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M.I.T.einander - Motiviert Im Team

Entwicklung eines praxisorientierten Konzeptes zur Senkung der (motivationsbedingten) Absentismusrate

M.I.T.einander - Motiviert Im Team
Über dieses Buch
  • Art: Studienarbeit
  • Autor: Elke Lerchner
  • Abgabedatum: Februar 1998
  • Umfang: 41 Seiten
  • Dateigröße: 444,0 KB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Fontys Hogescholen Venlo Niederlande
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-1226-5
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-1226-5 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-1226-5 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Lerchner, Elke Februar 1998: M.I.T.einander - Motiviert Im Team, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Fehlzeiten, Mitarbeiterbetreuung, Absentismus, Gespräche, Mitarbeitermotivation

Studienarbeit von Elke Lerchner

Einleitung:

Oft beschränken sich Maßnahmen zur Reduzierung der Fehlzeitenrate auf personelle Einzelmaßnahmen, wie Kündigungen, Versetzungen etc. Es besteht die Notwendigkeit eines ganzheitlichen Konzeptes, um auch mittelfristig und mit nachhaltiger Wirkung die Fehlzeiten zu senken, die Motivation der Mitarbeiter und das Betriebsergebnis zu verbessern.

Hier setzt das Konzept M.I.T.einander - Motiviert Im Team - an. Dieses Konzept wird getragen von den Gedanken der Kommunikation, Motivation und Zufriedenheit aller beteiligten Parteien unter der Leitidee des gemeinsamen Aktivwerdens. Es basiert auf fünf Säulen:

- Die Mitarbeiter-Befragung, als arbeitnehmerorientierte Aktionsforschung dient dem Zweck, den Mitarbeiter in die Suche nach Problemfeldern und Verbesserungsmöglichkeiten einzubinden.

- Mit Hilfe der Mitarbeiter-Gespräche, nach dem Prinzip der abgestuften Gesprächsführung, soll eine neue Kommunikationskultur etabliert werden, die je nach zugrunde liegendem Einzelfall, Abwesenheit analysiert oder sanktioniert und Anwesenheit positiv verstärkt.

- Das Führungs-Gespräch, also das Gespräch mit den Führungskräften, soll diese an ihre Personenaufgabe erinnern. Gleichzeitig müssen sie z.B. durch Schulungen zum Führen befähigt werden.

- Das "Kümmern" als wesentlicher Aspekt der Mitarbeiterführung setzt bei allen Belangen des Mitarbeiters an und umfaßt z.B. Anerkennung, Glückwünsche, das Beschreiten des "kurzen Dienstweges" und Transparenz aller wichtigen Informationen.

Unter Betrieblicher Gesundheitsförderung versteht man die Einflußnahme auf die Verhältnisse im Betrieb und das Verhalten der Beschäftigten mit dem Ziel, ein Mehr an Gesundheit zu erreichen.

Das Zusammenwirken aller Beteiligten und Maßnahmen im Sinne des M.I.T.einander soll der Entstehung von Absentismus präventiv entgegenwirken und die Situation im Unternehmen zur Zufriedenheit aller verändern.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis 3
1. Einführung 4
2. Entwicklung des Konzeptes M.I.T.einander 8
2.1 Leitgedanken 9
2.2 Konzept und Projekt 11
2.3 Die 5 Säulen zur Ganzheitlichkeit 12
2.3.a Die Mitarbeiterbefragung (angelehnt an das Grundschema von Prof. Nieder) 13
2.3.b Die Mitarbeiter-Gespräche 16
Das Motivationsgespräch 17
Das Fehlzeitengespräch 19
Das Ergebnisgespräch 20
Das Personalgespräch 21
Das Anwesenheits-Anerkennungs-Gespräch 21
Der Maßnahmen-Vorschlags-Bogen 21
2.3.c Das Führungs-Gespräch 21
2.3.d Das Kümmern 25
2.3.e Betriebliche Gesundheitsförderung 27
2.4 Zeitachse 29
3. Zusammenfassung 30
Verzeichnis der Anhänge 31
Literaturverzeichnis 37

Automatisiert erstellter Textauszug:

Unterlagen machen. Diese Unterlagen können später auch zur Vorbereitung auf weitere Gespräche dienen. Ziel des Motivationsgesprächs ist es, eine Vertrauensbasis zwischen Mitarbeiter und Vorgesetztem zu schaffen. Der Mitarbeiter muß das Gefühl haben, daß sich um ihn gekümmert wird, wenn er ernsthaft krank ist, aber auch, daß seine Fehlzeit nicht einfach kommentarlos hingenommen wird. Die ”Jagd auf ,Kranke’”, oder der Eindruck derselben, muß jedoch von vorneherein vermieden werden. Das Motivationsgespräch beinhaltet drei Aspekte: 1. Der kranke Mitarbeiter erfährt, daß er dem Unternehmen und besonders seinem direkten Vorgesetzten nicht gleichgültig ist, sondern daß man sich um ihn sorgt. Dem Mitarbeiter wird die Bedeutung seiner Person und seiner Arbeit für den Gesamterfolg des Unternehmens verdeutlicht, so daß beide Gesprächspartner mit einem positiven Gefühl und motiviert für die weitere Zusammenarbeit aus dem Gespräch herausgehen. 2. Der Mitarbeiter jedoch, der nicht zwingend arbeitsunfähig war, sondern sich seine Auszeit genommen hatte, indem er beispielsweise bereits bei den geringsten Krankheitsanzeichen der Arbeit fernblieb oder eine bestandene Arbeitsunfähigkeit und den anschließenden Genesungsprozeß künstlich verlängerte, hat dies ”Aug’-in-Aug’ ” vor seinem direkten Vorgesetzten zu vertreten. Er kann sich nicht in der anonymen Masse der gesamten Belegschaft verstecken, sondern muß seine Abwesenheit hier und jetzt erklären und hierfür auch die Verantwortung übernehmen. Bringt man dies in Zusammenhang mit einer positiven Gesprächsleitung durch den Vorgesetzten, getragen von einer Atmospäre des gegenseitigen Vertrauens und dem Gefühl der Wichtigkeit und des Gebrauchtwerdens auf Seiten des Arbeitnehmers, wird allein der Gedanke daran zukünftig eine Hemmschwelle schaffen. Der Mitarbeiter wird beim nächsten Mal eher überlegen, ob er diese geschaffene Vertrauensbasis aufs Spiel setzt. [...]

das Ergebnisgespräch, das Personalgespräch und das Anwesenheits-Anerkennungs-Gespräch. Das Motivationsgespräch Das Motivationsgespräch wird mit allen Mitarbeitern geführt, die nach einer Abwesenheit wieder im Betrieb sind. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Abwesenheit durch Urlaub, Krankheit o.ä. bedingt war. Das Gespräch ist möglichst noch am Tag der Arbeitsaufnahme zu führen. Teilnehmer an dieser Unterhaltung sind der entsprechende Mitarbeiter und der direkte Vorgesetzte. Bei Abwesenheit des direkten Vorgesetzten, z.B. durch Urlaub, Krankheit, Dienstfahrten etc., hat dieser dafür Sorge zu tragen, daß ein von ihm beauftragter Kollege das Gespräch führt. Intention ist es, den Mitarbeiter wieder willkommen zu heißen. Der Vorgesetzte muß den Mitarbeiter freundlich und mit ”offenen Armen” empfangen: ”Wir haben Sie vermißt!” ”Wir freuen uns, daß Sie wieder da sind!” ”Sie werden gebraucht!” Das ”gebraucht werden” soll jedoch nicht zu einem schlechten Gewissen des Mitarbeiters führen. In diesem Zusammenhang sollte ihm mitgeteilt werden, wer an seiner Stelle die Arbeit verrichtet hat. So hat der Mitarbeiter bei Fragen direkt einen kompetenten Ansprechpartner. Die Länge und Intensität des Motivationsgespräches richtet sich nach dem zugrunde liegenden Einzelfall. Hier ist die Einschätzung der Situation durch den Vorgesetzten gefragt. So reicht bei einem Tag Abwesenheit in der Regel ein kurzes Gespräch von einigen Minuten. Bei einer Abwesenheit von mehreren Tagen sollte sich der Vorgesetzte etwas mehr Zeit für die Belange des Mitarbeiters nehmen. Die Gespräche können je nach Situation am Arbeitsplatz des Mitarbeiters, auf dem Weg zur Kantine, im Büro des Vorgesetzten, ..., stattfinden. Mit Hilfe eines Formulars (Anhang 3) sollte sich der gesprächsführende Vorgesetzte zur Gedankenstütze ein paar kurze Notizen für seine persönlichen [...]

Maßnahmenkataloge entwickelt. Diese gehen wiederum der Projektgruppe zu, die die Maßnahmen in 4 Realisierungskategorien einteilt: 0-Maßnahmen, die sofort realisierbar sind, A-Maßnahmen, die innerhalb eines halben Jahres realisiert werden können und B- und C-Maßnahmen, die je nach Bedarf, z.B. innerhalb eines bzw. von 1,5 Jahren umgesetzt werden sollen. All diese Schritte, genau wie die Umsetzung der Maßnahmen, werden kontinuierlich durch Mitarbeiterinformationen begleitet. Diese Information kann in Form von Aushängen, Infoschreiben o.ä. erfolgen. Wichtig ist, daß die Mitarbeiter das Gefühl haben, daß mit ihrer Hilfe etwas erreicht wurde, daß sie etwas bewegt haben. Diese Informationen müssen auch Begründungen beinhalten, warum verschiedene Maßnahmen nicht oder noch nicht umgesetzt werden konnten. Gleichzeitig muß den Mitarbeitern auch weiterhin Gesprächsbereitschaft signalisiert werden. - 2.3.b Die Mitarbeiter-Gespräche Es gilt das Prinzip der abgestuften Gesprächsführung; jedoch in modifizierter Form. Ziel ist es, eine neue Kommunikationskulutur zu etablieren, deren übergeordneter Gesichtspunkt eine "dialogische, kontinuierliche, beratende und betreuende Personalführung"11 ist. Dazu wurden folgende Gesprächstypen entwickelt: das Motivationsgespräch, das Fehlzeitengespräch, [...]

Arbeit zitieren:
Lerchner, Elke Februar 1998: M.I.T.einander - Motiviert Im Team, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Fehlzeiten, Mitarbeiterbetreuung, Absentismus, Gespräche, Mitarbeitermotivation

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