet sind.
Nutzertypen:
Gerhards, Klingler und Trump haben eine Typologie der Nutzer des Web 2.0 aufgestellt und haben die in acht Typen unterschieden nach ihren Nutzungsmotiven (siehe Abb. 6: Typologie der Nutzer von Web 2.0).
Produzenten:
Den Produzenten geht es vor allem um die Veröffentlichung von Inhalten. Hier handelt es sich beispielsweise um Künstler, Fotografen oder Journalisten, welche ihre Werke und Gedanken veröffentlichen wollen.
Facebook-Relevanz: Bei Facebook können diese Produzenten sogenannte Sites erstellen und jeder Facebook-User Fan oder Gruppenmitglied werden.
Partizipations-Typ: Aktiv partizipierender Nutzer.
Selbstdarsteller:
Selbstdarstellern geht es wie bei den Produzenten darum, Inhalte zu veröffentlichen, jedoch handeln diese Inhalte immer von der eigenen Person, also die Selbstdarstellung. Selbstdarstellung als alleiniges Motiv kommt eher selten vor, wie Gerhards, Klinger und Trump feststellen.
Facebook-Relevanz: Durch das eigene Profil können User ihre Person selbst darstellen, wobei sie selber entscheiden können, was und wem sie ihre persönlichen und auch intimen Informationen zugänglich machen.
Partizipations-Typ: Aktiv partizipierender Nutzer.
Spezifisch Interessierte:
Spezifisch Interessierte nutzen die Web 2.0-Dienste sehr spezifisch für ihre Hobbys und Interessen. Sie sind primär nicht an der Veröffentlichung von Inhalten interessiert, sondern suchen sich Informationen zu den spezifischen Hobbys und Interessen.
Facebook-Relevanz: Spezifische Gruppen, welche einem Thema gewidmet sind, gibt es zahlreiche bei Facebook und so können die spezifisch interessierten User denen beitreten.
Partizipations-Typ: Aktiv partizipierender Nutzer.
Netzwerker:
Netzwerker nutzen das Internet sehr stark und suchen vor allem den Austausch mit anderen Usern bzw. sie wollen neue User kennenlernen und bestehende Kontakte beibehalten.
Facebook-Relevanz: Netzwerker sind die klassischen Facebook-User, denn ihnen geht es darum, neue Freunde zu finden und die bestehenden, meist realen Freunde zu halten bzw. zu wissen, wie es ihnen geht und was sie machen.
Partizipations-Typ: Aktiv partizipierender Nutzer.
Profilierte Nutzer:
Profilierte Nutzer nutzen die Möglichkeiten des Social Web total aus. Sie nutzen die Möglichkeiten des Internets, um sich selber darzustellen, mit anderen Menschen Kontakt aufzunehmen und zu halten oder auch um verschiedenste Inhalte zu veröffentlichen.
Facebook-Relevanz: Profilierte Nutzer sind typische SNS-User, kommen also bei Facebook sehr oft vor.
Partizipations-Typ: Aktiv partizipierender Nutzer.
Kommunikatoren:
Kommunikatoren nutzen das Internet zur generellen Kommunikation und nicht spezifisch mit dem Ziel neue Personen kennenzulernen und auch nicht themenorientiert sich auszutauschen. Typischerweise nutzen sie multimediale Angebote wie Internet-Radio, Video-Gemeinschaften oder Podcasts. Typische Anwender sind Blogleser, die sich mit Kommentaren an einzelnen Berichten beteiligen.
Facebook-Relevanz: Kommunikatoren wie sie von Gerhards, Klingler und Trump beschrieben werden, sind Personen, welche sich mit der Funktion „Kommentieren“ an Beiträgen von anderen Personen beteiligen. Beispielsweise bei prominenten Personen wie Roger Federer das Bild von seinen Zwillingen zu kommentieren.
Partizipations-Typ: Aktiv partizipierender Nutzer.
Infosucher:
Infosucher sind im Internet sehr verbreitet. Sie beteiligen sich weder kommunikativ noch gestaltend, sondern suchen lediglich Informationen und funktionieren rein betrachtend.
Facebook-Relevanz: Da Facebook als SNS nicht als Wissenspool fungiert, kommen Infosucher nicht auf ihre Kosten. Sicherlich können Freunde sich gegenseitig mit Informationen versorgen, aber die Infosucher werden typischerweise diese lediglich konsumieren und nicht selber auch Infos online stellen.
Partizipations-Typ: Passiv partizipierender Nutzer.
Unterhaltungssucher:
Unterhaltungssuchern steht im Gegensatz zu den Infosuchenden der Unterhaltungsaspekt im Vordergrund und nicht die Information. Beispielsweise suchen sie spezifische Videos auf YouTube (Online-Videoplattform). Auch sie kommentieren nicht oder nur ganz selten und stellen auch keine Inhalte ins Internet.
Facebook-Relevanz: Mit der Möglichkeit eigene Videos hochzuladen und Videos aus YouTube zu verlinken, können Unterhaltungssucher Facebook als Plattform nutzen. SNS sind aber typischerweise nur begrenzt Unterhaltungsportale.
Partizipations-Typ: Passiv partizipierender Nutzer.
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783836643887
Arbeit zitieren:
Schilliger, Remo Januar 2010: Faszination Facebook, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Facebook, Online Social Networks, Social Media, Partizipation, Maslow




