Wenn der Lotse von Bord geht,...
Die menschlichen, emotionalen und psychologischen Aspekte des Generationenwechsels in mittelständischen Familienbetrieben
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Sabine Weissengruber-Auer
- Abgabedatum: Januar 2001
- Umfang: 144 Seiten
- Dateigröße: 6,1 MB
- Institution / Hochschule: Johannes Kepler Universität Linz Österreich
- ISBN (eBook): 978-3-8324-5182-0
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-5182-0 P - ISBN (CD) :978-3-8324-5182-0 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Weissengruber-Auer, Sabine Januar 2001: Wenn der Lotse von Bord geht,..., Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Konfliktbewältigung, Familienbetrieb, Gemeinsame Unternehmensführung, Veränderungsmanagement, Generationenwechsel
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Diplomarbeit von Sabine Weissengruber-Auer
Einleitung:
Die Übergabe des eigenen Unternehmens bedeutet für viele Inhaber mittelständischer Betriebe, aus jenem Lebensbereich auszuscheiden, der die letzten Jahrzehnte ihres Lebens wesentlich geprägt hat. Dieser Schritt des Rückzuges ist verbunden mit Emotionen und Ängsten. Nicht nur, weil sie aus der Unternehmensführung ausscheiden, sondern auch, weil des öfteren komplizierte Familienverhältnisse eine objektive Nachfolgeentscheidung erschweren.
Laut einer Studie der österreichischen Wirtschaftskammer werden bis zum Jahr 2007 51.000 Betriebe übergeben. Allein in Oberösterreich stehen in den nächsten zehn Jahren 22 % der insgesamt 48.000 Firmen vor der Übergabe, dabei handelt es sich vorwiegend um mittelständische Familienbetriebe. Viele dieser Betriebe wurden in den Nachkriegsjahren gegründet und stehen vor ihrer ersten Führungsnachfolge. Untersuchungen zeigen, dass nur rund 50 % der Unternehmen den Sprung in die nächste Generation schaffen. Obwohl die rechtzeitige Planung der eigenen Unternehmensnachfolge zu den wichtigsten Aufgaben zählen, versäumen viele Unternehmer rechtzeitig entsprechende Maßnahmen zu setzen.
Gegenstand dieser Arbeit ist die Auseinandersetzung mit den betrieblichen Veränderungen und den persönlichen und familiären Problemen die ein Generationenwechsel im Familienunternehmen mit sich bringen kann. Wird ein bestehendes Unternehmen von der nächsten Generation übernommen, so ist dies ein langwieriger Prozess, sowohl für das Unternehmen, als auch für die Unternehmerfamilie. Durch die verschiedenen gesellschaftlichen Hintergründe des Seniors und Juniors entstehen unterschiedliche Wertvorstellungen, welche sich in den Faktoren der Unternehmensführung und Unternehmenskultur widerspiegeln. Ohne die Berücksichtigung der unterschiedlichen Auffassungen über die Zukunft des Unternehmens kann keine zufriedenstellende Nachfolgeregelung gefunden werden, sowohl innerhalb des Unternehmens, wie auch der Familie.
Bei gescheiterten Übergaben wird die Schuld vorwiegend in den Gesellschaftsverträgen, der veränderten Rechtssituation oder in der schlechten Finanzlage gesucht. In den meisten Fällen ist es jedoch nie ein einziger Grund warum eine Unternehmensnachfolge scheitert. Zahlreiche Untersuchungen zeigen, dass bei einer gescheiterten Nachfolge während der Übergabe kaum die menschlichen und psychologischen Aspekte beachtet wurden.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Einleitung Überblick | 3 |
| 2. | Das mittelständische Familienunternehmen | 7 |
| 2.1 | Begriff und Wesen mittelständischer Unternehmen | 7 |
| 2.1.1 | Qualitative Merkmale | 8 |
| 2.1.2 | Quantitative Merkmale | 9 |
| 2.2 | Der Stellenwert des Mittelstandes in der Österreichischen Volkswirtschaft | 10 |
| 2.3 | Die Betriffsabstimmung – Familienunternehmen | 14 |
| 2.4 | Die Bedeutung der Familienunternehmen für die Wirtschaft | 16 |
| 2.5 | Die Besonderheiten von Familienunternehmen | 18 |
| 2.6 | Familie und Unternehmen – die Verbindung zweier soziologischer Gegensätze | 20 |
| 2.6.1 | Die Austauschbarkeit von Funktionen und Personen | 21 |
| 2.6.2 | Die Art und Weise der Kommunikation | 21 |
| 2.6.3 | Die Familientradition – die Unternehmenskultur | 22 |
| 2.7 | Die Unternehmerfamilie | 23 |
| 3. | Der Generationswechsel | 26 |
| 3.1 | Die Planung des Generationswechsels | 28 |
| 3.2 | Die Rücktrittsbereitschaft des Unternehmers | 35 |
| 3.2.1 | Ursachen mangelnder Rücktrittsbereitschaft | 37 |
| 3.3 | Die Auswahl eines geeigneten Nachfolgers | 39 |
| 3.3.1 | Der Prozess einer familieninternen Nachfolge | 40 |
| 3.3.2 | Der richtige Unternehmertyp | 44 |
| 3.3.3 | Übergabe der Unternehmensführung an mehrere Familienmitglieder | 46 |
| 3.4 | Die Übergangsphase mit dem Vollzug des Führungswechsels | 48 |
| 3.4.1 | Problemsituationen einer gemeinsamen Unternehmensführung | 50 |
| 3.4.2 | Konfliktmanagement innerhalb des Familienunternehmens | 53 |
| 3.4.3 | Die graue Eminenz im Hintergrund und ihre Dominanz im Unternehmen | 56 |
| 3.4.4 | Die Rolle der Mitarbeiter beim Führungswechsel | 57 |
| 3.5 | „Die Nachfolger folgen nicht“ – Probleme der zweiten Generation | 60 |
| 4. | Kontinuität oder Transformation – Der Wandel des Führungsstils und der Organisationskultur in Folge eines Generationswechsels | 66 |
| 4.1 | Kontinuität oder Wandel | 68 |
| 4.1.1 | Die Ursachen von Widerständen im Unternehmen gegenüber Veränderungen | 69 |
| 4.2 | Schritte eines nachhaltigen Veränderungsprozesses – Das Dreiphasenmodell von Lewin | 74 |
| 4.3 | Der Umgang mit Wiederständen innerhalb des Unternehmens | 75 |
| 4.4 | Ursachen des gesellschaftlichen Wertewandels und seine Auswirkungen auf die Unternehmensführung | 78 |
| 4.4.1 | Unternehmensführung in einer Zeit des gesellschaftlichen Wandels | 80 |
| 4.5 | Die Hürden der Nachfolge | 82 |
| 4.5.1 | Soll die Unternehmenstradition fortgeführt werden? | 84 |
| 4.5.2 | Veränderungen der organisatorischen Rahmenbedingungen | 85 |
| 4.5.3 | Veränderungen der sozialen Beziehungen infolge des Generationenwechsels | 87 |
| 4.5.4 | Die vermeidbaren Fehler einer Unternehmensnachfolge | 90 |
| 5. | Führung und Struktur in mittelständischen Familienunternehmen | 95 |
| 5.1 | Die Einheut von Eigentum und Führung | 95 |
| 5.2 | Die Entwicklungsphasen eines mittelständischen Familienunternehmens | 97 |
| 5.2.1 | Die Pionierphase | 98 |
| 5.2.2 | Die Differenzierungsphase | 99 |
| 5.2.3 | Die Reifephase | 100 |
| 5.3 | Besonderheiten in der Unternehmensführung | 102 |
| 5.4 | Führungsprobleme im Familienunternehmen | 105 |
| 6. | Exkurs: Die Unternehmerehefrau | 111 |
| 7. | Zusammenfassung und Ausblick | 127 |
| 8. | Literaturverzeichnis | 129 |
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832451820
Arbeit zitieren:
Weissengruber-Auer, Sabine Januar 2001: Wenn der Lotse von Bord geht,..., Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Konfliktbewältigung, Familienbetrieb, Gemeinsame Unternehmensführung, Veränderungsmanagement, Generationenwechsel



