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Liquiditätspreads bei Bundeswertpapieren

Liquiditätspreads bei Bundeswertpapieren
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Jochen Schader
  • Abgabedatum: Juli 2002
  • Umfang: 73 Seiten
  • Dateigröße: 2,5 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Universität Mannheim Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-6247-5
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-6247-5 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-6247-5 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Schader, Jochen Juli 2002: Liquiditätspreads bei Bundeswertpapieren, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Rentenmarkt, Liquidität, Wertpapiere

Diplomarbeit von Jochen Schader

Zusammenfassung:

Im Kern dieser Arbeit steht eine empirische Untersuchung des deutschen Staatsanleihemarktes. Dabei wird untersucht, ob man anhand der beobachteten Kurse dieser Wertpapiere Liquiditätseffekte in diesem Markt ausmachen kann.

Zuvor wird näher auf den Begriff der Liquidität eingegangen. Im folgenden werden die bisherigen Arbeiten auf diesem Gebiet dargestellt. Diese beziehen sich jedoch meistens auf den U.S. Markt. Ähnliche Untersuchungen für den deutschen Markt sind jedoch kaum zu finden. Den Abschluß des beschreibenden Teils der Arbeit bildet eine Übersicht über den deutschen Staatsanleihemarkt.

Die anschließende Untersuchung erstreckt sich auf Effekte innerhalb des Kassamarktes sowie auf Effekte, die durch den Terminmarkt in den Kassamarkt induziert werden. Es wird dargestellt, wie liquiditätsbedingte Spreads mittels Arbitragestrategien ausgenutzt werden können. Dabei werden auch anfallende Transaktionskosten inkl. Kosten der Wertpapierleihe berücksichtigt. Es folgen daraus Empfehlungen für das Handeln einzelner Anleger an diesem Markt.

Inhaltsverzeichnis:

Tabellenverzeichnis iv
Abbildungsverzeichnis vi
Abkürzungsverzeichnis vii
1. Einleitung 1
2. Liquiditätseffekte bei Staatsanleihemärkten 2
2.1 Allgemeine Erläuterungen zur Wertpapierliquidität 2
2.2 Liquiditätsindikatoren 3
2.3 Bisherige empirische Untersuchungen 5
2.3.1 Einflußgrößen der Liquidität 5
2.3.2 Liquiditätsbedingte Bewertungsunterschiede 7
3. Der Markt für deutsche Staatsanleihen 9
3.1 Überblick über Anleihen der Bundesrepublik Deutschland 9
3.2 Bisherige empirische Untersuchungen 10
4. Empirische Untersuchung liquiditätsbedingter Spreads bei Bundeswertpapieren 12
4.1 Verwendete Daten 14
4.2 Empirische Auswertung 15
4.2.1 Untersuchungen innerhalb des Kassamarktes 19
4.2.1.1 Bundesanleihen 19
4.2.1.2 Bundesobligationen 25
4.2.1.3 Bundesschatzanweisungen 29
4.2.2 Einfluß der Lieferbarkeit für Terminkontrakte 31
4.2.2.1 Bund-Future 33
4.2.2.2 Bobl-Future 35
5. Arbitragestrategien 37
5.1 Ausnutzung liquiditätsbedingter Spreads mittels Arbitragestrategien 37
5.2 Transaktionskosten 38
5.2.1 Kosten der Geschäftsabwicklung und des Handels 38
5.2.2 Kosten der Wertpapierleihe 39
5.3 Empirische Ergebnisse 41
5.3.1 Untersuchungen innerhalb des Kassamarktes 43
5.3.2 Einfluß der Lieferbarkeit für Terminkontrakte 46
6. Zusammenfassung und Diskussion der Ergebnisse 47
Anhang 53
Literaturverzeichnis 60
Ehrenwörtliche Erklärung 64

Automatisiert erstellter Textauszug:

Ein noch deutlicheres Bild zugunsten des Referenzportfolios müßte sich in diesem Abschnitt zeigen. Hier werden Bundesobligationen untersucht, nachdem sie über ein Tenderverfahren aufgestockt wurden und auch für institutionelle Investoren zu erwerben waren.83 Diese werden verglichen mit Bundesanleihen, die ehemals als zehnjährige Papiere emittiert wurden, zu diesem Zeitpunkt also ca. fünf Jahre alt sind. Deren Liquidität müßte also noch geringer sein als bei den zu Vergleichen herangezogenen Titel im vorherigen Kapitel, sofern man die in Kapitel 2.3 vorgestellten Untersuchungen bestätigen sollte. Hier wurden 19 Obligationen untersucht (zu den verwendeten Anleihen s. Anhang Tab. A.5). Als erste ausgewählte Anleihe wurde die Bundesanleihe gewählt, die kurz vor der jeweiligen Obligation fällig war. Genauso wurde im Prinzip mit der Auswahl verfahren, um die nach der Bobl fällige Anleihe auszuwählen. Jedoch erzwang das Gewichtungskriterium (Duration) in diesem Fall oftmals eine weiter in der Zukunft fällige Anleihe auszuwählen, um negative Gewichtungsanteile zu vermeiden. Grund hierfür ist der hohe Kupon bei den älteren Bundesanleihen, der bei der Durationsberechnung dazu führt, daß die Anleihen mit hohem Kupon trotz längerer [...]

Zinsen, so ist in keiner der ausgeführten Untersuchungen im Schnitt ein negatives Resultat durch das Vergleichsportfolio erzielt worden. Eine Ursache mag darin liegen, daß sich „On-the-Run“-Bonds schneller, eventuell auch stärker der aktuellen Zinsentwicklung anpassen, deren Kurse bei steigenden (fallenden) Zinsen also schneller fallen (steigen), was positive (negative) Auswirkungen auf die Referenzinvestition hat. Zur genaueren Untersuchung der Dynamik des Kursanpassungsprozesses sind jedoch aufwendigere Analysen vonnöten.82 Darüber hinaus sind die Überrenditen bei steigenden Zinsen im Falle der zweiten Untersuchung deutlich größer (Faktor 1,5 bis 2). Ein weiteres Indiz, daß die Performance von Anleihen, die sich länger als ein Jahr am Markt befinden, deutlich schlechter ist als von Anleihen, die sich schon länger als zwei Jahre von ihrem Emissionszeitpunkt entfernt haben. Der Verlust an Liquidität nach einem Jahr Handel scheint sehr signifikant zu sein. [...]

Zunächst erkennt man, daß die durchschnittliche Überrendite mit 0,035 % bzw. 0,066 % pro Periode deutlich über den vorherigen Werten liegt (0,015 % bzw. 0,014 %), was auf die Beschränkung der signifikant positiven Perioden zurückzuführen ist. Außerdem erhält man eine leicht positive Korrelation der untersuchten Größen, die jedoch sehr schwach ausfällt. Die Abbildungen 1a und 1b zeigen jedoch, daß es in Zeiten steigender Zinsen überwiegend zu positiven Ergebnissen des Referenzportfolios im Vergleich zu den aktuellen Anleihen kommt. Diese Aussage läßt sich auch noch durch weitere Daten untermauern. So werden jetzt die Resultate aller Perioden, in denen die Zinsen stiegen, denen gegenübergestellt, in denen sie fielen. Die Auswertung erfolgt wie in den ursprünglichen Untersuchungen. Eine Zusammenfassung zeigt Tabelle 4.4. [...]

Arbeit zitieren:
Schader, Jochen Juli 2002: Liquiditätspreads bei Bundeswertpapieren, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Rentenmarkt, Liquidität, Wertpapiere

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