Low-Cost-Carrier
Impulsgeber für eine regionalökonomische Entwicklung im ländlichen Raum, dargestellt am Beispiel Frankfurt-Hahn
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Ayhan Georgi, geb. Yilmaz
- Abgabedatum: Oktober 2006
- Umfang: 216 Seiten
- Dateigröße: 1,8 MB
- Note: 2,0
- Institution / Hochschule: Universität Trier Deutschland
- Bibliografie: ca. 132
- ISBN (eBook): 978-3-8366-0230-3
- ISBN (CD) :978-3-8366-0230-3 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Georgi, geb. Yilmaz, Ayhan Oktober 2006: Low-Cost-Carrier, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Flughafen Frankfurt-Hahn, Billigflieger, Regionale Wirtschaftsentwicklung, Billigfluggesellschaft, Luftverkehrsstruktur
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Diplomarbeit von Ayhan Georgi, geb. Yilmaz
Problemstellung:
In den letzten Jahren hat der europäische Luftverkehrsmarkt bedeutsame Veränderungen erfahren, die hauptsächlich auf die Liberalisierung des Luftverkehrs zurückgeführt werden können. Daraus resultierend entstand ein weitgehend freier Markt, der durch einen zunehmenden Wettbewerb gekennzeichnet ist. Nicht nur die traditionellen Airlines stehen heute untereinander im Wettbewerb, vielmehr treten ständig neue Fluggesellschaften auf den Markt. Große Aufmerksamkeit ziehen dabei vor allem die so genannten Low-Cost-Carrier auf sich, die mit völlig neuen Konzepten und niedrigen Flugpreisen um Kunden werben und deren Segment sich eines jährlichen Passagierzuwachses erfreut.
Das aus den USA von Southwest Airlines stammende Modell der Billigfluggesellschaften aus dem Jahre 1971 wurde von der irischen Fluggesellschaft Ryanair 1991 übernommen und ist heute der größte Low-Cost-Carrier Europas. Ein wichtiger Bestandteil des Konzeptes ist aufgrund der günstigen oder gar kostenlosen Landegebühr das Anfliegen von dezentralen oder regionalen Flughäfen. Deutschland bietet Low-Cost-Carriern alternative Flughafenstandorte, unter ihnen ehemalige Militärflughäfen, die sich größtenteils im ländlichen Raum finden lassen und für die jeweiligen Regionen einen hohen ökonomischen Stellenwert besaßen.
Der Hunsrücker Flughafen Frankfurt Hahn ist ein Beispiel solch eines Konversionsflughafens. Der ehemals viertgrößte Luftwaffenstützpunkt der Air Force in Europa beschäftigte als größter Arbeitgeber für seine umliegenden Landkreise direkt über 800 Zivilbeschäftigte und schuf durch seine Existenz tausende von sekundären Arbeitsplätzen. Der Truppenabbau Anfang der 90er führte zum Arbeitsplatzverlust der regionalen Bevölkerung und musste durch den Aufbau neuer Geschäftsfelder ersetzt werden. Darüber hinaus resultierten durch den Kaufkraftverlust weit reichende Folgen für die örtliche Wirtschaft. Der Flughafen Hahn wurde infolge dessen zum größten Konversionsprojekt des Landes Rheinland-Pfalz. Die Bewältigung der wirtschaftlichen und strukturellen Folgen war eine wichtige Aufgabe der Kommunen und des Landes, um den Interessen der Bevölkerung gerecht werden zu können.
Planungen zufolge soll der Flugplatz als ziviler Fracht- und Charterflughafen fortgeführt werden. Um den Flughafen Hahn den Bedarf eines zivilen Flughafens anzupassen, waren zahlreiche Investitionsmaßnahmen in Infrastruktur und Flughafengebäude notwendig. Mit der Einbindung der irischen Fluggesellschaft Ryanair im April 1999 ist der Flughafen Hahn in wenigen Jahren infolge des hohen Passagierzuwachses zu einem zugkräftigen Motor für Wirtschaft, Tourismus und Infrastruktur der Region geworden. Das enorme Passagierwachstum verdankt Hahn vor allem der Tatsache, dass er von Ryanair als Basis gewählt wurde und deren Streckennetz ab Hahn seitdem immer weiter ausgedehnt wurde. Bis Ende Oktober 2006 umfasst das Streckennetz von Ryanair ab Hahn schon 42 Flugziele und bis 2012 werden bereits über zehn Millionen Passagiere erwartet.
Um diesen Menschenmengen einen reibungslosen Verkehrsablauf gewähren zu können ist die Verbesserung der Verkehrsanbindung des Flughafens mit hohen Kosten verbunden, die vor allem vom Bund getragen werden. Ferner war der Flughafen trotz beträchtlichem Passagierzuwachses bisher nicht rentabel und erwirtschaftete Verluste in Millionenhöhe. Aufgrund dessen ist der Hahn in erheblichem Maße auf Subventionen der öffentlichen Hand angewiesen. Erst im Jahr 2006 kann ein positives operatives Ergebnis aufgewiesen werden können.
Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die Vielfalt der ökonomischen und infrastrukturellen Auswirkungen durch die Einbindung von Low-Cost-Airlines am Flughafen Hahn aufzuzeigen und zukünftige Entwicklungen und Perspektiven darzustellen.
Problemstellung:
Der Fokus dieser Arbeit liegt dabei nicht nur auf dem Standort Frankfurt-Hahn, sondern bezieht sich ebenfalls auf das Umland der ehemaligen US Air Base. Es soll untersucht werden, wie sich die hervorgegangenen Standortvorteile durch einen zivilen Verkehrsflughafen mit steigenden Passagierzahlen und einem ständig ausweitenden internationalen Streckennetz, einschließlich des Cargo-Bereichs, auf Dienstleistungsträger und Unternehmen auswirken.
Hierbei soll geprüft werden, ob die Vielzahl an entstandenen Arbeitgebern die regionale Bevölkerung beschäftigt oder die geschaffenen Arbeitsplätze ortsfremde Arbeitnehmer dazu bewegt in das Flughafenumland zu ziehen. Aus diesen Ergebnissen soll versucht werden, auf die Auswirkungen der Bevölkerungsentwicklung zu schließen.
Ferner soll gezeigt werden, welche Effekte auf den touristischen Sektor der Flughafenregion ausgehen. Ein besonderes Augenmerk gilt den am Flughafen angrenzenden Landkreisen. Darüber hinaus soll ein soziodemographisches Profil der vom Flughafen Frankfurt-Hahn aus fliegenden Low-Cost-Fluggäste erstellt sowie deren Reisegewohnheiten und –merkmale und Ausgabegewohnheiten und –merkmale analysiert werden.
Schließlich soll der Versuch unternommen werden, zukünftige Entwicklungspotenziale zu identifizieren, die sich nicht nur auf den Flughafen selbst, sondern auch auf die Flughafenregion beziehen.
Inhaltsverzeichnis:
| Abbildungsverzeichnis | IV | |
| Tabellenverzeichnis | VII | |
| Kartenverzeichnis | VIII | |
| Anhangsverzeichnis | IX | |
| Abkürzungsverzeichnis | X | |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 1.1 | Problemstellung und Zielsetzung | 1 |
| 1.2 | Aufbau der Arbeit | 3 |
| 1.3 | Erhebungsmethodik | 4 |
| 1.4 | Quellenlage | 5 |
| 2. | Die Entwicklung des internationalen Flugverkehrs | 7 |
| 2.1 | Historischer Rückblick | 7 |
| 2.2 | Deregulierung und Liberalisierung im Luftverkehr | 10 |
| 2.3 | Liberalisierung des Luftverkehrs in den USA | 11 |
| 2.4 | Liberalisierung des Luftverkehrs in Europa | 12 |
| 2.4.1 | Erstes Liberalisierungspaket | 13 |
| 2.4.2 | Zweites Liberalisierungspaket | 14 |
| 2.4.3 | Drittes Liberalisierungspaket | 14 |
| 2.5 | Auswirkungen der Liberalisierung im Luftverkehr | 16 |
| 3. | Die Revolution der Low-Cost-Carrier | 19 |
| 3.1 | Gunstfaktoren für die Entwicklung der Billigairlines | 19 |
| 3.2 | Entstehung in den USA | 20 |
| 3.3 | Entwicklung auf dem europäischen Markt | 22 |
| 3.4 | Angebot von Low-Cost-Carriern in Deutschland | 24 |
| 3.5 | Nachfrageseite | 27 |
| 3.5.1 | Geschäftsreisende | 27 |
| 3.5.2 | Privatreisende | 29 |
| 3.6 | Entwicklungstendenzen im Low-Cost-Carrier-Segment | 31 |
| 3.6.1 | Veränderung der Luftverkehrsstruktur | 33 |
| 3.6.2 | Zukünftige Herausforderungen | 34 |
| 4. | Das Geschäftmodell der Low-Cost-Carrier | 35 |
| 4.1 | Teil-Aktivitäten des Geschäftsmodells | 37 |
| 4.2 | Primäre Aktivitäten | 38 |
| 4.2.1 | Einkauf | 38 |
| 4.2.2 | Marketing und Vertrieb | 39 |
| 4.2.3 | Ground Handling | 41 |
| 4.3.4 | Flug | 42 |
| 4.3 | Sekundäre Aktivitäten | 43 |
| 4.3.1 | Personalwirtschaft | 43 |
| 4.3.2 | Unternehmensführung | 44 |
| 4.3.3 | Beschaffung | 44 |
| 5. | Effekte von Regionalflughäfen | 45 |
| 5.1 | Definition Regionalflughafen | 45 |
| 5.2 | Ausgehende Effekte von Regionalflughäfen | 45 |
| 5.3 | Beschäftigungs- und Einkommenseffekte | 46 |
| 5.3.1 | Direkte Effekte | 46 |
| 5.3.2 | Indirekte Effekte | 47 |
| 5.3.3 | Induzierte Effekte | 47 |
| 5.3.4 | Katalysierte Effekte | 47 |
| 5.4 | Infrastruktureffekte | 48 |
| 5.5 | Effekte auf den Standort von Regionalflughäfen | 49 |
| 5.5.1 | Direkte Wachstumseffekte | 50 |
| 5.5.2 | Indirekte Wachstumseffekte | 50 |
| 5.6 | Kaufkrafteffekte | 51 |
| 5.7 | Siedlungsstruktureffekte | 51 |
| 5.8 | Fiskalische Effekte | 52 |
| 6. | Der Flughafen Frankfurt-Hahn | 53 |
| 6.1 | Entwicklung des Militärflughafens bis zum Abzug der Amerikaner | 53 |
| 6.2 | Entwicklung des Flughafens nach dem Abzug der Amerikaner | 54 |
| 6.2.1 | Start- und Landebahnverlängerung | 59 |
| 6.2.2 | Terminalerweiterung | 60 |
| 6.3 | Verkehrsanbindung zum Flughafen | 63 |
| 6.3.1 | Straßenverkehrsinfrastruktur | 63 |
| 6.3.2 | Reaktivierung der Hunsrückbahn | 64 |
| 6.3.3 | Busverbindungen | 65 |
| 6.4 | Einzugsgebiet des Flughafens Frankfurt-Hahn | 67 |
| 6.5 | Die Fluggesellschaften | 68 |
| 6.5.1 | Der Pionier Ryanair | 68 |
| 6.5.2 | Wizz Air | 69 |
| 6.5.3 | Iceland Express | 59 |
| 6.5.4 | Blue Air | 70 |
| 6.6 | Passagierverkehr | 71 |
| 6.7 | Frachtverkehr | 72 |
| 7. | Regionale Effekte des Flughafens Frankfurt-Hahn | 75 |
| 7.1 | Bevölkerungsstruktur des Flughafenumfeldes | 75 |
| 7.1.1 | Bevölkerungsentwicklung der umliegenden Verbandsgemeinden | 76 |
| 7.2 | Flughafen Hahn als Arbeitgeber | 80 |
| 7.2.1 | Unternehmen am Standort Flughafen Hahn | 80 |
| 7.2.2 | Arbeitsplätze am Standort Flughafen Hahn | 83 |
| 7.3 | Auswirkungen auf den touristischen Sektor | 92 |
| 7.3.1 | Touristische Ausstattung des Hunsrücks | 92 |
| 7.3.2 | Touristische Entwicklung um den Flughafen Frankfurt-Hahn | 93 |
| 7.3.3 | Das Projekt „DART“ | 94 |
| 7.3.4 | Tourismusentwicklung in den umliegenden Landkreisen | 96 |
| 7.4 | Bewertung der vom Flughafen Frankfurt-Hahn ausgehenden regionalen Effekte | 103 |
| 8. | Systematisierung der Low-Cost-Passagiere am Flughafen Frankfurt-Hahn | 104 |
| 8.1 | Erhebungsmethodik bei den Low-Cost-Fluggästen | 104 |
| 8.2 | Verteilung der meistfrequentierten Streckenzielen der Ausgangs- und Zielpassagiere | 105 |
| 8.3 | Systematisierung der Ausgangspassagiere der Low-Cost-Airlines am Flughafen Frankfurt-Hahn | 106 |
| 8.3.1 | Früheres Reiseverhalten | 118 |
| 8.3.2 | Künftiges Reiseverhalten | 119 |
| 8.4 | Systematisierung der Zielpassagiere der Low-Cost-Airlines am Flughafen Frankfurt-Hahn | 120 |
| 8.4.1 | Früheres Reiseverhalten | 133 |
| 8.4.2 | Künftiges Reiseverhalten | 135 |
| 8.5 | Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse der Fluggastbefragung | 138 |
| 9. | Fazit und Ausblick | 140 |
| Literatur- und Quellenverzeichnis | 143 | |
| Anhang | 157 | |
| Erklärung | 216 |
Inhaltsverzeichnis:
| Abbildungsverzeichnis | IV | |
| Tabellenverzeichnis | VII | |
| Kartenverzeichnis | VIII | |
| Anhangsverzeichnis | IX | |
| Abkürzungsverzeichnis | X | |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 1.1 | Problemstellung und Zielsetzung | 1 |
| 1.2 | Aufbau der Arbeit | 3 |
| 1.3 | Erhebungsmethodik | 4 |
| 1.4 | Quellenlage | 5 |
| 2. | Die Entwicklung des internationalen Flugverkehrs | 7 |
| 2.1 | Historischer Rückblick | 7 |
| 2.2 | Deregulierung und Liberalisierung im Luftverkehr | 10 |
| 2.3 | Liberalisierung des Luftverkehrs in den USA | 11 |
| 2.4 | Liberalisierung des Luftverkehrs in Europa | 12 |
| 2.4.1 | Erstes Liberalisierungspaket | 13 |
| 2.4.2 | Zweites Liberalisierungspaket | 14 |
| 2.4.3 | Drittes Liberalisierungspaket | 14 |
| 2.5 | Auswirkungen der Liberalisierung im Luftverkehr | 16 |
| 3. | Die Revolution der Low-Cost-Carrier | 19 |
| 3.1 | Gunstfaktoren für die Entwicklung der Billigairlines | 19 |
| 3.2 | Entstehung in den USA | 20 |
| 3.3 | Entwicklung auf dem europäischen Markt | 22 |
| 3.4 | Angebot von Low-Cost-Carriern in Deutschland | 24 |
| 3.5 | Nachfrageseite | 27 |
| 3.5.1 | Geschäftsreisende | 27 |
| 3.5.2 | Privatreisende | 29 |
| 3.6 | Entwicklungstendenzen im Low-Cost-Carrier-Segment | 31 |
| 3.6.1 | Veränderung der Luftverkehrsstruktur | 33 |
| 3.6.2 | Zukünftige Herausforderungen | 34 |
| 4. | Das Geschäftmodell der Low-Cost-Carrier | 35 |
| 4.1 | Teil-Aktivitäten des Geschäftsmodells | 37 |
| 4.2 | Primäre Aktivitäten | 38 |
| 4.2.1 | Einkauf | 38 |
| 4.2.2 | Marketing und Vertrieb | 39 |
| 4.2.3 | Ground Handling | 41 |
| 4.3.4 | Flug | 42 |
| 4.3 | Sekundäre Aktivitäten | 43 |
| 4.3.1 | Personalwirtschaft | 43 |
| 4.3.2 | Unternehmensführung | 44 |
| 4.3.3 | Beschaffung | 44 |
| 5. | Effekte von Regionalflughäfen | 45 |
| 5.1 | Definition Regionalflughafen | 45 |
| 5.2 | Ausgehende Effekte von Regionalflughäfen | 45 |
| 5.3 | Beschäftigungs- und Einkommenseffekte | 46 |
| 5.3.1 | Direkte Effekte | 46 |
| 5.3.2 | Indirekte Effekte | 47 |
| 5.3.3 | Induzierte Effekte | 47 |
| 5.3.4 | Katalysierte Effekte | 47 |
| 5.4 | Infrastruktureffekte | 48 |
| 5.5 | Effekte auf den Standort von Regionalflughäfen | 49 |
| 5.5.1 | Direkte Wachstumseffekte | 50 |
| 5.5.2 | Indirekte Wachstumseffekte | 50 |
| 5.6 | Kaufkrafteffekte | 51 |
| 5.7 | Siedlungsstruktureffekte | 51 |
| 5.8 | Fiskalische Effekte | 52 |
| 6. | Der Flughafen Frankfurt-Hahn | 53 |
| 6.1 | Entwicklung des Militärflughafens bis zum Abzug der Amerikaner | 53 |
| 6.2 | Entwicklung des Flughafens nach dem Abzug der Amerikaner | 54 |
| 6.2.1 | Start- und Landebahnverlängerung | 59 |
| 6.2.2 | Terminalerweiterung | 60 |
| 6.3 | Verkehrsanbindung zum Flughafen | 63 |
| 6.3.1 | Straßenverkehrsinfrastruktur | 63 |
| 6.3.2 | Reaktivierung der Hunsrückbahn | 64 |
| 6.3.3 | Busverbindungen | 65 |
| 6.4 | Einzugsgebiet des Flughafens Frankfurt-Hahn | 67 |
| 6.5 | Die Fluggesellschaften | 68 |
| 6.5.1 | Der Pionier Ryanair | 68 |
| 6.5.2 | Wizz Air | 69 |
| 6.5.3 | Iceland Express | 59 |
| 6.5.4 | Blue Air | 70 |
| 6.6 | Passagierverkehr | 71 |
| 6.7 | Frachtverkehr | 72 |
| 7. | Regionale Effekte des Flughafens Frankfurt-Hahn | 75 |
| 7.1 | Bevölkerungsstruktur des Flughafenumfeldes | 75 |
| 7.1.1 | Bevölkerungsentwicklung der umliegenden Verbandsgemeinden | 76 |
| 7.2 | Flughafen Hahn als Arbeitgeber | 80 |
| 7.2.1 | Unternehmen am Standort Flughafen Hahn | 80 |
| 7.2.2 | Arbeitsplätze am Standort Flughafen Hahn | 83 |
| 7.3 | Auswirkungen auf den touristischen Sektor | 92 |
| 7.3.1 | Touristische Ausstattung des Hunsrücks | 92 |
| 7.3.2 | Touristische Entwicklung um den Flughafen Frankfurt-Hahn | 93 |
| 7.3.3 | Das Projekt „DART“ | 94 |
| 7.3.4 | Tourismusentwicklung in den umliegenden Landkreisen | 96 |
| 7.4 | Bewertung der vom Flughafen Frankfurt-Hahn ausgehenden regionalen Effekte | 103 |
| 8. | Systematisierung der Low-Cost-Passagiere am Flughafen Frankfurt-Hahn | 104 |
| 8.1 | Erhebungsmethodik bei den Low-Cost-Fluggästen | 104 |
| 8.2 | Verteilung der meistfrequentierten Streckenzielen der Ausgangs- und Zielpassagiere | 105 |
| 8.3 | Systematisierung der Ausgangspassagiere der Low-Cost-Airlines am Flughafen Frankfurt-Hahn | 106 |
| 8.3.1 | Früheres Reiseverhalten | 118 |
| 8.3.2 | Künftiges Reiseverhalten | 119 |
| 8.4 | Systematisierung der Zielpassagiere der Low-Cost-Airlines am Flughafen Frankfurt-Hahn | 120 |
| 8.4.1 | Früheres Reiseverhalten | 133 |
| 8.4.2 | Künftiges Reiseverhalten | 135 |
| 8.5 | Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse der Fluggastbefragung | 138 |
| 9. | Fazit und Ausblick | 140 |
| Literatur- und Quellenverzeichnis | 143 | |
| Anhang | 157 | |
| Erklärung | 216 |
Textprobe:
Kapitel 3.3, Entwicklung auf dem europäischen Markt:
Anders als in den USA wurden in Europa bis Mitte der neunziger Jahre nur wenige Versuche gestartet, Low-Cost-Airlines auf den Markt zu bringen. Im innerdeutschen Linienverkehr schlugen die 1988 gestarteten Versuche von Aero Lloyd und Germanair schon nach einem Jahr fehl, mit Hilfe ihrer günstigeren Kostenstruktur in Ergänzung zum Charterverkehr auch Liniendienste anzubieten.
Ebenso das Konzept von German Wings 1989 scheiterte an dem Versuch, der Lufthansa Konkurrenz zu machen, indem sie mit niedrigeren Preisen ein hohes Serviceniveau anbot.
Mit der Deregulierung des Luftverkehrs durch die Europäische Union sowie dem Vorbild von Southwest Airlines nahm auch die Entwicklung eines europäischen Low-Cost-Carrier-Segmentes Gestalt an.
Der Pionier in Europa ist Ryanair. Das Unternehmen, das 1985 in Dublin gegründet wurde, versuchte anfangs als klassische Airline mit der Fluggesellschaft Aer Lingus auf Strecken nach Großbritannien zu konkurrieren. Mit dem Konzept, den gleichen Service zu niedrigen Preisen anzubieten, konnte das Unternehmen jedoch keine Gewinne erwirtschaften und blieb erfolglos. Aufgrund der darauf folgenden finanziellen Krise versuchte sich das Unternehmen mit Hilfe des Billigflugkonzeptes von Southwest Airlines zu retten und hatte nach ihrer Umstrukturierung durch die Führung von Michael O´Leary erfolg.
Diesem Beispiel folgte kurz darauf auch die Airlines „easyJet“ aus England und „Virgin Express“ aus Belgien und verhalfen dem Low-Cost-System auf dem europäischen Luftverkehrsmarkt zum Durchbruch.
Von Großbritannien aus werden die meisten Destinationen in südlichen Gebieten Europas angeflogen, wodurch ein Wettbewerb zwischen den Low-Cost-Carriern mit den Touristikfluggesellschaften im Segment Individualreisen entsteht.
Im Zuge der Entwicklung der europäischen Niedrigpreisanbieter sahen sich auch in Kontinentaleuropa große etablierte Airlines dazu bedrängt, am Billigflugmarkt mit Low-Cost-Töchtern teilzunehmen, so dass heute ein europaweiter Boom zu verzeichnen ist und immer mehr Unternehmen an diesem Wachstum teilhaben wollen.
Während der Markt im Sommer 2000 mit zwölf Anbietern noch übersichtlich war, gab es bereits vier Jahre darauf 54 Billiganbieter in Europa. Indes aber mussten in den letzten zwei Jahren mehr als 20 europäische Low-Fare-Airlines, meist sehr kleine Anbieter, ihren Betrieb einstellen.
Dies verschafft den drei führenden und bedeutendsten europäischen Anbietern im Billigflugsegment Ryanair, easyJet und Air Berlin insgesamt besondere Wachstumschancen.
Es gibt ihnen den Spielraum, ihre Flugfrequenzen auf bestehenden Strecken zu erhöhen, bessere Ticketpreise zu erzielen und neue Strecken zu erschließen.
Zudem plant der Ryanair-Chef künftige Einnahmen von den Hotels, den Mietwagenfirmen, den Flughafenshops und den Flughäfen, die ohne die Zubringung von Passagieren durch Ryanair keine Existenz hätten. Für die Passagiere bedeutet das kostenlos zu fliegen und in fünf Jahren keine allzu große Auswahl mehr an europäischen Anbieter zu haben.
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783836602303
Arbeit zitieren:
Georgi, geb. Yilmaz, Ayhan Oktober 2006: Low-Cost-Carrier, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Flughafen Frankfurt-Hahn, Billigflieger, Regionale Wirtschaftsentwicklung, Billigfluggesellschaft, Luftverkehrsstruktur



