Resafa-Sergiupolis / Syrien: Dokumentation der Erhaltungsmaßnahmen an der Stadtmauer
- Art: MA-Thesis / Master
- Autor: Mohamed Anas Al Saeed
- Abgabedatum: Januar 2008
- Umfang: 144 Seiten
- Dateigröße: 15,7 MB
- Note: 1,7
- Institution / Hochschule: Technische Universität Berlin Deutschland
- Bibliografie: ca. 10
- ISBN (eBook): 978-3-8366-3410-6
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Al Saeed, Mohamed Anas Januar 2008: Resafa-Sergiupolis / Syrien: Dokumentation der Erhaltungsmaßnahmen an der Stadtmauer, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Resafa, Erhaltungsmaßnahme, Stadtmauer, Syrien, Restaurierung
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MA-Thesis / Master von Mohamed Anas Al Saeed
Einleitung:
Die vorliegende Arbeit zum Thema ‘Dokumentation der Erhaltungsmaßnahmen der Direction Générale des Antiquités et des Musées de la Syrie (DGAMS) an der Stadtmauer von Resafa / Nordsyrien’ wurde im Rahmen des Resafa-Projektes ‘Resafa-Sergiupolis – Rusafat Hisham. Pilgerstadt und Kalifenresidenz - Die Stadt intra und extra muros’ durchgeführt, welche 2006 unter der Leitung von Frau Prof. Dr.-Ing. Dorothée Sack begonnenen hat.
Die Projektphase (2006-2011) setzt sich aus fünf Teilprojekten zusammen. Das dritte Teilprojekt befasst sich mit der Stadtmauer. ‘Die Stadtmauer von Resafa – Bauforschung zur Klärung ihrer Entsteh-ung und ihrer Veränderungen’ . Zu diesem Teilprojekt soll diese Arbeit einen Beitrag leisten. Es gilt zu klären, in welchem Umfang und mit welchen Methoden an der Stadtmauer Konservierungs- und Restaurierungsmaßnahmen durchgeführt wurden.
Zielsetzung:
Seit den 1970er Jahren führt die DGAMS an der Stadtmauer von Resafa verschiedene Erhaltungsmaßnahmen durch, die jedoch nicht dokumentiert wurden.
Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die bisherigen durchgeführten Erhaltungsmaßnahmen sowohl zu dokumentieren, als auch aus denkmalpflegerischer Sicht zu bewerten.
Diese Arbeit bietet darüber hinaus Material für zukünftige Erhaltungsmaßnahmen, um den Umfang und die Notwendigkeit von Arbeiten festlegen bzw. einschätzen zu können.
Gang der Untersuchung:
Die Arbeit gliedert sich in sieben Kapitel:
Das erste Kapitel umfasst die Zielsetzung der Arbeit und erläutert das Arbeitskonzept.
Das zweite Kapitel behandelt die Lage der Stadt Resafa und ihre Geschichte.
Das dritte Kapitel enthält einen Überblick über die Stadtmauer und ihre Geschichte und eine Beschreibung ihrer wesentlichen Bestandteile.
In Kapitel vier werden Methoden der Dokumentation vorgestellt, die bei der Arbeit Anwendung fanden.
Im fünften Kapitel werden die durchgeführten Erhaltungsmaßnahmen der DGAMS an der Stadtmauer beschrieben.
Im sechsten Kapitel wird eine Bewertung der Erhaltungsmaßnahmen aus denkmalpflegerischer Sicht vorgenommen.
Abschließend erfolgt im siebten und letzten Kapitel ein zusammenfassendes Fazit sowie ein Ausblick.
Inhaltsverzeichnis:
| I. | Einleitung | 1 |
| II. | RESAFA, Geographische Lage und Geschichte | 3 |
| III. | Stadtmauer, Baubeschreibung | 4 |
| IV. | Methoden zur Dokumentation der durchgeführten Instandsetzungsmaßnahmen | 7 |
| IV.1 | Recherche nach schriftlichen Unterlagen | 7 |
| IV.2 | Erstellung der Kartierungspläne | 10 |
| IV.3 | Fotografische Erfassung | 12 |
| V. | Erhaltungsmaßnahmen der DGAMS seit den 1970er Jahren | 13 |
| V.1 | Konservierung der Innen- und Außenseite der Stadtmauer | 16 |
| V.2 | Sicherung der Mauerkrone | 23 |
| V.3 | Rekonstruktionsversuch an der Westmauer | 26 |
| V.4 | Restaurierungsarbeiten an der Nordtoranlage | 28 |
| VI. | Bewertung der durchgeführten Maßnahmen | 32 |
| VI.1 | Bewertung der Konservierung der Innen- und Außenseite der Stadtmauer | 33 |
| VI.2 | Bewertung der Sicherung der Mauerkrone | 37 |
| VI.3 | Bewertung der Rekonstruktionsversuch an der Westmauer… | |
| VI.4 | Bewertung der Restaurierungsarbeiten an der Nordtoranlage | 42 |
| VII. | Zusammenfassung und Ausblick… | |
| Abbildungsverzeichnis | 48 | |
| Abbildungen im Text | 48 | |
| Tafel-Verzeichnis | 51 | |
| Pläne-Verzeichnis | 57 | |
| Literaturverzeichnis | 58 | |
| Abbildungen im Text (Abb.1 - Abb.41) | ||
| Tafeln 1 – 33 | ||
| Pläne 1 – 29 | ||
| Anlage 1: Grundriss des unteren Wehrganges (W. Karnapp) | ||
| Anlage 2: Innenansicht der Stadtmauer (W. Karnapp) | ||
| Anlage 3: Bauaufnahme des Konstruktionsversuches (DGAMS) |
Textprobe:
Kapitel VI.2, Bewertung der Sicherung der Mauerkrone:
Durch die Einflüsse der Witterung und der Sonneneinstrahlung wird die waagerechte Maueroberfläche bzw. die Mauerkrone stärker beansprucht als die vertikale24. Daher kommt, nebst der Konservierung der Mauerfassaden, der Sicherung der Mauerkrone eine wichtige Bedeutung zu.
Die Notwendigkeit einer Sicherung der Mauerkrone muss nicht nur zu einer Festigung, sondern vor allem zu einer dauerhaften Dichtung gegen eindringendes Wasser führen. Deshalb soll die Mauerkrone möglichst unauffällig abgedichtet werden. Dazu muss die Krone so ausgebildet werden, dass anfallende Wasser durch eine geeignete Wasserführung rasch abfließen kann. So sollte die Mauerkrone jenem Zweck entsprechend neu hergestellt werden. Wie die Wasserführung dabei ausgerichtet wird, hängt von den Gegebenheiten ab. Die neu aufgebaute Mauerkrone unterscheidet sich in zwei wesentlichen Formen, welche die Abb.37 darstellt, und Abb.38 und 39 dafür als Beispiele dienen. Bei dem Fall a wurde die Krone so überformt, dass sich die Wasserführung auf zwei Seiten (die Innen- und Außenseite) verteilt. Bei dem Fall b wurde die Wasserführung auf die Innenseite eingeleitet.
- Die Langlebigkeit der Kronensicherung hängt jedoch nicht nur von einer günstigen Wasserführung ab. Entscheidend ist auch ein sorgfältiger Anschluss zum Bestand. Das wurde, aus dem Konzept zu beurteilen, durch folgende Maßnahmen erreicht:
- Die Reinigung und Freilegung bis zum tragfähigen steinernen Untergrund schafft eine große und richtige Fähigkeit zur festen Verbindung mit der neuen Schicht.
- Die Ausbildung der neuen Mauerkrone durch mehrere Schichten, und nicht durch eine einzige dicke Schicht.
Verwendung von Gipssteinen, wodurch einerseits ein gutes Haftungsvermögen mit Jiss-Mörtel erzeugt wird, und andererseits die Krone eine bessere Festigkeit und Stärke erhält.
Die gesicherten Bereiche weisen stellenweise einige Mangel auf:
a)- Farbunterschiede an der Oberfläche: Das ist im Vordergrund auf unterschiedliche Mischungsverhältnisse des Jiss-Mörtels zurückzuführen. Hinsichtlich dessen Anteil und Qualität spielt der Jiss die wichtigste Rolle bei der Mörtelfarbe.
b)- Rissbildungen gehören zu den häufigsten Schäden an der gesicherten Mauerkrone der Stadtmauer. Lange und nicht breite Risse treten in der Oberfläche der obersten Mörtellage auf. Ursachen zur Entstehung von Oberflächenrissen könnten sein:
- Zu hoher Bindemittelanteil (Jiss-Anteil).
- Zu starke Bearbeitung der Oberfläche, dadurch entsteht eine zu harte Schicht an der Oberfläche.
- Zu schneller Entzug des Anmachwassers durch Witterung (Wärme, Wind).
c)- Abschalungen an der obersten Mörtellage treten auch in Erscheinung: Verwitterungen sind die Ursachen hierfür. Jedoch wird dieses Schadensbild durch menschliche Einwirkung verursacht, da Touristen die Stadtmauer gerne besteigen und auf der Krone entlang gehen.
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783836634106
Arbeit zitieren:
Al Saeed, Mohamed Anas Januar 2008: Resafa-Sergiupolis / Syrien: Dokumentation der Erhaltungsmaßnahmen an der Stadtmauer, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Resafa, Erhaltungsmaßnahme, Stadtmauer, Syrien, Restaurierung



