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Relative Unernehmensbewertung mit Market Multiples

Eine Alternative zur DCF-Mehtode

Relative Unernehmensbewertung mit Market Multiples
Über dieses Buch
  • Art: Lizentiatsarbeit
  • Autor: Simon Bandi
  • Abgabedatum: März 2002
  • Umfang: 74 Seiten
  • Dateigröße: 566,1 KB
  • Institution / Hochschule: Universität Bern Schweiz
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-5466-1
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-5466-1 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-5466-1 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Bandi, Simon März 2002: Relative Unernehmensbewertung mit Market Multiples, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Discount Cash-Flow Methode, Marktwertmethode, New Economy

Lizentiatsarbeit von Simon Bandi

Gang der Untersuchung:

Die Arbeit beschreibt die Market Multiples-Methode (oder die Marktwertmethode) und vergleicht diese mit anderen Verfahren, wobei das Hauptaugenmerk auf dem Discounted Cash Flow-Verfahren (DCF-Verfahren) liegt. Ebenfalls wird überprüft, ob die marktorientierte Bewertung bei allen Branchen ihre Gültigkeit hat und was für Vor- und Nachteile die Methode aufweist.

Im zweiten Abschnitt geht es um die Frage, warum man überhaupt eine Unternehmensbewertung durchführt. Die verschiedenen Gründe für eine Bewertung werden aufgezeigt, und das Vorgehen einer Unternehmensbewertung wird kurz erklärt.

Abschnitt drei zeigt dann die verschiedenen Verfahren der Unternehmensbewertung auf. Nebst dem DCF-Verfahren werden auch weniger bekannte, wie zum Beispiel die noch relativ junge Real Options-Methode oder das Economic Value Added-Verfahren (EVA-Verfahren), erläutert.

Der vierte Abschnitt, der Hauptteil dieser Arbeit, behandelt die Market Multiples. Zuerst wird der Grundgedanke der Multiples erläutert und verschiedene Multiples werden aufgezeigt. Zusätzlich wird über verschiedene Ansätze der Multiple-Theorie diskutiert. Anschliessend geht es darum, ob man Branchenunterschiede feststellen kann. Das Augenmerk wird hier vor allem auf den Unterschied zwischen der Old- und der New Economy gelegt. Schliesslich werden noch die Chancen und Gefahren der Multiples-Methode aufgezeigt.

Im letzten Abschnitt wird die Arbeit kurz zusammengefasst, und es wird ein Ausblick auf die zukünftige Entwicklung der Unternehmensbewertung geworfen.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 1
2. Die Unternehmensbewertung 3
3. Verschiedene Verfahren der Unternehmensbewertung 5
3.1 Die Discounted Cash Flow-Methode 6
3.1.1 Der Equity-Ansatz 7
3.1.2 Der WACC-Ansatz 11
3.1.3 Der APV-Ansatz 15
3.1.4 Der DUK-Ansatz 17
3.1.5 Die vorteilhafteste DCF-Variante 17
3.2 Substanz- und Ertragswert 18
3.2.1 Der Substanzwert 19
3.2.2 Der Ertragswert 20
3.2.3 Vergleich zwischen Ertragswert- und Equity-Verfahren 21
3.3 EVA-Ansatz 21
3.4 Real Options 24
4. Bewertung mit Multiples 28
4.1 Grundgedanke 29
4.2 Verschiedene Ansätze 31
4.2.1 Comparable Quoted Company Analysis 32
4.2.2 Recent Transactions Analysis 34
4.2.3 Initial Public Offering Analysis 34
4.3 Verschiedene Multiples 35
4.3.1 Das Kurs-Gewinn-Verhältnis 36
4.3.2 Das Kurs-Cash Flow-Verhältnis 38
4.3.3 Die EBIT-Multiples 39
4.3.4 Der Price/Book-Multiple 40
4.3.5 Der Gesamtkapital/Umsatz-Multiple 40
4.3.6 Spezielle Multiples 41
4.3.7 Anwendung der verschiedenen Multiples 41
4.4 Branchenunterschiede 42
4.4.1 Old Economy 43
4.4.2 New Economy 45
4.4.2.1 Adapted DCF-Methode 47
4.4.2.2 Client Contribution Approach 48
4.4.2.3 Dynamisches Kurs-Gewinn-Verhältnis 50
4.4.2.4 Weitere Methoden für die Bewertung der New Economy 51
4.5 Kritische Würdigung der Multiples-Methode 52
4.5.1 Vorteile der Multiples-Methode 52
4.5.2 Nachteile der Multiples-Methode 54
5. Fazit/Zusammenfassung 57
6. Literaturverzeichnis 59

Automatisiert erstellter Textauszug:

- 30 Falls z. B. das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) einer Branche 15 betragen würde (die aktuellen Aktienkurse würden also im Branchendurchschnitt das 15-fache des Gewinnes widerspiegeln) und der Gewinn der zu bewertenden Unternehmung 3 Mio. Fr. wäre, so wäre der aktuelle Marktwert der Unternehmung 45 Mio. Fr. Man muss die zu bewertende Unternehmung nicht gross analysieren und keine Prognosedaten verwenden, um die Unternehmung zu bewerten. Das einzige, was man für die Bewertung braucht, sind aktuelle Finanzzahlen des Unternehmens wie Gewinn, Umsatz, Rendite, etc. Solche Zahlen werden von den meisten Unternehmen vierteljährlich publiziert. Dazu sollte man die ungefähre Tätigkeit der Firma kennen, damit man eine entsprechende Vergleichsunternehmung auswählen kann. Meistens stellt dieser Vergleich das grösste Problem dar,75 da kaum eine Unternehmung gleich ist wie eine andere. Auch wenn sie in der gleichen Branche tätig sind und ähnliche Produkte herstellen, müssen sie noch lange nicht gleich sein. So kann z. B. die Finanzstruktur (Verhältnis von EK zu FK, Art des EK, etc.) oder die geografische Ausrichtung (nationale, respektive internationale Marktausrichtung) völlig verschieden sein, was die Unternehmen nur scheinbar gleich macht. Damit diese Unterschiede nicht allzu stark ins Gewicht fallen, versucht man, einen Branchendurchschnitt zu nehmen und mehrere Unternehmen darin zu berücksichtigen, welche dann mit der zu bewertenden Unternehmung verglichen werden. Die Marktwertmethode wird vor allem dann gebraucht, wenn die Zeit zu knapp für eine detaillierte Analyse ist und man aufgrund einigen Zahlen eine Bewertung durchführen muss.76 Eine detaillierte Analyse braucht meistens viel mehr Zeit. Man muss alle relevanten Daten beschaffen, um diese dann auszuwerten. Die MultiplesMethode dagegen braucht nicht so viele Daten und ist relativ schnell gemacht. [...]

Die Multiples-Methode gehört zu den Vergleichsverfahren. Anhand von Daten anderer Firmen wird die zu bewertende Unternehmung verglichen und so bewertet. Diese Methode wird auch marktorientierte Methode genannt,69 da sie Marktwerte von anderen Unternehmen zu Vergleichen heranzieht. Die Vergleichsverfahren gehören zur relativen Unternehmensbewertung, weil sie die Unternehmen im Vergleich zu anderen bewerten. Die Bewertung wird also durch Vergleiche mit anderen Firmen relativiert. Die absoluten Bewertungen, wie z. B. die DCF-Methode, analysieren und bewerten eine Firma nur für sich alleine und somit absolut. In den USA ist die Multiples-Methode sehr beliebt und hat einen hohen Stellenwert. Grund dafür ist, dass in den Vereinigten Staaten die Kapitalmärkte viel weiter entwickelt sind als in Deutschland oder in der Schweiz.70 Weil mehr Firmen an der Börse notiert sind, gibt es mehr Vergleichszahlen. Ausserdem besitzen prozentual und mengenmässig mehr Leute Aktien als in Europa. Das trägt zur besseren Liquidität der Aktien bei und die Firmen müssen transparentere Zahlen liefern, um das Informationsbedürfnis aller Aktionäre zufrieden zu stellen. Zudem sind die Transaktionskosten geringer, was den Aktienhandel verbilligt und attraktiver macht. Durch ihre einfache Anwendbarkeit findet die Multiples-Methode auch in der Schweiz immer mehr Anhänger. Neben der DCF-Methode, gehört die MultiplesMethode zu den aktuell beliebtesten Unternehmensbewertungsverfahren.71 [...]

- 27 Somit ist auch hier eine korrekte Bewertung kaum möglich. Trotzdem ist das Verfahren eine sehr interessante Methode, da es die strategischen Handlungsalternativen des Managements aufzeigt und die Flexibilität erfasst, welche von den herkömmlichen Bewertungsverfahren nicht berücksichtigt wird.67 Weiter kann es die hohen Werte der New Economy Firmen besser erklären,68 da diese jungen Firmen sehr viele solcher Optionen haben. Eine Internetfirma , wie z. B. die Internetbank Swissquote, hat zahlreiche Growth- und Expand-Options. Sie kann z. B. ins Ausland expandieren, ein Budgettool auf den Markt bringen oder eine herkömmliche Bank mit Schalterhalle, etc., werden. Durch den Real Options-Ansatz kann man diese Firma nun besser bewerten als mit den traditionellen Methoden. Das Platzen der Spekulationsblase hat jedoch gezeigt, dass einige Bewertungen wohl zu optimistisch waren. Im vernünftigen Rahmen aber ist die Methode eine gute Alternative. [...]

Arbeit zitieren:
Bandi, Simon März 2002: Relative Unernehmensbewertung mit Market Multiples, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Discount Cash-Flow Methode, Marktwertmethode, New Economy

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