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Logistik - eine systematische terminologische Untersuchung Deutsch und Englisch

Logistik - eine systematische terminologische Untersuchung Deutsch und Englisch
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Júlia Šmidrkalová
  • Abgabedatum: August 2005
  • Umfang: 275 Seiten
  • Dateigröße: 901,8 KB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Köln Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-9099-7
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-9099-7 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-9099-7 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Šmidrkalová, Júlia August 2005: Logistik - eine systematische terminologische Untersuchung Deutsch und Englisch, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Beschaffungslogistik, Lagerlogistik, Produktionslogistik, Logistics, PPS

Diplomarbeit von Júlia Šmidrkalová

Einleitung:

Ziel der vorliegenden Diplomarbeit ist die terminologische Erfassung und Bearbeitung des Fachgebietes Logistik mit Hilfe des Terminologieverwaltungsprogramms Multiterm’95 Plus. Zu diesem Zweck wird eine Datenbank mit der relevanten Terminologie in den Sprachen Deutsch und Englisch erstellt, die sich als Übersetzungs- und Arbeitshilfe für Mitarbeiter mit logistischen Aufgaben, Übersetzer, Studierende und andere Interessierte anbietet.

Des Weiteren wird ein Begriffssystem in Form eines Organigramms zur graphischen Verdeutlichung der Zusammenhänge zwischen den einzelnen Begriffen erstellt. Zudem soll eine Einführung in das Fachgebiet den Einstieg in die teilweise komplexe Thematik erleichtern.

Die Logistik lässt sich in Beschaffungs-, Lager-, Produktions-, Marketing-, Informations- und Ersatzteillogistik einteilen. Sonderbereiche der Logistik wie die Instandhaltungs- und Entsorgungslogistik werden in dieser terminologischen Arbeit nicht näher betrachtet, da es sich um ganz spezielle Thematiken handelt, die nur wenige Unternehmen in eigenen Abteilungen behandeln.

Um die logistischen Bereiche abzugrenzen wurde eine Literaturanalyse durchgeführt, die Aufschluss über die Priorisierung geben sollte. Bei dieser Analyse wurde festgestellt, dass eine Abgrenzung des Fachgebietes bis zum fertigen Produkt sinnvoll wäre, da beispielsweise die Marketinglogistik als frühere Hauptlogistikfunktion in hinreichender Weise bereits untersucht wurde. Aus diesem Grund soll die Grenze bei dem fertigen Produkt gezogen werden, d. h., es soll die Logistik des Beschaffungs-, Lager- und Produktionsvorganges terminologisch untersucht werden. Aus Gründen der Vollständigkeit werden die Marketing-, Informations- und Ersatzteillogistik sowohl im Organigramm als auch in der Datenbank eingeführt, aber nicht näher betrachtet.

Das Fachgebiet Logistik wird innerhalb des Begriffssystems in sechs Hauptbereiche unterteilt, von denen drei aus oben genannten Gründen terminologisch näher untersucht und in weitere Teilbereiche untergliedert werden.

Das Begriffssystem ist im Laufe der Zeit verändert und ergänzt worden, was vor allem auf die Tatsache zurückzuführen ist, dass sich mit fortschreitendem Einlesen in die Thematik eine andere Zuordnung und Gewichtung der einzelnen Begriffe ergeben hat. Gerade bei dieser Problematik hat mir mein Ehemann, Dipl.-Wirt.Ing. Roman Smidrkal, MBA, beratend zur Seite gestanden und somit eine fachlich relevante Unterstützung geboten. Dennoch war eine klare Abgrenzung einiger Begriffe nicht immer möglich, da sie gleich zwei Hauptbereichen der Logistik zugeordnet werden konnten. Dies war insbesondere der Fall bei dem Begriff „Materialdisposition“, der sowohl der Beschaffungs- als auch der Produktionslogistik im Rahmen des PPS-Systems zuzuordnen wäre. Aufgrund der Konnotation des in Frage stehenden Begriffes ist die Entscheidung jedoch zugunsten der Beschaffungslogistik ausgefallen.

Die Bereiche Beschaffungs-, Lager-, Produktions-, Marketing-, Informations- sowie Ersatzteillogistik bilden die Tragsäulen des dieser Diplomarbeit zugrunde liegenden Begriffssystem. Es besteht aus insgesamt 190 Begriffen, von denen 24 lediglich Gliederungsbegriffe darstellen, die durch spitze Klammern auch als solche gekennzeichnet sind.

Neben der Eintragsnummer sowie der Fachgebiets-, Lenoch-Code- und Autorangabe enthält jeder terminologische Eintrag die entsprechenden Sprachblöcke mit allen dazugehörigen Informationen.

Hierbei handelt es sich um eine deutsche und eine englische Benennung mit der Angabe des Genus bei deutschen Substantiven bzw. der Wortklasse bei englischen Substantiven. Wird die Benennung vorwiegend im Singular bzw. Plural gebraucht, so erfolgt zusätzlich die Angabe des Numerus. Des Weiteren wird der Benennungstyp angegeben, falls eine Benennung sowohl in der Voll- als auch in der Kurzform oder als Abkürzung vorkommt.

Jede Benennung enthält eine Definition und ein Kontextbeispiel mit der Angabe der jeweiligen Definitions- bzw. Kontextquelle in Form eines Quellenkürzels, das in Zirkumflexe eingeschlossen wird und somit auf den vollständigen bibliographischen Eintrag verweist. Bei Monographien beinhaltet dieser neben dem vollständigen Namen des Autors auch Angaben zum Titel, Ort, Verlag, Erscheinungsjahr und zur Auflage. Macht man bibliographische Angaben zu einer Seite im World Wide Web, so werden die vollständige URL, der Titel des relevanten Artikels und das vollständige Datum erfasst. Zu der Vergabe von Quellenkürzeln ist anzumerken, dass diese bei Fachbüchern aus dem Nachnamen des Autors und dem Erscheinungsjahr und bei Internetquellen aus dem URL-Kürzel sowie dem entsprechenden Jahr bestehen.

Die meisten Einträge beinhalten zudem Synonyme sowohl in der deutschen als auch in der englischen Sprache. Bei den Synonymen wird keine Definition, sondern lediglich ein Kontextbeispiel mit der dazugehörigen Kontextquelle angegeben. Der Eintrag wird durch eine Notation vervollständigt, d. h., eine dem Organigramm entnommene Nummer, die die logischen Zusammenhänge der Begriffe verdeutlicht.

Inhaltsverzeichnis:

1. Arbeitsmethodik 2
1.1 Themenfindung. 2
1.2 Gegenstand und Ziel der Arbeit 3
1.3 Abgrenzung des Fachgebietes 3
1.4 Literatur- und Informationsbeschaffung. 4
1.5 Begriffssystem 4
2. Einführung in das Fachgebiet 7
2.1 Einleitung 7
2.2 Begriffsbestimmung und Herkunft der Logistik. 8
2.3 Gründe für die Transformation der Logistik. 10
2.4 Problemstellung aus gegenwärtiger Sicht. 13
2.5 Logistik als Rationalisierungs- und Potenzialfunktion. 15
2.6 Logistische Phasen des Güterflusses 16
2.7 Logistik aus der Sicht der Organisationsentwicklung 17
2.7.1 Logistik in der funktionsorientierten Organisation. 18
2.7.2 Logistik in der objektorientierten Organisation 18
2.7.3 Logistik in der Matrixorganisation 19
2.8 Zusammenfassung 20
3. Begriffssystem 21
3.1 Begriffe in deutscher Sprache 21
3.2 Begriffe in englischer Sprache. 27
4. Terminologische Untersuchung. 33
5. Alphabetisches Terminologieverzeichnis 225
5.1 Index Deutsch-Englisch 225
5.2 Index Englisch-Deutsch 231
6. Literaturverzeichnis 237

Automatisiert erstellter Textauszug:

10 „Logistik befasst sich als anwendungsorientierte wissenschaftliche Disziplin mit der optimalen Planung, Steuerung und Kontrolle sämtlicher Material- und Warenbewegungen von der Quelle bis zur Senke einschließlich der die physischen Bewegungen auslösenden Informationsströme über Unternehmensgrenzen hinweg.“ Baumgarten (1988) „Logistik ist eine Querschnittsfunktion und eine neue Denkweise, die auf ganzheitliche Optimierung von Material-, Informations- und Wertfluss ausgerichtet ist.“ Rupper (1991) „Logistik ist das Management von Prozessen und Potenzialen zur koordinierten Realisierung unternehmensweiter und unternehmensübergreifender Materialflüsse und der dazugehörigen Informationsflüsse.“ Weber (1992) Im Hinblick auf diese Arbeit soll Logistik als eine abteilungsübergreifende Funktion in einem Unternehmen verstanden werden, die das Ziel hat, die Material- und Informationsflüsse als ganzheitlichen Prozess optimal zu gestalten. [...]

9 Logistik als die dritte Kriegskunst nach der Taktik und Strategie, deren Aufgabe es war, für eine umfassende Unterstützung des Heeres zu sorgen. Nach dieser sehr frühen Definition der Logistik tauchte der Begriff erst wieder 1837 in dem Buch „Abriss der Kriegskunst“ auf. Der Autor Baron Antoine-Henry de Jomini5, der auch die Militärakademie in Petersburg für Zar Alexander gründete, führte als wesentliche Bereiche der Logistik z.B. die Standortbestimmung von Lagern, Truppentransporte, Quartierung und Versorgung der Truppen auf. Aufgrund von vielen Anwendungen wurde der Logistik als Funktion des Militärwesens eine immense Bedeutung zugeschrieben und einige Zeit nach dem 2.Weltkrieg wurde sie in die Betriebswirtschaft transferiert. In Deutschland wurde diese Entwicklung ebenfalls, wenn auch etwas zeitversetzt, nachvollzogen und es kam zu den ersten Veröffentlichungen Anfang der 70er Jahre. Diese Veröffentlichungen waren stark von amerikanischen Ansätzen geprägt und wurden überwiegend von Ingenieuren herausgegeben. Dementsprechend wurden Themen der Logistik wie Hochregallagertechnik, fahrerlose Transportsysteme, Kommissioniertechnik etc. angesprochen, aber betriebswirtschaftliche Fragestellungen wurden nur marginal behandelt. Erst Ende der 70er Jahre wurden Themen wie bestandsarme Produktion, Kanban und Just-in-Time-Produktion angesprochen. Bereits Anfang der 80er Jahre wurde die Logistik als zentrale Managementaufgabe gesehen, was einer bedeutenden Aufwertung dieser Funktion gleichkam. Wenn man sich die Definitionen der Logistik im Laufe der Zeit ansieht, so fällt es auf, dass sie anfangs lediglich als physische Distribution einer Ware oder eines Materials gesehen wurde. Diese Definitionen wurden aber aus verschiedenen Gründen der Entwicklung im Logistikbereich angepasst. Bevor im nächsten Kapitel auf die Gründe für die Transformation der Logistik eingegangen wird, soll ein kurzer Überblick über die gegenwärtigen Definitionen6 der Logistik gegeben werden. „Logistik ist ein kurz-, mittel- und langfristiger methodischer Ansatz zur Optimierung von Unternehmensplanungen und -prozessen, gemäß den Zielen einer ganzheitlichen Planung, Steuerung und Überwachung zur Begegnung der ökonomischen, ökologischen, technologischen und sozialen Herausforderungen.“ Jünemann (1989) [...]

2.2 Begriffsbestimmung und Herkunft der Logistik Der Begriff Logistik kann auf verschiedene Wörter aus dem Griechischen, Lateinischen und Französischen zurückgeführt werden2. Die Wörter „logizomai“ (berechnen, überlegen) und „logos“ (Vernunft) können aus dem griechischen Wort „lego“ (denken) abgeleitet werden. Weiterhin ist das lateinische Wort „logica“ (Vernunft) diesem Wortstamm zuzuordnen. Zudem gibt es eine Abstammung aus dem französischen Wort „loger“ (Unterbringung)3, welches wiederum von dem lateinischen Wort „logugea“ (Miete) stammt. Die eigentlichen Wurzeln der betriebswirtschaflichen Logistik liegen jedoch im militärischen Bereich. So hat der byzantinische Kaiser Leontos VI (886 – 911)4 in seinem Werk „Summarische Auseinandersetzung der Kriegskunst“ bereits die Logistik erwähnt. Der Kaiser definierte die [...]

Arbeit zitieren:
Šmidrkalová, Júlia August 2005: Logistik - eine systematische terminologische Untersuchung Deutsch und Englisch, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Beschaffungslogistik, Lagerlogistik, Produktionslogistik, Logistics, PPS

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